DE664897C - Selbsttragendes, mit einer zugfesten Panzerung versehenes Fernmeldeluftkabel - Google Patents

Selbsttragendes, mit einer zugfesten Panzerung versehenes Fernmeldeluftkabel

Info

Publication number
DE664897C
DE664897C DES106236D DES0106236D DE664897C DE 664897 C DE664897 C DE 664897C DE S106236 D DES106236 D DE S106236D DE S0106236 D DES0106236 D DE S0106236D DE 664897 C DE664897 C DE 664897C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lead
armor
cable
strips
wires
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES106236D
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Benda
Ernst Fischer
Dr Heinz Weinnoldt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
Priority to DES106236D priority Critical patent/DE664897C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE664897C publication Critical patent/DE664897C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B7/00Insulated conductors or cables characterised by their form
    • H01B7/17Protection against damage caused by external factors, e.g. sheaths or armouring
    • H01B7/18Protection against damage caused by wear, mechanical force or pressure; Sheaths; Armouring
    • H01B7/22Metal wires or tapes, e.g. made of steel
    • H01B7/226Helicoidally wound metal wires or tapes

Landscapes

  • Insulated Conductors (AREA)

Description

  • Selbsttragendes, mit einer zugfesten Panzerung versehenes Fernmeldeluftkabel Bekanntlich ist ein selbsttragendes Fernmeldeluftkabel meistens mit einer die Zugbeanspruchungen aufnehmenden Panzerung versehen, die aus auf dem Kabel verseilten Rund-oder Profildrähten gegebenenfalls zusammen mit den druckaufnehmenden Bändern gebildet wird. Unter der Panzerung befindet sich bei den bisher bekannten Fernmeldeluftkabeln eine Polsterschicht, beispielsweise aus getränkter ,Jute, und unter dieser der Bleimantel, der die Kabelseele wasserdicht einschließt. Wenn nun' in der Umgebung des verlegten Fernmeldekabels Änderungen des elektrischen Zustandes der Atmosphäre, insbesondere Blitzentladungen, auftreten, oder wenn das Kabel von unmittelbaren Blitzschlägen getroffen wird und Wanderwellen auf dem Kabel entlang laufen, treten infolge des verschiedenen Spannungsabfalls in Panzerung und Bleimantel Spannungsunterschiede zwischen beiden auf, die u. U, die Polsterschicht durchschlagen und einen Strom zwischen Bleimantel und Panzerung zur Folge haben. Der Bleimantel kann dann auf größere Strecken ganz oder zum Teil geschmolzen werden, so daß Feuchtigkeit in das Kabel eindringen und die elektrischen Werte des Kabels verschlechtern kann. Auf diese Weise können recht lange Kabelstrecken unbrauchbar werden und müssen ausgewechselt werden. UmdieseNachteilezuvermeiden,werdengemäß der Erfindung die zugfeste Panzerung und der Bleimantel fortlaufend miteinander elektrisch leitend verbunden durch Schichten, die entweder selbst oder mittels Einlagen leitend oder annähernd leitend sind und insbesondere aus weichen Metallbändern, vorzugsweise Bändern aus Blei oder Bleilegierungen aufgebaut sein können. Es können dann keine Spannungsunterschiede zwischen Bleimantel und Panzerung auftreten, so daß auch keine für die Panzerung und den Bleimantel schädlichen Ströme fließen können. Wenngleich die Erfindung das Auftreten von Blitzschlägen u; dgl. nicht verhüten kann, so führt sie doch eine Beschränkung der Wirkungen des Blitzschlages auf die unmittelbar von ihm betroffene Kabelstelle herbei und verhindert die Beschädigung größerer benachbarter Kabelstrecken.
  • Die metallische Verbindung zwischen Panzerung und Bleimantel ist bei elektrischen Kabeln an sich schon bekannt. Sie ist aber bisher ausschließlich bei Starkstromkabeln angewendet worden. Beispielsweise sind metallische Einlagen zwischen Panzerung und Bleimantel dazu benutzt worden, um die zwischen ihnen liegende Isolierschicht mit geringer Wärmeleitfähigkeit zu überbrücken, weshalb die metallische Einlage nach Art und Aufbau auch nur im Hinblick auf ihre bessere Wärmeleitfähigkeit ausgesucht worden ist. Weder hieraus noch aus dem Umstand, daß bei Hochspannungskabeln das Einlegen von als Halb., leiterschichten wirksamen Schichten aus Widr .'. standsmaterial zwischen die voneinander i>-x fierten Leiter zum Zweck der Abflachüng:steiler Fronten von Stoßspannungswellen be=' kannt ist, hat sich aber bisher eine Veranlassung ergeben, auch bei selbsttragenden Luftkabeln für eine fortlaufende elektrische Verbindung zwischen der zugfesten Panzerung und dem Bleimantel zu sorgen. Auch die bekannten Vorschriften für die Errichtung von Blitzableiteranlagen gaben hierfür keine Anregung, weil diese Vorschriften nur eine einmalige und meistens auch nur an beliebiger Stelle erfolgende elektrische Verbindung zwischen den elektrisch leitenden Teilen der Anlagen'1fordern.
  • Maßnahmen zur Herstellung einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen einzelnen Kabelteilen sind somit schon bekannt, entweder sind sie aber für andere Zwecke als diejenigen bei der Erfindung bestimmt oder es ist überhaupt keine fortlaufende Verbindung vorhanden. Die bekannten Maßnahmen zur Herstellung von fortlaufenden Verbindungen können auch zur praktischen Durchführung der Erfindung benutzt werden. Hierbei können die Schichten jedoch nach der Erfindung auch in. der Weise ausgeführt werden, daß sie gleichzeitig eine Polsterung zwischen der zugfesten Panzerung und dem Bleimantel schaffen.
  • Beispielsweise haben sich Polsterschichten bewährt, die von Bleidrähten oder bleiüberzogenen oder verzinnten Kupferdrähten oder -bändern durchsetzt sind. Solche aus Textilfaden oder -bändern, beispielsweise aus Jute bestehenden Polsterschichten können vorteilhaft in folgender Weise aufgebaut werden.
  • Ein oder mehrere Jutefäden der Polsterschicht werden durch einen Metalldraht oder ein Metallband ersetzt. Der Durchmesser des Drahtes bzw. die Bandstärke wird dabei vorteilhaft größer gewählt als die Stärke der Polsterschicht. Auf diese Weise wird die unmittelbare fortlaufende Berührung des leitenden Einlagematerials mit dem Bleimäntel und der Panzerung auf der ganzen Kabelanlagenlänge oder auf bestimmten Stücken der Kabelanlage sichergestellt. Als sehr vorteilhaft haben sich auch mit den für die Polsterschicht zur Anwendung kommenden Stoffen durchsetzte oder verwebte Drahtgeflechte erwiesen, da sich diese in einfacher Weise mit der Polsterschicht zusammen aufbringen lassen. Falls unterhalb der zugfesten Panzerung Bandeisenbänder als Druckschutz angeordnet sind, muß selbstverständlich das die Polsterschicht durchsetzende leitende Material mit diesem Druckschutz in elektrisch leitender Verbindung stehen. In manchen Fällen genügt es, Bleimantel und Panzerung fortlaufend: nur in kleinen Abständen durch Tötung oder durch eingelegte Metallringe leitend zu verbinden.
  • :.:;Werden besondere Anforderungen an die -Elastizität und die Wasserbeständigkeit der a Polsterschicht gestellt, dann empfiehlt es sich, ' : die Polsterschicht aus kunstharzgetränkten Faserstoffen oder aus Gummi oder anderen elastischen Isolierstoffen zu bilden, die in an sich bekannter Weise mit mehr oder weniger großen Mengen halbleitender Stoffe, Beispielsweise Graphit, Ruß o. dgl. durchsetzt sind. Auch eine: Beimischung von Metallpulver hat sich als sehr vorteilhaft erwiesen.
  • In der Zeichnung zeigt die Abb: z ein Ausführungsbeispiel eines mit halbleitenden Polsterschichten gemäß der Erfindung versehenen Luftkabels. Darin ist 2 die bebändert dargestellte Kabelseele, 3 der Bleimantel und q. die zugfeste; aus Stahldrähten bestehende Panzerung. Zwischen dem Bleimantel 3 und der zugfesten Panzerung ¢ ist eine Zwischenschicht 5 angeordnet, die in diesem Fall aus Gummi, mit Beimischungen von Graphit, Ruß o. dgl. besteht.
  • Besonders vorteilhaft ist es, auf die genannten Polsterschichten aus Gummi oder Faserstoffen oder anderen harz- oder wachsartigen Massen überhaupt zu verzichten und, wie schon erwähnt, das Polster aus weichen Metallbändern; insbesondere aus Bändern aus Blei öder Blei-Legierungen aufzubauen. Diese Maßnahme wird beispielsweise in Gegenden getroffen, in denen die Atmosphäre besonders reich an Gasen ist; die im Zusammenwirken mit Feuchtigkeit die Panzerung des Kabels bzw. den Bleimantel zu korrodieren vermögen. -Vorteilhaft werden über dem Bleimantel des Kabels Bleibänder in einer öder in mehreren Lagen aufgewickelt, über denen alsdann die zugfeste Panzerung angeordnet ist.
  • Abb. 2 zeigt ein solches Kabel, und zwar bedeutet =2 die Kabelseele, 13 den Bleimantel; 1q. das über dem Bleimantel liegende; aus Bleibändern bestehende Polster und 15 die zugfeste Panzerung. An Stelle der weichen Bleibänder können auch Streifen, Drähte öder Bänder aus harten Metallen, z. B: aus Kupfer; Bronze oder Eisen zwischen Bleimantel und Panzerung angeordnet sein.
  • Da nun in einer derartigen Panzerung eine ganze Anzahl von Hohlräumen in geringer Ausdehnung vorhanden ist, die mit der Außenluft nicht oder nur spaltförmig in Verbindung stehen, kann die durch Regen oder Niederschläge naßgewordene Panzerung nicht oder nur nach sehr langer Zeit austrocknen. Ein neuer Niederschlag würde wieder neue Wassermengen in diese kleinen Ritzen und Spalten hineinbringen, so daß damit die Möglichkeit von elektrolytischen Korrosionen gegeben ist. Um diese Nachteile zu vermeiden, ist es vorteilhaft, sich eines Metallpolsters aus Streifen oder Drähten aus weichem Metall, vorzugsweise aus Blei zu bedienen, zwischen deren Windungen Lufträume vorhanden sind, die gleich oder annähernd gleich der Breite der Streifen oder Drähte sind. Es werden also zunächst auf den Kabelbleimantel Streifen oder Drähte in offenen Schraubenwindungen aufgewickelt, über denen dann entweder unmittelbar, jedoch vorteilhaft unter Einlegen eines in schraubenförmigen Windungen aufgebrachten Stützbandes die zugfeste Panzerung aufgebracht wird. Eingedrungenes Wasser kann nun durch die zwischen den das Polster bildenden Drähten oder Streifen vorhandenen Zwischenräumen leicht abfließen. Der .noch übrigbleibende Feuchtigkeitsrest zwischen den schmalen Berührungsflächen kann wegen der durch die Zwischenräume ermöglichten Luftdurchspülung rasch verdunsten, so daß das Kabel gemäß der Erfindung schon nach kurzer Zeit nach Aufhören von Niederschlägen wieder vollkommen trocken ist. Diese Wirkung kann noch dadurch erhöht werden, daß das Stützband in offenen Schraubenwindungen auf die als Polster dienenden Drähte aus weichem Metall aufgebracht ist, wobei der Bleimantel gegebenenfalls auch noch in an sich bekannter Weise mit Rillen versehen werden könnte.
  • Abb. 3 zeigt ein solches Ausführungsbeispiel eines Kabels gemäß der Erfindung. Darin ist 22 die Kabelseele, 23 der Bleimantel, 24 ein über dem Bleimantel liegendes, aus in offenen Schraubenwindungen gewickelten Flachdrähten, z. B. aus Blei, bestehendes Polster, däß das Stützorgan 25, das aus verzinkten Eisenbändern besteht, und die zugfeste Panzerung 26 aus Stahldrähten in gut leitende Verbindung mit dem Bleimantel 23 des Kabels bringt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE; z. Selbsttragendes, mit einer zugfesten Panzerung versehenes Fernmeldeluftkabel, insbesondere mit einernachgiebigenZwischenschicht zwischen Panzerung und Bleimantel, dadurch gekennzeichnet, daß Panzerung und Bleimantel fortlaufend miteinander elektrisch leitend verbunden sind durch Schichten, die entweder selbst oder mittels Einlagen leitend oder annähernd leitend sind und insbesondere aus weichen Metallbändern, vorzugsweise Bändern aus Blei oder Bleilegierungen aufgebaut sein können.
  2. 2. Kabel nach Anspruch z, insbesondere mit einer in offenen Lagen aufgebrachten Bandeisenwicklung unter der zugfesten Panzerung, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenschicht aus Streifen oder Drähten aus weichem Metall besteht, zwischen deren Windungen Lufträume vorhanden sind, die gleich oder annähernd gleich der Breite der Streifen oder Drähte sind.
DES106236D 1932-09-14 1932-09-14 Selbsttragendes, mit einer zugfesten Panzerung versehenes Fernmeldeluftkabel Expired DE664897C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES106236D DE664897C (de) 1932-09-14 1932-09-14 Selbsttragendes, mit einer zugfesten Panzerung versehenes Fernmeldeluftkabel

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES106236D DE664897C (de) 1932-09-14 1932-09-14 Selbsttragendes, mit einer zugfesten Panzerung versehenes Fernmeldeluftkabel

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE664897C true DE664897C (de) 1938-09-15

Family

ID=7527245

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES106236D Expired DE664897C (de) 1932-09-14 1932-09-14 Selbsttragendes, mit einer zugfesten Panzerung versehenes Fernmeldeluftkabel

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE664897C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE969317C (de) * 1943-07-06 1958-05-22 Siemens Ag Fernmeldekabel mit papierisolierten Adern bzw. Adergruppen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE969317C (de) * 1943-07-06 1958-05-22 Siemens Ag Fernmeldekabel mit papierisolierten Adern bzw. Adergruppen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3543106C2 (de)
DE7629888U1 (de) Supraleiter
DE2445660C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Hochspannungskabels
DE664897C (de) Selbsttragendes, mit einer zugfesten Panzerung versehenes Fernmeldeluftkabel
DE2939971A1 (de) Elektrisches netzkabel
AT144874B (de) Fernmelde- bzw. Signalleitung.
DE824961C (de) Biegsames elektrisches Kabel
DE902988C (de) Bewegliches elektrisches Mehrleiterkabel, insbesondere fuer Baggermaschinen
CH173872A (de) Selbsttragendes Fernmeldeluftkabel.
DE363603C (de) Glimm- und strahlungsfreies Kabel mit geschichteter Isolation
DE6909855U (de) Elektrischer wiederkehrleiter, insbesondere fuer elektrische starkstrom- oder hochspannungskabel
DE625505C (de) Elektrisches Hochspannungskabel
DE645754C (de) Panzerung fuer elektrische Hochspannungskabel, deren Isolierung unter Druck steht
DE383550C (de) Hochspannungskabel mit Papierisolation
DE1949503B2 (de) Masseloser Endenabschluß
DE1490609A1 (de) Elektrisches Kabel,insbesondere Fernmeldekabel,mit einem oder mehreren Pruefleitern fuer die UEberwachung der Dichtigkeit des Kabelmantels
DE622516C (de) Gummiisoliertes Hochspannungskabel
DE755333C (de) Luftraumisoliertes Fernmeldekabel mit erhoehter Betriebssicherheit
DE528683C (de) Elektrisches Kabel fuer unterirdische Verlegung
DE2508928A1 (de) Kunststoffisoliertes, feuchtigkeitsfestes starkstromkabel
CH452630A (de) Bandförmiges elektrisches Kabel
DE653897C (de) Mehradriges elektrisches Meldekabel, insbesondere Feldkabel
DE612689C (de) Hochbelastbares Starkstromkabel
DE1059062B (de) Fernmeldekabel in wasserdichtem Mantel mit kunststoffisolierten Adern oder Adergruppen und einem Schutzleiter fuer die Fehlerueberwachung
DE588657C (de) Elektrisches Mehrleiterstarkstromkabel fuer Wechselstrom