DE75367C - Elektrische Bogenlampe mit horizontal schwingendem Elektromagnetanker - Google Patents
Elektrische Bogenlampe mit horizontal schwingendem ElektromagnetankerInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B31/00—Electric arc lamps
- H05B31/0081—Controlling of arc lamps
- H05B31/0087—Controlling of arc lamps with a thread or chain
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. April 1893 ab.
Die den . Gegenstand dieser Erfindung bildende elektrische Bogenlampe gehört derjenigen
Klasse an, bei welcher die beiden Kohlenhalter an die beiden Enden einer über Rollen geführten
Kette oder Schnur gehängt sind und die Kohlen durch das Uebergewicht des oberen Kohlenhalters zusammenlaufen. Sie ist dadurch
gekennzeichnet, dafs die Regelung sowie auch die anfängliche Entfaltung des Lichtbogens
durch die Schwingungen eines einzigen Ankers in der Art bewirkt wird, dafs derselbe unter
den Einflufs zweier- gleichnamigen, in ihrem gegenseitigen Stärkeverhältnifs von den Veränderungen
des Lichtbogens abhängig gemachten Magnetpolen gestellt ist. Je nach der wechselnden Stärke derselben wird einerseits
eine Hemmung zum Loslassen des an den oberen Kohlenhalter anfassenden Kettentheiles
zum Nachschub ausgehoben, andererseits diese Hemmung wieder eingelegt und festgehalten. Dabei wirkt ein die Rolle für
den an den unteren Kohlenhalter anfassenden Kettentheil tragender Winkelhebel verstellend
auf die untere Kohle ein, bis sich der Bogen durch den Abbrand wieder über Normallänge
vergröfsert hat, worauf wieder die Hemmung gelöst wird u. s. f. Durch dieselben Mittel,
d. h. Senken der unteren Kohle, wird auch anfänglich der Lichtbogen entfaltet, wenn beim
Einschalten der Lampe die Kohlen zusammenstanden.
Die Lampe ist in Fig. 1 in Vorderansicht und Fig. 2 in Oberansicht dargestellt.
K ist der obere, Kl der untere Kohlenhalter
und K2 die über die Rollen k und k1
sowie das in üblicher Weise durch ein Räderwerk jR in seiner Geschwindigkeit geregelte
Kettenrädchen k% geführte Kette. Die Rolle kl
sitzt am liegenden Schenkel w1 eines Winkelhebels,
der im Knie w gelagert ist und sich mit seinem aufrechten Schenkel W2 gegen das
Röllchen w% eines Stückes A anlegt, welches
in wagerechter Ebene um die Achse α schwingen kann und dem letzten Rade r des Räderwerkes R
gegenüber eine federnde Hemmung B trägt. Das Stück A besteht aus weichem Eisen und
liegt mit dem vorderen freien Ende zwischenden Schenkeln eines Hufeisenmagneten, gebildet
aus zwei Elektromagneten, deren Kerne EE1 durch ein Verbindungsstück V zusammenhängen.
Die Schenkelbewickelungen sind nun so angeordnet, dafs die beiden Pole gleichnamige
Polarität erhalten. Der Anker A nimmt dann durch Influenz am vorderen Ende die entgegengesetzte
und am hinteren Ende die gleiche Polarität an. Die eine Schenkelbewickelung H
liegt im Hauptstromkreise der Lampe, die andere Schenkelbewickelung N dagegen in einem
Nebenschlufs zum Lichtbogen. So lange nun die Zahl der Amperewindungen auf beiden
Schenkeln gleich ist, besitzen auch beide Pole gleiche Stärke und ihre Anziehung auf den
Anker A hebt sich auf, d. h. derselbe verharrt in seiner normalen Lage. Wächst dagegen die
Zahl der Amperewindungen auf einer Seite, so wird nicht nur der Pol auf dieser Seite
entsprechend stärker, so dafs er den Anker stärker anzieht, sondern es wird auch durch
Fortpflanzung des Magnetismus der andere Pol entsprechend stark ummagnetisirt und dadurch
geschwächt, d. h. sein Widerstand gegen die Schwingung des Ankers vermindert. Die Folge
dieser Einrichtung ist eine ungemeine Empfindlichkeit des Ankers gegen die Veränderungen
des Bogens, ohne dafs jedoch seine Bewegungen in Tanzen ausarten könnten.
Die Einrichtung ist so getroffen, dafs, wenn die Lampe stromlos ist, der Anker durch den
Zug einer Feder F, etwa in der Mitte zwischen den beiden Polen, jedoch etwas näher an die
Nebenschlufsspule heran gehalten wird, in dieser Lage die Hemmung B eben in das Rädchen r
fafst und der Winkelhebel die Rolle k\ d. h. den unteren Kohlenhalter etwas gehoben hält.
Stehen nun die Kohlen bei dem Einschalten der Lampe zusammen, so geht der ganze Strom
durch die Wickelung H, der Anker wird tiefer in das Rädchen r hereingezogen, so dafs der
Winkelhebel ννλ w2 dem Zuge des unteren
Kohlenhalters nachgeben kann, sich in der Pfeilrichtung dreht und die Rolle kl senkt,
infolge dessen die untere Kohle entsprechend sinkt, während die obere festgehalten bleibt
und sich also der Lichtbogen entfaltet. Stehen die Kohlen dagegen aus einander, so geht der
Strom durch die Nebenschlufsspule N, der Anker wird nach links gezogen und zieht die
Hemmung vollends aus dem Rädchen r heraus; die beiden Kohlen laufen zusammen, der Strom
fliefst durch die Spule H, der Anker wird nach rechts mit B in r hineingezogen und
dadurch wie oben die untere Kohle gesenkt. Durch das allmählige Abbrennen der Kohlen
vermehren sich die Amperewindungen der Nebenschlufsspule N und der Anker geht stetig
nach derselben hinüber; sobald er hierbei über die Normallage tritt, läfst die Hemmung B das
Rädchen r frei, die Kohlen laufen zusammen, bis die Amperewindungen der Spule H wieder
unter entsprechender Abnahme derjenigen der Spule N so angewachsen sind, dafs sie den
Anker in die Normallage unter Hemmung des Rädchens r zurückziehen. Sollte hierbei der
Nachschub etwas zu weit erfolgen, so hat die entsprechend zu grofs gewordene Amperezahl
der Spule H zur Folge, dafs der Anker über die Normallage nach rechts hingezogen, d. h.
die untere Kohle unter Festhaltung der oberen entsprechend gesenkt und dadurch die richtige
Bogenlänge hergestellt wird. Tritt während des Abbrennens aus irgend einer Ursache, z. B.
dadurch, dafs von der oberen Kohle sich ablösende Theilchen auf die untere Kohle fallen,
Verkürzung des Bogens ein, so veranlafst die infolge dessen eintretende Vermehrung der
Amperewindungen von H ein entsprechend stärkeres Anziehen des Ankers nach rechts mit
entsprechender Senkung der unteren Kohle, die dann im Mafse des Verschwindens der
zugeführten Kohle durch die zunehmende Wirkung der Nebenschlufsspule wieder gehoben
wird.
Neben der empfindlichen Regelung, welche die Erfindung ermöglicht, besteht ein Hauptvortheil
derselben in der ungemeinen Einfachheit der Regelungsvorrichtung und dadurch bedingt in vermehrter Dauerhaftigkeit derselben
und erhöhter Betriebssicherheit.
Ferner giebt die durch diese Einfachheit ermöglichte niedrige Bauart der Regelungsvorrichtung
(80 mm gegen 100 bis 110 mm anderer Lampen)
der Lampe ein gefälligeres Aussehen und bleibt trotz dieser niedrigen Bauart auf dem
Lampenteller selbst noch der nöthige Platz, um für Reihenschaltung den nöthigen Ersatzwiderstand
und den selbstthätigen Umschalter anzubringen.
Claims (1)
- Patent-An spruch:Elektrische Bogenlampe, bei welcher die Bildung des Lichtbogens, der Nachschub oder das Nachfallenlassen der Kohlen beim Abbrand und die Regelung des Lichtbogens durch einen zwischen zwei gleichnamig polarisirten Polen eines Hufeisen - Elektromagneten horizontal schwingenden Anker bewirkt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE75367C true DE75367C (de) |
Family
ID=348335
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT75367D Expired - Lifetime DE75367C (de) | Elektrische Bogenlampe mit horizontal schwingendem Elektromagnetanker |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE75367C (de) |
-
0
- DE DENDAT75367D patent/DE75367C/de not_active Expired - Lifetime
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