DE753142C - Verseilmaschine mit Rueckdrehungseinrichtung zum Verseilen von Fernmeldeadern - Google Patents
Verseilmaschine mit Rueckdrehungseinrichtung zum Verseilen von FernmeldeadernInfo
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- DE753142C DE753142C DEF91212D DEF0091212D DE753142C DE 753142 C DE753142 C DE 753142C DE F91212 D DEF91212 D DE F91212D DE F0091212 D DEF0091212 D DE F0091212D DE 753142 C DE753142 C DE 753142C
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B13/00—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables
- H01B13/02—Stranding-up
- H01B13/0228—Stranding-up by a twisting pay-off and take-up device
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D07—ROPES; CABLES OTHER THAN ELECTRIC
- D07B—ROPES OR CABLES IN GENERAL
- D07B3/00—General-purpose machines or apparatus for producing twisted ropes or cables from component strands of the same or different material
- D07B3/08—General-purpose machines or apparatus for producing twisted ropes or cables from component strands of the same or different material in which the take-up reel rotates about the axis of the rope or cable or in which a guide member rotates about the axis of the rope or cable to guide the rope or cable on the take-up reel in fixed position and the supply reels are fixed in position
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Description
Beim1 Verseilen von so empfindlichem Gut,
wie es die Adern von Fernmeldekabeln darstellen, sind Längenänderungen und Verdrehungen
der Verseilelemente stets schädlieh, weil schon geringfügige mechanische
Formänderungen die elektrischen Werte der Adergruppe beeinflussen. Außer dem Verdrehen
sind insbesondere stärkere Biegungen und ruckartige Beanspruchungen der Adern ίο nachteilig und führen zu Verschiedenheiten
und Abweichungen in den elektrischen Eigenschaften. Daß sich die Ädern beim Verseilvorgang
verdrehen, läßt -sich durch das bekannte Verseilen mit Rückdrehung verhindern.
Dagegen ist es sehr schwierig, zu vermeiden, daß die Adern beim Verseilen stärkeren Biegungen und ruckartigen Zugkräften
ausgesetzt sind.
Man hat zwar sdhon an Verseilmaschinen mit umlaufendem Verseilkotfb und Rückdreheinrichtung
die Ablaufbügel, in denen die die Verseilelemente enthaltenden Vorratshaspel gelagert sind, derart nach der Verseilachse
zu geneigt, daß sie sich im Verseilpunkt schneiden, und außerdem die Vorratshaspel
in den Ablaufbügeln um den halben mittleren
Wickiungsdurchmesser seitlich versetzt. Diese Anordnung hat jedoch nicht befriedigt. Die
Adern laufen zwar bei diesen Maschinen in gerader Linie und ohne sich zu verdrehen
zum Verseilpunkt ab. Dagegen treten dadurch, daß der einzelne Ablaufbügel beim
Umlaufen; des Verseilkorbes um eine zur Haspelachse parallele Achse eine hin und her
schwingende Drehbewegung ausführt, im ίο Haspel Massendrehmomente auf, durdh welche
die ablaufende Ader ruckartig beansprucht und so das Ablaufen der Ader empfindlich
gestört wird. Da die Massenkräfte mit steigender Geschwindigkeit sehr rasch wachsen, sind
diese Schwierigkeiten im vorliegenden Fall sogar schon bei der vorgesehenen normalen
Betriebsdrehzahl -so groß, daß die Maschine nur mit verminderter Drehzahl betrieben
werden kann.
ao . Erfindungsgemäß lassen sich diese Schwierigkeiten der beschriebenen Maschine beseitigen.
Zu diesem Zweck wird nach der Erfindung die Maschine derart geändert, daß die Lagerung der Ablaufbügel im Raum feststeht
und die Aufwickelvorrichtung sidh im gleichen Sinn und mit etwa .gleicher Drehzahl
wie die Ablaufbügel zum Raum dreht. Dadurch ist nämlich erreicht, daß die Vorratshaspel
der Verseilelemente bei der Drehung der Ablaufbügel zum Raum nur eine Drehbewegung
um eine Achse ausführen, die auf der Achse des einzelnen Haspels senkrecht
steht. Massendrehmomente, die den gleichmäßigen Abzug der Verseilelemente stören,
treten dabei nicht auf, und die Verseilelemente werden völlig gleichförmig und ruckfrei verseilt.
Da die Verseilelemente außerdem, wie weiter unten an Hand eines Ausführungsbeispiels gezeigt wird, infolge der Anordnung
der Vorratshaspel und der Rückdrehung in gerader Linie und dhne Verdrehung von den
Haspeln zum Verseilpunkt ablaufen und sich die Entfernung vom Ablaufpunkt der einzelnen
Adern auf dem Vorratshaspel bis zum Verseilpunkt im Betrieb der Maschine praktisch
nicht ändert, sind alle Anforderungen erfüllt, die bei Fernmeldeadern und anderem
ähnlich empfindlichen Verseilgut an die Verseilung gestellt werden müssen. Verseilmaschinen mit umlaufender Aufwickelvorrichtung
und stillstehendem Verseilkorb sind an sich bekannt.
Zur Erläuterung ist in der Zeichnung als Ausführungsform der Erfindung eine Verseilmaschine
für Fernmeldeadern dargestellt. Es bezeichnen 1 einen feststehenden Verseilkorb
und 2 den Rahmen der umlaufenden Aufwickelvorrichtung. In dem Venseilkorb 1
sind die gekröpften AblaufMgel 3 gelagert, deren Drehachsen derart nach der Verseilachse
zu geneigt sind, daß sie sich in dem mit A bezeichneten Verseilpunkt schneiden,
und die mittels des Vorgeleges 4 im gleichen Sinn und mit gleicher Drehgeschwindigkeit
angetrieben werden wie die umlaufende Aufwickelvorrichtung 2. Die Aderhaspel 5 ist
in den Ablaufbügeln um den halben mittleren Wicklungsdurchmesser versetzt gelagert.
Da bei der Maschine ebenso wie bei der oben als bekannt angegebenen Verseilmaschine
der Aderhaspel im Ablaufbügel seitlich versetzt ist und die Drehachse des Ablaufbügels
durch den Verseilpunkt hindurchgeht, gelten die folgenden bekannten Beziehungen:
Betrachtet man bei halbabgewickeltem Aderhaspel 5, beispielsweise für den in der Abbildung links dargestellten Haspel, die auf
halber Länge des Haspels ablaufende Ader 6, so erkennt man, daß diese Ader während der
ganzen Umdrehung des Ablaufbügels 3 standig in Richtung der Drehachse des Ablaufbügels
verläuft. Die betrachtete mittlere ablaufende Ader behält daher während der ganzen Umdrehung des Ablauf bügeis ihre
vom Ablaufpunkt P des Haspeis bis zum Verseilpunkt
A gemessene Länge unverändert bei. Betrachtet man außerdem wiederum bei halbabgewickeltem
Haspel den Fall, daß die Ader von dem einen Ende des Haspels abläuft, beispielsweise
von dem auf dem links dargestellten Haspel für den Beschauer vor der
■Bildebene gelegenen Haspelende, so ist klar, daß der Ablaufpunkt dieser Ader, der sich ja
auf der auf der Strecke AP im Punkt P errichteten Senkrechten um die halbe Haspellänge
vom Punkt P entfernt befindet, während des ganzen Umlaufs des Ablaufbügels einen
zu PA konzentrischen Kreis mit der halben Haspellänge als Radius beschreibt. Die Länge
der von einem Haspelende ablaufenden Ader, vom Ablaufpunkt bis zum Venseilpunkt gemessen,
bleibt daher auch für diese Ader während der Drehung des Ablaufbügels gleich, und außerdem läuft die Ader während
der Drehung des Ablaufbügels im gleichen Winkel zum Haspelumfang ab. Diese Beziehungen,
die für den halbabgewickelten Haspel abgeleitet wurden, gelten angenähert ebenfalls für die anderen Füllgrade des
Haspels, weil die Abweichungen infolge ihrer n0
Kleinheit vernachlässigt werden können. Für die ablaufende Ader gilt daher mit praktisch
hinreichender Genauigkeit, daß sich während einer Umdrehung des Ablauf bügels die Länge
der Ader vom Haspel bis zum Verseilpunkt n5
und auch ihre Winkellage zum Haspelumfang nicht ändern. Bei gleichförmiger Abzugsgeschwindigkeit der Adern, dlie beim
Verseilen, vorausgesetzt werden kann, dreht sich· somit auch der einzelne Aderhaspel selbst
bei hoher Verseilgeschwindigkeit mit praktisch gleichförmiger Drehgeschwindigkeit. Da
außerdem nach der Erfindung abweichend von der bekannten Verseilmaschine die Lagerung
der Ablaufbügel im Raum feststeht und sich infolgedessen der Mittelpunkt des Ader-
!h-aspels auf einem zur Abzugsrichtung· PA
konzentrischen Kreis bewegt, treten aber bei der Verseilmaschine nach der Erfindung auch
vom Aderhaspel her keine Massenkräfte auf, die den gleichmäßigen Ablauf der Ader
ίο stören.
Daß die Adern bei der Verseilmaschine nach der Erfindung auf ihrem Weg vom Verseilkorbhaspel
zium Verseilpunkt stets gerade gestreckt verlaufen, ergibt sich bei · der Betrachtung
der Abbildung ohne weiteres, weil keine Mittel vorhanden sind, die die Venseilelemente
aus dieser Richtung ablenken könnten. Weiterhin wird durch die beschriebene
Drehung der Ablaufbügel, die die Aderhaspel tragen, eine Verdrehung1 der
Adern beim Verseilen vermieden.
Am unteren Ende der Aufwickelvorrichtung ist in dem feststehenden Arm 7 das Verseilkali'ber
8 angeordnet. Die Aufwickelvorrichtung enthält in dem umlaufenden Rahmen 2 die Abzugsscheibe 9 und die Aufwickeltrommel
10. Der Rahmen 2 wird mittels des Vorgeleges 11 angetrieben. Außerdem ist für
den Antrieb der Aufwickeltrommel 10 und der Abzugsscheibe 9 innerhalb des hohlen
Lagerzapfens 12 des Rahmens 2 die Welle 13 angeordnet, die mittels 'des Vorgeleges 14 angetrieben
wind und durch die Zahnräder 15 und 16 mit der Aufwickeltrommel und der
Abzugsscheibe in Verbindung steht. Der in dem Beispiel im Rahmen 2 eingebaute Bandwiekler
17 dient zum Umspinnen der verseilten Adergruppe.
Die Aufwickeltrommel 10 ist in dem dargestellten Beispiel auf ihrer Welle 18 verschiebbar angeordnet und kann mittels eines an sich bekannten, in der Abbildung nicht dargestellten Verlegerantriebes derart gesteuert werden, daß ohne seitliche Richtungisänderungen der verteilten Adergruppe auf der Aufwickeltrommel Windung neben Windung gelegt wird.
Die Aufwickeltrommel 10 ist in dem dargestellten Beispiel auf ihrer Welle 18 verschiebbar angeordnet und kann mittels eines an sich bekannten, in der Abbildung nicht dargestellten Verlegerantriebes derart gesteuert werden, daß ohne seitliche Richtungisänderungen der verteilten Adergruppe auf der Aufwickeltrommel Windung neben Windung gelegt wird.
Bekanntlich beträgt die Rückdrehung, die zu einer einwandfreien Verseilung erforderlich
ist, nicht genau 360° je Schlaglänge, sondern weicht davon um einen kleinen Betrag
ab, der vom Schlagwinkel der Verseilung abhängig ist. Die Rückdrehung muß daher dem Schlagwinkel angepaßt werden können.
Hierzu ist es notwendig, den Antrieb der Ablaufbügel und den Antrieb der Aufwickelvorrichtung
unabhängig voneinander einstellen und im gegebenen Fall auch im Betrieb
ohne Stillsetzen der Maschine regeln zu können. In dem dargestellten Beispiel ist
zu diesem Zweck der Antrieb des Vorgeleges 4 gesondert regelbar.
Claims (2)
1. Verseilmaschine mit Rückdrehungseinrichtung zum Verseilen von Fernmeldeadern,
bei der die die Verseilelemente enthaltenden Vorratshaspel in ,angetriebenen
Ablaufbügeln gelagert sind, deren Achsen derartnach der Verseilachse zugeneigt sind,
daß sie sich im Verseilpunkt seihneiden, und bei der die Vorratshaspel in den Ablaufbügeln
um den halben mittleren Wicklungsdurchmesser seitlich versetzt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerung
der Ablaufbügel im Raum feststeht und die Aufwickelvorrichtung im gleichen Sinn und mit etwa gleicher Drehzahl wie die
Ablaiufbügel der Vorratshaspel zum Raum gedreht wird.
2. Verseilmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb
der Ablaufbügel und der Antrieb der Aufwickelvorrichtung unabhängig voneinander regelbar sind.
Zur Abgrenzung des Erfindungistgegenstands
vom Stand der Technik sind im Erteilungs- go verfahren folgende Druckschriften in Betracht
gezogen worden:
Deutsche Patentschriften Nr. 441 662, 229.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©5087 5.53
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF91212D DE753142C (de) | 1942-01-26 | 1942-01-26 | Verseilmaschine mit Rueckdrehungseinrichtung zum Verseilen von Fernmeldeadern |
| BE448668D BE448668A (de) | 1942-01-26 | 1943-01-08 | |
| FR890197D FR890197A (fr) | 1942-01-26 | 1943-01-18 | Câbleuse à panier de câblage fixe, en particulier pour le câblage de conducteurs de télécommunication |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF91212D DE753142C (de) | 1942-01-26 | 1942-01-26 | Verseilmaschine mit Rueckdrehungseinrichtung zum Verseilen von Fernmeldeadern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE753142C true DE753142C (de) | 1953-05-18 |
Family
ID=7115501
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF91212D Expired DE753142C (de) | 1942-01-26 | 1942-01-26 | Verseilmaschine mit Rueckdrehungseinrichtung zum Verseilen von Fernmeldeadern |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE448668A (de) |
| DE (1) | DE753142C (de) |
| FR (1) | FR890197A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1147146B (de) * | 1956-09-27 | 1963-04-11 | Carl Julianus Holm Dipl Ing | Verfahren und Vorrichtung zum Schlagen von spannungsfreien Drahtseilen |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2485794A1 (fr) * | 1980-06-25 | 1981-12-31 | Filotex Sa | Assembleuse a recette tournante pour fils electriques a gaine raide |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE441662C (de) * | 1925-04-18 | 1927-03-10 | Die Kabelindustrie Johann Cons | Verseilmaschine mit Rueckdrehung, insbesondere fuer Fernsprechadern |
| DE530229C (de) * | 1929-12-11 | 1931-07-24 | Hackethal Draht Und Kabel Werk | Verfahren und Einrichtung zum Vormessen von Adergruppen |
-
1942
- 1942-01-26 DE DEF91212D patent/DE753142C/de not_active Expired
-
1943
- 1943-01-08 BE BE448668D patent/BE448668A/xx unknown
- 1943-01-18 FR FR890197D patent/FR890197A/fr not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE441662C (de) * | 1925-04-18 | 1927-03-10 | Die Kabelindustrie Johann Cons | Verseilmaschine mit Rueckdrehung, insbesondere fuer Fernsprechadern |
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| DE1147146B (de) * | 1956-09-27 | 1963-04-11 | Carl Julianus Holm Dipl Ing | Verfahren und Vorrichtung zum Schlagen von spannungsfreien Drahtseilen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE448668A (de) | 1943-02-27 |
| FR890197A (fr) | 1944-01-31 |
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