DE752052C - Verfahren zur Herstellung von Emails - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Emails

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DE752052C
DE752052C DESCH125065D DESC125065D DE752052C DE 752052 C DE752052 C DE 752052C DE SCH125065 D DESCH125065 D DE SCH125065D DE SC125065 D DESC125065 D DE SC125065D DE 752052 C DE752052 C DE 752052C
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DE
Germany
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arsenic
sulphides
enamels
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Expired
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DESCH125065D
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English (en)
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August Schultheis
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Schultheis & Soehne Chemisch K
Original Assignee
Schultheis & Soehne Chemisch K
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C8/00Enamels; Glazes; Fusion seal compositions being frit compositions having non-frit additions
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23DENAMELLING OF, OR APPLYING A VITREOUS LAYER TO, METALS
    • C23D5/00Coating with enamels or vitreous layers

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Emails Es ist bekannt, Schwefel oder Schwefelverbindungen als Boraustauschmittel für Emails, insbesondere Grundemails, zu verwenden. Demgegenüber bezweckt die Erfindung, die Haftwirkung der ungiftigen Arsen-Schwefel-Verbindungen für borarme, borfreie sowie auch für beliebig borhaltige Emails auszunutzen.
  • Als die besten Haftoxyde für Emails sind z. B. Kobalt- und Nickelverbindungen bekannt. Auch kannte man schon die Anwendung von Arsenik als Haftoxyd in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Der Einführung als Haftoxyd stellte sich jedoch in der Praxis die außerordentliche Giftigkeit des Arseniks entgegen, so daß seine Anwendung für diesen Zweck keinen Eingang in die Emailindustrie fand. Lediglich wurde Arsenik als Trübungsmittel und Glanzbildner in Spezialstreuemails eingeführt, z. B. für Zifferblätter.
  • Gegenstand der Erfindung ist die Einführung von Arsenverbindungen in ungiftiger Form, insbesondere als Arsensulfid, Polysulfide und sulfoarsensaure Salze, in Emails sowie die Beibehaltung der ungiftigen Form während des Schmelz-, Mahl- und Brennvorganges. Zum Zwecke der Beibehaltung der ungiftigen Form werden diese Emails mit Sulfiden oder anderen Schwefelverbindungen, die zu Schwefel reduziert werdenkönnen, angereichert, damit z. B. giftiges, sich bildendes Natriumarsenit oder Arseniat in Arsensulfide oder in Salze der sulfoarsenigen oder Sulfoarsensäure übergeführt wird, aus welchen z. B. durch Salzsäure wieder ungiftiges Arsensulfid ausgefällt werden kann, wie es folgende Umsetzungsgleichung zeigt: r . 2 H3 As 03 -f- 3 N a2 S = Na3 As S3 -I- Na. As 03 -I- 3 Hz O. 2. Na. As S3 -I- Na3 As 03 -I- 3 H2 O -f- 3 Ca S = 2 Na. As S3 -I- 3 CaO -f- 3 H2 O. 3. 2 Na. As S3 -i- 6 H Cl = 6 Na Cl -I- Ase S3 -I- 3 H2 S. Die dritte Gleichung ist nicht umkehrbar, da Ase S3 vollständig ausfällt.
  • Der Vorteil dieses Verfahrens liegt in der Möglichkeit, Kobalt- und Nickeloxyd als Haftoxyd entbehren zu können, wenn die Zufuhr dieser bisher unentbehrlichen Haftoxyde aus irgendwelchen Gründen behindert ist.
  • Ferner läßt sich durch dieses Verfahren ein hell gefärbter Emailgrund erzielen, mit welchem für einfache Ansprüche die Emaillierung beendet ist, während zur Erzielung eines vollkommenen Weißemails ein nur einmaliger Deckauftrag genügt, wohingegen bisher üblicherweise meist mehrere weiße Deckaufträge erforderlich waren. Es lassen-sich gut deckende farbige Emaillierungen durch einen einzigen Emailauftrag durch Zusatz von Farbkörpern oder färbenden Sulfiden erzielen. Bei der Herstellung als auch bei der Verarbeitung solcher Emails ist eine Vergiftungsgefahr nicht vorhanden. Nach den Auslaugeverfahren DIN 6oso löst sich kein Arsen aus einem solchen Email heraus, so daß dieses auch für Kochgeschirre angewendet werden darf, sofern die übrige Zusammensetzung des Emails den gesetzlichen Bestimmungen entspricht.
  • Schließlich sei noch der Vorzug der niedrigen Gestehungskosten z. B. gegenüber Kobaltoxyd erwähnt, wobei die Haftwirkung mindestens gleich, wenn nicht besser ist, sogar hei geringeren Zusätzen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r . Verfahren zur Herstellung von Emails, gekennzeichnet durch die Einführung von Arsenverbindungen in ungiftiger Form, insbesondere als Arsensulfid, Polysulfide und sulfoarsensaure Salze als Haftmittel, sowie die Beibehaltung der ungiftigen Form während des Schmelz-, Mahl- und Brennvorganges durch Zusatz von Sulfiden oder Schwefel und/oder weiteren Schwefelverbindungen, nötigenfalls unter Zugabe von Reduktionsmitteln.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß dem Rohgemisch und dem Mühlenversatz oder nur dem Mühlen -versatz und dem fertigen Schlicker oder nur dem fertigen Emailschlicker Arsen-und Schwefelverbindungen organischer oder anorganischer Art zugesetzt werden, aus denen Arsensulfide durch Reduktion entstehen:
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen r und 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Rohgemisch oder dem Emailschlicker noch färbende Oxyde oder Sulfide oder Weil.')-trübungsmittel zugesetzt werden. Verfahren nach den Ansprüchen z, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach andere Sulfide zumRohgemisch, zurMflz'.e oder dem Schlicker zugesetzt werden, die etwa gelöstes Arsen in Arsensulfide überführen.
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