DE718588C - Verfahren zum Erschmelzen von Erdalkaliborosilicaten - Google Patents

Verfahren zum Erschmelzen von Erdalkaliborosilicaten

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DE718588C
DE718588C DESCH118044D DESC118044D DE718588C DE 718588 C DE718588 C DE 718588C DE SCH118044 D DESCH118044 D DE SCH118044D DE SC118044 D DESC118044 D DE SC118044D DE 718588 C DE718588 C DE 718588C
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DE
Germany
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alkaline earth
glazes
enamels
caf2
borosilicates
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Expired
Application number
DESCH118044D
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English (en)
Inventor
Peter Schultheis
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Schultheis & Soehne Chemisch K
Original Assignee
Schultheis & Soehne Chemisch K
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C8/00Enamels; Glazes; Fusion seal compositions being frit compositions having non-frit additions

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Glass Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zum Erschmelzen von Erdalkaliborosilicaten Die Zusammensetzung der bekannten Gläser zeigt, daß der Ca0- oder CaF2-Gehalt oder der Ca0- und CaF2-Gelialt insgesamt, sofern ein solcher vorhanden ist, anteilmäßig stets von 'irgendeiner anderen Komponente, meist dem Si 02, aber auch von Pb O, z. B. in Maj olikaglasuren, oder einer sonstigen Komponente übertroffen wird. Bei Emails und Glasuren bekannter Zusammensetzungen liegt der Ca0-oder taF2-Gehalt. oder der Ca0- und Ca-F2-Gehalt insgesamt in den allermeisten Fällen noch weit niedriger als bei den Gläsern. Der Ca0- oder CaF2-Gehalt oder der Ca0-und Ca F2-Gehalt insgesamt wird bei Glasuren und ganz besonders bei: Eisenemails sogarvon der Mehrzahl der Komponenten anteilmäßig übertroffen.
  • Bekannt ist das Verfahren, den zum Erschmelzen der Gläser, _ Glasuren und Emails dienenden Gemengen Silicate der oben geschilderten Art in irgendeiner Form, z. B. als Mehl oder Krösel, zuzugeben. In letzter Zeit sind auch Verfahren bekanntgeworden, besondere Silicate herzustellen, welche durch ihren Zusatz zum Gemenge dazu dienen sollen, in Gläsern, Glasuren oder Emails Borverbindungen oder sonstige Flußmittel einzusparen. In keinem Falle ist aber der Ca 0- oder Ca F2- oder Ca 0- und Ca F2-Gehalt dieser Silicate insgesamt Hauptanteil des Gemenges, vor allem nicht bei gleichzeitiger Anwesenheit von B203.
  • Allen bekannten Zusammensetzungen von Gläsern, Glasuren, Emails und Flußmitteln gegenüber beruht die Erfindung darauf, bei einem BpOg-h ,ltigen Silicat so viel Erdalkalisilicate insgesamt in das Gemenge einzuführen, daß der Anteil des Ca 0 oder Ca F2 oder des Ca0 und CaF2 insgesamt größer ist als der Anteil irgendeiner anderen Komponente des daraus :erschmolzenen Glases. Hierdurch wird erreicht, daß das aus einem derartigen Gemenge erschmolzene Silicat hervorragend geeignet ist, Borverbindungen in den Gläsern, Glasuren und Emails, insbesondere in Eisenemails, ganz oder teilweise zu ersetzen. Es läßt sich auf diese Weise z. B. ein Silicat erschmelzen, welches bei einem B203-Gehalt von nur 160,1o einen Erweichungspunkt von nur etwa 625° C besitzt.
  • Der Verteil eines Silicates nach der Erfindung gegenüber einem bekannten als Borsäureersatz dienenden strontiumhaltigen Silicat besteht darin, daß, wenn z. B. ein derartiges Silicat als Flußmittel zur Herstellung bleifreier Transparentglasuren und bleifreier Transparentmajolikaemails angewandt wird, ein höherer Glanz, insbesondere seine stärkere Transparenz erzielt wird. Gegenüber einem bariumhaltigen Flußmittelsilicat hat ein Silicat gemäß der Erfindung den Vorteil der Ungiftigkeit, z. B. bei der Herstellung von Glasuren oder Emails für die Lebensn-ittel.behälter, Kochgeschirre u. dgl. Den bekannten Flußmitteln gegenüber besitzt ein Calciumborosilicat gemäß dieser Erfindung den weiteren Vorteil des billigeren Herstellungspreises.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Erschmelzen von Erdalkaliborosilicaten als Flußmittel für Gläser, Glasuren und Emails, dadurch gekennzeichnet, daß als Erdalkaliverbindung Calciumsalze in solcher Menge dem Gemengesatz zugesetzt werden, daß der Anteil an Ca0 oder CaF2 oder Ca0 und CaF2 zusammen im fertigen Erdalkaliborosilicat größer ist als der Anteil irgendeiner der anderen Bestandteile.
DESCH118044D 1939-03-26 1939-03-26 Verfahren zum Erschmelzen von Erdalkaliborosilicaten Expired DE718588C (de)

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