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Anordnung für Schaltanlagen, insbesondere im Eisenbahnsicherungswesen
Im Elsenbahns;irungswesen und auch . auf anderen Arbeitsgebieten ist es häufig erforderlich,
vor Zustandekommen eines. Vorgangs, z. B. ehe das Signal die Fahrtstellung einnimmt,
eine Reihe von Prüfungen vorzunehmen über Stellung und Lage anderer Apparate und
Einrichtungen. So d:st es z. B. erst möglich, ein Signal auf Fahrt zu sitellen,
wenn das Gleis frei ist, wenn die feindlichen Signalre siidh :in der Haltstellung
befinden, wenn die Weiehenl!age,richtig isst und wenn die Weichen, die feindlichen
Signiale sowie die Fahrstraße selbst festgelegt sind. De GleIsfreihe t wird z. B.
durch ein Gleiisre'Iais überprüft, .die Haftstellung (der feindlichen Sia-inale
durch einen Signalrückmelider oder durch- ein Ratlichtrelais, die Lage der Weiche",
durch ein Wejichenübe-rwachungsrel!ai:s; weiter sind noch Relaiis vorgesehen, die
die Festlegung der Fahrstraße überprüfen sowie die Festlegung der Weichen u. Ügl.
Auch wird die Stellung des Weichenhebels entweder me@channsich oder durch ein Relais
überprüft. Beiden bisher bekannten S@i,cherun!gs.ml,agen werden nun diese Prüfungen
teils auf mechaniscthem Wege hergestellt, z. B. @durch. einen vom Fahrstraßenhebel
bewegten Schieber, der mit Sperrbacken. od. dgl. versehen i;st, teils auch auf elektromechanüschem
Wem durch, an Relaissitzende Sperrstücke od. d"g1., oder auch auf elektri;scbem
Wege dadurch, Idaß sich an den Relais oder Stell- bzw. Schalthebeln
Kontakte
befinden, über die neun der Stromkreis, der idie Fahrtstellung dios Siignials freigibt
bzw. herbeiführt, geleitet wird. Die Herstellung dieser Abhängigkeiten bzw. Prüfung-en
auf mechanischem Wege stößt bei dem stetig wachsenden Umfang der Stellwerhsanlaigen:
und auchden stetig wachsenden sicherheitstechnischen Fordierungen auf Schwierigkeiten,
weshalb man in letzter Zeit mehr und mehr den Stellwerken -mit rein eil&eli#trischen
Prüfungen bzw. Ausschlüssen den Vorzug gibt, so daß also alle diese Prüfungen auf
rein elektrischem Wege über Kontakte vorgenommen werden, die sich an den Relais
oder Stell- bzw. Schalthebeln befinden. Diese Apparate müssen dann, insbesondere
bei großen Anlagen, sehr viele Konttakte haben. Außerdem werden die Leitunigs,wege
und die erforderliche Schültarbef sehr groß. Auch der Platz- und Werkstoffbedarf
ist groß. Dazu kommt, daß in diesen Prüfstromkreisen Störungen @dadurch hervorgerufen
werden können, daß die Leitunagien brechen, oder die Kontakte beschädigt werden,
verstauiben und verschmutzen. Um letzteres zu: vermeiden, ist man bereits dazu übergegangen,
die Kontakte der Relais und Schalter staubdicht zu vierkapseln, wodurch sich aber
edier Platz- und Werkstoffbedarf noch. weiter erhöht. Ein anderer Nachteil dieser
vielen Schaltdrähte liegt in dem hohen Verbrauch an wichtigon Rohstoffen, insbesondere
an Leitungskupfer.
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Die Erfindung hat sich zum Ziel gesetzt, diese Nachteile zu beseitigen
und erreicht dies dadurch, daß die erwähnten Prüfungen mit Hilfe eines Lichtstrahls
durchgeführt werden, der auf eine im Freigabestromkreis liegende lichtempfindliche
Zelle fällt, sofern alle Relais, Schalter oder sonstige Organe, deren Stellung und
Lage vor Freigabe eines Vorgangs zu überprüfen ist, sich in der richtigen Lage befinden.
Dies kann dadurch geschehen, daß die Relaisanker, Schalter, Stellhebel usw. an Stelle
von Kontakten einen lichtundurchlässigen Körper steuern, der mit der Bewegung des
Ankers oder Hebels entweder in den Lichtstrahl hineingeschoben oder aus ihm he rausgeschoben
werden kann und somit je nach seiner Lage den Lichtstrahl hindurchläßt oder sein
Weitergehen verhindert. Da im allgemeinen die Prüfung der Lage eines der erwähnten
Geräte für mehrere Freigaben u. dgl. notwendig ist, z. B. für mehrere Fahrstraßen,
so kann der Anker auch mit einem Körper versehen werden, der an mehreren Stellen
lichtdurchlässig, an anderen Stellen wiederum nicht lichtdurchlässig ist.
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Ordnet man die verschiedenen zu prüfenden Geräte in einer Reihe an,
so kann man mit einem einzigen Lichtstrahl :die Stellung einer großen Anzahl derartiger
Geräte überprüfen. Gemäß der Erfindung ist es aber auch möglich, ,den Lichtstrahl
auf seinem `Z'e@ge, z. B. durch einen oder mehrere Spiegel o-d. dgl., abzuilen,ken
und ih-in eine andere Bahn zu geben, so daß er auch Geräte üb-erwaclien kann, die
nicht in einer Reihe ana@eordnie@t sind, sondern z. B. übereinander, nebeneinander
u. dgl. Die Spiegel od..dgl. können entweder fest angeordnet sein oder sich auch
an den Relaisankern bzw. an den Hebeln befin@d@@n, so daß siie ihre Lage und Stellung
ändern je nach der Ste=llung des Rielraiisankers bzw. Hebels. -Man kann z. B. den
Spiegel bei Bewegung des Reliaisankers oder Apparates drehen derart, ,da.ß der diarauIgeworfene
Strahl in eine andere Richtung fällt, oder man kann ihn überhaupt in den Strahl
hinein- oder aus ihm herausbewegen. Desgleichen ist es gemäß der Erfindung mög lIch,
die ii:chtempfindlich"e Zelle entweder fest an einem bestimmten Ort anzuordnen oder
sie auch an einem beweglich@:-,n Organ vorzuseihen derart, .diaß sie, je nach der
Stellung dieses Organs, in eine andere Lage gebracht wird.
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Eine Beeinflussung der lichtempfind.lic'hen Zelle durch fremdes Licht,
z. B. Tageslicht, kann man verhindern, z. B. dadurch, daß man den Lichtstrahl einschließlich
der lichtempfindtfichen Zelle abdeckt, oder daß man in an sich, bekannter Weise
dem Licht eine hestimmte Charakteristik gibt, auf die die lichtempfindliche Zellie
oder das von ihr ly°_@eiilflußte Relaiiis abgestimmt sind, wie z. B. Wechsellicht.
Dies kann man z. B. in ähnlicher Weise erreichen, wie bei der op:tiischen Zugbeei,nflussuing
bereits- bekanntgeworden ist, nämlich durch. einen um die Lampe umlaufenden, 'mit
schwarzem Streifen versehemu Zylinder. 1Nlan kann auch farbiges Licht benutzen mit
eiltsprechend abgestimmten l=ichtempfindlichen Zellen, wobei man eine Beeinflussung
durch das Raumlicht dadurch vermeiden kann, daß man diesem eine bestimmte Farbe
gibt. Desgl@eiichen kann man, obgleich dies nur in Sonderfällenerwünschtsein w-i
rd,die ei n zelnen Lichtstrahlen. voneinander unterscheiden, indem man ihnen, jeweils
eine beisondere Charakteriistik gibt.
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Durch eine Anordnung gemäß d;erErfnduirg werden nicht nur @die Herstellungskosten
und der Rohistoffbed@arf.der gesamten Anlage wesentlich herabgesetzt und auch die
@törun@g@-anfällIgkeit solcher Anlagen sowie das Unterhaltungsbedürfnis wesentlich
verringert, sondern bei derartigen Anlagen ist auch mit einem viel geringeren Platzbedarf
zu rechnen wie bei den bieh erigen Anlagen, denn es ist ohne weiteres möglich, die
Sperrschieber für das Licht und die dafür erforderlichen Relais ziemlicheng nebeneinander
anzuord,n:,n, jedenfalls viel enger als dies bei Relais notwendig
ist,
die besondere, Kontaktsätze haben und, b:ai denen zu idien einzelnen Kontakten besondere
Leitungs:bündiel geführt werden müssen.
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Im Ei,s:enb,ahinsicherunigswes,ein werden jetzt häufig sogenannte
Spurp:lanistellwerke angewandt, bei dcinen diie Hebel zur Stellunig der Weichem
und Signale nicht reihenförmiig aneoirdnet sind, sondern .sec, wie es: idi:m Spurplan,
aliso edier wirklichere Gleisanlage, entspricht. Die Erfindung kann man auch bei
derartigen Anlagen mit Vorteil ein.we iKn, wenn man unter Benutzungidier oibengenann:ten
Spiegel dien Lichtstrahl vor Freigabe eines Signalis durch idie ganze symbolisch
dargestellte, vom Signal geschützte Gl.eisanilag?e schickt, wohei der Liichtstrahil
nur dann den vorgeschriebenen Weg gehen kann, wenn alle Einrichtungen ihre richtige
Lage haben, if. 1i. dieGlieisrefaiis freies Glieds. mielid!on, id@üe Weichem richtig
liegen u. idgl.
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Es eist nun nicht erforderlich, rden Erfindungsgedanken ;auf alle
Stroimkreiise einer Anlage einheitlich anzuwenden. Man wird dies nur soweit tun,
als es tatsächlich mit wesentlichen Vorteilen verbunden ist. Diie übrigen Prüfungen
kann man in belzamnter Weise entweder auf mechaniischem Wegie oder mit Hilfe vom.
Kontakten od. digl. vornehmen. Deshalb ist es auch möglich, daß idie Relais, Schialter
oder sonstigen Organe, denein Stellunigdurch piinen Lichtstrahl überprüft wird,
außerdem noch im an eich bekannter Weise I"'-ontal;te erhalten, so daß ihre Lage
für einzelne Vorgänge auch mit Hilfe rein Kontakten üb4,rp@rüft werden kann. Desgleichen
können im Stromkreis der lichtempfindtichen Zeile, also: z. B. in einem Freigabes.tromkreiis,
noch elektrische Kontakte Biegen.
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Besonidere Vorteile kann man unter Umständion dadurch erziielen, idaß
man die vom- dien Relais, Schaltern oder sonstigen Organen be-«rieigtien. lichtuindurch
iläs!siigen Körper nicht nur in einer Ebene bewegt; desgleichen auch nicht nur in
einer Richtung. Man kann unter Umständen einte bessere Raumauisniutzung und auch
Aufwandsersparnsse erreichen, wenn man diüesie lichtundurchlässigen Körper nicht
nur wach unten. und oben bewegt, ;sonrdic-rn auch nach. vorn und :hii.nben, oder
sie nicht nur hebt und senkt, sondern auch dreht.
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De Erfiniduing :eist an Hand der Fig. i biss 3 beispielsweise ,dargestellt,
und zwar an Hand eincis Beisspiels aus idam elielctriisichen: Stellwerkswesen.
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Fi,g. i zeugt eine an siiich bekannte' Steillwerksischafung, bei edier
idie Prüfunben der verschiedenen - Apparate auf e!lektriischem Wege mit Hilfe vorn
Kontakten, die sich an diesen Apparaten - befinden, vorgenommen werdien. Blei dien
Ausfüh:rungsibeiispiel der Fig. 2 wird ein Teil dieser Kontakte durch die Lnchitstrahlprüfung
ersetzt. Bei dem Ausführungsbeispiel inFig.3 sinds.ä.mtliche;Kontakte dieser in:
Feig. i gezeigten Schaltanordnung duirch Lichtstra`hlprüfung ersetzt. Man kann an
Hand diesier Fig. i und 2 die Vorteile erkennen, die die Erfindung für die praktische
Aus)f.ihrur a derartiger Anlagen bringt.
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In Fig. i ist ein Stromkreis für die Fre@igaibie seines Fahrtsignals
dargestellt mit dien Stromkreis für Fahrstraßenfestlegung und Fahrstraßenauflösung
für eine Fahrt durch ein Weichiengebiiet eines Bahnhofs:. i Ist das Signalsteuerrelais,
welches das Signal auf Fahrt bzw. Halt stellt. 2 ist das Signa.lwiederholu@ngs perrelais,
Idas verhindert, idaß ein Signal nach Durchfahrt eines Zugeis: selbsttätig wieder
auf Fahrt geht. 3 isst ein StÜtzrelais, beistehend aus dien beiden Reliaiis 3a und
3b, die sich gegenseitig abstützen und die die Fahrstraße entweder freigeben bzw.
auflösen, oder festlegen. 4 ist ein Hilfsre-l!aiis. für Fahrs.traßenauflösunig.
5 ist ein Fahrstraßenpiriifrel.ais. 6 ist ein Kontakt an dem Fahrstraßensiignalhebel,
ider bei Einstellung der Fah.rsitnaßen und hei Auiffahrts ellein des Siignalis,
betätigt werden muß. Das S:iignal kann nur auf Fahrt gehen, wenn die Rielai,s i
und 2 angezogen hzben, wenn ferner dias: F:ahrstraßenprüfrelaiis 5 albgefallen ist
und Idas Fahrstraßienfe;stlege-relais 3 seine La:ga geändert hat. Das S.ignialwiieiderho:luingsisperrreliais
2 kann nur anziehen, wenn die in der Zelichnung nicht dargestellten Gleisrelais
angezogen haben und demniach idie Kontakte 7 und 8 geschlossen sind, wenn das Relais
4 ab-,gefallen Bist und :demnach der Kontakt 4i gi°-schloisisen eist, wenn ferner
die zu der Fahrstraße gehörenden Weichen: die erforderliche Plius- oder Minuis,lage
einnehmen und demnach idie Kontakte g, io, i i und v2 geschlossen sind sowie wenn
die in der Zeichnung nicht d-argesteillten Fahirstraßenrelaiis feindlicher Fahristraßen
angezogen undderen Kontakte 13, 14 und r5 geschilossen sind. Außerdem m.,urß
-dias Stützrelais 3 die in der Zeichnung dargestellte Lage einnehmen,wobei d:irAnker
des Relais ,3b idurch dien. Anker dies Relia,iis 3c abgestützt und edier Korntakt
3ib geschlossen ist. Wenn die vorgeschriebenen Bedingungen erfüllt sind, sie zieht,
sobald der Fahrstraßenkontakt 6 geschlosiseni wird, -das Wiedorholungssperreiliaiisi
2 an und schließt seinen Kontakt 2,1. fließt jetzt fauch Strom zu dem Rela;ils 3a
dies Stützrelais 3, und die beiden Reliais: 3a und 3b ändern ihre Lage. Jetzt wird
derAnker des Reeliaiis 3a idurch dien des Relans 3b abgestützt. Dia nunmehr auch
der Selibstsichlußkontakt 22 Klos Relais 2 geschlossen eist, erhält das Relais 2
über ,dien Seel,bstschlußkontakt 2 z und :den Kontakt 3 i a S tro:m. Gleichzeitig
ändern. aber auch idie Kontakte 32a
und 32b ihre Lage, so daß das
Relais 5 abfällt und der Kontakt 51 geschlossen wird. Ferner haben aber auch,die
Kontakte 33a und 33b ihre Lage geändert, so :daß nunmehr das Signalsteuerrelais
i Strom erhält und das Signal auf Fahrt geht. Der Fahrstraßenverächluß ist durch
das Wechseln des Fahrstraßenauflöse- bzw. Fahrstraßenfestlegerel,ai@s 3 erreicht
worden. Dadurch ist zunächst das Fahrstraßenrelais 5 zum Abfall gekommen, womit
das Auffahrtstel.len feindlicher Signale verhindert wind; denn Kontakte dieses Relais
befinden sich in allen Stromkreisen feindlicher Fahrstraßen in derselben Weise,
wie sich im Stromkreis der .beschriebenen Schaltung :die Kontakte 13 bis
15
feindlicher Fahrstraßenrelais befinden. Außerdem werden durch das Relais
3 die Stromkreise der in der Fahrstraße liegenden, in die r Zeichnung nicht dargestellten
Weicheinantriebe bzw. der dazugehörigen Umstellrelans unterbrochen, so daß also
alle diese Weichen festgelegt sind, so lange, bis das Relaiis 3 wieder die ursprüngliche
Lage einnimmt. Dies wird vorbereitet, sobald der Zug nach Befahren des Gleisabschnittes
G1 den Glei,s,abschnitt G2 befährt und der Kontakt 8 seine Lage wechselt. Dann zieht
nämlich das Relais 4 an und erhält über seinen Selbstschlußkontakt 42 Strom. Sobald
nun der Kontakt 8 wieder die in der Zeichnung dargestellte Lage @einni:mmt, erhält
das Relais 3b über die Kontakte 7, 8 der Gleisrelais, Kontakt 43 des Relais 4, Kontakt
a3 des Relais 2 und über einen Kontakt 16 eines in der Zeichnung nicht dargestellten
Signalrückmelders Strom, und dadurch nimmt da ls Stützrelais 3 wieder seine ursprüngliche
Lage e-in, und die Fahrstraße ist somit aufgelöst.
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Dieser Stromkreits ist nur als Beispiel erläutert und man kann in
ihm, je nach Bedarf, noch weitere Prüfungen vornehmen oder mit den bezeichneten
Relais noch weitere Vorgänge auslösen. Dies ist im vorliegenden Fall nicht von Bedeutung,
da an Hand dieser Stromkreise lediigli!ch der Erfindungsgedanke erläutert werden
soll.
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Ans Fig. 2 ist nun ersichtlich, wie wesentlich cinfachee die Überwachung
der einzelnen Abhängig eiten wird, wenn man die Lichtstrahlprüfung gemäß der Erfindung
dazu benutzt. Auch eine nur te@ihv,eis@e Einführung der Lichtstrahlpriifung bringt
schon erhebliche Vorteile. Deshalb sind beispielsweise in Fig. 2 nur die Kontakte
:durch Lichtstrahlprüfung ersetzt, die auf den Stromkreis der Relais i. und 2 Einfluß
haben. Das sind die Kontakte 7, 8 und 9 bis 15 der Fig. i. Zu diesem Zweck ist eine
Lampe ioo vorgesehen, diiie unmittelbar von dem Fah-rstraßenkontakt 6 ange!sch"a-ltet
wird, sowie eine lichtempfindliche Zelle ioi, die im Stromkreis der Relais i und
2 hegt. Nur wenn diese beleuchtet ist, können die Relais i und 2 Strom erhalten.
In der Zeichnung sind die Gleisrelais G1 und G2 so-
wie die ZVcicheniiberwach:ungsrel:ais
102 biss 1,05 und die Fahrstraßenrelais 113 bis 115 in einer Reihe
angeordnet. Die Weichenüberwachungsrelais io2 und io4 zeigen in angezogener Stellung
die Pluslage der zugehörigen Weiche an, die Relais 103 und io5 die ' Minuslage
zweier anderen Weichen an. Die Anker dieser Relais bewegen mit li,chtidiurcliläs,s-i@gen
Stellen versehene Streifen 202, 2013, 204, ,205, 2i3 usw. auf
und ab. Nur wenn die Anker dieser Relais :die richtige Lage haben, kann also der
Lichtstrahl der Lampe ioo auf die lichtempfindliche Zelle ioi fallen, und nur in
diesem Fall können die Relais 2 bzw. i anziehen. Desgleichen kann auch nur in diesem
Fall das Relais 3a Strom erhalten und eine Festlegung der Fahrstraße erfolgen. Die
übrigen Prüfungen geschehen in derselben Weise wie bei dem Ausführungsbeispiel in
Fig. i m-it Hilfe von Relaiskontakten. Diese Kontakte und Relais sind mit den gleichen
Zei:clien versehen wie bei der Fig. i, so daß eine nochmalige Beschreibung der Vorgänge
nicht erforderlich ist.
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Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 sind sämtliche in Fig. i dargestellten
Kontakte durch Lichtstrahlprüfun:g ersetzt. Hier sind z. B. drei Lampen ioo, Zoo
und 300 vorgesehen, die mit lichtempfindlichen Zellen ioi, toi und 301 zusammenarbeiten.
In einer Reihe sind die Gleisrelais G1, G2, die Weichenprüfrelais 102 bis 105, die
Fahrstraßenr:elais 112 bis 115, der Si.gnalrückmelder 6aoy das Stützrel:ais3 und
Signalwiederholungssperre2 angeordnet. Alle diese Relais bewegen wieder Streifen
mit lichtdurchlässigen Stellen auf und ab. Relais 2 und 3a können nur anziehen,
wenn die Zelle ioi belichtet wird. Für den Anzug des Si.gnalreluis i muß außerdem
noch die Zelle 301 belichtet werden. Für die F-ahrstraßenauflösung hingegen ist
es notwendig, die Zelle toi zu belichten. Der am Anker des Fahrstraßenrelais 112
befindliche Streifen hat im Bereich des von Lampe ioo ausgehenden Lichtstrahles
eine so breite lichtdurchlässige Stelle, d@aß der Lichtstrahl sowohl bei angezogenem
als auch bei abgefallenem Anker hindurch kann. Wie ans der Figur ersichtlich, kann
nun die Zelle ioi vorläufig kein Licht bekommen, we.ü1 die Lampe ioo noch nicht
brennt, da ja der Kontakt 6 in Grunid:stellung unterbrochen ist und da ferner die
Weichenrelai,s 103 und 105 ihre Anker noch nicht angezogen haben, da die
von ihnen überwachten @Z'eichen in der Minuslage stehen. Diese müssen also zunächst
auf Plus gestellt werden, so daß diese Relais anziehen. ZVenn,d,atin der
Kontakt
6 geschlosisen wird wind idie Lampe ioo Strom erhält, wird idie Zel!le:ioi gelichtet,
und die Signalwiederholungsisperre 2 zieht an. Deshalb erhält das Relais 3a Strom,
und das hisher abgestützte- Relais 3b fällt ab. An dem Bohtdurchlässdgen Steg &s
Relaiisankers. des Relais 3b befinden sich zwei Spiiege@l 34 und 35. Desgleichen
befindet sich an diene Steg dies Relais 2 ein Spiegel 24. Diese Spiegel haben eine
solche Lage, daß der von der Lampe voi kommende Lichtstrahl nunmehr auch, nachdem
das Stützrelwiis 3 seine Lage geändert hat, auf dem in der Fig. 3 durch Punkte angedeuteten
Wege (Strahlen, 36, 37 und 38) auf .di,e lichtempfindliche Zelle ioi- fällt, so
daß l also einerseits das Relais .2- angezogen bd.e@ibt, andererseits neun aber
auch der Strom zum Relais i nur noch durch @die lichtempfindliche Zelle 3ioi gesperrt
wird. Diese Sperrung ist aber unterdessen auch aufgehoben, da ja die Relais 3a und
3b ihre Lage geändert haben und das Relais 2 angezogen Isst. Jetzt kann der Lichtstrahl
von der Lampe 30o auf dlie Zelle 3o,1# fallen, das Relais i zieht an und. das Signal
geht auf Fahrt. Sobald ider Zug den 7u G1 gehörenden Glei.slab@s@chnittt verlassen
hat, sich aber noch auf dem zu G., gabiörendieri Abschnitt befindet, also das Relais.
G2 A.gefalden isst, gelangt ein an dem Steg dieses Ankers befindlicher Spiegel 81
in den! L'vchtstrafhl der Lampe ioo und lenkt nunmehr @diesen Strahl auf .die lichtempfindliche
Zelle 4a1. Nunmehr erhält das Relais 4. Strom. Sobald aber der Zug weitergefahren
ist und der Gleiisabschn-itt ,bei G2 geräumt ist, ziieh,t der Relaisanker des Gleisresliaiis
G2 wieder an, so daß an sich idne Zelle 4o1 nicht mehr belichtet würde. Diese Belichtung
wird aber nunmehr durchgeführt durch einen Spiegel 44, der sich am Kontaktsteg des
Relais 4 befindet und, da dieses. seinen Anker angezogen. hat, nuri:m,ehr von dein
Strahl der Lampe ioo getroffen wird. Dieser wird von !dem Spiegel auf @die Zelle
4o1 geworfen. Das Redaiis-.2 bleibt also angezogen. Damit Ist die Fahrstraßternaudl,öis,ung
vorbereitet und, erfolgt auch, ,da ja nunmehr der Lichtstrahl 2oio bei angezo@genem
Relais 2 auf die Zelle toi' fallen kann, wodurch, dass Relais 3b Strom erhä@lt.und
zum Anziehen kommt. Dadurch änidiert das Stützrelais .3 seine Lage und die Fahrstraße
ist aufgelöst.
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Man. sieht an Hand der Fig. 3, dlaß es, in einfacher Weisse möglich
ist, sämtliche elektrische Kontakte durch Li@chtstra ilüiberp@riifwng en zu orsetzen.
Aufwand und Raumbedarf, also auch ,die Kosten einer solchen Anlage werden geringer
und d!as Arbeiten störu,nas@x,eier.
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Man sieht aus der Fig. 3 auch, daß es möglich ist, den Lichtstrahl
durch ereignete Vorrichtungen, z. B. Spiegel, zei-twei,se versBch:ied-ene Wege:
machen zu lassen, je nach dem Zustand der einzelnen Stell.ongane. Diese Möglithkeit
ist in mancher Beziehung von Bedeutung, z. B. auch dort, wo die, Fneiigabe eines
Signalls unter verschiedenen Beidinigunbgen möglich i@s!t, z. B. bei verschiedenen
Fahrwegen oder bei, verschiedenen Sch!urozstellunglen von Weichen, denn diese Schutzstellungen
können bei ein und derselben Fahrstraße unter Umständen mit Rückseicht auf sonstige
Betrieb:sverhä:ltnIsse verschieden notwendig sein. Genau so, wie man. neun bei dem
Ausführungsbeispiel der Fvg. 3 bewegliche Spiegiel vorge sehen hat, kann man diese
auch, fest anordhen, oder man kann diese Spiegel, je nach Gier gewün:sichten Forderung,
innerhalb rd"--:s Lichts:trahdis drehen, so daß der Strahl, je nach der Stellung
des Spiegels, nach verschiedenen Richtungen, geworfen wird. Auch den lichtempfindlichen
Zellen kann: man verschiedene Lagen geben. Wählt man -einen Lichtstrahl von etwas
größerem Umfang, so ist es auch möglich, einen Teil !davon, z. B. duroh einen Spiegel,
abzuspalten und einen zweiten Weg gehen zu lassen.
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Man könnte neun vielleicht einwenden, d!aß es für das Personal schwierig
ist, zu, erkennen, ob alle erforderlichen Prüfun@-en auch tat-,sächl:ich vorgenommen
werden. Dies kann man aber Odem Personal @in einfacher Weise verdeutlichen, wie
beispielsweise die Fig.4 zeigt. Hier @s,inid 1;2o, 130 und i4or drei Lampen,
die bei rich.tliger Einstellung der teils lichtdurchläs@s,igen, teils lichtun@duirchläsisli",-en
Körper 16o, 17.0, 18o und 19o Lichtistriahlen 121, 1.31, 141 auf die lichtempfindlichen
Zellen 122, 132, 142 werfen:. Es ist angenommen, dsaß sowohl diie Lampen als auch
die erwähnten Teile i6o, 1710, i So, i 9o und auch die liichtempfinidli,chen Zellen
durch eine Platte abgodeckt sind. Auf dieser ist jedoch der Verlauf der Lichtstrahlen
ici, 131, 141, z. B. ,durch Striche dargestellt. Andererseits erhalten aber die
lichtdurchlässigen bzw. lichtundurchlässigen Körper an .dien Stellen, en: denen
sie Licht,durchlassen, besondere, nach außen sichtbare Striche 161, 162, 163, 174
172, 173 usw. Es ist nun ohne weiteres ersdohtd;ich und kann vom Personal
jederzcit geprüft werden, ob alle Apparate, deren. Prüfung für eine Freibaabe erforderlich,
ist, tatsächlich, auch in der richtigen Weise geprüft werden.
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Es ist bei der praktischen Durchbildung der gesamtem Einrichtung auch.
ohne Schwierigkeiten möglich, die z. B. von, einem kelails, anker bewegten Teiiile
so auszuführen, daß sie an den einzelnen Stellen, je nach Wunsch, das Licht durchlassen
oder absperren und daß auch eine Änderung im Betrieb ohne weiteres möglich ist in
derselben Weise, wie es bei den
Relais z. B. möglich ist, d.ie einzelnen
Kontakte in abgefallener oder angezogener Stelhi@ng schließen zu lassen.
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Der Erfindungsgedanke wird sich mit Vorteil besonders im Eiisenbahnsicheriu@ngsw;@.sen
anwenden lassen. Er isst aber ni@ch:t au:f dieses Gebiet beschränkt, sondern kann
in grundsätzl.ich gleicher Weise auch auf anderen Gebieten der Technik benutzt werden
und erstreckt sich auch auf diese.