DE75119C - Verfahren zur Herstellung von Harzsäureestern nach Patent Nr. 32083 - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Harzsäureestern nach Patent Nr. 32083

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DE75119C
DE75119C DENDAT75119D DE75119DA DE75119C DE 75119 C DE75119 C DE 75119C DE NDAT75119 D DENDAT75119 D DE NDAT75119D DE 75119D A DE75119D A DE 75119DA DE 75119 C DE75119 C DE 75119C
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Germany
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resin
lacquers
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resinous
hard
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT75119D
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Original Assignee
Dr. E. SCHAAL in Feuerbach bei Stuttgart
Publication of DE75119C publication Critical patent/DE75119C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C69/00Esters of carboxylic acids; Esters of carbonic or haloformic acids
    • C07C69/02Esters of acyclic saturated monocarboxylic acids having the carboxyl group bound to an acyclic carbon atom or to hydrogen
    • C07C69/22Esters of acyclic saturated monocarboxylic acids having the carboxyl group bound to an acyclic carbon atom or to hydrogen having three or more carbon atoms in the acid moiety
    • C07C69/30Esters of acyclic saturated monocarboxylic acids having the carboxyl group bound to an acyclic carbon atom or to hydrogen having three or more carbon atoms in the acid moiety esterified with trihydroxylic compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F1/00Obtaining purification, or chemical modification of natural resins, e.g. oleo-resins

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zur Herstellung harter, harzartiger Körper kann aufser den in dem Patente Nr. 32083 genannten Methoden auch noch folgendes Verfahren in ganz hervorragender Weise dienen:
Man schmilzt Harzsäuren, z. B. die sauren, im geschmolzenen Zustande ganz oder theilweise alkalilöslichen Kopalharze: Manila, Kaurie, Animiharze, aus Amerika stammend, die Harzsäuren der Coniferen: Kolophonium, Fichtenharz und Burgunderharz, Harzsäuren, wie sie hei der Oxydation von Petroleum und der Kohlenwasserstoffe aus der Destillation der Braun- und Steinkohlen, des Schiefers und Torfes entstehen, allein oder gemischt (letzteres - gilt namentlich für die schwer schmelzbaren Kopal- und Animiharze, die zweckmäfsig nach _ erfolgter Schmelzung mit 25 bis 50 pCt. der eben genannten weicheren Harzsäuren, z. B. der Coniferen, und 10 bis 30 pCt. Leinöl gemischt werden), und giebt nun bei geeigneter Temperatur, gewöhnlich bei 180 bis 2100 C, die Alkohole und alkoholartigen Körper langsam zu, während gleichzeitig durch ein partielles Vacuum die sich bildenden Wasserdämpfe sofort entfernt werden.
Ein" Zusatz von einigen Procenten wasserentziehender Stoffe, anorganischen Säuren, sauren Salzen etc., z. B. Borsäure oder saures schwefelsaures Natron, erleichtert die Reaction sehr.
Auf diese Weise verläuft die Vereinigung der Harzsäure mit den Alkoholen und alkoholartigen Körpern sehr rasch und ohne dafs die Masse übersteigt.
Man kann auch die Harzsäuren zum Alkohole zufliefsen lassen.
Aus Abietinsäure stellt man einen solchen harten harzartigen Körper her, wie folgt: 100 kg-Abietinsäure werden in einer kupfernen Destillirblase auf 180 bis 2100C. erhitzt; in die geschmolzene Masse läfst man nun langsam unter stetigem Umrühren 10 bis 12 kg Glycerin in dünnem Strahl einfliefsen, während gleichzeitig ein Vacuum von circa 10 cm erhalten wird. Nach vollendetem Zusätze des Glycerins steigert man die Hitze bei genanntem Druck weiter bis circa 280 ° C, bis die Verbindung vollzogen ist.
Der auf diese Weise erzielte harzartige Körper kann nun in dieser Form sofort Verwendung finden, oder aber er wird, wie unten weiter ausgeführt ist, zur Abtrennung weicher Antheile noch einer partiellen Destillation unterworfen.
In gleicher Weise, wie eben im Beispiel erwähnt, stellt man harte, harzartige Körper her durch Vereinigung eben genannter Harzsäuren oder deren Gemischen mit äquivalenten Mengen oder mit einem kleinen Ueberschusse der nun aufgeführten alkoholartigen Körper, d. h. mit Glycerin, Resorcin, Phenol, den Kresolen, Naphtolen, Rohr-, Trauben- und Fruchtzucker, sei es für sich oder besonders für die Zucker und auch für die übrigen genannten alkoholartigen Körper bequemer in Verbindung mit circa Y4 bis 1J2 Aequivalent Glycerin.
Aufserdem geht auch die Vereinigung obiger Harzsäuren mit genannten Phenolen, Naphtolen und den Gemischen mit Glycerin etc. wesentlich leichter vor sich, bei Zusatz von '/2 bis 2 pCt. von wasserentziehenden Stoffen, z. B. von Borsäure, zum Gemische.
Uebergegangene Alkohole etc. werden zurückgegeben, oder es wird ein geeigneter Rückflufs-

Claims (5)

kühler vorgelegt und das Erhitzen so lange fortgesetzt, bis die Vereinigung vollzogen ist; dies erkennt man daran, dafs eine Probe des erzielten Productes in ätherischer Lösung oder mit Wasser fein zerrieben an Soda nichts Lösliches mehr abgiebt. Kohlige Antheile, die sich bei Anwendung von Zucker zuweilen ergeben, werden abgetrennt und das Product, wenn es noch unverbundene Bestandteile enthalten sollte, wird durch Waschen mit Wasser oder Sodalösung gereinigt und geschmolzen und kann so in der Technik Verwendung finden. Sollen aber diese harzartigen Körper einen höheren Grad der Härte erreichen, so steigert man die Temperatur, setzt, wenn die Masse zu dick werden sollte, Leinöl zu und destillirt schliefslich eventuell unter Mitanwendung eines Stromes indifferenter Gase und Dämpfe bei gewöhnlichem oder vermindertem Druck die weichen Antheile ab, wobei harte harzartige Körper in der Retorte zurückbleiben. Wenn die harzartigen Producte zu rasch trocknenden Lacken verarbeitet werden sollen, so setzt man am Schlufs der Destillation 1J2 bis 2 pCt. Blei- oder Manganverbindungen, ζ. B. Mennige und Braunstein, zu und erhitzt bis zur Lösung. Das fertige Product läfst man auf flachen Blechen erstarren oder verarbeitet es sofort weiter. Obige harten, harzartigen Producte sind in Weingeist wenig, dagegen in Terpentinöl, Leinöl, Aether, Benzin leicht löslich. Sie können vermöge ihrer Billigkeit und hellen Farbe als werthvoller Ersatz der natürlichen Lackharze in bekannter Weise zu Lacken und Firnissen verarbeitet werden, wobei sie vermöge ihrer chemischen Neutralität noch ganz besondere Vortheile bieten, z. B. lassen sich solche Lacke zum Unterschied von sauren Kopallacken mit Farben mischen, ohne zu gerinnen; aufserdem sind sie auch zu allen anderen technischen Zwecken verwendbar, wo Neutralität und chemische Inactivitä't eine Rolle spielen, z. B. zum Schutz und zur Isolirung von Metallen, welche durch saure Harze angegriffen würden. Diese neue Art der Veresterung ist nur für hochsiedende und wenig flüchtige Alkohole brauchbar und unterscheidet sich von meinem bisherigen Verfahren, das bei gewöhnlichem Atmosphärendruck oder bei erhöhte'm Druck oder im Gasstrom stattfand, durch Anwendung eines bis unter Y2 Atmosphäre luftverdünnten Raumes. Die Vortheile des neuen Verfahrens sind:
1. Das Uebersteigen der Masse wird leichter vermieden,
2. es wird Brennmaterial erspart, einerseits infolge der raschen Abführung des abgespaltenen Wassers in Form von Dampf, andererseits infolge des in der Hälfte der Zeit vollzogenen Veresterungsprocesses,
3. Zeitersparnifs für den Gesammtprocefs,
4. helleres Product,
5. bessere Ausbeute.
Patenτ-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Harzsäureestern nach Patent Nr. 32083, dadurch gekennzeichnet, dafs man die Harzsäuren des Kopals, des Animiharzes, der Coniferen, z. B. des Kolophoniums, Burgunder- und Fichtenharzes, die Harzsäuren, die bei der Oxydation von Petroleum und der Kohlenwasserstoffe aus der Destillation der Braun- und Steinkohlen, des Schiefers und des Torfes entstehen, sei es einzeln oder unter einander gemischt, mit einem oder einer Mischung nachstehender alkoholischer Körper: Glycerin, Resorcin, Phenol, den Kresolen, den Naphtolen, mit Rohr-, Traubenoder Fruchtzucker unter Erhitzung im bis unter '/2 Atmosphäre luftverdünnten Raum behandelt.
2. Die partielle Destillation der nach Anspruch 1. hergestellten Ester, eventuell unter Mitverwendung eines Stromes indifferenter Gase und Dämpfe bei gewöhnlichem oder vermindertem Druck zwecks Scheidung in überdestillirende weiche und in der Retorte zurückbleibende härtere Producte.
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