AT122958B - Verfahren zur Herstellung eines flüssigen Brennstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines flüssigen Brennstoffes.

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AT122958B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines   Itiissigeu   Brennstoffes. 
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 Treibmittel für Motoren zu verwenden. 



   Reiner Spiritus verbrennt ohne Russbildung, gibt jedoch bei der Verbrennung zur 
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 Mischung mit kohlenstoffreicheren (karburierenden) Verbindungen, z. B. mit Benzin, Benzol od. dgl., treten solche Korrosionserscheinungen unter Voraussetzung eines nicht allzu hohen   Spiritusanteiles   nicht auf, und solche Brennstoffe haben sich   demgemäss in gewissem   Masse eingeführt. 



   Da jedoch in beiden   Fällen   nur hochgradiger Spiritus zur Verwendung kommen kann, sind die Gestehungskosten der so hergestellten Brennstoffe verhältnismässig hoch. Die Umwandlung der sich zum Teil in äusserst preiswerter Form darbietenden Kohlehydrate usw. in hochgradigem Spiritus ist auch bei Anwendung zeitgemässer Arbeitsweisen (Kolonnendestillation) mit so hohen Kosten verbunden, dass die Wohlfeilheit der Ausgangsstoffe im Endprodukt nicht zum Ausdruck kommt. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines ähnlichen, insbesondere als Treibmittel für Motoren geeigneten   ftussigen Brennstoffes, welches   die Anwendung von fertig hergestelltem Spiritus umgeht, indem eine   Alkohollosung beliebigen   Ursprungs und beliebigen Gehaltes in Mischung mit karburierenden Stoffen einer Destillation unterworfen wird. 



   Es ist nämlich gefunden worden, dass die Trennung von Alkohol od. dgl. und Wasser mit Hilfe einer Destillation in diesem Falle besonders leicht vonstatten geht. Es bildet sich ein besonders leicht abdestillierbares Gemisch zwischen dem Alkohol und dem anreichernden Zusatzstoff, welches eine starke Konzentration des Destillattonsproduktes erlaubt. 



   In ganz ähnlicher Weise lassen sich wässrige Lösungen unreinen Alkohols (Phlegmen) samt den in ihnen enthaltenen Stoffen, wie Methylalkohol, Aldehyde, Ketone od. dgl., verarbeiten. 



   Als besonders   zweckmässig   erweist sich die Anwendung des Verfahrens der Erfindung auf vergorene Maischen beliebigen Gehaltes, wie sie durch unmittelbare oder mittelbare Umwandlung von Kohlehydraten (Melasse. Kartoffeln, Getreide, Zellulose od. dgl.) durch irgendeine Art der Gärung entstehen. Nebenprodukte der Gärung, sowohl der Vorlauf als auch der Nachlauf, gehen hiebei mit in das Destillat über und steigern hiedurch die Ausbeute in sehr erwünschter Weise. 



   Die Destillate stellen erfindungsgernäss den neuen Brennstoff dar, der gegebenenfalls noch einer   Nachtroclmung   mit wasserentziehenden Mitteln unterzogen werden kann. 



   Als kohlestoffreichere (karburierende) Körper können Stoffe beliebiger Herkunft und beliebigen Gehalts verwendet werden, mögen sie nun rein, verunreinigt, raffiniert oder roh, vollkommen oder nur teilweise destillierbar sein. Auch das Mass des Zusatzes dieser Stoffe zu dem   alkoholischen Gärungsprodukte kann   in gewissen Grenzen abgeändert werden und braucht nicht hoch zu sein, es genügen unter Umständen bereits 5 bis 10 /o. 



   Als besonders günstig kommen vor allem Erdölprodukte (Benzin, Kerosin, auch Rohpetroleum) sowie die zwischen 150   und 220  C üübergehende Fraktion   von Mineralöl in Betracht, ferner Destillationsprodukte des Steinkohlen-. Braunkohlen- und Holzteers, insbesondere 

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 EMI2.1 
 
Beispiel 1. Ein Gemenge von 100 Volumteilen vergorener Maische mit einem Alkoholgehalt von etwa   10%,   1 Volumteil Benzol und 0'5 Volumteile einer Mischung, bestehend aus   75%     Methylalkohol   und   25% Azeton wird durch   etwa 24 Stunden vorzugsweise in einem 
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 stellt den Brennstoff dar. 



   Beispiel   2. E ! n   Gemenge von 100 Volumteilen vergorener   Maisehe   mit einem Alkoholgehalt von etwa   10%,   1 Volumteil Naphtha und   0'5 Volumteile   einer Lösung. bestehend aus   lOg Borsäure   in Methyl-oder Äthylalkohol wird wie in Beispiel 1 angegeben, behandelt. 



   Der Brennstoff gemäss der Erfindung ist infolge seines Gehaltes an   karburierenden   Stoffen von Anfang an nicht geniessbar, kann jedoch gegebenenfalls noch mit weiteren Denaturierungsmitteln versetzt werden. 



   Flüchtige   Denaturierungsmittel werden zweckmässig   der wässrigen Lösung selbst zugesetzt und destillieren mit über. Insbesondere Borsäureester, Methylalkohol. Azeton und Phenolverbindungen des Pflanzenpechs haben sich in dieser Hinsicht bewährt, sie können aber auch später zugesetzt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines flüssigen, insbesondere als Treibmittel für Motoren geeigneten Brennstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass eine Alkohollösung beliebigen Ursprungs und beliebigen Gehaltes, insbesondere aber alkoholisch vergorene Maisehe, mit karburierenden Stoffen gemischt und einer Destillation unterworfen wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als karburierender Stoff Rohpetroleum oder die zwischen 150 und 2200 C übergehende Fraktion von Mineralöl der alkoholischen Lösung zugesetzt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die abdestillierten Dämpfe einer Trocknung durch wasserentziehende Mittel unterworfen werden.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Destillat mit Azetylen behandelt wird. um den Heizwert des Brennstoffes zu erhöhen.
    5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, dass der zu destillierenden Mischung flüchtige Denaturierungsmittel (Borsäureester. Azeton od. dgl.) zugesetzt werden.
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