DE750082C - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Acrylsaeure, Harnstoff bzw.Thioharnstoff und Formaldehyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Acrylsaeure, Harnstoff bzw.Thioharnstoff und Formaldehyd

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DE750082C
DE750082C DESCH123026D DESC123026D DE750082C DE 750082 C DE750082 C DE 750082C DE SCH123026 D DESCH123026 D DE SCH123026D DE SC123026 D DESC123026 D DE SC123026D DE 750082 C DE750082 C DE 750082C
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D161/00Coating compositions based on condensation polymers of aldehydes or ketones; Coating compositions based on derivatives of such polymers
    • C09D161/20Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C09D161/32Modified amine-aldehyde condensates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Acrylsäure, Harnstoff bzw. Thioharnstoff und Formaldehyd Zusatz zum Patent 738 693 Die Mischpolymerisate aus Harnstoff-Formaldehyd-Harzen und der polymerisierbaren Acrylsäure bzw. deren Homologen sind, wie im Patent 738 693 dargelegt wurde, im Gegensatz zu den reinen Harnstoff-Formaldehyd-Harzen vor dem Erstarren gießbar und liefern völlig farblose, durch Wärme härtbare, durchsichtige Harzplatten. Da die Gußmasse, die man durch Vermischen des frisch hergestellten, gelatinierenden, in der Wärme flüssigen Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsproduktes mit 1/2 bis i Mol der polymerisierbaren Säure erhält, bereits nach kurzer Zeit dickflüssig wird und dann nicht mehr gegossen werden kann, so werden der Gußmasse geeignete Substanzen zugesetzt, die diese dünnflüssiger machen und so den mit Erstarren verbundenen Kondensationsvorgang verzögern. Als derartige Zusätze werden neutral reagierende, polymerisierbare, bei Raumtemperatur flüssige Verbindungen mit einer olefinischen Doppelbindung angegeben. In weiterer Ausbildung dieses Verfahrens «-urde gefunden, daß zum Flüssigmachen der Gußmasse einwertige Alkohole Verwendung finden können, deren Siedepunkte nicht wesentlich niedriger liegen als die Siedepunkte der polymerisierbaren Säuren, z. B. Butylalkohol. Während des Härtungsvorganges verdunsten die zum Flüssigmachen benutzten Zusätze zusammen mit dem beim fortschreitenden Kondensationsprozeß des Harnstoff-Formaldehyd-Harzes frei werdenden Wasser an der Oberfläche der Harzplatten.
  • Es wurde weiterhin gefunden, daß bei Verwendung von einwertigen Alkoholen zum Flüssigmachen der Gußmasse geringere Mengen von Acrylsäure oder deren Homologen ausreichen als bei Verwendung der im Patent 738 693 angegebenen Zusätze. Auf i Mol Harnstoff kommen dort 1/2 bis i Mol Acrylsäure zur Verwendung. Unter Zusatz von Butylalkohol dagegen erhält man beispielsweise eine brauchbare Gußmasse zur Herstellung von Harzplatten beim Vermischen des aus i Mol Harnstoff mit Formaldehyd erhaltenen Kondensationsproduktes mit nur 1/3 Mol Acrylsäure und 1/3 Mol Butylalkohol.
  • Die Acrylsäuremenge läßt sich noch wesentlich verringern, wenn es sich nicht um die Herstellung von i bis 2 min dicken Harzplatten, sondern um die bei Lackanstrichen üblichen dünnen Schichten handelt. In diesem Falle werden außer der zur Herstellung einer homogenen Mischung erforderlichen Alkoholmenge noch weitere Mengen der gleichen oder niedriger siedender Alkohole verwandt, die beim Trocknen des Lackanstrichs leicht verdunsten, wie Butylalkohol oder Methyl- bzw. Äthylalkohol. Ferner können noch die bei der Herstellung von Anstrichlacken üblichen Zusätze an Harzen und Lösungsmitteln zugegeben «-erden.
  • Die mit diesen Lacken erhaltenen Anstriche haften fest auf Holz-, Porzellan-, Glas- oder Metalloberflächen. Nach dem Trocknen sind sie sehr hart und widerstandsfähig. Insbesondere eignen sich diese Lacke zum Anstrich von Leichtmetalloberflächen.
  • Für das Gelingen des beschriebenen Verfahrens ist es von wesentlicher Bedeutung, daß das aus i Mol Harnstoff und -2 Mol Fornialdeltyd erhaltene gelatinierende Kondensationsprodukt mit Acrylsäure völlig klare Mischungen liefert. Reicht die Menge der als Kondensationsmittel verwandten Lauge nicht aus, so bilden sich bei saurer Reaktion hochmolekulare, in Acrylsäure unlösliche Produkte, die Trübungen der Gußmasse veranlassen. Andererseits kann ein Überschuß an Lauge zur Abscheidung von acrylsauren Salzen in der Gußmasse führen. Da die käuflichen Formaldehydlösungen wechselnde Mengpii an Ameisensäure enthalten und da sich außerdem während der Kondensation finit Harnstoff weitere Mengen von Ameisensäure bilden, so stößt es auf Schwierigkeiten, den zur Erzielung eines brauchbaren Kondensationsproduktes erforderlichen geringen überschuß an Lauge dauernd aufrechtzuerhalten. Dieser Mißstand läßt sich dadurch leicht vermeiden, daß man die Kondensation durch i1/2-bis 2stündiges Kochen mit Calciumcarbonat be«-irkt in Mengen, die zur Neutralisation der Ameisensäure ausreichen, die in der Formaldehydlösung ursprünglich enthalten war und die sich während des Kondensationsprozesses bildet. Hierbei entsteht also Calciuinformiat, das in der Lösung dauernd die zur Kondensation erforderliche, schwach alkalische Reaktion aufrechterhält. Nach dein Filtrieren wird eine klare und farblose Lösung erhalten, die nach dem Eindampfen unter vermindertem Druck ein gelatinierendes IZ.ondensationsprodukt liefert, das mit Acrylsäure völlig klare 'Mischungen ergibt.
  • Beispiele i. In iRo ccm -Io-1.ol.°/oige Forinaldehydlö@,ung (2,.111o1) trägt man portionsweise gel)Giivertes Calciuincarbonat bis zur neutralen ,l"cal~tion ein und fügt dann nochmals die gleiche Menge Calciuincarbonat hinzu. Hierauf gibt inan unter LTinrühren 6o g Harnstoff (i 1Tol) portionsweise zu und hält -2 Stunden unter Riickfluß in schwachem Sieden. Nach i2stündigein Stehen wird vom überschüssigen Calciumcarbonat und geringen Mengen unlöslicher, hochmolekularer Kondensationspiodukte abfiltriert. Dann wird unter 15 bis 20 inin Hg-Säule bei -to bis 50' bis zur Sirupkonsistenz eingedampft und rasch auf tjo= erwärmt. Nun gibt man sofort 24 g Acrylsäure (1/3 Mo') zu und rührt. Ist die Masse klar geworden, was nach einigen 1Iinuten der Fall ist, so gibt man unter Aufrechterhalten der Temperatur von 6o° und dauerndem Rühren 2.I,; g Butylalkoliol ('J3 Mo') zu und rührt noch einige Minuten «-eiter, bis eine völlig klare, dünnflüssige Masse entstanden ist. Nach dein Abkühlen auf 4.o bis 5ö' gießt oder spritzt man die Mr.sse sofort in geeignete Gußformen, die auf die gleiche Temperatur vorgewärmt worden sind. Die Weiterverarbeitung erfolgt durch Härten der erstarrten und von der Unterlage abzelösten Schichten bei 6o=.
  • @. Gleiche 'Mengen Harnstoff und Formaldel-iyd wie in Beispiel i werden in der angegebenen Weise kondensiert; nach dein Eindampfen gibt man i2 g Acrylsäure (1/e 1-1o1) und i2,3 g Butylall:ohol (1/s Mol) zu und verfährt wie in Beispiel i, bis eine homogene, klare 1Tischung entstanden ist. Diese liefert mit weiteren Mengen Bttty lallcohol, z. B. mit 36,6 g, beim kurzen Erhitzen bis zum Sieden einen auch beim Aufbewahren völlig klaren, farblosen Anstrichlack, der bedarfsweise mit niedrigsiedenden Lösungsmitteln, z. B. 11ethyl- oder Äthylalkohol, vermischt wird.
  • Gleiche Mengen Harnstoff und Formaldelavd wie in Beispiel i «-erden in der angegegebenen Weise kondensiert; nach dem Eindampfen gibt man i4.,3 g Methacrylsäure (1/,; Moi) und 12,3 g Butylalkohol wie in Beispiel i zu. Die entstandene homogene, klare 1Iiscliting gibt z. B. mit weiteren 36,9 g Butylalkohol beim kurzen Erhitzen bis zum Sieden einen auch bei längerem Aufbewahren völlig klaren, farblosen Anstrichlack.
  • .I. Gleiche Menge Harnstoff und Formaldehyd wie in-Beispiel i werden in der angL-gebenen Weise kondensiert; nach dem Eindampfen gibt man 12 g Acrylsäure ('/0 Mol) und 54. g Benzylalkohol (3/o Mol) wie in Beispiel i zu. Die Mischung, die beim Erwärmen auf ioo° nicht klar wird, liefert auf Zusatz von Äthylalkohol einen nur wenig getrübten Anstrichlack.
  • 5. Gleiche Mengen Harnstoff und Formaldehyd wie in .Beispiel i werden in der angegebenen Weise kondensiert; nach dem Eindampfen gibt man i2 g Acrylsäure (1/o Mol) und 14,7 g Isoamylalkohöl (1/o Mol) wie in Beispiel i zu. Die entstandene homogene, klare Mischung gibt z. B. mit weiteren 4419 Isoainylalkohol einen auch bei längerem Aufbewahren völlig klaren, farblosen Anstrichlack. -6. Man kondensiert gesondert: einerseits 309 Harnstoff (1/2 Mol) und 90 ccm 4oo/oige Fortnaldehydlösung in Gegenwart von Calciunicarbonat wie in Beispiel i beschrieben, andererseits 38 g Thioharnstoff (1/2 Mol) und 9o ccin 4oo/oige Formaldehydlösung in Gegenwart von Calciumcarbonat durch '/2stündiges Erwärmen auf 4o°. Die beiden` Lösungen werden nach dem Filtrieren vermischt und nach weiterem '/2stündigem Erwärmen auf 400 unter vermindertem Druck (i5 bis -,omm Hg-Säule) bis zur Sirupkonsistenz eingedampft. Dann vermischt man, wie in Beispiel i beschrieben, mit 12 g Acrylsäure (1/o Mol) bei 6o°, gibt nach dem Dünnflüssig-«>erden der Masse i2,3 g Butylalkohol (1/0 XIol) zu und verrührt, bis eine homogene, klare Mischung entstanden ist. Diese liefert mit weiteren 36,9 g Butylalkohol beim kurzen Erhitzen bis zum Sieden einen in der Wärme dünnflüssigen, beim Erkalten erstarrenden, völlig klaren, farblosen Anstrichlack.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Acrylsäure, Harnstoff bzw. Thioharnstoff und Formaldehyd gemäß Patent 738 693, dadurch gekennzeichnet, daß man die primäre Harnstoff-Formaldehyd-Kondensation in schwach basischem Medium vornimmt, die zunächst erhaltenen gelatinösen Produkte mit 1/1D bis i Mol Acrylsäure bzw. deren Homologen bzw. eines Gemisches solcher Säuren versetzt, dem Reaktionsgemisch anschließend eine zum Leichtflüssigmachen während der Gußzeit ausreichende Menge von einwertigen Alkoholen, deren Siedepunkte nicht wesentlich niedriger liegen als die der angewandten Acrylsäure, hinzufügt, hierauf die dünnflüssigen, homogenen Mischungen auf eine glatte Unterlage ausgießt oder spritzt und schließlich die so erhaltenen Harzplatten durch Erwärmen, durch direktes Sonnenlicht oder durch U.-V.-Bestrahlung härtet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Herstellung von Anstrichlacken außer den Mengen einwertiger Alkohole, die zum Leichtflüssigmachen während der Gußzeit ausreichen, weitere Mengen der gleichen oder niedrigersiedender Alkohole und gegebenenfalls sonstige bei der Herstellung von Lacken gebräuchliche Zusätze an Harzen und Lösungsmitteln zugibt. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren keine Druckschriften in Betracht gezogen worden. BCRLIN. GEDRUCKT IN DER REICIISDRICIiGREl.
DESCH123026D 1938-10-20 1941-08-05 Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Acrylsaeure, Harnstoff bzw.Thioharnstoff und Formaldehyd Expired DE750082C (de)

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