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Einrichtung zum Ermitteln des Flüssigkeitsinhaltes von Kraftstofftanks
für Flugzeuge mit Druckgasförderung für den Kraftstoff Die Erfindung bezieht szich
auf eine Einrichtung zum Ermitteln des Flüssi'gkeitsinhalts von Kraftstofftanks
für Flugzeuge mit Druckgasförderung für den Kraftstoff, bei der in bekannter Weise
die Druckerniedrigung eines mit dem Tank mittelbar durch eine gasdichte nachgiebige
Zwischenwand tu Verbindung stehenden mittruclgas von vorbestimmter Höhe gefüllten
Behälters ein Maß für den Flüssigreitsinhalt des Tanks bildet.
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Es ist bekannt, den Rauminhalt eines Behälters bzw. des in diesen
Behälter eingebrachten Gutes durch Verbinden des Behälters mit einem anderen, Luft
von einem bestimmten, bekannten Druck enthaltenden Behälter dadurch zu ermitteln,
daß aus der Druckabsenkung im. Luftdruckbehälter der Rauminhalt des zu messenden
Behälters bzw.
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Gutes berechnet werden kann. Das anrgezeigte Verhältms muß jedoch
hier erst aus dem jeweiligen Stand von Fall zu Fall berechnet werden. Diese Einrichtung
eignet sich demnach für die Verwendung an Flugzeugen- nicht, weil der Flugzeugführer
infolge seiner vielseitigen anderen Aufgaben keine Zeit zum Anstellen mathematischer
Berechnungen findet.
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Bei den bekannten Meßgeräten handelt es sich auch durchweg um stationäre
Anlagen, die nicht mit Vorrichtungen versehen sind oder sein müssen, um, wie bei
Flugzeugen, auch einwandfreie Messungen in allen Neigungen des Brennstofftanks zu
ermöglichen und dabei die wechselnden Temperaturschwankungen im Druckluftbehälter
usw. zu berücksichtigen.
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Demgegenüber besteht die Erfindung darin, daß in der Verbindungsleitung
des mit Gas vorbestimmten Druckes angefüllten Behälters mit dem Raum, der von der
beweglichen im Kraftstoffbehälter angeordneten und gleichzeitig als Fördermittel
dienenden Zwischenwand eingeschlossen wird, ein DruckredtuNzierventil vorgesehen
ist, welches diesen Raum
mit Gas eines vorbestimmten Förderdruckes
aus dem Gasbehälter in dem Maße auffüllt, die der Kraftstoff aus dem Tanli verbraucht
wird, so daß der mit einem Manometer laufend gemessene Druckabfall im Gasbehälter
ein Maß für den jeweiligen Flüssigkeitsinhalt im Tank bildet.
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Bei Verwendung von Druckluft, die in den Kraftstoffbehälter nachdringt,
zeigt es sich, daß Temperaturveränderungen das Meßergebnis beeinflussen können;
es ist deshalb im Anzeigegerät für den Kraftstoffinhalt ein Wärmemesser vorgesehen,
durch welchen für je 10 Grad Temperaturunterschied die Anzei den Flüssigkeitsinhaltes
berücksichtigt wird. Die in dem Luftbehälter aufgespeicherte Luftmenge wird zweckmäßig
unter hohen Druck gesetzt, so daß die Raumbeanspruchung für den die Anordnung einer
Brennstoffpumpe erübrigenden Luftbehälter auf ein möglichst geringes Maß zurückgeführt
werden kann. Die Einrichtung zeichnet sich gegenüber bekannten Meßgeräten dadurch
aus, daß in den Kraftstoffbehälter eine dem Verbrauch nachwandernde Haut beweglich
angebracht ist, die in jedem Augenblick und vor allem bei jeder Neigung des Flugzeuges
unter gleichzeitiger Berücksichtigung der im Tank befindlichen Temperatur die jeweils
verfügbare Brennstoffmenge in einem fertigen zahlenmäßigen Endergebnis anzeigt.
Eine Berichtigung der Anzeige nach der Temperatur kann in an sich bekannter Weise
durch Anbringen eines Thermometers auf dem Zeiger des Druckmessers stattfinden.
wenn bei längeren Flügen sich die Temperaturen des Druckgases im Behälter und diejenigen
der Außenluft praktisch einander angeglichen haben.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel in vier Abbildungen
dargestellt. Es zeigt Abb. 1 die schematische Anordnung des Brennstoff- und Luftvbehälters
in Verbindung mit einem Meßgerät, Abb. 2 das Meßgerät in Vorderansicht, Abb. 3 das
Meßgerät in Rückansicht bei entiernter Gehäuserückwand, Abb. 4 eine Einzelheit.
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Der z. B. zylindrische Brennstofftank I erhält in bekannter Weise
einen luftdicht verschlossenen Einfüllstutzen z und eine Ausflußöffnung b zur Entnahmestelle
(NIotor).
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In dem Hohlraum ist eine dehnbare Haut « so angebracht, daß sie mit
ihrem Halsy in die ein Reduzierventil r tragende Lufteinströmröhre # einmündet und
dort mit ihrem offenen Teil festen Sitz erhält. Im Innern des Kraftstoffbehälters
ist die dehnbare Haut mit einer starren Wand a1 derart luftdicht verschlossen, daß
sich bei der Entnahme von Brennstoff die Wand al in das Behälterinnere nachschiebt.
An einer geeigneten Stelle der Brennstoffbehälterkopfwand ist ein Ablaßhahn h angebracht,
durch welche die beim Füllen des Tanks gepreßte Luft entweichen kann.
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Der unter Zwischenschaltung eines Hahns v angeschlossene Druckluftbehälter
2 ist zwecks Raumersparnis beispielsweise so gebaut. daß einem Brennstoff volumen
von 2001 ein Luftraum von 20 1 entspricht.
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Das Reduzierventil@ x in der Leitung # ist so eingestellt, daß es
nicht mehr als 1 Atm.
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Druck durchläßt; der Luftbehälter ist mit einem Hahn u versehen und
steht durch eine Rohrleitung 2a mit dem Meßgerät 3 in Verbindung. An seiner Vorderseite
(Abb. 2) ist eine Skala t angebracht, die durch einen mit Schschlitz s versehenen
und über Gleitwalzen q geführten Vorhand r (Abb. 3) teilweise abgedeckt ist. In
den auf einer Füh@ rungsstange p mit seiner Muffe i auf- und abwärts geführten Zeiger
k ist ein Wärmemesser o eingebettet. Das den Zeiger k hebende oder senkende Schaltgerät
besteht gemäß Abb. 3 aus einem zylindrischen Gehäuse c, in welches das Ende 2a der
Luftleitung einmündet und in welchem ein heb-und senkbarer Kolben d gegen die Wirkung
einer Feder e eingesetzt ist. Der feder belastete und beispielsweise durch Kolben
ringe oder nach Art der Abb. 4 abgedichtete Kolben d bzw. k1 steht mittels einer
Kolben stange @ mit dem den Zeiger bewegenden Ge stänge g in gelenkiger Verbindung.
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Die Skala t ist mit Rücksicht darauf, daß zur Feststellung des noch
vorhandenen Brennstoffes die Luftmenge gemessen wird, so eingerichtet, daß sie die
verschiedenen Temperaturen der Luft berücksichtigt.
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Das Hebelgestänge g ist um eine Achse D schwindbar gelagert und durch
einen Zwischenhebel m mit der Zeigerführung i verhunden.
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Die Wirkungsweise des Meßgerätes ist folgende: Beim Einfüllen des
Brennstoffes in den Tank 1 wird zunächst der Ablaßhahn h geöffnet, so daß die dehnbare-Haut
a gegen das Reduzierventil x hin ausweichen kann, wo sic auf ihren engsten Raum
zusammen ge@rängt wird. Nunmehr können beide Leitungen, nämlich der Einfüllstutzen
z und der Luftablaßhahn h, geschlossen werden. Es kann nun, falls nicht ohnehin
ein mit komprimierter Luft gefüllter Behälter 2 Verwendung finden sollte, der Luftbehälter
nach Öffnen des Hahnes lt mit einer gewissen Anzahl Atmosphären Luftdruck versehen
und der Hahn u wieder geschlossen werden, wenn der Zeiger im höchsten Punkt der
Skala angelangt
ist. Man kann auch anstatt eines fest eingebauten
Lufttanks eine auswechselbare Luft- oder Kohlensäureflasche zwischen. den Brennstoffbehälter
I und das Meßgerät 3 einbauen.
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Das bandartige Zifferblatt des Inhaltsanzeigers enthält mehrere nebeneinanderliegende
und in verschiedenen Farben ausgeführte Skalen, die für je 10° Temperaturunterschied
Gültigkeit haben. Welche Skala jeweils zur Ablesung zu benutzen ist, wird durch
die Stellung der Quecksilberkuppe des auf dem Zeiger k agebrachten Thermometers
angezeigt (Abb. 2).
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Bei der Druckmesserausführung nach Abb. 4 ist zum Zwecke einer einwandfreien
Abdichtung des Kolbens k1 zwischen diesem und der Luftleitung eine einseitig offene
Gummi- o. dgl. Blase G eingelegt, die dem Luftdruck aus der Leitung 2, entsprechend
den Kolben k1 vorschiebt oder durch die Feder e zurückgehen läßt.