DE746398C - Mit einem Vergroesserungsglas verbundenes Schreibtisch- oder sonstiges Arbeitsgeraet - Google Patents

Mit einem Vergroesserungsglas verbundenes Schreibtisch- oder sonstiges Arbeitsgeraet

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DE746398C
DE746398C DEB193328D DEB0193328D DE746398C DE 746398 C DE746398 C DE 746398C DE B193328 D DEB193328 D DE B193328D DE B0193328 D DEB0193328 D DE B0193328D DE 746398 C DE746398 C DE 746398C
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Description

  • Mit einem Vergrößerungsglas verbundenes Schreibtisch- oder sonstiges Arbeitsgerät Die Erfindung geht von einem mit einem Vergrößerungsglas verbundenen Schreibtisch-oder sonstigen Arbeitsgerät aus und beschäftigt sich mit der Aufgabe, dieses zu einem handlichen und stets arbeitsbereiten Gegenstand von guter optischer Leistung zu machen.
  • Es ist bereits bekannt, Lupen im Griff von Bleistiften, Federhaltern o. dgl. unterzubringen. Diese Lupen waren aber entweder kurzbrennweitige Systeme starker Vergrößerung (sog. Stanhopeslupen) oder schwach vergrößernde, langbrennweitige Plan- oder Bikonvexlinsen.
  • Die kurzbrennweitigen Lupen geben zwar eine ausreichende Vergrößerung, besitzen aber nur ein sehr kleines ausnutzbares Gesichtsfeld und verlangen, daß der Beobachter mit seinem Auge dicht an die Lupe herangeht. Diese hupen sind daher zum Lesen von Kurs- und Adreßbüchern unbrauchbar.
  • Die langbrennweitigen Lupen weisen den Mangel auf, daß sie während der Benutzung in einem bestimmten, j e nach der Brennweite mehr oder weniger großen Abstand von der Betrachtungsfläche gehalten werden müssen. Der Lupenbenutzer hat also für sonstige Arbeiten nur eine einzige Hand frei. Dies gilt auch für bekannte Federhalter usw., bei denen am Halterende stabförmige Abschnitte von sphärischen Linsen von vergleichsweise langer Brennweite angeordnet sind. .
  • Es gibt fernerhin Lesegläser von zylindrischer Grundform, als selbständige Schreibtisch-eräte. Diese besitzen beträchtliche Ausmaße und entsprechend hohes Gewicht und sind mit einem zusätzlichen Handgriff versehen. Ein weiterer Nachteil besteht in der starken Verzeichnung und dem infolgedessen nur kleinen ausnutzbaren Gesichtsfeld.
  • Die Erfindung löst in erster Linie die Aufgabe, die Ablesbarkeit längerer Worte und Zeilen mit Hilfe eines auf der Betrachtungsfläche aufliegenden Gerätes zu ermöglichen. Die Erfindung betrifft demgemäß ein mit einem Vergrößerungsglas verbundenes Schreibtisch- oder sonstiges Arbeitsgerät und kennzeichnet sich dadurch, daß das Vergrößerungsglas als Stiel oder Handhabe des Gerätes ausgebildet ist und aus einem langgestreckten zylindrischen Körper besteht, dessen Querschnitt nicht wesentlich über den des Gerätes selber hinausgeht und von Kreissegmenten begrenzt wird, deren Scheitel einen solchen _Ab- stand von der Grundfläche haben, daß eine mindestens zweimalige Vergrößerung zustande kommt. Mit einer solchen Lupe kann man Tabellen, Fahrpläne, Telefonverzeichnisse usw. mit großer Bequemlichkeit ablesen. Insbesondere wird -beispielsweise die Telefonbedienung dadurch erleichtert, daß man die eine Hand zum Halten des Hörers und die andere zum Betätigen der Wählscheibe frei hat und dabei durch das an der richtigen Stelle des Telefonbuches aufgelegte Zeilenleseglas die vorher aufgesuchte Telefonnummer ständig gut lesbar vor Augen hat. Aus Gründen der Bildgüte, der Lichtverteilung und der sicheren Auflage werden erfindungsgemäß solche Zylinderlinsen verwendet, die entweder aus einem Glasstab, dessen `Querschnitt die Form eines Kreissegmenten von mehr als Radiushöhe besitzt, oder aus einer langgestreckten Zylinderlinse mit einer Dicke von weniger als Radiushöhe und einem durchsichtigen Stützrand zum Aufsetzen auf den Beobachtungsgegenstand bestehen.
  • Die Anordnung einer Zylinderlinse an einem Federhalter o. dgl. lag durchaus nicht nahe, da schon die bekannten zylindrischen Lesegläserwalzen trotz ihres verhältnismäßig großen Durchmessers optisch nicht einwandfrei waren. Es lag die Befürchtung nahe, daß bei verkleinertem Zylinderdurchmesser die optischen Fehler noch viel unangenehmer sich bemerkbar machen würden. Daß dies nicht der Fall ist, liegt daran, daß einmal die Buchstaben der Zeile nur in der Höhe auseinandergezogen werden und deshalb eine Verzeichnung sich nicht so deutlich bemerkbar macht, weil es ja auch sowohl schlanke wie gedrungene Buchstaben gibt. Im übrigen aber wurde nicht ein voller kreisrunder Querschnitt, sondern ein solcher von der Form eines Kreissegments gewählt, um allzu starken Fehlern in der Verzeichnung und der Farbe entgegenzuarbeiten. Außerdem unterstützt eine mäßige Verzeichnung im Sinne einer stärkeren Vergrößerung die Lesbarkeit insbesondere bei ungünstigen Lichtverhältnissen.
  • Die erfindungsgemäß ausgebildeten Geräte können z. B. aus Schreib- und Zeichenmitteln in Form eines Bleistiftes oder Federhalters mit oder ohne Tintenvorratsraum oder aus anderen Schreibtischgeräten, wie Brieföffner, Petschaft, Falzbein, Radiermesser bestehen. Ganz allgemein liegt es im Sinne der Erfindung, die Zylinderlinse mit solchen Geräten oder Arbeitsmitteln in Verbindung zu bringen, die unter Bedingungen benutzt oder griffbereit gehalten werden, bei denen eine Betrachtung in.vergrößertem Maßstäbe von Vorteil ist. Solche Arbeitsmittel können z. B. die Werkzeuge des Graveurs, des Schriftsetzers, der Häklerin usw. sein. Verwendet man z. B. die Zylinderlinse als Handgriff für sogenannte Stiellupen, so entsteht ein Verbundgerät, daß sowohl als Lupe als auch als Zeilenleseglas geeignet ist und dabei nicht umfangreicher als eine gewöhnliche Stiellupe ist.
  • Eine einfache Ausführungsform des Erfindungsgedankens ist in der Fig. i dargestellt und besteht darin, daß man einen Füllbleistiftkopf i üblicher Ausgestaltung an einem runden Glasstab 2 befestigt, an dessen Zylinderwandung eine eben oder schwachkonkav gestaltete Fläche angeschliffen ist. Erfahrungsgemäß ist die Widerstandsfähigkeit von Glas gegen Verkratzen usw. so groß, daß es unter normalen Verwendungs- und Aufbewahrungsverhältnissen seine optischen Eigenschaften lange Zeit beibehält.
  • Bei Verwendung von weniger widerstandsfähigem Werkstoff, z. B. durchsichtiger Kunstmasse, wird der Schaft zweckmäßigerweise so ausgestaltet, daß die Zylinderlinse bei Nichtgebrauch geschützt ist. Man kann zu diesem Zweck eine verschiebbare oder umsteckbare Schutzhülle verwenden. Eine geeignete Ausführungsform ist in der Fig. 2 dargestellt und besteht darin, daß man den Schaft 3 hohl ausführt und die Zylinderlinse 2 in einer Umsteckfassung 4. anordnet, wie es für den Schutz von Bleistiften oder Federn bei Schreibmitteln an sich bekannt ist.
  • Auf der dem Beobachtungsgegenstand zugekehrten Seite der Zylinderlinse können in an sich bekannter Weise Markierungen in Form eines Längsstriches, eines Maßstabes o. dgl. angebracht sein, die die Auffindung bzw. Ablesbarkeit erleichtern.
  • Wenn die Zylinderlinse einen in der Hauptsache kreisrunden Querschnitt besitzt, ist die Beleuchtung des Beobachtungsgegenstands nur dann gut, wenn das Licht von links oder rechts oder von oben oder vom Beschauer hereinfällt. Befindet sich aber die Lichtquelle auf der dem Beschauer gegenüberliegenden Seite, so ist das Gesichtsfeld wenig erleuchtet oder sogar verdunkelt.
  • Diese Schwierigkeit wird gemäß weiterer Ausgestaltung der Erfindung dadurch beseitigt, daß die Zylinderlinse die Form eines Mehrkantes besitzt, bei dem eine oder mehrere seiner schräg zueinander angeordneten Flächen mit Zylinderlinsen bedeckt sind.
  • Eine solche Ausführungsform ist z. B. in Fig. 3 dargestellt. Auf der dem Beschauer abgewendeten Seite der Zylinderlinse ist eine schräg zur Beobachtungsfläche liegende Fläche vorgesehen. Eine Linse dieser Ausführungsform besitzt die Gestalt eines länglichen Dreieckpristnas, auf dessen eine Fläche ein Zylindersegment aufgesetzt ist und das also den in Fig.3 dargestellten Querschnitt besitzt. Eine Linse dieser Form erhält man durch schräges Aufteilen eines flachrunden Stabes vom Querschnitt gemäß Fig. 4.
  • Die Beleuchtungsbedingungen werden noch günstigere, wenn man auch die zweite Prismenfläche .der vorstehend beschriebenen Ausführungsform mit einer Zylinderlinse bedeckt. Man kommt dann zu einer Linse, die aus zwei in einer Längslinie zusammenstoßenden Zylindern besteht und den in Fig.5 dargestellten Querschnitt aufweist. Man kann oberhalb -der Beobachtunggfläche noch eine dritte Zylinderlinse anordnen, so daß der entstehende Linsenkörper den in der Fig. 6 dargestellten Querschnitt besitzt, um die Beobachtungsmöglichkeit und die Beleuchtungsregelung weiterhin zu verbessern.
  • Im Sinne der Erfindung liegt es fernerhin, an Stelle von sphärischen asphärische Flächen zu verwenden.
  • Bei Verwendung von Lupen mit durchsichtigem Tragrand, z. B. gemäß Querschnittsform der Fig.7, kann der durch die Linse 2, die durchsichtigen Tragränder ai und die durchsichtige Grundplatte 22 gebildete Hohlraum 5 zur Aufnahme der Schreibfeder o. dgl. verwendet werden. Durch diese Raumausnutzung wird das Schreibmittel in seinen Ausmaßen verkleinert.
  • Bei der in Fig. 8 dargestellten Ausführungsform der Erfindung bildet die Linse 2 den Handgriff eines Brieföffners 6.
  • Die Fig. 9 zeigt eine sogenannte Stiellupe, bestehend aus Lupenlinse 7, Lupenfassung 8 und Stiel 2, der im Sinne der Erfindung aus einer Zylinderlinse besteht.
  • Ein Beispiel für ein mit einem Zeilenleseglas verbundenes Werkzeug zeigt die Fig. io in Form einer Pinzette 9, wie sie der Schriftsetzer verwendet. Um die den Stiel bildende Zylinderlinse 2 vor Verschmutzung und Beschädigung zu schützen, ist die Zylinderlinse beiderseits durch Kappen 23, 24 größeren Durchmessers umhüllt, die eine Berührung der Linsenfläche mit der Werktischplatte o. dgl. verhindern.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Mit einem Vergrößerungsglas verbundenes Schreibtisch- oder sonstiges Arb-eitsgerät, dadurch gekennzeichnet, daß das Vergrößerungsglas als Stiel oder Handhabe des Gerätes ausgebildet ist und aus einem langgestreckten zylindrischen Körper besteht, dessen Querschnitt nicht wesentlich über den des Gerätes selber hinausgeht und von Kreissegmenten begrenzt wird, -deren Scheitel einen solchen Abstand von der Grundfläche haben, daß eine mindestens zweimalige Vergrößerung zustande kommt.
  2. 2. Gerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinderlinse so ausgestaltet und gefaßt ist, daß sie bei Nichtgebrauch im Innern eines Hohlteiles des Handgriffes unterbringbar ist.
  3. 3. Gerät nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinderlinse die Form eines Mehrkantes besitzt, bei dem eine oder mehrere seiner schräg zu einander angeordneten Flächen mit Zylinderlinsen bedeckt sind. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschriften . . . Nr. 359 320, 691697; USA-7 Patentschriften ..... - 1479 885, 2070798, 1:264267, 1588442; »Popular Mechanics Magazine«, Band 63, Nr. 5, Mai 1935, S. 700.
DEB193328D 1941-02-16 1941-02-16 Mit einem Vergroesserungsglas verbundenes Schreibtisch- oder sonstiges Arbeitsgeraet Expired DE746398C (de)

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Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1264267A (en) * 1917-11-24 1918-04-30 American Optical Corp Magnifier.
DE359320C (de) * 1922-09-22 Franz Florian Krusius Dr Lupe
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US2070798A (en) * 1935-05-10 1937-02-16 Mason Elden Guy Combination magnifying glass and tongs
DE691697C (de) * 1934-07-05 1940-06-03 Emil Busch Akt Ges Optische In Sammellinse mit durchsichtigem Tragrand

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