DE745341C - Vorrichtung zum Messen von Geschoss-Flugzeiten - Google Patents

Vorrichtung zum Messen von Geschoss-Flugzeiten

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DE745341C
DE745341C DEW107678D DEW0107678D DE745341C DE 745341 C DE745341 C DE 745341C DE W107678 D DEW107678 D DE W107678D DE W0107678 D DEW0107678 D DE W0107678D DE 745341 C DE745341 C DE 745341C
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DE
Germany
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anchor
torsion
measured
electromagnet
pendulum
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Expired
Application number
DEW107678D
Other languages
English (en)
Inventor
Hugo Wollmershaeusser
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HUGO WOLLMERSHAEUSSER
Original Assignee
HUGO WOLLMERSHAEUSSER
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Publication date
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P3/00Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
    • G01P3/64Devices characterised by the determination of the time taken to traverse a fixed distance
    • G01P3/66Devices characterised by the determination of the time taken to traverse a fixed distance using electric or magnetic means
    • G01P3/665Devices characterised by the determination of the time taken to traverse a fixed distance using electric or magnetic means for projectile velocity measurements

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Testing Of Balance (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Messen von Geschoß-Flugzeiten Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Messen von Gesch'oß-Flugzeiten.
  • Zu Messungen kürzester Zeitintervalle, wie sie z. B. in der Ballistik zur Ermittlung der Fluggeschwindigkeiten von Geschossen erforderlich sind, sind verschiedene Wege vorgeschlagen worden. In der Praxis hat sich die indirekte MAeßmethodeW am besten bewährt und eingeführt. Von den auf dieser Grundlage basierenden Vorrichtungen ist die am meisten verwendete diejenige von Le Boulengé.
  • Trotz guter Meßergebnisse besitzt diese Vorrichtung infolge des Einschlagens von Meßmarken in Metall doch noch Nachteile.
  • Die Erfindung betrifft nun ebenfalls eine indirekte Meßmethode, die jedoch zu einfacherer und billigerer Ausbildung des Meßgerätes führt.
  • Kurzzeitmesser, bei denen die Auslösung des Beginns einer Drehbewegung und die Beendingung dieser Bewegung durch die Anreamg oder Ausschaltung von Elektromagne ten in Tätigkeit gesetzt wird und auf diese Weise Zeitmessungen durchgeführt werden, sind an sich schon bekannt. Es handelt sich hierbei u. a. auch um eine Scheibe, die durch eine elektromagnetisch vorgespannte Feder zu Beginn ihrer Drehbewegung während eines vorbestimmten Drehwegs beschleunigt wird und sich dann von der Feder löst. Auch diesem bekannten Gerät gegenüber ist die erfindungsgemäße Einrichtung einfacher und betriebssicherer. Auch bei der Erfindung wird von Elektromagneten Gebrauch gemacht.
  • Der Grundgedanke der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, zur Zeitmessung die Bewegung eines Drehpendels zu verwenden, dessen Bewegung zu Beginn des zu messenden Vorgangs durch einen Stromstoß über einen Elektromagneten ausgelöst wird und das bei seiner Drehbewegung den Anker eines zweiten Elektromagneten so lange mitnimmt, bis dieser durch einen zweiten Strom: stoß zu Ende des zu messenden Vorgangs den Anker in seiner jeweiligen Lage blockiert.
  • An sich ist das Prinzip des Torsionspendes dem Physiker seit langem bekannt und ebenso auch die Tatsache, daß die Schwingungsdauer solcher Pendel unter sonst gleichen Umständen von der Länge des durch die Drehbewegung zu tordierenden Stabes abhängig ist, jedoch ist die Venvendung des Torsionspendels für die Messung von Geschoß-Flugzeiten bisher unbekannt geblieben, obgleich gerade die Anwendung dieses Prinzips besonders günstig arbeitende und einfach konstruierte Vorrichtungen herzustellen gestattet.
  • Wie aus Abb. 1 ersichtlich, wird ein solches Drehpendel in einem kräftigen gußeisernen Säulengestell A eingebaut. Das als Schwungmasse dienende Schwungrd B wird von einer mit dem Träger fest verbundenen Konsole C getragen, und zwar mittels einer langen Nabe R des Schwungrades, die durch präzise Kugellager in der Konsole gelagert ist.
  • In dieser Nabe ist eine geeignete Festklemmvorrichtung D angeordnet, die den Torsionsstab F sicher festhält. Eine gleiche oder ähnliche SpannvonichtungDt, die der Torsionsstab in seinem Fußende festhält, ist auf der Grundplatte des Gestells aufgeschraubt. In diesen beiden Klemmvorrichtungen wird der Torsionsstab so eingespannt, daß sich eine bestimmte freie Torsionslänge von z. B.
  • 1200 mm ergibt. Die Torsionslänge des Stabes wird so berechnet, daß von ihm eine halbe Umdrehung der Schwungmasse aufgenommen werden kann, ohne daß das zulässige Drehmoment des Torsionsstabes bzw. dessen Elastizitätsgrenze überschritten wird.
  • Eine Elektromagnetvorrichtung E, in Abb. 2 besonders dargestellt, und zwar in der Draufsicht, dient dazu, das Schwungrad und damit den Torsionsstab im gespannten Zustande festzuhalten und zur gegebenen Zeit auszulösen. Der im Gestell eingebaute doppelspulige Elektromagnet besitzt einen Anker c, an welchem der in einer nicht magnetisierbaren Führung d gleitende runde Auslösestift e befestigt ist. Die Querschnittsform dieses Auslösestiftes ist rund gewähh, um ein möglichst geringes Reibungsmoment an der Festhaltenase des Schxvungrades zu erzielen. Der Anker wird durch eine Spiraldruckfeder f in seiner Ausgangslage gehalten. Gegen Verdrehung ist der Anker durch seine ulugebogenen Enden, die leicht in entsprechenden Schlitzen des Gestells geführt sind, gesichert.
  • In der Peripherie des Schwungrades B ist eine Halienase g eingelassen, so befestigt, daß nur der verstärkte Halteteil dieser Nase über die Peripherie hervorragt. Diese Haltenase legt sich bei gespanntem Zustand des Torsionsstabes an den Auslösestift e an und arretiert damit die Schwungsmasse. Wird der Elektromagnet von einem Stromstoß durchflossen, dann wird durch die elektromagnetische Kraft der Anker und der Haltestift zurückgezogen und die Haltenase des Schwung rades freigegeben, so daß dieses seine Pendelbewegung antreten kann.
  • Das als Platte ausgebildete OberteilZ des Traggestells ist in seiner Mitte durchbohrt und trägt hängend eine zweite Elektromagneteinrichtung E2. Diese Vorrichtung ist der Deutlichkeit wegen in Abb. 3 besonders dargestellt. Der Weicheisenkerll des Elektromagneten ist in seiner Mitte durchbohrt und nimmt m dieser genauen Führung eine schwache Grundwelle h aus nicht magiletisierbarem Werkstoff, z. B. Bronze, auf. Auf der unteren, also der Schwungscheibe zu liegenden Seite ist auf dieser Bronzelvelle der als Rundkopf ausgebildete Ankers des Elektromagneten befestigt. Dieser Ankers ist so auf der Achse h angebracht, daß die Bronzewelle noch nach unten herausragt. Dieses herausragende Stück wird von einem in der Mitte der Schwungscheibe aufgeschraubten Fußlager k aufgenommen. Der Anker besitzt eine scheibenartige Vergrößerung, in welcher ein rundes Mitnehmerstifichen l sitzt. Dieses Mitnehmerstiftchen legt sich an den am Fußlager befestigten Haltearm m an. An der nach oben aus dem Eiektromagnet herausragenden Seite der Bronzewelle ist eine Verlängerung n angebracht, die in einer Kröpfung ein Reflexionsspiegelchen o aufnimmt, dessen Belag genau in einer Ebene der Wellenachse liegt. Der Kopf der Verlängerung ist als gekordeltes Scheibehen ausgebildet und dient als Drehgriff zur Einstellung des Ankers. Zwischen der Bronzeweile und ihrer oberen Verlängerung ist noch eine Druckblattfeder p mit vier Federarmen eingebaut, deren federnde Anne an der geteilten Deckscheibe q zur Anlage kommen. Diese Feder bestimmt die Ruhestellung des Ankers und drückt ihn in diese Lage zurück. Bei Drehung der Schwungscheibe wird durch den Mitnebmerstift l der Anker und damit der eingelegte Spiegel in drehende Bewegung versetzt. Erhält der Elektromagnet E2 Strom, wird der Anker angezogen und damit der Mitnehmerstift l freigegeben. Ankerachse und damit der Spiegel werden in der jeweiligen Winkellage durch die magnetische Kraft blockiert, während das Drehpendel seinen Weg fortsetzt. die aus Abb. 4 und 5 ersichtlich, trägt die obere Platte des Traggestells eine genaue optische Ablesevorrichtung zur Ermittlung der jeweiligen Ankerstellung. Die am Gestell befestigte Grundplatte G trägt am Außenrand einen Teilungsring H. In der Mitte der Grundplatte ist der Dreharm IC gelagert.
  • Auf diesem Dreharm ist die optische Ablesevorrichtung montiert.
  • Diese Ablesevorrichtung L (Abb. 4) besteht aus einem geschlossenen Kästchen r, in weü chem zwischen Federkontakten ein Einfadenglühlämpchen s eingebaut ist. Die vor diesem Lämpchen eingeschobene Schlitzblendet läßt einen strichartigen Lischtstreifen in das Refiexionsspiegelchen fallen, der in das Fernrohr reflektiert wird. Durch Einstellung des Dreharmes und gleichzeitige Beobachtung durch das kleine Fernrohr a wird dessen Fadenkreuz v in genaue Übereinstimmung mit dem reflektierten Lichtstreifen gebracht und damit die genaue Spiegelstellung, d. h. die Achstellung des Ankers, ermittelt Die die ser Stellung entsprechende Zeit (Flugzeit) wird durch den am Dreh arm angebrachten Ablesezeiger w (Abb. 5) auf der Skala.H abgelesen.
  • Die Handhabung des Apparates zur Flugzeitenmessung geht beispielsweise in folgender Weise vor sich: Das Schwunggewicht B wird mittels Spannschlüssel, deren Zapfen in die Seitenbohrungen V des Schwunggewichtes eingreifen, durch Drehung in die Spannlage gebracht und in dieser durch den Haltestifte des Elektromagenten E und die Haltenase g des Schwunggewichtes festgehalten. Sodann wird die Ankerachse z mit dem Spiegelchen o durch Drehung an dem Kordelgriff bis zur satten Anlage des Stiftchens l am Mitnebmer m gedreht. Jetzt wird durch Beobachtung durch das Fernrohr die Nullstelkmg der Skala kontrolliert. Damit ist die Apparatur in Gebrauchsstellung gebracht.
  • Wenn nun das Geschoß P die Stanniol- oder Kupferlamellen einer bei Handfeuerwaffen am Laufende angebrachten Schießzwinge oder bei Geschützen den ersten Schießrahmen durchschlägt (es können natürlich auch Luftstoß-oder andere Kontaktgeber Verwendung finden), so wird der Kontakt im ersten Stromkreis hergestellt und damit bein Anziehen des Ankers des Elektromagneten der Haltestifts zurückgezogen und die Schwungmasse des Drehpendels ausgelöst, so daß dessen Drehpendelbeweguingen beginnen können.
  • Beim Durchschuß des Schießgitters M, dessen Bespannung mit dem Elektromagneten E des Relais N °in einem stronidurchflossenen Stromkreis liegt, wird der Stromkreis III unterbrochen, und das Relais schließt im Kontakt x den Stromkreis II. Dadurch wird der Anker i des Elektromagneten E2 angezogen, das Mitnehmerstiftchen l vom Mit. nehmer m gelöst und die Ankerachse in ihrer jeweiligen Lage festgehalten.
  • Diese jeweilige Stellung wird mit der Fernrohreinrichtung ilil Spiegel ermittelt und durch den Zeiger an der Skala abgelesen.
  • Die Teilung der Skala, d. h. die Ausschläge des Drehpendels in Abhängigkeit von der Zeit werden durch Oszillographen geprüft und die Skala demnach geeicht, wodurch auch die Dämpfung berücksichtigt wird. Dadurch werden auch alle evtl. Fehler, wie Massenverzögerung und Reibung in den Kugellagern, da es sich ja um stets gleichbleibende Faktoren handelt, berücksichtigt und eliminiert.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zum Messen von Geschoß-Flugzeiten, dadurch gekennzeichnet, daß ein Torsionspendel vorgesehen ist, dessen Bewegung zu Beginn des zu messenden Vorganges durch einen Stromstoß über einen Elektromagneten ausgelöst wird und das bei seiner Drehbewegung den drehbaren Anker eines zweiten Eid tromagneten so lange mitnimmt, bis dieser durch einen zweiten Stromstoß zu Ende des zu messenden Vorganges den Anker in seiner jeweiligen Lage blockiert.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Torsionslänge und der Durchmesser eines gehärteten Torsionsstabes so bemessen u'erden, daß die Eigenschwingungszeit des Drehpendels den zu messenden Zeiten angepaßt ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilige Stellung des drehbaren Elektromagnctankers (i) durch einen an der Ankerachse befestigten Reflexionsspiegel (o) mittels des Fadenkreuzes (v) eines Kernrohres feststellbar und auf einer Skala (H) ablesbar ist.
    Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschriften ..... Nr. 566 755, 69I 480 ; Die Umschau, 1923, Nr. 35, S. 549 u. 550.
DEW107678D 1940-08-27 1940-08-27 Vorrichtung zum Messen von Geschoss-Flugzeiten Expired DE745341C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE566755C (de) * 1929-08-07 1932-12-21 Marconi Internat Marine Comm C Kurzzeitmesser
DE691480C (de) * 1936-02-16 1940-05-28 Electroacustic Gmbh Zeigernullstelleinrichtung fuer Kurzzeitmesser

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE566755C (de) * 1929-08-07 1932-12-21 Marconi Internat Marine Comm C Kurzzeitmesser
DE691480C (de) * 1936-02-16 1940-05-28 Electroacustic Gmbh Zeigernullstelleinrichtung fuer Kurzzeitmesser

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