DE744499C - Verfahren zum Entchromen von Altlederabfaellen - Google Patents
Verfahren zum Entchromen von AltlederabfaellenInfo
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- DE744499C DE744499C DEE54181D DEE0054181D DE744499C DE 744499 C DE744499 C DE 744499C DE E54181 D DEE54181 D DE E54181D DE E0054181 D DEE0054181 D DE E0054181D DE 744499 C DE744499 C DE 744499C
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C09H—PREPARATION OF GLUE OR GELATINE
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- C09H1/04—Pretreatment of collagen-containing raw materials for the manufacture of glue of hides, hoofs, or leather scrap
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Description
- Verfahren zum Entchromen von Altlederabfällen Das Hauptpatent 702 636 zu dem Patent 710 504, zu dem vorliegende Erfindung ihrerseits im Zusatzverhältnis steht, bezieht sich auf das Entchromen von . Altlederabfällen, d. h. Abfällen von bereits zugerichtetem Leder, wie Schuhlederabfällen bzw. gebrauchten Lederwaren. Das Entchromen wird dadurch vorgenommen, daß das Altleder mehrmals abwechselnd mit Kalk und Säure behandelt und zwischen diesen Behandlungen ausgewaschen wird.
- Nach dem ersten Zusatzpatent 710 503 zu dem Patent 7o2 636 wird diese mehrmalig abwechselnde. Behandlung der Altlederabfälle ebenfalls mit Kalk und Säure und das Auswaschen zwischen diesen Behandlungen ganz oder teilweise in ein und demselben Behälter durchgeführt, wobei die Abfälle ständig oder nur zeitweilig in Bewegung gehalten werden.
- Die nach beiden Verfahren erhaltenen entchromten Lederabfälle können auf wertvolle Eiweißprodukte, z. B. Gelatineleim, verarbeitet werden. Die so- erhaltenen Gelatineleime sind zwar, je nach dem sie aus braunen oder schwarzen Lederabfällen hergestellt werden, dunkelbraun bis schwarz gefärbt, sind aber in bezug auf ihre anderen Eigenschaften den üblichen Hautleimen ebenbürtig und in bezug auf Klebkraft vielfach sogar überlegen.
- Das Verfahren ist aber wirtschaftlich erheblich dadurch belastet, daß man im allgemeinen die abwechselnde Behandlung mit Kalk und Säure und das Auswaschen mit Wasser zwischen diesen Behandlungen nach den Verfahren der Patente 7o2 636 und 710 503 mindestens dreimal, vielfach noch wesentlich häufiger wiederholen muß.
- Das Hauptpatent 710 504 zu der vorliegenden Erfindung, seinerseits 2. Zusatz zum Patent 7o2 636 bringt den beiden Vorpatenten gegenüber bereits einen erheblichen Fortschritt dadurch, daß man nach ihm die abwechselnde Behandlung der Altlederabfälle mit Kalk und Säure und das Auswaschen zwischen diesen Behandlungen nur zweimal zu wiederholen braucht. Dies wird dadurch erreicht, d'aß man den Kalk- bzw. oder Säurebädern Bleichmittel, vorzugsweise oxydierende Bleichmittel, zusetzt und gegebenenfalls anschließend an die letzte Behandlung mit Säure die Altlederabfälle mit Bleichmitteln ohne': weitere Zusätze behandelt.
- Es wurde nun gefunden, daß man eine weitere Abkürzung der Behandlung nach dem Hauptpatent dadurch erreichen kann, daß man die Kalkbehandlung in Gegenwart von oxydierenden Bleichmitteln besonders intensiv dadurch durchführt, daß man die Altled'erabfälle entweder aufeinanderfolgend mit Kalk und oxydierenden Bleichmitteln ohne Zwischenspülung older -säuerung behandelt oder die oxydierende Kalltbeltandlung nach Verbrauch der ursprünglichen zugesetzten Mittel unter weiterem Zusatz an Oxvdationstnitteln und gegebenenfalls auch an Kalk fortsetzt, wobei man in beiden Fällen auf einmal dem Kalkbad nicht mehr als 5 bis 6 % an Bleichmitteln zusetzt. Anschließend brauchen die Lederabfälle nur noch sorgfältig ausgewaschen und im Gegensatz zum Hauptpatent nur ein einzigesmal gesäuert zu werden. Sie können dann sofort verkocht werden.
- Es wäre naheliegend, die oxydierende Kalkbehandlung dadurch zu intensivieren, daß man den Gehalt der Kalkbrühe an Oxydationsmitteln steigert. Versuche haben jedoch ergeben, daß man nicht mehr als 5 bis 6 °/o, bezogen auf das Ledergewicht, an Oxydationsmitteln der Kallzbrühe zusetzen darf, wenn man nachteilige Folgen für die Beschaffenheit der Eiweißprodukte vermeiden will. Höhere Mengen an Oxydationsmitteln führen zu unerwünschten Eiweißverlusten durch Oxydation.
- Es kommen für das Verfahren der vorliegenden Erfindung die gleichen oxydierenden Bleichmittel, die in dem Hauptpatent angegeben wurden, wie Superoxyde oder Persalze, Chlorkalk, Hypochlorit, Chlor oder Ozon, in Frage. Am geeignetsten von diesen Bleichmitteln ist Chlorkalk.
- Die Dauer der einzelnen Behandlungen und die Menge der Bleichmittel unterhalb der Höchstgrenze von 5 bis 6 °/a, bezogen auf das Ledergewicht, sind von der Beschaffenheit der Leder abhängig. Dünne Leder lassen sich rascher und mit geringeren Mengen an Bleichmittel entchromen als dicke, ebenso relativ kurz gelagerte leichter als lang gelagerte.
- Beispiel iooo kg Chromlederschnitzel «-erden mit einer 3 bis 4. Be starken Kalkmilch in der Grube versetzt, wobei die Chromlederschnitzel von der Kalkmilch gerade bedeckt sind, der Kalkmilch werden je nach der Beschäffenheit des Leders in bezug auf Chromgehalt, Dicke, . Alter usw. 5o bis 6o kg Chlorkalk unter gleichmäßigem Rührcn zugefügt. -Nach etwa io Tagen, nachdem der Chlorkalk praktisch verbraucht ist, werden " in die Grube weitere 4o kg Chlorkalk unter gleichmäßiger Verteilung zugefügt, oder aber die Lederschnitzel werden in eine frische Kalkbrühe derselben Konzentration wie anfangs, unter Zugabe von d.o kg Chlorkalk, eingebracht. -lach weiteren io Tagen werden die Lederschnitzel aus der Grube genommen, sorgfältig gewaschen und unter Bewegung mit einer etwa 5 °/oigen Salzsäure entchromt. Dann wird wieder sorgfältig gewaschen und die so entchromten Lederschnitzel in üblicher Weise auf Leim verkocht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Abänderung des Verfahrens zum Entchromen von Altlederabfällen durch mehrmals abwechselnde Behandlung mit Kalk und Säure sowie Bleichmitteln und Auswaschen zwischen diesen Behandlungen nach Patent 710 5o.1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Altlederabfälle entweder zweimal aufeinanderfolgend mit Kalk und oxv dierenden Bleichmitteln ohne Zwischenspülung oder -säuerung behandelt oder aber die oxydierende Kalkbehandlung nach Verbrauch der ursprünglich zugesetzten Mittel unier weiterem Zusatz. von Oxydationsmitteln und gegebenenfalls auch an Kalk fortsetzt, wobei man in beiden Fällen auf einmal dein Kalkbad nicht mehr als $ bis 6 °/o Bleichmittel, z. B. Chlorkalk, zusetzt und die Altlederabfälle anschließend sorgfältig auswäscht und nur einmal mit Säure behandelt.
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| DE744499C true DE744499C (de) | 1944-01-17 |
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