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Schaltungsanordnung für vbertragungen mit geringer Übertragungsdâmpfung
an den Enden von Verbindungsleitüngen in Fernsprechanlagen mit Wühlerbetrieb Zusatz
zum Patent 738 706 Der An.spruch 3 des Hauptpatents 738 7o6 betrifft eine Schaltungsanordnung
für @bertragun:gen mit geringer Vbartragungsdâmpfung an den Enden von Verbindungsleitungen
in Fernsprechanlagen mit Wâhlerbetrieb, bei welcher dieWechselstromempfangseinrichtungen
in -den Symmetriepunkt des Abriegelungsübertragers eingeschaltet sind und bei welcher
ferner unter Vermeidung sonstiger Brücken zwischen den _2#sten der Sprechleitung
die txleichstromempfangseinrichtungen den in -den Symmetriepunkt -des Vbertragers
eingeschalteten Wechselstromempfangseinrichtungen parallel geschaltet sind sowie
diese Wechselstromempfangseinrichtungen Zusatzglieder enthalten, welche für tonfrequenten
Steuerstrom eine :gernge, für die übrigen Sprachfrequenzen jedoch Bine groBe Dâmpfung
erzeugen.
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Die Erfindung betrifft Bine Verbesserung dieser Anordnung gemâI3 Anspruch
3 des Hauptpatents mit dem Ziel, die Ansprechbedingungen für -die Empfangsrelais
zti verbessern. Die Anordnung :gemâB Ansprttch 3 des Hauptpatents ist infolge der
Vermeidung sonstiger Brücken zwischen den Asten
der Sprechleitung
voie sprechtechnisclien Standpunkt aus sehr günstig; es kdnnen jedoch die Empfangsrelais,
die in Reihe zu den Cbertragrcviclilungen liegen, ntir so viel Strom aufnehmen,
als der Dâmpfung des gesamten Sprechkreises entspricht. Besitzt z. B. Bine Fernsprechverbindung
3 -.\-,eper Dâmpfung und liegt ini Leitungswâhler Bine Brücke zwischen: den Sprechleitungen,
welche der Dâmpfung der Leitung über die Sprechstelle des gerufenen Teilnehmers
etwa g leichwertig est, dann ergibt sicle die Forderung, dae das Empfangsrelais
der Ubertragung noch über et-%va 2,3 'Neper ansprechen mul.
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7ur Erm5glichung Bines sicheren Ansprechens der Empfangsrelais iverden
gemâf der Erfindung bei Biner Schaltungsanord:nun:g nach dein Anspruch 3 des Hauptpatents
Schaltmittel vorgesehen, welche im Gesprâchszustand der Verbindung wirksain werden
und Bine verstârkte Sendeenergie für die AussendungvonSteuerstr5menbereitstellen.
Hierdurch werden raie Ansprechbedingungen der Empfangsrelais wesentlich verbessert.
Trotz der gr6Peren Bemessung des Steuerstromes ge nâB der Erfindung tritt Bine Gefahr
des llberhfirens praktisch nicht auf, denn die verstârkte Sendeenergie wird für
den Steuerstroin mur wâhrend des Gesprâchszustandes mur Zrerfügunâ gestellt, hingegen
werden wâhrend des Einstellzustandes, in welchem keine schwâchenden Nebenschlüsse
fier die Empfangsrelais bestelien, nur schwaclie Steuerstrbine unit Biner Sendespannung
von etwa 3 bis 8 Volt gesendet. Wâhrend des Gesprâcliszustandes kotntnt aber nur
Bine einmalige Steuerstromsendung verhâltnisinâflig hurzer Dauer in Betraelit, -%velche
sofort die Lmschaltung der t#bertragung in den Einstellzustand veranlafat.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung est Vin der Zeichnung dargestellt.
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Es zeigen: Fig. i die Sclialtungsanordnurig Biner Vbertragung an dem
abgehenden Ende Biner Verbindungsleitung und Fig. 2 die Schaltungsanordnun:g Biner
Vbertragung an dem ankonimenclen Ende Biner Verbindutigsleituiig.
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Wird die in Fig. i dargestellte Übertra gung belegt, daim wird Relais
C liber seine Wicklung I erregt. Der Kontakt c4 schliePt einen Stromkreis für Relais
T, welches anspricht und mit Kontakt 4. sicle hâlt. Der Kontakt t, dffnet den KurzschluP
:des Relais P,
dâs in dern Haltestroinlueis des Relais T ebenfalls erregt
wird.
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Die fber die Leitung la eintreffenden Stronist5re werden von
der Wicklung I des Relais .-3 aufgenommen. Der Kontakt a, senclet bei jedem Ansprechen
des Relais A einen M"echselstromstol3 aus der Wechselstromquelle QI
ai-if
die Verbindungsleitung. Der Kontakt a, schlielt den Stromkreis für ein Relais U,
welches sich iiber seinen Kontakt ire nach seinem Ansprechen selbst hâlt.
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Die auf die Verbindungsleitung L'L übertra.genen Wechselstromstdl3e
werden in deil'bertragung (Fig. 2) von dem Relais ER ai-if -genommen, das mittels
des Kontaktes er ein Relais HR erre-t. Relais HR schlieit durci Kontakt ltr5 bei.
seinem ersten Ansprechen einen Stroinkreis für das Relais CR, das sicle mittels
des Kontaktes cr2 selbst hâlt. Kontakt cr. schlieBt ferner den Stromkreis fier (lie
Wicklung I :des Relais TR, lvelches anspricht und seinen Haltestrornkreis schlieBt.
Der Kontakt tri ôffnet den KurzschlüS fier die Wicklung I des Relais PR,
welches ebenfalls anspricht. Der Kontakt cr, dffnet den KurzschluP fier Relais
UR, welches in dein Haltes stromkreis es Relais CR anspricht.
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Ferner sendet das Relais HR mittels des Kontaktes hr, Stromstüfle
auf die Ader la=
a11 s.
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In dieser Weise werden alle zum Aufbau Biner Verbindung erforderlichen
Stroinstol3-reihetï übertragen. Ist der gewünschte Teilnehmer free, dann wird von
dent nicht dargestellten LeitungswâhIer ein Rückmeldestromsto£) liber -die Leitung
lb, gesendet, welchër die M'icklung I des Relais SR erregt. D;r Kontakt sr, sendet
für die Dauer der Erre -gung des Relais SR einen aus der Stromduelle OR, gespeisten
Wechselstromstof aui dze Verbindungsl@ei ung, und der Kontakt sr.i sclilieCt die
Wicklung I des Relais TR kurz, das jedoch nur abfâllt, wenn der StromstoB 30o nm!1s
dauert. Ein Pückmeldestromstol:') von 3oo m/s Dauer wird von dem Leitungswâhler
ausges,andt, wenn der gewünscliteTeilnelimer besetzt est.
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Der liber die Verbin.dungsleitung VL übertragene, das Freisein des
.gewünscliten Teilnehmers kennzeichnende Wechselstromstoil wird von dein Relais
S in Fi-. i aufgenoinmen, welches das Relais H erregt. Der Konta.kt hl sendet einen
Stromstol3 gleicher Lânge liber die Ader lb, und -der Kontakt Iz3 schlieBt
das Relais T kurz, welches jedoch niclit abfâllt.
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Wâlirend dieses Einstellzustand es liegt liber die Kontakte g,, und
g52 in Fig. i bzw. gr5, und -r52 in Fig. 2 Erde an den beiden mit den Sprechleitungen
v erbundenen Enden der Afiriegelutigsübertrager, in deren Syminetriepunkt die `Vechselstromempfangsrelais
S bzw. ER eingeschaltet sind.
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Wenn sich der gewiinschte Teilnehiner meldet, dann wird von dem Leitungs%vâhler
liber (lie Leitung lb. ein Rückmeldestromstol3 von 3oo m "s Dauer gesendet. Dieser
Riickmeldestromsto
£ wird wieder von der Wicklung I dés Relais SR
aufgenommen und mittels des Kontaktes sri weitergesendet. Der Kontalct srs schlieBt
numnehr die Wicklung I des Relais TR sa lange kurz, d.aB Relais: TR abfii.llt
und seinen Kontakt tr, dffnet. Für die Daner -des Empfangs des Rückmeldestromstofles
wird die Wicklung Ides Relais PR über die Kontakte sri und pr, noch erregt gehalten.
N ach Beendigung des RückrneldestromstoBes fâllt auch Relais PR ab. Numnehr kommt
über die Kontakte srs, tr s, hrs, pr, und cri ein Stromkreis für das Relais
GR zustande. Relais GR legt mit seinem Kontakt gr3 die Wicklung II des Relais, SR
para11el zu dem Relais ER in den Mittelpunitt -des Ubertragers. Die Kontakte gr5i
und gr52 heben -die Erdung der Ubertragerwicklungen auf, und die Kontakte gri und
âr2 schalten -die Sprechleitungen durch. Der TTbertrager ist nunmehr in -den Sprechzustand
umgeschaltet. Der Kontakt gr4 bat die Wechselstromquelle OR, abgeschaltet,
und der Kontakt grs schaltet vorbereitend die Wechselstromquelle 0R2 an, welche
Bine verstârkte Sendeenergie liefert.
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Auf Grund des langen Wechselstromstofles, der über die Verhindun.gsleitung
hL übertragen wird und @das Relais S der Ubertragung (Fig. f) entsprechend erregt,
werden in dieser Übertragung dieselben Umschaltungen vorgenommen. Zunâchst wird
Relais T -durch Kurzschlufl abgeworfen. Für die Dauer des WechselstromstoBes wird
Relais P noch erregt gehalten. Nach Beendigung des Wechselstromstofles fâllt Relais
P ab, und es wird Relais G erregt, welches die Sprechleitung durchschaltet, die
Erdung der MertragerwicIdungen aufhebt, die Wicklung II des Gleichstromempfangsrelais
A in den Vbertragermittelpunkt einschaltet und -die Wechsel= stromquelle 02 vorbereitend
anschaltet.
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Wird der Gesprâchszustand beispielsweise durch Einhângen eines -der
Teilnehmer beendet, .dann werden die Relais G bzw. GR aberre-t. Hân:gt der gerufene
Teilnehmer ein, dann veranlaBt der Leitungswii.hler eine Stromsendung über -die
Leitung la2 und lb,, so daB die Wicklung II des Relais SR erregt wird. Der Kontakt
sri unterbricht den Stromkreis des Relais GR. Relais GR fâllt jedoch nicht sofoit
ab, weil .der Kontakt sr,, des Senderelais einen NebenschluB für die 'vViclclung
des Relais GR geschlossen bat. Infolgedessen sendet -der Kontakt sri einen Wechselstromsto-
aus der Wechselstromquelle OR, mit verstârkter Sendeenergie auf -die Verbindungsleitung
TIL: Obwohl in der Tibertragung (Fig. i) parallel zu dem Empfangsrelais S das Gleichstroniz
empfangsrelais A sowie aile sonstigen in der Verbindung etwa noch enthaltenen Nebenschlüsse
liegen, kann das Relais S auf den mit verstârkter Sendeenergie übertragenen WechselstromstoB
mit Sicherheit ansprechen. Der Kontakt h3 des von dem Relais S gesteuerten Relais
H unterbricht den Stromkreis des Relais G, welches sofort abfâllt und die Ubertragung
wieder in den Einstellzustand zurückschaltet.
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Hângt andererseits der anrufen.de Teilnehmer wâhrend des Sprechzustandës
zuerst ein, d.ann wird eine Stromsendung über die Leitungen la und
lb veranlaflt, welche die Wicklung II des Relais A erregt. Der Kontakt ai
bewirkt die Aussendung eines Steuerstromes aus der Wechselstromquelle 02 auf die
Verbindungsleitung, wâhrend der Kontakt as -den Stromkreis -des Relais G unterbricht,
das jedoch jetzt nur verzôgert abfâllt, weil der Kontakt a;, einen Nebenschlufl
zu der Wicklung des Relais G geschaltet bat. Unter dem EinfluB des mit verstârkter
Energie gesendeten Steuerstromstofles wird .in .der Ubertragung (Fig. z) das Relais
ER erregt, das das Relais HR einschaltet. Kontakt hr3 unterbricht den Stromkreis
:des Relais. GR, welches numnehr sofort abfâllt und -den Übertrager in den Einstellzustand
zurückschaltet.
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Das Relais G bzw. GR der j eweils sendenden Vbertragung fâllt also
einige Zeit spâter ab als das betreffende Relais der jeweils empfangenden Vbertragung.
Hierdurch wird sichergestellt, daB .der Steuerstrom mit verstârkter Sendeenergie
übertragen wird. Die Verzôgerung in idem Abfall des Relais G bzw. GR der
sendenden Gbertragung wird in dem Ausführungsbeispiel durch -die Zuschaltung eines
Nebenschluflwiderstandes zu der Wcklung dieses Relais unter dem EinfluB des Gleichstromempfangsrelais
bewirkt. Dieser NebenschluB kdnnte auch dauernd der Wicldung parallel geschaltet
sein. In diesem Fall mül3te er in de-m empfangenden ÏYbertrager durch den Kontakt
des Relais H bzw. HR jeweils aufgehoben werden, um einen schnellen Abfall des Relais
G bzw. GR dieser Übertragung zu erzielen.