DE742928C - Verfahren zur Herstellung von 2-Methylhexahydrobenzselenazol - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2-Methylhexahydrobenzselenazol

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DE742928C
DE742928C DEI72799D DEI0072799D DE742928C DE 742928 C DE742928 C DE 742928C DE I72799 D DEI72799 D DE I72799D DE I0072799 D DEI0072799 D DE I0072799D DE 742928 C DE742928 C DE 742928C
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Germany
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methylhexahydrobenzselenazole
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cyclohexanolamine
production
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DEI72799D
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Dr Walter Dieterle
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von 2-Methylhexahydrobenzselenazol Es ist bekannt, daß man 2-Methy@hexahydrobenzselenazol durch Umsetzung von Selenacetamid mit o-Halogencyclohexylamin herstellen kann (Patentschrift 670 968). Die Herstellung des hierzu erforderlichen leicht zersetzlichen Selenacetamids ist langwierig und, da man mit Selenwasserstoff arbeiten muß, höchst unangenehm.
  • Es wurde nun gefunden, daß das 2-Methylhexahydi-obenzselenazol wesentlich einfacher, schneller und reiner erhalten werden kann, wenn man Diacetyl-o-cyclohexanolamin in der Wärme mit Phosphorpentaselenid umsetzt. Die .Reaktion setzt zunächst schwer ein, so daß man die Temperatur so lange steigern muß, bis die Umsetzung in Gang kommt.
  • Das o-Cycloliexanolamin läßt sich in bekannter Weise z. B. nach Osterburg und Ken dal l (Journ. of th.e Amer. Chem. Soc., Bd. 42 [192o] , S. 2621) herstellen. Die Herstellung desDiacetyl-o-cyclohexanola.inins folgender Zusammensetzung ist in »Ber. d. Dtsch. Chem. Ges.<: Bd.75 (19q.2), S.857, beschrieben. Das Phosphorpentaselenid ist an sich leicht erhältlich. Die Isolierung der Base aus dem Umsetzungsgemisch erfolgt durch Behandlung mit i\Tatronlaüge und Übertreiben der Base mit Wasserdampf. Sie -fällt in vorzüglicher Reinheit an; die Ausbeuten sind zwar nicht besonders hoch, doch ist die neue Herstellungsweise wegen der einfachen und schnellen Durchführbarkeit noch immer viel wirtschaftlicher, daher technisch fortschrittlich.
  • Die Umsetzung kann mit oder ohne Zumischung von indifferenten Lösungs- oder Flußmitteln, z. B. Dihalogenbenzol, erfolgen; auch können schwach basische Stoffe, z. B. Magnesiumoxyd, zugemischt sein. Bei Herstellung kleiner Mengen kann auf Flußmittel verzichtet werden.
  • Es war keineswegs vorauszusehen, daß das Diacetyl-o-cyclohexanolamin mit Phosphorpentaselenid unter Entstehung einer heterocyclischen Base reagiert.
  • Im nachstehenden Beispiel wird die neue Synthese näher beschrieben: 14- Diacetyl-o-cyclohexanolamin, 1,4 g (einst gepulvertes Pliosphorpentaselenid, i g feinst gepulvertes Magnesiumoxyd werden in vollständig trockenem Zustand innigst verrieben. Der Ansatz- wird nun gleichmäßig in 5 Reagenzgläser verteilt; letztere werden im Ölbad allmählich auf 21o° erwärmt. Bei dieser Temperatur erfolgt eine leichte Reaktion. Man hält noch 5 Minuten auf 21o°, nimmt dann die Reagenzgläser aus dem Bad, reinigt von Öl, zertrümmert die Reagenzgläser, pulvert den harten Inhalt im Mörser und behandelt in einem verschlossenen Rundkolben mit überschüssiger, 5prozentiger Natronlauge in der Wärme. Bei der anschließenden Wasserdampfdestillation geht die Base sehr lebhaft mit dem Wasserdampf über. Das Destillat wird mit wenigen Tropfen konzentrierter Natronlauge versetzt, mit Kochsalz gesättigt und stark gekühlt, sodann wird die Base ausgeäthert; die ätherische Lösung wird mit Pottasche getrocknet. Nach Verdampfen des Äthers verbleibt das 2-Methylhexahydrobenzselenazol als gelbliches Öl, welches zur Herstellung von Ouartärsalzen genügend rein ist. Zur Gewinnung einer ganz reinen Base wird im Vakuum destilliert. Siedepunkt: i2o° bei 15 mm.
  • Zur Herstellung von Cyaninfarbstoffen kann diese Base in üblicher Weise mit Alkylhalogeniden quaternär gemacht und die quaternäre Base nach den üblichen, in der Cyaninfarbstoffchemie bekannten Methoden zu photographischen Sensibilisatoren der Polymethinklasse kondensiert werden. Die hierbei erhältlichen symmetrischen Farbstoffe zeigen gegenüber den aus dem .entsprechenden Thiazol -dargestellten ein Absorptionsmaximum, das um etwa So A nach dem langwelligen Teil des Spektrums verschöben ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung von 2-Methylhexahydrobenzselenazol, dadurch gekennzeichnet, daß man Diacety 1-o-cyclohexanolamin mit Phosphorpentaselenid in der Wärme umsetzt. :2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktion in Gegenwart pulverförmiger basischer Stoffe, wie Magnesiumoxyd oder Calciuinsulfid. ausführt. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren keine Druckschriften in Betracht gezogen worden.
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