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Einrichtung zum Trocknen lackierter Dosen Dier Erfindung betrifft
eine Einrichtung zum Trocknen von nur innen oder auch außen und innen lackierten
oder mit einem anderen Überzug versehenen Dosen aus Schwarzblech, Weißblech oder
anderem Werkstoff.
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Die bisher bekannten Anlagen dieser Art haben den Nachteil, daß die
Dosen beim Trocknen ziemlich dicht nebeneinander auf einem Förderband stehend oder
liegend durch den Trockenofen befördert werden. Durch die gegenseitige Berührung
der lackierten Flächen entstehen leicht Beschädigungen des Lacküberzuges, zumal
die in Frage kommenden Lacke unter dem Einfluß der Trocknungstemperaturen leicht
weich werden. Außerdem sind die Dosen bei diesen Anlagen meistens hintereinander
aufgestellt, so daß sich eine sehr schlechte Raumausnutzung ergibt.
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Es ist auch schon eine Einrichtung bekannt, bei der das Förderband
mit Abstandhaltern versehen ist, welche die einzelnen Dosen in Abstand voneinander
halten. Zur Zuteilung der Dosen auf das Förderband ist eine drehbare Trommel am
Kopf des Förderbandes angeordnet. Bei dieser Einrichtung wird das Trockengut dem
Ofen von der Seite her zugeführt und dann in einer um go° dazu versetzten Transportrichtung
weiterbefördert. Bei einer üblichen Ausführung für 24 Dosen würden also 24. Zuführungstransportbänder
benötigt werden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese und andere Nachteile
der bekannten Anlagen zu beseitigen und eine besonders wirtschaftlich arbeitende
Einrichtung zu schaffen.
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Diese Aufgabe löst die Erfindung durch eine aus Zuführungsrinnen und
Schiebern bestehende Steuerung, mittels deren die Dosen versetzt zueinander unter
Aufspaltung einer geschlossenen einfachen Reihe in nebeneinanderliegende Reihen
in Abständen voneinander auf das Förderband gebracht werden.
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Die Schieber der Zuführungsvorrichtung sind erfindungsgemäß mit verschieden
tiefen Ausschnitten versehen. Die Ausschnitte sind dabei so angeordnet bzw. haben
eine solche Tiefe. daß die Dosen gegeneinander versetzt auf das Förderband geschoben
werden, das durch den Trockenkanal läuft.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist
zwischen Zubringerrinne und Förderband eine Zwischenbahn angeordnet, über die die
Dosen senkrecht auf dem Förderband abgesetzt werden.
-Nach einem
weiteren Vorschlag der Erfindung besteht das Förderband aus einzelnen Drahtseilen
oder -bändern, von denen jede mit einer Spannvorrichtung versehen ist. Die einzelnen
Seile oder Bänder laufen vorteilhaft über Führungsrollen, die in einem Vieleck angeordnet
sind.
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Die Zuführung der Dosen von der Lackiervorrichtung zum Trockenkanal
kann durch mehrere hintereinanderliegende Zubringerbahnen rrfcl"rn, wobei dann entsprechend
der .',ltizalil der Bahnen unterteilte, aus verschied,ti langen Teilbahnen bestehende
Förderbänder verschied; ner Länge zur @' erwendttng geiangen.
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Der besondere Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, daß die zu
trocknenden Dosen wesentlich enger beieinander stehen können als bei den bekannten
Anlagen, ohne daß die Gefahr der gegenseitigen Berührung besteht, weil die Dosen
auf Lücke zueinander stehen. Es können also auf einem Förderband bestimmter Breite
mehr Dosen nebeneinander untergebracht werden, als wenn die Dosen auf glc!iclier
Höhe stehen. In diesem Fall muß nämlich ein größerer Abstand.zwischen ihnen eingehalten
werden.
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Auf der leichnutig sind Ausführungsbeispiele der Erfindung teilweise
schematisch dargestellt.
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Abb. i zeigt die Trockeneinrichtung teilweise in der Ansicht. teilweise
im Längsschnitt.
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Abb. 2 zeigt einen Grundriß der Abb. i. Abb. 3 stellt schematisch
eine Seitenansicht der Zubringervorrichtung und Abb. 4. schematisch einen Grundriß
der Abb.3 dar, während die 'AU). j und h schematische Grundrisse verschieden ausgebildeter
Zttbritigervorricliturigen veranschaulichen.
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Die Anlage bestellt aus einem Trockenkanal i, durch den ein Förderband
2 geführt ist, das auf Stützrollen 3 läuft und dessen unteres Truin 4 außerhalb
des Trockenkanals über Stützrollen ; -zurückläuft.
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Das l-#örclerban#l 2 besteht erfindungsgemäß. ivie die Abb. _l schematisch
erkennen lä13t, au: einer gröl.leren Anzahl einzelner Bänder oder Seile 6. Jedes
einzelne Drahtseil hat eine eigene Spannvorrichtung, die aus einer Spannrolle ;
gemäß Abb. i bestehen kann, so daeine -leichmäliige Spannung sämtlicher Seile oder
Bänder unbeschadet irgendwelcher @@'<irmedehnungen erreichbar ist.
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Die innerhalb des Trockenkanals liegenden Stützrollen 3 sind zwecks
Aufnahme der einzelnen Seile oder Bänder 6 mit Rillen versehen. Sie erhalten eine
verschiedene Höhenlage, so da1.1 sich eine dacliförniige Anordnung cr-ibt, wobei
die -Mittelrolle am höchsten liegt. Diese Anordnung ist deshalb getroffen, damit
,las Förderband auf der ganzen Länge des Trockenkanals überall gleichmäßig auf den
Stützrollen 3 aufliegt und gut geführt wird. Durch die Verwendung einzelner dünner
Drahtseile oder Bänder 6 wird ferner die während des Durchganges derselben durch
den Trtxl,zenl:anal i aufgenommene und wieder ab-"e"-ebene Wä rinemenge auf ein
-Minimum reduziert.
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Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist oberhalb des Trocl;enlcanals
r ein Rohrs5-stern S vorgesehen, das bei 9, io, i i in den Trockenkanal i mundet
und die Heißluft demzuführt. An beiden Enden desTrockenkanals i sind Abluftventilatoren
12 angeordnet. «-elche die Luft aus dein Trockenkanal i wieder absaugen und sie
über die Rolirleittiiigen i 3 abführen. Die erwärmte, in den Trol;-kenkanal i einzuführende
Luft kann entweder von unten nach oben oder von oben nach unten durch wechselweisen
Betrieb der Lüftungsanlage eingeführt werden. Ferner kann die Anordnung der Einblase-
und Absatigöffntingen auch so geschehen, daß wechselweise erhitzte Luft von oben
nach unten und von unten nach oben in den Trockenkanal i eingeführt wird.
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Vor dem Trockenkanal i ist eine Zubringereinrichtung angeordnet, die
die mit dem Schutzüberzug, z. E. L acküberzug, versehenen Dosen zum Förderband 2
bringt und sie auf dieses gegeneinander versetzt absetzt.
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Die Zubringereinrichtung besteht aus einem Drahtseil i.[, das als
Fördermittel dient, auf dein die Dosen stehen und von dein sie durch die Reibung
mitgenommen werden. Zu beiden Seiten des Drahtseiles td sind Führungsschienen 1;
in Forte von Flacheisen, Winkeleisen o. d"1. in der Nähe des Dosenhodens angebracht.
Außerdem sind ini oberen Drittel der Dosenhöhe ebenfalls zu beiden Seiten FülirttrtgIsschienen
ioi vorgesehen. Die (lein Förclerband 2 zugekehrten Führungsschienen 1;, v@ sind
als horizontal umlegbare Klappen ausgebildet und stehen über ein Gestänge 17' mit
einem Exzenter 21' in Verbindung. _7wischen dem Förderband -2 und der aus den Führungsschienen
i;, i6 bestehendenlubringerrinne ist ferner eine aus einzelnen Leistete
22 bestehende Bahn vorgesehen. Die einzelnen Leisten 22 fassen fingerartig
zwischen die einzelnen Seile t) des Förderbandes 2 und sind auf einer gemeinsamen
Achse 22 befestigt. die über ein Gestänge t j mit einem Hebel verbunden ist. mit
dem das Gestänge 1;' verbundrn ist und der vom Exzenter 21' betätigt wird.
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Ferner ist ein Schieber 18 vorgesehen, der verschieden tiefe Einschnitte
ic), 20 besitzt und über ein Gestänge 2i mechanisch angetrieben
wird.
Die Schieberbewegung und die Bewegung des Förderbandes :2 werden so aufeinander
abgestimmt, daß die Dosen gleichmäßig über die ganze Förderbandbreite und -länge
verteilt abgesetzt werden.
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Das Überschieben der Dosen von der Zubringereinrichtung auf das Förderband
2 geschieht folgendermaßen: Sobald die Dosen von dem Drahtseil 14 vor das Förderband
gebracht sind, wird durch das Exzenter 21 über das Gestänge 1 T die Schiene 17 horizontal
nach unten und die Schiene 16 horizontal nach oben abgeklappt. Die Schiene 17 überbrückt
nun den Zwischenraum zwischen der aus den einzelnen Fingern bestehenden Bahn 22
und der Zubringereinrichtung. Hierauf wird der Schieber 18 nach rechts bewegt, faßt
mit seinen Einschnitten 19, 20 die Dosen und schiebt sie über die Schiene 17 auf
die Bahn 22. Diese senkt sich, wie in der Abb. 3 angedeutet, nach unten und setzt
dabei die Dosen senkrecht auf das Förderband 2 ab. Infolge der Ausbildung des Schiebers
18 mit verschieden tiefen Einschnitten odWr.Ausschnitten i9, 20 werden die Dosen
gegeneinander versetzt auf das Förderband 2 abgesetzt, da sie nicht gleichzeitig,
sondern nacheinander von dem Schieber 18 erfaßt werden.
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Die Anordnung kann auch so getroffen sein, daß die Zwischenbahn-22
fehlt und die Dosen von dern_Schieber 18 unmittelbar auf das Förderband 2 geschoben
werden.
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Bei der in Abb. 5 schematisch dargestellten Anordnung sind Zuführungsrinnen
23,24 vo@rgesehen. Die Anordnung kann so getroffen sein, daß jede Zuführungsrinne
wiederum von zwei Zubringerrinnen 25, 26 beschickt wird.
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Abb.6 zeigt schematisch im Grundriß die Anordnung von vier verschiedenen
Zuführungsrinnen 27 bis 3o, die hintereinander versetzt angeordnet sind. Jede Zuführungsrinne
hat ihren Schieber 18 bzw. die Zuführungsrinnen 29 und 3o haben einen gemeinsamen
Schieber 18. Das durch den Trockenkanal laufende Förderband b ist bei dieser Anordnung
im mittleren Teil verlängert, damit es von den: hintenliegenden Zuführungsrinnen
2, 3 beschickt werden kann. Diese Anordnung kann wahlweise auf eine beliebige Anzahl
Zuführungsrinnen erweitert werden.
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Um zu verhindern, daß bei der im weiteren Transport durch den Trockenkanal
auftretenden hohen Temperatur eine Verbrennung oder Veraschung eventuell zurückgebliebener
dampfförmiger Lacklösungsmittel stattfindet und dadurch eine Verunreinigung der
Lackierung entsteht, sind in einer gewissen Entfernung von der Eintrittszone des
Trockenkanals i, bei welcher die Hauptverdampfung der Lacklösungsmittel beendet
ist, Düsenkanäle 31 vorg x e Sehe . n , die zweckmäßig in Form
von sich über die ganze Seite des Trockenkanals erstreckenden Schlitzen ausgebildet
sind, durch die ein dünner, jedoch kräftiger Luftstrom von oben her in die Düsen
eingeblasen wird. Hierdurch werden etwa zurückgebliebene dampfförmige Lacklösungsmittel
entfernt.