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Aufspannvorrichtung für Führungsschablonen bei Maschinen zur autogenen
Metallbearbeitung -Die Erfindung bezieht sich .auf eine Aufspannvorrichtung für
Führungsschablonen bei Maschinen zur autogenen Metallbearbeitung, insbesondere bei
Brennschneidmaschinen, wobei die Schablone von einem oder mehreren magnetischen
Haltern, z. B. in Gestalt von Haftmagneten, getragen wird. Auf diese Weise ist es
möglich, die Schablone und den Schablonenhalter in kürzester Zeit an jeder beliebigen
Stelle und in jeder geeigneten Lage anzubringen, so daß die Schablone leicht und
sicher nach dem Werkstück ausgerichtet werden kann.
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Bei den üblichen Haftmagneten, wie sie insbesondere in Form von elektromagnetischen
Aufspannvorrichtungen für das zu bearbeitende Werkstück bei Werkzeugmaschinen bekannt
sind, hat man den Magnetkern durchweg mit einem großen Durchmesser ausgestattet,
um zur Erreichung einer guten Haftfähiglceit eine möglichst große Auflagefläche
zu schaffen. Bei Maschinen zur autogenen Metallbearbeitung, wo die Haftmagnete nicht
zum Festhalten des Werkstückes, sondern lediglich zur Aufnahme von Führungsschablonen
dienen, an denen die Antriebsrolle der Maschine abläuft, liegen die Verhältnisse
insofern anders, als hier die Haftfähigkeit nur gering zu sein braucht, da die Schablone
während des Arbeitsvorganges kaum beansprucht wird. Anderseits tritt sehr oft der
Fall ein, daß verhältnismäßig schmale Schablonen auf dem Halter befestigt wer=den
müssen, wobei die Gefahr besteht, daß die Führungsrolle bei ihrem Ablauf an den
Haftmagnet anstößt und dadurch der Bearbeitungsvorgang gestört wird. Hierdurch können
beispielsweise beim Brennschneiden Löcher in der Schnittfläche entstehen, durch
die das ganze Werkstück unbrauchbar wird.
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Zur Vermeidung dieser Nachteile werden erfindungsgemäß bei Maschinen
zur autogenen Metallbearbeitung die als Schablonenhalter dienenden Haftmagnete in
der Weise ausgestaltet, daß der Eisenkern an dem zur Aufnahme der Schablone dienenden
Ende aus
dem Magnet Hervorsteht und einen derart kleinen Durchmesser
hat, daß bei Verwendung schmaler Schablonen die Führungsrolle der Maschine ungehindert
über den Magnet hinweg an der Schablone abrollt. Insbesondere beim Brennschneiden
wird auf diese Weise die Möglichkeit geschaffen, entsprechende Schablonen für nahe
beieinanderliegende parallele Schnitte benutzen zu können, ohne daß die Gefahr besteht,
daß die Führungsrolle an den Haftmagnet anstößt.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
bei einer Brennschneidmaschine, und zwar zeigt: Abb. i die Maschine im Schaubild,
Abb. 2 den Schablonenhalter mit aufgelegter Schablone in Seitenansicht, wobei die
eine Magnetspule geschnitten ist, und Abb. 3 die Teile in Aufsicht.
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Die dargestellte Schneidmaschine ist eine Kreuzwagenmaschine, bestehend
aus dem Maschinentisch i, dem Längswagen 2 und dem Querwagen 3, an dessen vorderem
Ende der Schneidbrenner d. angeordnet ist. Der Vorschub erfolgt motorisch, indem
sich eine von dem Motor 5 über ein Getriebe in Bewegung gesetzte Magnetrolle 6 an
der Eisenschablone? abwälzt. Die Schablone 7, deren Form der des auszuschneidenden
Werkstückes angepaßt ist, wird von zwei Haftmagneten 8 getragen, die ihrerseits
auf der eisernen Tischplatte 9 gehalten werden.
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Die Haftmagnete 8 bestehen aus der Magnetspule io, dem Eisenkern ii
und dem Eisenmantel 12. Die Abschlußplatten 13 und 14 -,werden aus einem
Werkstoff gebildet, der die magnetischen Kraftlinien schlecht oder gar nicht leitet.
Beim Einschalten des elektrischen Stromes geht somit der Kraftlinienfluß über den
Eisenkern i i, die aufgelegte Schablone 7, den Mantelkörper 12 und die eiserne Tischplatte
9, so daß sowohl die Schablone 7 auf dem Haftmagnet 8 als auch dieser auf der Tischplatte
8 haftet.
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Der Eisenkern i i ragt gemäß der Erfindung mit seinem oberen Ende
etwas über den Haftmagnet 8 hinaus und besitzt einen verhältnismäßig kleinen Durchmesser.
Auf diese Weise wird auch in den Fällen, wo eine Schablone 7 aufgelegt ist, deren
Breite kleiner ist als der Durchmesser des Haftmagnets 8, die Magnetrolle 6 beim
Ablaufen an der Schablone nicht in ihrer freien Bewegung gehindert, wie dies die
Stellung 6' erkennen läßt. Es können somit ohne weiteres auch Werkstücke ausgeschnitten
werden, bei denen die für die Führung der Magnetrolle benötigte Schablone im Bereich
der Haftmagnete 8 kleinere Abmessungen besitzt als der Durchm,esser des Haftmagnets
selbst.
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Die Haftmagnete 8 werden durch Schalter ein- und ausgeschaltet, die
zweckmäßig am Maschinentisch angebracht sind.
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Beim V orhandensein mehrerer magnetischer Halter zwischen der Schneidmaschine
und der Schablone können diese Halter zweckmäßig derart geschaltet sein, daß die
Halter mit der Schablone und dem zur Befestigung dienenden Teil der Maschine, z.
B. einer Grundplatte oder Leiste, einen geschlossenen Kraftlinienfluß ermöglichen.
Dies wird bei einer Vorrichtung gemäß Abb. 2 in der Weise erreicht, daß die Wicklung
des linken Elektromagnets im entgegengesetzten Sinne wie die des rechten verläuft,
so daß beim Durchfluß des Stromes in einer bestimmten Richtung in der einen Spule
oben ein Nordpol und in der anderen ein Südpol induziert wird.
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Die Erfindung läßt sich sinngemäß in der verschiedensten Weise verwirklichen.
Insbesondere ist die Art und Formgebung der Schablone selbst sowie gegebenenfalls
des die Schablone tragenden Halters durchaus beliebig.