DE738890C - Ersatz fuer Staerke- und Gummiarten im Zeugdruck - Google Patents

Ersatz fuer Staerke- und Gummiarten im Zeugdruck

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DE738890C
DE738890C DEG96222D DEG0096222D DE738890C DE 738890 C DE738890 C DE 738890C DE G96222 D DEG96222 D DE G96222D DE G0096222 D DEG0096222 D DE G0096222D DE 738890 C DE738890 C DE 738890C
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starch
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DEG96222D
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Dr Heinz Gossler
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/44General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders
    • D06P1/673Inorganic compounds
    • D06P1/67383Inorganic compounds containing silicon

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Description

  • Ersatz für Stärke- und Gummiarten im Zeugdruck Die im Zeugdruck für die Bereitung der Druckpasten benötigten Verdickungsmittel sind in der Hauptsache pflanzlichen Ursprungs und bestehen aus den verschiedensten Stärkearten, wie Weizen-, Reis-, Mais- öder Kartoffelstärke, bzw. den verschiedenen Natur-oder Kunstgummiarten, wie Gummiarabicum, Industriegummi., Kristallgummi oder Plattengumm4 wie auch Tragantarten oder als Ersatz hierfür johannisbrotmehl verwendet werden. Diese Stoffe müssen entweder aus dem Ausland eingeführt werden bzw. wird durch die Verwendung von Stärkeerzeugnis für den Zeugdruck eine nicht unbeträchtliche Menge an Kohlehydraten der menschlichen Ernährung @entzogen. Man ist daher auch schon dazu übergegangen, für die Bereitung von Druckpasten Cellulosederivate oder tierische Stoffe; wie Albumin, Kasein sowie Knochen-oder Lederleim, zu verwenden. Aber auch diese Stoffe stehen nicht in beliebigen Mengen zur Verfügung.
  • Die Erfindung betrifft die Bereitstellung eines Ersatzes für diese bisher gebräuchlichen Verdickungsmittel, der zu billigem Preis im Inland in ausreichenden Mengen anfällt, dabei den bekannten Verdickungsmitteln gleichwertig und in bestimmten Merkmalen sogar überlegen ist. Entgegen der allgemeinen Ansicht, daß .anorganische Verbindungen sich wegen mangelnder Zügigkeit oder Viscosität bzw. Alkalibeständigkeit nicht als Verdickungsmittel für den Zeugdruck eignen, wurde gefunden, daß Wasserglas dann ,ein gutes Verdickungsmittel ergibt, wenn eine handelsübliche Wasserglaslösung mit einer größeren Menge Alkali versetzt und zu einer nicht kristallinischen Masse eingedampft wird, der zur Abschwächung der A1kaIinität Aluminiumhydroxyd oder- andere Metallhydroxyde zt4gesetzt sein können. Das auf diese Weise erhaltene Verdickungsmittel zeigt keine kristallinische Ausscheidung von Kieselsäure, hat die erforderliche Zügigkeit und ist alkalibeständig. Das neue Verdickungsmittel liefert einen scharfen Druck, läuft beim Dämpfen nicht aus und gibt den Farbstoff gut an die Faser .ab. Das neue Mittel kann sowohl für sich allein oder, wie im Zeugdruck üblich, mit den bisher bekannten Verdickungsmitteln gemischt werden, um die Vorteile der verschiedenen Verdickungsarten miteinander zu vereinigen oder Schwächen einzelner Verdickungsarten auszugleichen.
  • An sich ist es bekannt, lösliche, schüttbare und lagerbeständige Natriumsilicatverbindungen dadurch herzustellen, daß handelsübliches Wasserglas mit Natronlauge zusammengerührt und dann auf etwa 2/3 :eingedampft wird, worauf die Lösung unter Umrühren abgekühlt wird. In den sich dann bildenden Kristallbrei wird dann zum Erstarren festes hydratisiertes Wasserglas eingerührt. Das hiernach erhaltene Produkt ist aber zufolge der kristallinischen Struktur nicht als Verdickungsmittel brauchbar.
  • Die Erfindung ist nachstehend an Hand eines Anwendungsbeispiels näher erläutert. Eine handelsübliche Wasserglaslösung wird mit ioo%igem Ätznatron (in. fester Form) in einer solchen Menge versetzt, daß in dem Gemisch der Anteil an Wasserglas gooiö und der Anteil an Ätznatron io% beträgt. Die Mischung wird dann auf etwa 1/" bis % des Volumens eingedampft. Der Grad der Eindampfung richtet sich nach der Beschaffenheit der Druckfarbe, der die Verdickung beigesetzt werden soll. Sofern diese viel feste Bestandteile aufweist, genügt eine geringere Eindickung als bei der Verwendung einer leicht flüssigen Druckfarbe.
  • Zur Herstellung einer Küpenfarbendruckpaste werden 6oo Gewichtsteile der so erhaltenen Verdickung mit ioo Gewichtsteilen Pottasche und 5o Gewichtsteilen Glycerin bzw. einem Austauschstoff hierfür zusammengegeben, und die Paste wird bis zur vollständigen Lösung der Pottasche erwärmt, worauf auf etwa 6o° abgekühlt wird. Es werden dann 6o Gewichtsteile Rongalit eingerührt, worauf nach dessen Lösung i oo Gewichtsteile eines Küpenfarbstoffes, z. B. Indanthrengoldorange, 3 Gewichtsteile Teig und 9o Gewichtsteile Wasser oder Verdickungsmittel zur Einstellung der gewünschten Konsistenz zugegeben werden.
  • Die so erhaltene Druckpaste wird in üblicher Weise gedruckt und der Druck alsdann fertiggestellt.
  • An Stelle der ausschließlichen Verwendung der neuen Verdickung kann auch ein Gemisch aus dem neuen Verdickungsmittel mit bekannten Verdickungsmitteln, etwa Kristall-oder Industriegummi, verwendet werden, wobei der Gummi vor Bereitung der Druckpaste nach dem vorgenannten Beispiel im Verhältnis i : i in Wasser gelöst wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ersatz für Stärke- und Gummiarten im Zeugdruck, bestehend aus einer durch Eindampfen einer mit größeren Mengen Alkali versetzten handelsüblichen W asserglaslösung erhältlichen nicht kristallinischen Masse, der zur Abschwächung der alkalinität Aluminiumhydroxyd oder andere Metallhydroxyde zugesetzt sein können.
DEG96222D 1937-09-10 1937-09-10 Ersatz fuer Staerke- und Gummiarten im Zeugdruck Expired DE738890C (de)

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