AT129750B - Verfahren zur Herstellung von zur Übertragung auf Holz, Gewebe oder andere aufsaugende Stoffe bestimmten Schrift- und Bilderdrucken. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von zur Übertragung auf Holz, Gewebe oder andere aufsaugende Stoffe bestimmten Schrift- und Bilderdrucken.

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AT129750B
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Gaetano Muzzioli
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  Verfahren zur Herstellung von zur Übertragung auf Holz, Gewebe oder andere   aufsaugende   Stoffe bestimmten   Schrift-und Bilderdrucken.   



   Die vorliegende Erfindung hat ein Verfahren zur Vorbereitung von Inschriften, Zeichnungen od. dgl. zur Übertragung auf poröse   Oberflächen, wie   Holz, Gewebe, Leder u. dgl. vermittels Druck, Wärme und Feuchtigkeit zum Gegenstand. 



   Es wurde bereits vorgeschlagen, das Tragpapier, auf das Zeichnungen oder Inschriften aufgebracht werden, mit einem Dextrin, Stärke, Glycerin oder Albumin und andere Zusätze in mannigfaltigsten Mengenverhältnissen enthaltenden Gemisch zu   überziehen   und auch den Druektinten oder-farben ein gelbes Wachs oder Stearin als Basis enthaltendes Gemisch zuzumischen. 



   Die bisher benutzten Zusammensetzungen dienen ausschliesslich dazu, das Tragpapier wasserdicht zu machen ; sie bleiben beim Übertragungsvorgang an dem Tragpapier als   Häutchen   haften, von welchem sich die die Inschrift oder Zeichnung bildenden Farben und Tinten lösen. Aus diesem Grunde fliessen oder laufen die Druckfarben oder-tinten auf der porösen Oberfläche aus und es ist nicht möglich, scharfe Umrisse der Zeichnung oder Inschrift zu erhalten. 



   Das Gemisch gemäss der vorliegenden Erfindung-es bezweckt zwar auch das Wasserdichtmachen und Verstärken des Papiers-hat aber ausserdem die   äusserst wichtige Aufgabe,   die Drucktinten oder -farben bei ihrem   Übergänge   von dem Tragpapier auf die poröse Oberfläche zu begleiten und am Fliessen zu hindern. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass das auf das Papier aufgebrachte Gemisch durch die Wirkung der Wärme relativ flüssig wird und teilweise in die poröse Oberfläche eindringt und so die Tinten oder Farben hindert, auszulaufen, wodurch demnach   Abdrucke von Zeichnungen   und Inschriften mit äusserst scharfen Umrissen erzielt werden. 



   Gemäss der vorliegenden Erfindung besteht das als Überzug für das Tragpapier dienende Gemisch aus Dextrin aus weissem Mais,   Reisstärke,   Natriumcarbonat, Kolophonium, Eiweiss, Schwefelblüte, arabischem Gummi und hellem Glyzerin. Die Drucktinten oder farben werden mit einem aus französischem Terpentin, reinem gelbem Wachs und französischem Kolophonium bestehenden Gemisch versetzt. Dieses Gemisch ist in der Kälte genügend zäh, um die Druckfarben oder Drucktinten ohne irgendwelches Fliessen oder Auslaufen festzuhalten, wird aber in der Wärme doch ausreichend   dünnflüssig,   dass die Farben oder Tinten bei der Übertragung auf die poröse saugfähige Oberfläche übergehen, wobei sie bei diesem Übergange von dem auf dem Tragpapier aufgebrachten Überzug begleitet und so am Fliessen in dem porösen Material verhindert werden. 



   Nach einer   bevorzugtenAusführungsform   des Verfahrens wird der auf das Tragpapier aufzubringende Überzug wie folgt bereitet : a) In   18l   siedendes Wasser schüttet man zunächst ungefähr 12 leg Dextrin aus weissem Mais und darauffolgend ungefähr 2 kg Reisstärke in Pulver und lässt das Ganze ungefähr fünf Minuten sieden. Die Mischung wird, sobald sie vom Feuer abgehoben wird, durch ein Sieb passiert, damit die etwa vorhandenen Körnchen entfernt werden. b) In   2l   kaltes Wasser schüttet man ungefähr 400 g Natriumcarbonat und 400 g reinstes französisches Kolophoniumpulver und lässt das Ganze bei fortwährendem Umrühren solange sieden, bis das
Kolophonium vollkommen flüssig geworden ist. 



   Hierauf schüttet man das Ganze in die zuerst bereitete Mischung. c) In   l ! Wasser schüttet   man ungefähr 200   Eiweiss,   u. zw. einige Stunden vor Ausführung der andern Vorgänge, damit das Eiweiss, wenn es gebraucht wird, vollkommen flüssig geworden ist. Auch diese Mischung muss in jene des ersten Arbeitsganges u.   zw. gleich nach der   des zweiten, geschüttet werden. d) Gleichzeitig mit der vorhergehenden   sehiittet   man in die   Grundmisehung   zuerst ungefähr, 200   g   Schwefelblüte und 400 g arabischen Gummi und dann ungefähr 2 kg destilliertes blondes Glyzerin mit   280 Bé.   



   Der so erzeugte Leim muss nun durch ein Sieb passiert werden, u. zw. zweckmässig dreimal, um eine vollkommene Flüssigkeit zu erzielen. 



   Der so bereitete Leim wird nun auf das zu bedruckende Papier mit der Hand oder mechanisch aufgetragen. Das Papier, das anzuwenden geraten wird, ist Packpapier mit einem Gewicht von ungefähr 60 g pro Blatt, Grösse 75x100 cm ; Papier das aus Zellulose hergestellt ist und sehr glatt sein muss. Der Leim muss eben auf dieser glätten Seite aufgetragen werden. 



   Um die Drucktinten oder-färben entsprechend zuzubereiten wird folgendermassen vorgegangen :
Man gibt in einen Behälter ungefähr   5l französisches Terpentinöl, 1* leg reinstes   gelbes Wachs, 250   g   Stearin (oder besser Paraffin) und 2 kg   französisches   Kolophoniumpulver ; man erwärmt das ganze im Marienbad bis die verschiedenen Produkte sich vollkommen aufgelöst haben. Endlich passiert man das Ganze durch ein Sieb. 

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   Das derart gebildete Präparat muss nun den Drucktinten oder-farben im Verhältnis von ungefähr 300   g für   je ein Kilogramm Tinte oder Farbe zugesetzt werden : Die Tinten selbst sollen womöglich sehr fein sein und der Druck soll immer sehr fett ausgeführt werden. 



   Nach vollendetem Druck der Schriften oder Zeichnungen werden die Blätter sofort mit feinstem französische Kolophoniumpulver bestaubt, was sowohl von Hand aus, als auch mechanisch erfolgen kann. 



   Zusammenfassend hat man folgende vorbereitende Massnahmen :
Bestreichen des zu bedruckenden Papiers mit einem besonderen Leim um ein Eindringen der Farbe oder Tinte zu verhindern und eine leichte Übertragung auf die Holz-oder Gewebefläche zu ermöglichen ; Beimischung einer chemischen Zusammensetzung zu den Tinten oder Farben, um letztere wirksam zu erhalten und ihnen für die Übertragung erforderliche Eigenschaften zu geben und schliesslich Bestreuung der frisch gedruckten Blätter mit Kolophoniumpulver um ein sofortiges Aufstapeln trotz des fetten Druckes zu gestatten, die Farben frisch zu erhalten und die Übertragung auch nach mehreren Jahren vornehmen zu können. 



   Die Übertragung selbst beruht auf der Aufsaugung der zu bedeckenden Flächen und muss diese daher entsprechende   Saugeigenschaften   haben, also z. B. aus Holz oder einem Gewebe bestehen. Die Übertragung wird dadurch erzielt, dass man das bedruckte Papierblatt auf die in Frage kommende Fläche auflegt, das Blatt mit einem feuchten Tuch bedeckt oder auch selbst befeuchtet und hierauf einen Druck darauf, bei gleichzeitiger Erwärmung, ausübt. Für feine Gewebe, wie Seide, weisse Leinwand usw. genügt es, ein Bügeleisen für drei oder vier Sekunden daraufzudrücken, während für alle anderen Stoffe, z. B. harte Stoffe wie Holz,   Paekleinen   usw. eine mechanische Pressung nötig ist, welche aber immer ungefähr drei oder vier Sekunden dauern muss. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Zeichnungen oder Schriftzeichen zum Übertragen vermittels Druck in der Wärme in Anwesenheit von Feuchtigkeit auf porösen Stoffen, die die verwendeten Tinten und Farben aufsaugen und in sich aufnehmen können, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeichnungen oder Schriftzeichen vermittels   Buchdruck- oder Steindruckverfahren in   bekannter Weise auf ein mit einer aus Dextrin aus weissem Mais, Reisstärke, kohlensaures Natron, Kolophonium, Albumin, Schwefelblüte, arabischem Gummi und hellem Glyzerin hergestellten Klebschicht bekleideten Tragpapier aufgetragen werden, wobei man die üblichen Farben und   Drucktinten   verwendet, welchen ein Gemisch von Terpentin, reinem gelbem Wachs, Stearin oder Paraffinöl und Kolophoniumpulver hinzugesetzt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Vorbehandlung des Papiers verwendete Leim derart hergestellt ist, dass man a) in 18l siedendes Wasser ungefähr 12 kg Dextrin aus weissem Mais und darauf ungefähr 2 kg Reisstärke in Pulverform schüttet, das Ganze für ungefähr 5 Minuten sieden lässt und die Mischung, sobald sie vom Feuer abgehoben ist, durch ein Sieb passiert, gleichzeitig b) in 2l kaltes Wasser ungefähr 400 g Natriumcarbonat und 400 g feinstes französisches Kolophoniumpulver schüttet und das Ganze bei fortwährendem Umrühren solange sieden lässt, bis das Kolophonium vollkommen flüssig geworden ist, worauf man diese der vorhergehenden Mischung zusetzt, zusammen mit folgender Mischung c),
    welche aus ungefähr 200 g Eiweiss in 11 Wasser besteht und zweckmässig schon einige Stunden vor der vorhergehenden zubereitet wird, damit das Eiweiss im Augenblick des Gebrauches vollkommmen flüssig geworden ist, während weiter d) ebenfalls gleichzeitig mit den beiden vorhergehenden zugesetzt wird : ein Gemisch von ungefähr 200 g Schwefelblüte und 400 g arabischem Gummi, sowie 2 kg destilliertes helles Glyzerin von 280 Bé, worauf man das Ganze zweckmässig dreimal durch ein Sieb passieren lässt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das der Drucktinte oder-farbe, hinzugefügte Gemisch dadurch erhalten wird, wenn man 5 französisches Terpentinöl mit 1 kg reinstem gelbem Wachs und 250 g Stearin oder Paraffin und ungefähr 2 kg französischem Kolophoniumpulver im Dampf-oder Wasserbad so lange erhitzt, bis sich die verschiedenen Bestandteile vollkommen gleichmässig vereinigt haben, worauf man die Mischung vorteilhaft noch zur Entfernung noch etwa vorhandener Körnehen durch ein Sieb gehen lässt, wobei von dem so erzielten Produkt vorteilhaft je 300 g auf je 1000 g der Druektinte oder-farbe zugesetzt werden.
AT129750D 1928-05-22 1929-04-27 Verfahren zur Herstellung von zur Übertragung auf Holz, Gewebe oder andere aufsaugende Stoffe bestimmten Schrift- und Bilderdrucken. AT129750B (de)

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