DE736734C - Verfahren zum Entsaften von Zuckerrueben - Google Patents

Verfahren zum Entsaften von Zuckerrueben

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DE736734C
DE736734C DEF87062D DEF0087062D DE736734C DE 736734 C DE736734 C DE 736734C DE F87062 D DEF87062 D DE F87062D DE F0087062 D DEF0087062 D DE F0087062D DE 736734 C DE736734 C DE 736734C
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DE
Germany
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presses
sugar
juicing
schnitzel
juice
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Expired
Application number
DEF87062D
Other languages
English (en)
Inventor
Gregor Gattner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fraembs & Freudenberg
Original Assignee
Fraembs & Freudenberg
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B10/00Production of sugar juices
    • C13B10/08Extraction of sugar from sugar beet with water

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Non-Alcoholic Beverages (AREA)

Description

  • Verfahren zum Entsaften von Zuckerrüben Für die Zuckerrübenentsaftung wurden bisher drei Verfahrensarten benutzt, und zwar i. das Diffusionsverfahren. Eine Diffusionsapparatur besteht gewölnilich aus 8 bis 16 Gefäßen, in welche die zerldeinerten Rü-b en gefüllt werden. Zum Auslauggen wird Wasser benutzt, welches zuerst in das Gefäß mit den am meisten ausgelaugten Schnitzeln geleitet wird und das dann alle Gefäße hintereinander durchströmt. Zwischen die Gefäße sind Wärmer geschaltet, um eine Auslaugpetemperatur von 75 bis 8o' C zu erreichen. D#e Diffusion erfolgt im Geggenstrom zu den Schnitzeln. Die D#fiusionsclauer beträgt etwa 6o bis ioo Minuten, je nach der Bles,cha-ffenheit der S chnitzel, der. Bauart der Gefäße -und der ZuTücknahme der.Abwässer. Der abgezogeneRohsaft hat gewöhnlich eine Deichte von etwa 13 bis 15 Bx. Es werden 220 bis 2500/0 Wasser für diesen Arheitsvorgang g , benötigt, 2D - wobei etwa i5a% Schnitzelwasser verbleiben, -welches, wenn irgend möglich, in den Arbeitsprozeß wieder zurückgeführt werden muß, weil. besonders das Schnitzehvasser, welches etwa o,i5 bis 0,250/0 Zucker und feine Pülpe ienthält, die Flußläufe verunreinigt. Dlie Zurückführung der Schnitzelwässer bereitet bekanntlich Schwierigkeiten, wc#il diese sauer sind und das Eisen der Diffuseure, Transportvoriichtungen und Schnitzelpressen schnell zerstören. Die ausgelaugten Schnitzel werden in den Schnitzelpressen auf etwa i8#'o TS abgepreßt und durch Feu-ergase getroclmet. In diesen sind etwa 3o bis 32% Wässer, auf Rübe ,gerechnet, zu entfernen.
  • 2. Das zweite Verfahren besteht aus dem Auswaschen des Saftes aus den Schnitzeln, Ehe das Auswaschen erfolgen kann, müssen die festen Zellenwände der Rübenschnitzel durchErhitzengesprengturerden. DieSchnitzel werden ent-weder mit Dampf in der Schnitzelmaschine nach System Bosse oder durch heißen Saft auf etwa go'C erhitzt. Die erhitzten Schnitzel Belangen in den Auswasch-.b apparat, der gewöhnlich 2o bis 26m lang, ist und eine große Anzahl Kammern besitzt. Das Wasser durchfließt den Trog im Gügenstrom zu den Schnitzeln und reichert sich immer mehr mit Zucker an. Der Trog benötigt viel Platz und besitzt ein starkes Schaufelrührwerk. Der abgezogene Rohsaft hat etwa z2 bis 13 Bx. Die ausgelaugten Schnitzel werden ebenfalls in Spindelpr-essen auf etwa, i8%TS abgepreßt und in Trockenapparaten uleg b trocknet. Auch nach diesem Verfahren ist das Schnitzelpreßwass-er sauer, und es müssen wie beim Diffusionsverfahren im Trockenapparat 3o bis 320j'() Wasser auf Rübe entfernt werden.
  • 3. Nach dem dritten, dem Preßverfahren können nur soo g. Zuckerschnitzel gewonnen werden -, d. h. es verbleiben etwa 3 % Zucker in den Schnitzeln. Die Abwässer sind zwar beseitigt -, jedoch müssen im Trock:enapparat etwa 240/6 Wasser auf Rübe aus den abgepreßten Schnitzeln verdampft werden, weil es nicht möglich ist, die Schnitzel in den üblichen Spindelpressen auf eine höhere als etwa 2i#!oil,-,e Trockensubstanz abzupressen.
  • Bei der Durchführung der vorgenannten Verfahrensarten -wurden Schnitzelpressen altbekannter Konstruktion benutzt, bei denen sich die Schnitzelmasse an Sieben entlan%-beweg "t. Es sind auch Schnitzelpressen bekannt, bei denen !ein quer zur Bewegungsrichtung der Schnitzehnasse angeordnetesSieb vorgesehen ist, bei denen sich aber die Schnitzelmasse gleichzeitig ., an seitlichen Sieben entlang schiebt. Diese Pressen können nieht gleichzeitig als Filter wirken.
  • z# Das Verfahren nach der Erfindung ." bedient sich zur Entsaftung von Zuckerrüben vollautomatischer Filterpreßmascl-iinen, bei denen die Wirkungsivelse einer gewöhnlichen Kammerfilterpresse mit der einer hydrauEs,cUien Presse vereinigt ist., wobei vorzugsweise solche, Ausführungsformen von Filterpreßmas,chinen Anwendung finden, bei denen der Höchstdruck sowohl für die Vorfiltration wie der hydraulischen Nachpressung beliebig lange wirksain gehalten werden kann. Mit einer bekannten Ausführungsform derartiger vollautomatischer Filterpreßmaschinen, und zwar den sog. Filterpressen System Hoffmann, können beispielsweise zerkleinerte. Früchte bis auf 57#,o TS bei einem Preßdruck von etwa 4oatü abgepreßt werden. Filterpreßmas,chiii,en System Hoffmann, bei denen der Kolben bei Beginn der Vorfiltration mit dem Rand des Zylinders abschneidet und durcb einen Hilfszylinder unter entsprechendem Gegendruck gehalten wird, worauf nach Öffnen des Deckels der Kuchen mittels des Hilfszylinders aus- gestoßen wird, sind daher auch für das Verfahren nach der Erfindung beispielsweise geeignet. Da nun die Zellenwände derZuckerrüben sehr liart sind und diese auch bei sehr hohen Drücken nicht zerrissen werden können, so werden die Rübenschnitzel vor dem Pressen durch Erhitzen auf etwa go' C gesprengt. Das Erhitzen kann entweder durch Dampf in der Schneidmaschine, durch heiße Gase oder aber durch heißen Saft erfolgen. Im letzteren Falle hat der Preßsaft eine größere Dichte. Mit einmali-em Auspressen können über goo!o des Zuckers aus den Rübenschnitzeln gewonnen bzw. letztere bis auf etwa i,5#,o Zucker auf Rübe ausgepreßt werden. Der Prüßsaft hat eine Dichte von etwa 2 1 Bx. Enthält die- Rübe, z.B. i8o,o Zucker, 25% TS, 4,70i'o Markstibstanz und 75010 Wasser, dann hat sie einen Saftgehalt von 95,30i'o. Diese Rübenschnitzel, auf 5oo,o TS abgepreßt. er,-eben in den abgepreßten Schnitzeln einen Saftgebalt von etwa 63.5#i!o und einen Markgehalt von etwa 36,5(#o, das sind etwa i2,8(#.!0 Abgepreßte auf Rübe. Die ab,-epreßt-e Saftmen,-e beträgt 87,--0,'o auf Rübe mit etwa 21 Bx. Um die Ab- reßten bis auf 920;o TS zu trocknen, eep sind im Trockenapparat nur noch 5,8 #'O Wassür zu entfernen. Zu erwähnen ist, daß in diesem Falle die Schnitzel mit heißem Rohsaft allein oder mit heißen Gasen und heißem kohsaft webrührwerden. Falls die, Schnitzel mit Dampf Ollebrüht werden, so wird der Saft durch den kondensierenden Dampf auf etwa i 9#3 Bx. vei# dünnt. Die Preßsaftmenge beiträgt etwa i o5 0,'o und die Menge der Abgepießten etwa i2,301o auf Rübe. Zur Verarbeitufig auf Trockellschnitzel sind etwa 6,60/6 Wasser auf Rühe aus den ab- reßten Schnitzeln zu entfernen. ,' e? Es verbleiben in den Abgepreßten etwa i,30o Zucker auf Rübe. Auch hierbei ist der Bcrechnung eine Rübe mit iS#'o Zucker züigrunde gelegt worden.
  • Um die zerkleinerten Rübenschnitzel his auf o,60,lo Zucker auf Rübe zu entzuckern-, müssen die gebrühten Schnitzel zweimal gepreßt werden. Aus der ersten Presse gelangen die Schnitzel in einen Aufmaischtrog und werden mit etwa 25kg Wasser je jook-Rüben aufgemaischt, um dann in einer zweiten Filterpresse ein zweites Mal abgepreßt zu werden. Die gesamte Preßsaftmengge, also PrüßsaftI und II, beträgt, die obigen Verhältnisse wieder angenommen -, etwa 114#!0 auf Rübü, die D ' ichte etwa 17 Bx. Als Ab gepreßte Il entfallen etwa 1 1,3 Ot'o auf Rübe-, und die im Treckenapparat zu entfernende Wassermenge beträg gt etwa 5,30ilo auf Rübe. Mit -dem Verfahren können auch Schnitzel mit höherem Zuckergehalt, beispielsweise die sogg. ZAerschnitzel mit etwa 3o% Zuckergehalt, hertgestellt werden. Der Zuckergehalt der Sclulitzel wird dabei lediglich durch Vexringerung des Preßd-nPck#es erreicht.
  • Die in der hydraulischen Kolbenpresse, aus-,gepreßten Schnitzel können in Form zusammenhängender Platten (Kuchen) unmittelbar der Trocknung zuggeführt werden, die mittels Dampfes unter Luftleere erfol-gen kann.
  • In der Zeichnung ist das Verfahren scbematisch dargestellt.
  • Aus der Schnitzelmaschine a fallen die Schnitzel ül den Mais"chtrog-b, wo sie mit heißem Rohsaft und Preßsaft aus den zweiten Filterpressen1 aufgemaischt und erhitzt werden. Um die Maischtemperatur von etwa go' zu erreichen, ist im ersten Abteil des Maischtroges eine Pumpec geschaltet, die den Saft durch einen Vorwärmex d zirkulieren läßt. Werden die- Schnitzel in Üer Schnitzelmaschine mit Dampf erhitz% so fällt der Vorwärmerd fort. Eine Pumpe e druckt die eingemaischten Schnitzel in die automatisch arbeitende Filterpressef, in der die Schnitzel bei ietwa 4oatü Druck ausgepreßt werden. Der Preßsaft fließt einer Pumpeg zu, die ihn durch einen Vorwärmerk drückt. Ein Teil des Preßsaftes fließt zur Scheidung zwecks weiterer Verarbeitung, das. sind nach dem angeführten Beispiel etwa 140/6 auf Rübe. Der andere Teil wird zum Eimnaischen der frischen Schnitzel benutzt, um das, Gut pumpfähig zu. gestalten.
  • Aus der Filterpresse f fallen die abgepreßten Schnitzel in den Aufinaischtrogi, in welchem Wassex zugegeben wird, und zwar nur in einer solchen Menge, daß die Schnitzel bis zu dem gewünschten Grade entzuckert werden können. Im Beispiel waren 25lig auf Rübe genannt worden. Eine Pumpek drückt das aufgemaischte Gut in die zweite Filterpresse 1. Dier Preßisaft fließt in den Aufmaischtrogb, während die abgepreßten Schnitzel zur Trocknung gebracht werden. Diie Aufinaischtröge werden in zweckmäßiger Weise durch Scheidewändem in zwei bis drei Abteile geteilt. Die Schnitzel werden durch über%-#,erfer in die Ausgangsabtefle befördert, während der Saft über die Trennwände fließt. Dadurch wird ein Ab-fließen von zuviel Saft vermieden.
  • Die Vorteile dieses Preßverfahrens gegen- - über den bisher bekannten Entsaftungsv-erfahren sind folgende: i. Dichtere Säfte, mithin kleinerer Saftabzug und geringerer Dampfverbrauch.
  • 2. Bessere und reinere Säfte durch schnelles Arbeiten; FiltrIeren des Saft-es durch clie Filterpressen.
  • 3. Keine Abwässer.
  • 4. Fortfall der Schnitzelpressen und Pülpefänger.
  • 5. Kohlenersparnis in der Trocknung, da nur 1/5 der sonst notwendigen Wassermenge aus den Schnitzeln entfernt zu werden braucht. Die aus den Pressen entfallenden Schnitzelkuchen können evtl., ohne diese zu verkleinern, getrocknet werden, wodurch Verpackungsmaterlal erübrigt wird. Dias Trocknen kann auch durch Dampf oder heiße Luft erfolgen, so daß Brände in den Trockenapparatzen vermieden werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Entsaften von Zuckerrühen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnitzel ül an sich bekannter Weise 0-ee brüht und dann in automatisch arbeitenden hydraulischen Kolbenpressen, die zugleich als Filter wirken, unter hohem D)ruck auf ein Produkt von hoher Trockensubstanz aus- ,gepreßt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, daduTch gekennzeichnet, daß vollautomatische Kolberdilterpreßmaschinen verwendet werden, bei denen die Wirkungsweisc einer gewöhnlichen Kammerfilterpresse mit der einer hydraulischen Presse vereinigt ist, wobei gegebenenfalls der Höchstdruck sowohl für die Vorfiltration wie der hydraulischen Nachpressung beliebig langge wirksain gehalten werden kann. 3. Verfahren zum Entsaften von Zuckerrüben nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß automatisch arbeitende hydraulische Filterpress-en (Kolbenpresr>en Systeni H o f f m a n n verwendet werden. 4. Verfahren zum Entsaften von Zuckerrüben nach den Ansprüchen i und --, dadurch gekennzeichnet, daß der in den Pressen filtrierte Saft zum Teil zum Einmaischen der frischen Schnitzel benutzt wird. 5. Verfahren nach den Ansprüchen. i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Erreichen einer hohen Entzuckerung in einem zweiten Maischtrog Wasser zugegeben wird.
DEF87062D 1939-07-02 1939-07-02 Verfahren zum Entsaften von Zuckerrueben Expired DE736734C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1300078B (de) * 1962-08-17 1969-07-24 Honolulu Iron Works Company Verfahren zur Gewinnung von Zuckersaft
EP1022342A1 (de) * 1999-01-21 2000-07-26 Maguin S.A. Verfahren und Einheit zur Extraktion von Zuckersaft aus Rüben oder Zichorie
EP1063302A1 (de) * 1999-06-25 2000-12-27 Maguin S.A. Verfahren und Einheit zur Extraktion von Zuckersaft

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FR2788785A1 (fr) * 1999-01-21 2000-07-28 Maguin Procede et unite d'extraction d'un jus sucre a partir de betteraves ou chicoree
EP1063302A1 (de) * 1999-06-25 2000-12-27 Maguin S.A. Verfahren und Einheit zur Extraktion von Zuckersaft
FR2795428A1 (fr) * 1999-06-25 2000-12-29 Maguin Procede et installation d'extraction d'un jus sucre

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