DE285315C - - Google Patents
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- DE285315C DE285315C DENDAT285315D DE285315DA DE285315C DE 285315 C DE285315 C DE 285315C DE NDAT285315 D DENDAT285315 D DE NDAT285315D DE 285315D A DE285315D A DE 285315DA DE 285315 C DE285315 C DE 285315C
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23B—PRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
- A23B7/00—Preservation of fruit or vegetables; Chemical ripening of fruit or vegetables
- A23B7/02—Dehydrating; Subsequent reconstitution
- A23B7/03—Drying raw potatoes
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- Preparation Of Fruits And Vegetables (AREA)
Description
PATENT^JJT.
Die Herstellung von Kartoffelkonserven unter t ZuhOfenahme mechanischer Entwässerung des
zerkleinerten Kartoffelgutes ist bereits auf verschiedenen Wegen angestrebt und praktisch
durchgeführt worden.
Bei dem bekannten Königsdorf sehen Verfahren werden die Kartoffeln gerieben, das
Reibsei wird dann ausgeschleudert und hierdurch das durch das Aufschließen der Kartofleln
freigelegte Fruchtwasser mögliclist weitgehend abgeschieden. Das abgeschleuderte
Reibsei wird hierauf in einem Trockenapparat bis auf einen geringen, für die Haltbarkeit der
Konserve erforderlichen Feuchtigkeitsgrad von Wasser befreit.
Dieses Verfahren zeigt den Nachteil, daß es einerseits nicht im kontinuierlichen Betriebe
durchgeführt werden kann, andrerseits infolge der durch das Ausschleudern nur ungenügend
zu erzielenden Entwässerung die nachfolgende Trocknung des Gutes sehr kostspielig ist.
Hierzu kommt, daß die ausgeschleuderte Kartoffelmasse infolge ihres hohen Wassergehalts
im Trockenapparat leicht verkleistert und hieras bei zu einem Vielfachen ihres ursprünglichen
Volumens aufquillt. Hierdurch können schwerwiegende Betriebsstörungen und Beschädigungen
des Trockenapparates verursacht werden. Ferner ist die nach diesem Verfahren hergestellte
Kartoffelkonserve verhältnismäßig stärkearm, weil ein großer Teil der in der Kartoffel
enthaltenen Stärke durch das Abschleudern des Reibseis mit dem Fruchtwasser abgeht.
Es ist ferner ein Verfahren in Vorschlag gebracht worden, wonach das zerkleinerte Kartoffelgut
unter Anwendung von sehr hohem Druck in hydraulischen Pressen entwässert
werden soll. Hierdurch läßt sich zwar eine ziemlich weitgehende Entwässerung erreichen,
jedoch treten hierbei andere wesentliche Nachteile auf. Zunächst ist auch dieses Verfahren
nicht kontinuierlich durchzuführen. Sodann gestaltet sich der Betrieb insofern schwierig,
als die das Kartoffelgut in der Presse umhüllenden Tücher schon nach mehreren Pressungen
vollständig mit Stärke und schleimigen Stoffen durchsetzt sind und daher häufiger
Reinigung bedürfen. Natürlich findet auch hierbei ein großer Stärkeverlust statt, da einerseits
ein beträchtlicher Teil der Stärke in den Preßtüchern hängen bleibt, andrerseits erhebliche
Stärkeinengen mit dem Fruchtwasser abfließen. Schließlich erfordert die Anwendung
sehr hoher Drucke großen und entsprechend teuren Kraftaufwand.
Bei einem anderen bekannten Verfahren zum Verarbeiten von Saftfrüchten und saftreichen
Pflanzenteilen wird die Pflanzenmasse zunächst erhitzt, dann der Saft ausgepreßt und nach
etwaiger Abscheidung wertvoller Stoffe im Verdampfungsapparat eingedickt. Die durch
Pressen entwässerte Fruchtinusie wird mit dem
eingedickten Saft vermischt und gemeinsam getrocknet.
Dieses Verfahren zeigt den Mangel, daß die vorherige Erhitzung des nassen Gutes und die
spätere Erhitzung des abgepreßten Saftes zwecks Eindickung gegenüber der rein mechanischen
Entwässerung äußerst kostspielig ist. Abgesehen hiervon läßt sich auch dieses Yerfahren
nicht kontinuierlich durchführen.
Demgegenüber besteht das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Verfahren
darin, daß die zerkleinerten, jedoch nicht vollständig aufgeschlossenen Kartoffeln auf nassem
Wege in stärkereiche Pulpe und Stärkemilch geschieden, hierauf beide Teile getrennt voneinander
auf mechanischem Wege, ζ. Β. durch
Claims (1)
- Pressen und Schleudern, möglichst weitgehend entwässert und dann die feuchten Erzeugnisse miteinander vermischt und in bekannter Weise durch Wärme getrocknet werden.
Durch dieses Verfahren wird zunächst der Vorteil erzielt, daß jeder der beiden Bestandteile der Kartoffelmasse (Pulpe und Stärkemilch) auf dem seinen Eigenschaften entsprechenden, geeignetsten Wege in ununterbrochenein Betriebe mechanisch entwässert werden kann. Da die für sich getrennt hergestellten feuchten Zwischenerzeugnisse vor der endgültigen Trocknung wieder miteinander vermischt werden, so finden ferner nennenswerte Stärke-Verluste hierbei nicht statt. Aus dieser zielbewußt vorgenommenen Wiedervereinigung der zunächst für sich getrennt behandelten Erzeugnisse ergibt sich als notwendige Betriebsbedingung, daß weder die Zerkleinerung des Kartoffelgutes noch die Auswaschung der Stärke aus der Pulpe bei dem vorliegenden Verfahren so weit, wie in der Stärkefabrikation üblich, getrieben werden darf, weil sonst der hiermit verknüpfte Mehraufwand an Arbeit ganz zwecklos wäre.Ein praktisches Ausführungsbeispiel des Verfahrens ist folgendes:Den in bekannter Weise nur einmal zerriebenen Kartoffeln wird Wasser zugesetzt.Das Reibsei wird auf Raffiniersiebe gebracht, auf welchen die Stärke mittels Wassers aus den Kartoffelfasern teilweise ausgewaschen und so eine Trennung von Pulpe und Stärke erzielt wird. Durch dieses Auswaschen werden aber auch die schleimigen Stoffe entfernt, welche aus den beim Zerkleinern aufgerissenen Zellen austreten und das Auspressen der Pulpe außerordentlich erschweren. Die in einer Konzentration von etwa 20 Be ablaufende Stärkemilch wird einer ununterbrochen arbeitenden Zentrifuge zugeführt, durch die das Fruchtwasser möglichst weitgehend abgeschieden wird, so daß die zurückgebliebene Stärke einen möglichst geringen Wassergehalt hat. Die auf den Raffiniersieben verbliebene, jetzt leicht auspreßbare Pulpe wird einer ununterbrochen arbeitenden Presse zugeführt, durch die das in der Pulpe enthaltene Wasser möglichst vollkommen abgeschieden wird. Das aus der Presse abfließende Wasser wird auf die Raffiniersie.be zurückgepumpt, um die darin etwa noch enthaltenen Trocken teile zurückzugewinnen. Die ausgepreßte Pulpe und die in der Zentrifuge vorgetrocknete Stärke werden nun miteinander gemischt, worauf das Mischgut einem Trockenapparat zugeführt und in ihm durch Wärme soweit nachgetrocknet wird, bis eine dauerhafte Kartoffelkonserve entsteht.Die Vorteile des Verfahrens seien noch an einem Beispiel rechnerisch erläutert.Bei einer Anlage ν erden 500 kg Reibsei in der Stunde aus Kartoffeln mit 18 Prozent Stärkegehalt hergestellt. Diese 500 kg enthalten 90 kg Stärke und 27,5 kg Pulpe. Werden durch Auswaschen etwa 80 Prozent Stärke aus dem Reibsei entfernt und wird diese Stärkemenge in 3 cbm Wasser aufgeschwemmt, so erhält man eine Stärkemilch von etwa 20 Be1. Läßt man diese Stärkemilch in eine Zentrifuge einfließen, so werden in -dieser von den zügefügten 3 cbm Wasser etwa 2930 1 Wasser abgeschleudert, so daß die zentrifugierte Stärke der stündlich in der Zentrifuge verarbeiteten Stärkcrnilc.h ungefähr 140 kg feuchte Stärke ergibt. 'Wird die Pulpe, die von der Stärke abgetrennt ist, in eine Presse gegeben, so verläßt sie die Presse mit ungefähr 45 bis 50 Prozent , Wasser. Nimmt man an, daß die nasse Pulpe nocli mit 18 kg Stärke vermischt ist, so sind ungefähr 45 kg Trockenpülpe in die Presse gelangt, welche 90 kg feuchte Pulpe mit etwa 50 Prozent Wasser nach dem Auspressen ergeben.Das Gemisch von feuchter Stärke und feuchter Pulpe enthält demnach etwa 120 kg Wasser, während ursprünglich das Reibsei 380 kg Wasser enthielt. Man hat also auf diese Weise mit den einfachsten Hilfsmitteln und mit Verwendung geringer mechanischer Arbeitskraft 260 kg Wasser entfernt, so daß im ganzen nur noch etwa 100 kg Wasser durch Wärme zu verdampfen sind, wenn das endgültige Trockengut 15 Prozent Wasser enthalten darf. ^Für das Verfahren ist nicht von Bedeutung, daß die Abscheidung des Wassers aus der Stärkemilch in einer Zentrifuge und die des in der Rohpülpe enthaltenen Wassers durch eine Presse erfolgt, vielmehr können hierzu auch andere geeignete Maschinen verwendet werden. . -P Λ T E N T - A N S P R U C H :Verfahren zur Herstellung einer Kartoffelkonserve in ununterbrochenem Betriebe, 10$ dadurch gekennzeichnet, daß die zerklei- .-"* nerten, jedoch nicht vollständig aufgeschlossenen Kartoffeln auf nassem Wege in stärkereiche Pulpe und Stärkemilch geschieden, hierauf beide Teile getrennt von- iii einander auf mechanischem Wege, z. B. durch Pressen and Schleudern, möglichst weitgehend entwässert, die feuchten Erzeugnisse dann miteinander vermischt und in bekannter Weise durch Wärme getrocknet werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE285315C true DE285315C (de) |
Family
ID=540711
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT285315D Active DE285315C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE285315C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE941403C (de) * | 1941-10-26 | 1956-04-12 | Walther Koeniger Dr Ing | Verfahren zur Herstellung von getrocknetem Mischgemuese, Mischobst od. dgl. |
-
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- DE DENDAT285315D patent/DE285315C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE941403C (de) * | 1941-10-26 | 1956-04-12 | Walther Koeniger Dr Ing | Verfahren zur Herstellung von getrocknetem Mischgemuese, Mischobst od. dgl. |
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