DE735971C - Leitstrahl-Sendeeinrichtung - Google Patents
Leitstrahl-SendeeinrichtungInfo
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-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01S—RADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
- G01S1/00—Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith
- G01S1/02—Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith using radio waves
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 4, JUNI 1943
.■- REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21a4 GRUPPE 48 ii
I 64801 VIIIajsiat
ist als Erfinder genannt worden.
Hans-Bodo Willers in Berlin Leitstrahl-Sendeeinrichtung
Patentiert im Deutschen Reich vom io. Juni 1939 an
Patenterteilung bekanntgemacht am 22. April 1943
ist in Anspruch genommen.
Die Erfindung bezieht sich auf solche Leitstrahl-Sendeanlagen, welche mit Ultrakurzwellen
betrieben werden. Gegenüber längeren Wellen besitzen ultrakurze Wellen manche Vorteile, aber die auf diesen Wellen arbeitenden
Bodenanlagen sind in hohem Grade Störungen durch Reflexionen der Ausstrahlung an Hindernissen ausgesetzt. Aus diesem
Grunde macht man bei Navigationsanlagen vielfach von der bequemen Bündelungsfähigkeit
der Ultrakurzwellen Gebrauch und bewirkt dadurch, daß die Strahlung in der unmittelbaren
Umgebung der festzulegenden Leitrichtungen konzentriert ist und daß zu Rückstrahlungen Anlaß gebende Bodenerhebungen
oder Gebäudeanlagen außerhalb des wirksamen Strahlungsbereiches gelangen. Die stark gebündelte Aussendung hat jedoch zur
Folge, daß das Auffinden der Leitzone u. U.
Schwierigkeiten bereitet.
Gemäß der Erfindung wird dieser Übelstand dadurch vermieden, daß bei einer Sendeeinrichtung,
welche zwei von dem Sender ausgehende, entgegengesetzt verlaufende Leitrichtungen
mit Hilfe von Richtstrahlungen großer Bündelungsschärfe erzeugt, in den beiden sich gegenüberliegenden strahlungsfreien,
sektorförmigen Bereichen je eine einseitig gerichtet zusätzliche Strählung, und zwar senkrecht
und symmetrisch zu den Leitrichtungen, ausgesandt wird. Durch besondere Modulation
ist diese Hilfsstrahlung für sich erkennbar; außerdem soll die Zone gegenseitiger Überlappung
der beiden HilfsStrahlungen mit den Leitrichtungen zusammenfallen, jedoch nur eine relativ geringe Intensität besitzen.
Durch diese erfindungsgemäßen Maßnahmen wird also erreicht, daß der gesamte Bereich
um den Sender Strahlungsenergie aufweist, wobei die Hilfsstrahlung, wie noch ausge-
führt werden wird, mit einfachsten Antennenanordnungen erzeugt wird. Infolge derUnterscheidbarkeit
der einzelnen Aussendungen ist ein Fahrzeug somit in der Lage, sich jederzeit zu orientieren, und zwar wegen der Überlappung
der Hilfsstrahlungen nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ, d. h. der jeweiligen
Richtung nach. Eine etwaige Reflexion der Hilfsstrahlungen an Hindernissen kann
ίο die eigentlichen Kursrichtungssignale nicht
beeinträchtigen, da deren Erkennbarkeit gewährleistet ist.
Es ist an sich bei Leitstrahl-Sendeanlagen bekannt, zusätzlich eine im wesentlichen ungerichtete
Hilfsstrahlung vorzusehen, z. B. zu dem Zwecke, Fehlweisungen infolge von
Nebenstrahlungen zu vermeiden. Die Hilfsstrahlung wird dann so dimensioniert, daß
die schädlichen Nebenstrahlungen überdeckt werden. Diese Maßnahme ist jedoch nicht
mehr anwendbar, wenn die Fehlweisungen durch Rückstrahlung bedingt sind. Hier schafft nur, wie eingangs auseinandergesetzt,
die Anwendung stark bündelnder Richtantennen Abhilfe, wobei sich wiederum die Nachteile
ergeben, mit deren Beseitigung sich die Erfindung befaßt.
Zur weiteren Klarstellung der Erfindung dient die Zeichnung. In dieser bedeutet 1 die
Sendestation, die zwei verschiedene Strahlungen mit den Charakteristiken W, W und V, V
aussendet. Die Geraden X und Y bezeichnen die beiden geenüberliegenden Leitrichtungen.
Es mag angenommen werden, daß die Gerade X nach Norden und die Gerade Y nach
Süden weist.
Die eigentliche mit V, V bezeichnete, stark gebündelte Leitstrahlcharakteristik umfaßt
vier Diagramme A, N, A', N', die symmetrisch zu der Achse Λ", Y liegen und von denen abwechselnd^
und JV bzw. A' und iV im Rhythmus
der Morsezeichen a (·—) und η (—·) getastet werden, so daß sich in bekannter Weise
längs der Geraden X, Y ein Dauerton ergibt, während bei Abweichung von diesem Kurs
a bzw. η gehört wird. Die Geraden 11, 13, 12,
14, 15, 17, 16, 18 deuten die Grenzwinkel
für die Strahlungsdiagramme N, A, N', A' an. Es werden dann in den von den Geraden
14 und 18 sowie 11 und 15 eingeschlossenen
Winkelräumen keine Signale der Charakteristiken V, F gehört, abgesehen von schwachen
Nebenstrahlungen, die hier vernachlässigt werden sollen.
Bezugsziffer 20 bedeutet ein Hindernis für die Strahlung; wenn kein Teil der Strahlung V
dieses Hindernis 20 trifft, so kann keine Reflexion oder Brechung von V stattfinden, so
daß die Möglichkeit einer diesbezüglichen Fehlweisung nicht besteht. Es ist klar, daß
dann, wenn die Strahlung V in einen genügend engen Bereich konzentriert wird, so daß kein
Hindernis in die Winkel 11 bis 14 und 15 bis
18 hineinragt, das System völlig frei von Fehlweisungen ist.
Werden Ultrakurzwellen von einer Wellenlänge von 2 bis 10 m für die Strahlung V verwendet,
so erfordert die Konzentration der Strahlungsenergie wenig Aufwand hinsichtlich der Antennenanlage, und es genügt eine
verhältnismäßig geringe Strahlungsenergie, um genügende Reichweiten zu erzielen.
Zur allseitigen Orientierung ist nun eriindungsgemäß die zusätzliche Strahlung W, W
vorgesehen. Diese Hilfsstrahlung kann im gleichen a-n-Rhythmus wie die Hauptstrahlung
getastet werden und ergibt dann übereinstimmende Kurssignale. Es ist jedoch anzustreben,
daß sich die Diagramme P und Q gegenseitig nicht stark überlappen, sondern
sich in der Hauptsache innerhalb der Winkelräume 14 bis 18 und 11 bis 15 erstrecken, so
daß auf der einen Seite der Richtung XY das Signal von P und auf der anderen Seite das
von Q empfangen wird.
Wie bereits angedeutet, wird die Hilfsstrahlung von demselben Sender und auf der
gleichen Frequenz wie die Strahlung V erzeugt. Um bei gleichem Tastrhythmus eine
Unterscheidung herbeizuführen, werden P und Q jedoch mit verschiedenen Tonfrequenzen
moduliert. So kann z. B. eine Trägerfrequenz von ιo8 Hz für beide Strahlungen (V
und W) Verwendung finden und die eine mit dem Ton 500, die andere mit dem Ton 2000
moduliert werden. Gleichzeitig ist die Unterscheidung einer Rechts- oder Linksabweichung
vom Kurs dadurch gewährleistet, daß in jedem Fall den Buchstaben η und a die
gleiche Bedeutung zukommt. Ferner kann bei einer solchen Anordnung derselbe Empfänger
für beide Signale ohne Änderung der Abstimmung Verwendung finden. Ein abgestimmtes
Tonfrequenzfilter sorgt lediglich dafür, daß die Signale von W nicht zur Wirkung kornmen,
wenn nur die Kursrichtungssignale des engeren Bereiches (V) gewünscht werden.
Andererseits kann gegebenenfalls der Pilot gleichzeitig beide Signale empfangen, ohne
Gefahr einer Verwechslung wegen der Tondifferenz.
Zur Aussendung der beiden Strahlungsarten V und W dienen zwei getrennte Antenneneinrichtungen.
Die Anordnung für die Strahlung V mag z. B. aus acht oder mehr /"-Antennen, je nach der gewünschten Richtschärfe,
bestehen. Jedes der vier Diagramme A, Λ", A'', N' kann durch je zwei i-"-Antennen
erzeugt werden, die in bekannter Weise so angeordnet sind, daß sie eine verhältnismäßig
scharfe Vorderstrahlung ohne nennenswerte Rückwärts- und Seitenstrahlung ergeben. Da-
bei werden zweckmäßig die zweimal zwei F-Antennen, welche die Diagramme^ und Ä
bzw. N und N' erzeugen, miteinander für gleichzeitige Speisung verbunden.
Gemäß einer anderen Ausführungsmöglichkeit können solche Antenneneinrichtungen für die Diagramme A, Ä und N, N' verwendet werden, die zum Teil gemeinsame Elemente aufweisen. Auf jeden Fall ist aber anzustreben, die Rückstrahlung des Diagramms AT, soweit sie in das Diagramm Ä fällt, unwirksam zu machen. Das gleiche gilt für die Rückstrahlung von Diagramm A, soweit sie in das Diagramm Ar' fällt. Eine solche Anordnung gibt dann die Gewähr, daß auf gleichen Seiten der Leitlinie stets nur gleichartige Signale empfangen werden. Es wäre natürlich auch denkbar, die Diagramme N und A' bzw. A und JV' jeweils von ein und demselben An-
Gemäß einer anderen Ausführungsmöglichkeit können solche Antenneneinrichtungen für die Diagramme A, Ä und N, N' verwendet werden, die zum Teil gemeinsame Elemente aufweisen. Auf jeden Fall ist aber anzustreben, die Rückstrahlung des Diagramms AT, soweit sie in das Diagramm Ä fällt, unwirksam zu machen. Das gleiche gilt für die Rückstrahlung von Diagramm A, soweit sie in das Diagramm Ar' fällt. Eine solche Anordnung gibt dann die Gewähr, daß auf gleichen Seiten der Leitlinie stets nur gleichartige Signale empfangen werden. Es wäre natürlich auch denkbar, die Diagramme N und A' bzw. A und JV' jeweils von ein und demselben An-
ao tennensystem zu erzeugen, wie dies gleichfalls
bekannt ist. In diesem Falle kehrt sich jedoch das Zeichenverhältnis um, sobald ein Flugzeug
den Sender überquert. Ohne Zuhilfenahme eineiKompasses wären daher dieRichtungen
X und Y nicht zu identifizieren.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht die Antennenanordnung
für die Strahlung W1 W in an sich bekannter Weise aus drei vertikalen Dipolen, von denen
der mittlere gespeist ist, während die beiden anderen abwechselnd als Reflektordipole wirken.
Es können natürlich auch zwei für sich getrennte Antennensysteme Verwendung finden,
deren jedes ein kardioidenförmiges Diagramm zu erzeugen imstande ist.
Zweckmäßig sind die a- und n-Modulierungen der Diagramme P und Q . nicht genau
komplementär, so daß die Tastungen sich nicht vollständig zu einem Dauerton längs
der Geraden XY ergänzen. Dadurch entfällt für den Piloten die Versuchung, die weniger
genaue Kursangabe der Strahlung W an Stelle der genaueren der Strahlung V zu verwenden.
Die Tastzeichenelemente für die Diagramme P und Q werden dann entweder zeit-Hch
etwas langer oder kürzer gewählt als die im gleichen Rhythmus sich abwechselnden
Zeichenelemente für die Hauptstrahlung V1 V. Während nach der bevorzugten Ausführungsform
tonfrequente Modulation zur Unterscheidung der Signale von V und W dienen
soll, kann das gleiche Ergebnis auch erhalten werden, wenn die beiden Signale mit
verschiedenen Überhörfrequenzen moduliert werden und eine Überlagerungsstufe im Empfänger vorgesehen wird, die aus den beiden
Modulationen verschiedene Tonfrequenzen ableitet. Die Überhörfrequenzen sind dann so zu wählen, daß die entstehenden Tonfrequenzen
eine Verwechslungsmöglichkeit ausschließen.
Claims (2)
1. Sendeeinrichtung' zur Erzeugung zweier um i8o° versetzter Leitrichtungen
mit Hilfe je zweier sich überschneidender hochfrequenter Strahlungsdiagramme, welche eine große Bündelungsschärfe aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der beiden sich gegenüberliegenden richtstrahlungsfreien Sektoren je eine
einseitig gerichtete zusätzliche Strahlung senkrecht und symmetrisch zur Leitrichtung
ausgesandt wird, welche von den starlcgebündelten Strahlungen unterscheidbar
sind und deren mit der Leitrichtung zusammenfallende Überlappungszone nur '
eine relativ geringe Intensität aufweist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden zusätzlichen
Strahlungen im gleichen Rhythmus komplementär getastet und durch Modulation mit verschiedenen Frequenzen
unterschieden sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US528861XA | 1938-06-11 | 1938-06-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE735971C true DE735971C (de) | 1943-06-04 |
Family
ID=21980550
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI64801D Expired DE735971C (de) | 1938-06-11 | 1939-06-10 | Leitstrahl-Sendeeinrichtung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE735971C (de) |
| GB (1) | GB528861A (de) |
-
1939
- 1939-05-12 GB GB14239/39A patent/GB528861A/en not_active Expired
- 1939-06-10 DE DEI64801D patent/DE735971C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB528861A (en) | 1940-11-08 |
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