DE704875C - Verfahren zur Unterscheidung der von einer Vierstrahlbake gebildeten Winkelraeume - Google Patents
Verfahren zur Unterscheidung der von einer Vierstrahlbake gebildeten WinkelraeumeInfo
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Description
Unter den bisher bekannten Leitstrahlanlagen gibt es im wesentlichen zwei Systeme.
Nach dem einen System werden zwei von einem Punkt ausgehende Richtungen in der Weise markiert, daß auf der einen Seite dieser
Richtungen eine Zeichenart (beispielsweise Punkte) und auf der anderen Seite eine
zweite Art von Zeichen (beispielsweise Striche) wahrzunehmen sind. Auf dem Leitstrahl
selbst ist ein Dauerstrich zu hören, sofern die beiden Zeichen zueinander komplementär
sind.
Nach dem zweiten System werden vier verschiedene Richtungen gekennzeichnet. Dadurch
wird die gesamte Kompaßrose in vier Sektoren unterteilt, von denen zwei, vom
Scheitelpunkt aus gesehen entgegengesetzt liegend, durch dieselben Zeichen, beispielsweise
Punkte, und die beiden anderen eben-
ao falls durch unter sich gleiche Zeichen, beispielsweise Striche, gekennzeichnet sind.
Das erste System ergibt eine eindeutige Anzeige, arbeitet aber insofern unvollständig,
als es einem Flugzeugführer, der auf den Sender zufliegt, zwar eine etwaige Abweichung
von der durch den Leitstrahl markierten Richtung angibt, daß es ihn aber nicht erkennen
läßt, ob der Sender bereits überflogen wurde. Dieser Nachteil ist bei dem zu zweit
genannten Leitstrahl verfahren vermieden, jedoch ist hier die Anzeige mehrdeutig. Wenn
nämlich der Flugzeugführer beispielsweise Punkte hört, so weiß er zunächst nicht, in
welchem von zwei gegenüberliegenden Sektoren, die ja durch das gleiche Zeichen gekennzeichnet
sind, er sich befindet.
Es sind Verfahren bekannt, welche eine Behebung dieses Nachteils zum Ziel haben,
jedoch sind die dafür aufgewendeten Mittel nicht unbeträchtlich. Die Erfindung befaßt
sich daher damit, mit einer möglichst einfachen Sendeanlage auszukommen. Sie be-
steht darin, das zur Erzeugung der Vierfachstrahlung dienende Antennensystem so auszubilden,
daß es unter Betätigung einfacher Schaltmittel auch als Zweistrahlbake dient. Die Vorteile der genannten beiden Leitstrahlsysteme
werden somit vereinigt, und zwar unter Aufwendung unbedeutender zusätzlicher Mittel. Räumlich ist die Betriebsweise derart,
daß zwei der vier verschiedenen Richtun to gen der Vierstrahlbake mit den beiden Richtungen
der Zweistrahlbake zusammenfallen. Die eine Bake, beispielsweise die Zweistrahlbake,
arbeitet während eines längeren Zeitabschnittes (beispielsweise während ioSekunden
innerhalb eines Zeitabschnittes von 20 Sekunden), und in der restlichen Zeit (4 Sekunden) ist die Vierstrahlbake in Betrieb.
Wie noch des näheren ausgeführt werden soll, wird durch die erfindungsgemäßen zo Maßnahmen eine Vierstrahlbake geschaffen,
bei der die vier Quadranten durch eindeutige Kennungen unterscheidbar sind.
Der Erfindungsgedanke soll nunmehr an Hand der Zeichnungen näher erläutert werden.
In Abb. ι sind die Verhältnisse bei einer Zweistrahlbake R angedeutet. Abb. 2 gibt die
Strahlungsrichtungen einer Vierstrahlbake an, während Abb. 3 beide Strahlungsarten
kombiniert auf Grund der Maßnahmen der Ά" Erfindung zeigt. In Abb. 4 sind die Strahlungsdiagramme
der in dem Ausführungsbeispiel angewendeten Antennen und in Abb. 5 die Antennen selbst dargestellt.
Bei einer Zweistrahlbake, wie sie schema-
3r> tisch in Abb. 1 dargestellt ist, nimmt der
Empfänger eines Flugzeuges in der Zone A
z. B. Punkte und in der Zone B z. B. Striche auf. Die beiden schmalen Sektoren c stellen
den sogen. Leitstrahl dar, innerhalb dessen bei komplementärer Punkt-Strich-Tastung ein
Dauerstrich gehört wird.
Bei einer Vierstrahlbake, wie sie in Abb. 2 dargestellt ist, sind die Punkte in den gegenüberliegenden
Sektoren A1 und die Striche in den Sektoren B1 zu hören. Dauerstrich
erscheint in den vier schmalen Sektoren C1. Durch entsprechende Bemessung der beiden
Strahlungsdiagramme, welche die vier Leitstrahlrichtungen erzeugen, kann wahlweise
deren relative Kennungsschärfe geändert werden, wie in Abb. 2 angedeutet ist. Die Mittel
hierzu sind bekannt. In Abb. 3 sind die Zeichen dargestellt, die von dem Fluzeugführer,
der die erfindungsgemäße Bake ansteuert, gehört werden. Beispielsweise ist während einer Zeitdauer von 16 Sekunden
nur die in Abb. 1 dargestellte Zweistrahlbake, die mit einer Modulation H1 (z. B. 400 Hz)
betrieben wird, wirksam. Während der So daran anschließenden 4 Sekunden ist dagegen
nur die in Abb. 2 dargestellte Vierstrahlbake, die mit einer Modulation M2 (z. B. 2000 Hz)
betrieben wird, wirksam. Die von der Zweistrahlbake während einer Zeitdauer von 16 Sekunden aufgenommenen Zeichen der
Modulationsfrequenz nx sind schwarz ausgefüllt wiedergegeben. Die von der Vierstrahlbake
während einer Zeitdauer von 4 Sekunden ausgesandten Zeichen mit der Modulationsfrequenz M2 sind weiß mit schwarzer Umran-
dung angegeben.
Aus der Abb.3 ist zu ersehen, daß ein Flugzeug auf dem Leitstrahl C2 einen Dauerstrich
hören wird, dessen Modulationston sich wäh rend bestimmter Zeiträume, 4 bis ioSekunden,
ändert. Überall außerhalb der Richtung C2-C2 läßt sich feststellen, in welchem
der sechs Sektoren A2, A3, A1, B2, B3) B1 sich
das Flugzeug jeweils befindet. Diese einzelnen Sektoren sind durch folgende Kennungen
unterscheidbar: A2 durch Auftreten von Punkten H1 und Punkten M2, ΑΛ durch Auftreten
von Punkten M1 und eines Dauerstrichs H2, A4 durch Auftreten von Punkten Ti1
und Strichen M2, B2 durch Auftreten von
Strichen M1 und Strichen H2, B3 durch Auftreten
von Strichen H1 und. eines Daüerstrichs M2, B4 durch Auftreten von Strichen M1
und Punkten M2.
Es soll nun eine Anordnung zur Erzeugung einer der vorliegenden Erfindung zugrunde
liegenden Bakenstrahlung angegeben werden. Insbesondere handelt es sich darum, die Zweistrahlbake
und die Vierstrahlbake derart zu kombinieren, daß die gleichen Antennensysteme Verwendung finden können.
Abb. 4 zeigt die einzelnen Diagramme, die von der erfindungsgemäßen Bake erzeugt werden
sollen. Zunächst ist ein Antennensystem vorgesehen, das in bekannter Weise ein normales Rahmendiagramm mit einer Nullempfangszone
in Richtung der Achse 0-C (I in Abb. 4) liefert. Handelt es sich um sehr kurze Wellen, so kann das Antennensystem
aus zwei in einer Ebene senkrecht zu 0-C aufgestellten Dipolen bestehen, die gegenphasig
gespeist werden. Die Phasen dieser Speiseströme werden im Rhythmus der Punkte und Striche umgekehrt, so daß sich durch
Zusamenwirken mit einem zweiten Antennensystem die in Abb. 1 dargestellten Verhältnisse
•ergeben.
Dieses zweite Antennensystem liefert mit Hilfe einer einfachen, noch zu beschreibenden
Anordnung sowohl ein Antennendiagramm mit gleicher Phase der Strahlung in allen Richtungen, und zwar ohne ausgeprägte Nullzonen
(Abb. 4, II i4), als auch ein Rahmendiagramm
mit einer Nullzone, die um 900 gegen die Richtung 0-C versetzt ist (Abb. 4,
II B). Um einen derartigen Effekt zu erzielen, besteht dieses Antennensystem aus
zwei Dipolen, die sich in der durch O-C verlaufenden
Vertikalebene befinden und deren Abstand etwas geringer als eine halbe Wellenlänge
ist. Um das Antennendiagramm der Lage A zu erhalten, werden die beiden Dipole
gleichphasig, um das Diagramm der Lage .3 zu erhalten, werden sie gegenphasig gespeist.
Durch Überlagerung der Diagramme I und IIA, wobei ersteres periodisch im Punkt-Strich-Rhythmus
umgetastet wird, ergeben sich also in bekannter Weise die beiden Richtungen C-C, wie in Abb. ι dargestellt (Zweistrahlbake).
Durch Überlagerung der Diagramme I und IIB entstehen dagegen die vier
Richtungen gemäß Abb. 2 ((Vierstrahlbake). Für diesen Fall bleibt die periodische Punkt-Strich-Umtastung
des Diagramms I erhalten, während das gleichphasige Diagramm 11^2 in
das gegenphasige, mit konstanter Amplitude ausgestrahlte Diagramm IIB übergeht. Dies
wird erreicht, indem nach Ablauf der obenerwähnten 16 Sekunden für den Betrieb der
Zweistrahlbake 4 Sekunden lang die beiden Speiseleitungen, die zu einem der Dipole des
nicht getasteten Antennensystems II führen, umgepolt werden. Durch diese Maßnahme
entsteht eine Kennzeichnung der verschiedenen Winkelräume, wie sie die Abb. 3 zeigt.
Zu bemerken ist noch, daß das Diagramm 115 im Falle der Betriebsweise der Anlage
als Zweistrahlbake zweckmäßig mit 900 Phasenverschiebung gegenüber dem Diagramm
I ausgesandt wird. Diese Phasenverschiebung müßte also jedesmal beim Übergang vom Diagramm II νί in 115 in Wirksamkeit
treten.
In Abb. 5 ist eine Antennenanordnung dargestellt, die zur Erzeugung der erfindungsgemäßen
Bakenstrahlung Verwendung finden soll. Eine Tastanordnung M1 erzeugt die
Umkehr der Phase im Takte der Striche und Punkte für das Antennensystem I. Ein Umschalter
j und ein Schalter c schalten das Diagramm II von dem gleichphasigen Antennendiagramm
A auf das Rahmendiagramm B um. Der Schalter c dient zur Einschaltung
einer 2/4 Umwegleitung in die gemeinsame
Speiseleitung der Dipole II für die Erzeugung der 900 Verschiebung. Diese Umschaltung
des Antennensystems II vom Strahlungszustand A in den Zustand B erfolgt in dem
langsamen Rhythmus von 16 zu 4 Sekunden.
Claims (2)
1. Verfahren zur Unterscheidung der ,.,.
von einer Vierstrahlbake gebildeten Winkelräume, gekennzeichnet durch nacheinander
abwechselnd erfolgende Ausstrahlungen einer Zweistrahl- und einer Vierstrahlbake,
die durch verschiedene Ken- ßo nungen voneinander unterscheidbar und
so angeordnet sind, daß die Richtung der Zweistrahlbake mit einer der Vierstrahlbake
zusammenfällt, und durch die Verwendung einer aus zwei Richtsysternen fir
bestehenden Antennenanordnung, welche "' räumlich um 900 gegeneinander versetzt
sind und von denen eines durch periodische Phasenumkehr in Verbindung mit der gleichphasig gespeisten zweiten Rieht- ,
antenne die Zweifachstrahlung und in Verbindung mit der gegenphasig gespeisten zweiten Richtantenne die Vierfachstrahlung
ergibt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ,/;.
gekennzeichnet, daß bei der gleichphasigen Speisung der zweiten Richtantenne die
Phase des Speisestromes gegenüber der
- Zeit, in der diese Richtantenne gegenphasig gespeist wird, um 900 gedreht go
wird, z. B. durch eine /./4 lange Umwegleitung.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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|---|---|---|---|---|
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Families Citing this family (4)
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