DE514183C - Anordnung zum Senden oder Empfangen mittels einer Richtantenne aus mehreren vertikalen Draehten - Google Patents
Anordnung zum Senden oder Empfangen mittels einer Richtantenne aus mehreren vertikalen DraehtenInfo
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- DE514183C DE514183C DET33284D DET0033284D DE514183C DE 514183 C DE514183 C DE 514183C DE T33284 D DET33284 D DE T33284D DE T0033284 D DET0033284 D DE T0033284D DE 514183 C DE514183 C DE 514183C
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-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01Q—ANTENNAS, i.e. RADIO AERIALS
- H01Q1/00—Details of, or arrangements associated with, antennas
- H01Q1/52—Means for reducing coupling between antennas; Means for reducing coupling between an antenna and another structure
Landscapes
- Variable-Direction Aerials And Aerial Arrays (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
9. DEZEMBER 1930
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVl 514183 KLASSE 21a4 GRUPPE
Im Betrieb mit kurzen Wellen ist es günstig, gerichtete Antennen zu benutzen.
Solche gerichteten Antennen bestehen beispielsweise aus vielen untereinander gleichen
vertikalen Drähten, die in einer Ebene und in gleichem Abstand voneinander angeordnet
sind. Wird ein solches System über einq Energieleitung gleichphasig erregt, so wird
bekanntlich ein Strahl senkrecht zur Antennenebene scharf gerichtet. Die Richtwirkung
ist um so schärfer, je größer die Zahl der Antennen und je größer die Ausdehnung der
Ebene im Vergleich zur Wellenlänge ist. Man kommt auf diese Weise zu Kurzwellenantennensystemen
von recht erheblichen Außenmaßen. Solche Richtstrahlantennen sind daher verhältnismäßig kostspielig, und man wird
sie nur dann wirtschaftlich verwerten können, wenn sie, wie im Großstationsbetrieb,
möglichst viele Stunden pro Tag im Betrieb sein können.
Nun hat aber der Betrieb mit Kurzwellen gezeigt, daß man für eine Dauerverbindung
zwischen zwei festen, einige tausend KiIometer voneinander entfernten Punkten mit
einer Wellenlänge des Senders nicht auskommen kann. Es zeigt sich vielmehr, daß gewisse
Wellenlängen vorzugsweise in der Nacht, andere vorzugsweise am Tage übertragen werden. Infolgedessen ist man gezwungen,
einer Telegraphenverbindungslinie zwei Wellenlängen zuzuordnen.
Sendermäßig löst man diese Aufgabe so, daß der Hochfrequenzgenerator entweder in
der Wellenlänge umschaltbar gebaut wird oder daß er doppelt vorgesehen wird.
Bezüglich der Kombination des Senders mit einer Richtantenne der eingangs erwähnten
Art ist nur bekannt, ein Richtstrahlantennensystem für eine bestimmte Welle zu bauen.
Für abwechselnden oder gleichzeitigen Betrieb mit zwei Wellen benötigt man demnach
zwei Richtstrahlantennensysteme, womit die für die Antennen benötigten Kosten auf das
Doppelte anwachsen.
Vorliegende Erfindung zeigt die Mittel, mit einer einzigen Richtstrahlantenne für zwei
oder gegebenenfalls sogar noch mehr verschiedene Wellenlängen abwechselnd oder gleichzeitig Betrieb zu ermöglichen. Dies wird
dadurch erreicht, daß man aus Grund- und Oberwellen der linearen Antennendrähte passende
Wellenlängen auswählt und mit dem unveränderten Antennensystem mehrere Sender über eine gemeinsame Energieleitung koppelt,
welche die ausgewählten Wellen erzeugen. Dabei können die von den verschiedenen Sendern erzeugten Wellen gleichzeitig
von den Antennendrähten ausgestrahlt werden. Sollen die verschiedenen Wellen ab-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Wilhelm Moser in Berlin.
wechselnd benutzt werden, so können die Sender auch abwechselnd über die Energieleitung
mit dem Antennensystem verbunden werden, oder es kann auch ein einziger Sender benutzt werden, der in seiner Wellenlänge
entsprechend umschaltbar ist.
Bild ι zeigt'eine Anordnung der bekannten
Art. Der Sender S arbeitet vermittels des Kopplungstransformators K auf die Energie-
to leitung E, die sich bei V0, V1 und V2 jeweils
in zwei Unterleitungen verzweigt. Die vier freien Enden der Energieleitung sind jedes
mit einer Vertikalantenne A gekoppelt. Der Sender S arbeitet also parallel auf die vier
Antennen A1, A2, A3, Äl. Diese Antennen
schwingen dann gleichphasig, wenn die Längen der Energieleitung zwischen dem Kopplungspunkt
K, am Sender und dem Kopplungspunkt je einer Antenne einander gleich sind
und wenn die Antennen untereinander gleich sind. Die Antennen können dabei in ihrer
Grundwelle X0 erregt werden, so daß sich eine
Stromverteilung im Antennendraht gemäß Bild 2 ergibt. Es ist aber auch möglich, eine
kürzere Welle zu wählen, beispielsweise eine solche, die der Stromverteilung nach Bild 3
entspricht. Diese Wellenlänge X1 ist bekanntlich
= !/3X0, wenn die Antennenlänge konstant
geblieben ist. Entsprechend kann man die fünffache, siebenfache usw. Wellenlänge
ausstrahlen. Auch für die Oberwellen ist die Bedingung der Gleichphasigkeit erfüllt. Da'
der Bereich der geeigneten Nachtwellen und Tageswellen eine gewisse Ausdehnung hat,
so kann man bei richtig bemessener Antennenlänge immer Oberwellen finden, die diesen
günstigsten Nacht- bzw. Tageswellen entsprechen. Wäre beispielsweise die richtige
Tageswelle 25 m, die richtige Nachtwelle 15 m, so kann man die Antennenlänge für
eine Grundschwingung von 75 m ausbilden (Antennenlänge= 16,67 m). Man kann dann
abwechselnd die zweite und dritte Oberwelle als Tag- bzw. Nachtwelle betreiben. Der
Sender muß dann eine Umschalteinrichtung für den Wellenwechsel besitzen.
Will man den Wellenwechsel vermeiden, so kann man die Energieleitung gemäß der Erfindung
gleichzeitig mit zwei Sendern koppeln.
Bild 4 zeigt das Schema.
Die Sender S1 und S2 arbeiten über die
Kopplungstransformatoren ^C1, K2 auf die
Energieleitung, wobei nunmehr in der oben beschriebenen Weise jeder Sender eine der
Eigenfrequenzen des Antennensystems entsprechende Wellenlänge erzeugt. Da im Energieleitungs- und Antennensystem ungestörte
Überlagerung der Wellen vorausgesetzt werden darf, so ist im Antennensystem eine
gegenseitige Beeinflussung der Welle nicht zu befürchten. Anders ist es bei der gezeichneten
Art bezüglich der Sender. Sender 1 gibt über K} und Kr auch Energie an S2 ab
und umgekehrt, d.h. die Sender werden sich bei dieser Schaltungsart gegenseitig beeinflüssen.
Gemäß der Erfindung wird diese gegenseitige Beeinflussung in an sich bekannter
Weise dadurch vermieden, daß Entkopplungseinrichtungen vorgesehen werden. Solche
Entkopplungseinrichtungen können beispielsweise in Sperrkreisen bestehen.
Bild 5 zeigt eine beispielsweise Anordnung. Zwischen dem Kopplungstransformator /C1 und
der Energieleitung, der die Welle X1 vom
Sender auf die Energieleitung zu übertragen hat, ist ein Sperrkreis für die WeIIeX2 geschaltet,
ebenso zwischen Kopplungstransformator K2 und Energieleitung ein Sperrkreis
für die WeIIeX1. Eine gegenseitige Beeinflussung
der Sender ist dadurch vermieden oder zum mindesten sehr erheblich herabgesetzt.
Alles Vorhergesagte gilt auch für ein Richtantennensystem, das für Empfangssystem benutzt
wird, also auf einen oder mehrere Empfänger zu arbeiten hat. Man hat dann nur gemäß der obigen Beschreibung die Sender
S1 und S2 durch Empfänger zu ersetzen. Die Abstimmungs- und Kopplungsverhältnisse
bleiben dann dieselben wie beim Sendebetrieb.
Claims (2)
- Patentansprüche:I.Anordnung zum Senden oderEmpfangen mittels einer Richtantenne aus mehreren vertikalen Drähten, dadurch gekennzeichnet, daß bei unverändertem Antennensystem abwechselnd oder gleichzeitig mehrere Sender verschiedener WeI-lenlänge bzw. ein in seiner Welle umschaltbarer Sender oder mehrere Empfänger für verschiedene Wellenlängen über eine gemeinsame verzweigte Energieleitung mit den Antennendrähten gekoppelt sind, und daß die verschiedenen Wellenlängen der Sender oder Empfänger den Eigenfrequenzen (Grund- und Oberschwingungen) der linearen Antennendrähte entsprechen.
- 2. Gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gegenseitige Beeinflussung der Sender untereinander bzw. der Empfänger untereinander durch Sperrkreise, Kürzschlußkreise oder sonstige an sich bekannte Entkopplungseinrichtungen beseitigt sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET33284D DE514183C (de) | 1927-04-01 | 1927-04-01 | Anordnung zum Senden oder Empfangen mittels einer Richtantenne aus mehreren vertikalen Draehten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET33284D DE514183C (de) | 1927-04-01 | 1927-04-01 | Anordnung zum Senden oder Empfangen mittels einer Richtantenne aus mehreren vertikalen Draehten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE514183C true DE514183C (de) | 1930-12-09 |
Family
ID=7557644
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET33284D Expired DE514183C (de) | 1927-04-01 | 1927-04-01 | Anordnung zum Senden oder Empfangen mittels einer Richtantenne aus mehreren vertikalen Draehten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE514183C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3738829A1 (de) * | 1987-11-16 | 1989-05-24 | Bosch Gmbh Robert | Fernsprechnebenstellenanlage |
| DE4022929A1 (de) * | 1990-07-19 | 1992-01-23 | Hagenuk Telecom Gmbh | Vorrichtung zur ausbildung von nebenstellanlagen |
-
1927
- 1927-04-01 DE DET33284D patent/DE514183C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3738829A1 (de) * | 1987-11-16 | 1989-05-24 | Bosch Gmbh Robert | Fernsprechnebenstellenanlage |
| DE4022929A1 (de) * | 1990-07-19 | 1992-01-23 | Hagenuk Telecom Gmbh | Vorrichtung zur ausbildung von nebenstellanlagen |
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