DE761950C - Verfahren zur Kursweisung mittels frequenzmodulierter Strahlungen - Google Patents
Verfahren zur Kursweisung mittels frequenzmodulierter StrahlungenInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01S—RADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
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- G01S1/02—Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith using radio waves
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Description
Es sind Sendeeinrichtungen zur Kursweisung
bekannt, bei denen ein amplitudenmodulierter Sender eine Richtantennenanardniung
speist, mittels derer die ausgesendete Richtstrahlung im Rhythmus von
Tastzeichen sprunghaft derart verlagert wird, daß sich längs der festzulegenden Kursriditung
die Empfangsintensität nicht ändert. Der Sender speist beispielsweise eine Mittelantenne
dauernd, und zwei beiderseits und in gleichem Abstand von der Mittelantenne angeordnete,
strahlungsgekoppelte Reflektoren werden abwechselnd, vorzugsweise im Komplementärzeiehenrhythtrnuis,
getastet (vgl. Abb. i). Diese Anordnung hat den Vorteil, daß nur ein einziger
Sender notwendig ist, dessen Ausgangsamplitude keinen Einfluß auf die Ausbildung
bzw. Richtung der Kurslinie besitzt. Selbst wenn die Ausgangsamplitude des Senders
schwankt, bleibt der Kurs genau definiert er- ao halten, da durch das Unrtasten der Reflektoren
lediglich eine gleichmäßige Deformation einer einzigen Strahlungscharakteristik erfolgt.
Weiterhin ist vorgeschlagen worden, für die Kurslinienweisung frequenzmodulierte Strafelungen
anzuwenden, um dadurch den Vorteil
zu gewinnen. Empfangsstörungen, hervorgerufen durch äußere Einflüsse, weitgehend
herabzumindern. Zu diesem Zweck sollen die beiden sich teilweise überdeckenden Richt-Charakteristiken
gleichzeitig mit der gleichen Trägerfrequenz ausgesendet und abwechselnd im Komplementärzeichenrhythmus frequenzmoduliert
werden, und zwar mit ein und derselben Modulationsfrequenz. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß zwei Sender verwendet
werden müssen oder zumindest ein Steuersender und zwei Endstufen. Schwanken
die beiden Endstufen in ihrer Amplitude, so wird auch die Kursrichtung entsprechend den
Amplitudenänderungen schwanken, d. h. sie wird verlagert.
Gemäß der Erfindung soll daher nur ein
einziger frequenzmodulierter Sender für die Erzeugung der Richtstrahlung vorgesehen
sein, bei dem es, wie z. B. im Fall des Patents 577 350, nicht auf eine exakt definierte Ausgangsamplitude
ankommt. DaabermitderAnwendung der Frequenzmodulation.wie sie schon
oben angedeutet, vornehmlich der Zweck verfolgt wird, Amplitudenstörungen in ihrer Wirkung
auszuschalten, indem auf der Empfangsseite Mittel zur Amplitudenbeschneidung vorgesehen
werden, so wäre offenbar ein Auffinden der Kurslinie nicht mehr möglich, da dieses
auf dem Vergleich zweier abwechselnd vorhandener Empfangsspannungen mit unterschiedlichen
Amplituden beruht. Diese Unterscheidungsmöglichkeit ist indessen, wie bereits an anderer Stelle früher ausführlich erörtert
wurde, dann gegeben, wenn außer der frequenzmodulierten Schwingung gleichzeitig
die unmodulierte Grundschwingung in den Empfänger gelangt. Auf Grund dieser Tatsache
besteht die Erfindung darin, bei Verwendung eines mit Amplitudenbegrenzung
ausgerüsteten Empfängers am Sendeort zusätzlich eine 'angerichtete und unmodulierte Strahlung
zu erzeugen, deren Frequenz im Band der frequenzmodulierten Strahlung liegt, deren
Intensität gleich oder kleiner ist als die Richtstrahlung in Richtung der Kurslinie.
Zur Erzielung der gleichen Wirkung kann die unmodulierte HilfsSchwingung auch empfangsseitigerzeugt
und in dem angegebenen Intensitätsverhältnis zugesetzt werden.
An Hand der Abbildung sei die Erfindung näher erläutert. Es ist von der Sendeanordnung
des Patents 577 350 ausgegangen. In Abb. ι stellt R die vom Sender S1 dauernd
gespeiste Mittelantenne dar, und R1 und Rn
sind die strahlungsgekoppelten Reflektoren, die bei abwechselnder Wirksamkeit die Strahlungen
mit der Diagrammform D1 bzw. D2 erzeugen.
Dabei sind R, R1 und i?2 der besseren
zeichnerischen Darstellung wegen in die Ebene der Diagramme D1 und D2 geklappt worden.
Der Sender S1 ist im Sinn der Erfindung
frequenzmoduliert. Es können für die Erfindung selbstverständlich sämtliche Rioitantennenanordnungen
Verwendung finden. deren horizontale Strahlungscharakteristik durch geeignete Mittel versetzt werden kann,
beispielsweise können AdcoL"kantennensysteme oder scharf gebündelte Ultrakurzwellenstrahler
u. a. Verwendung finden. Desgleichen läßt sich der Erfindungsgedanke im Fall der Verwendung
von zwei gekreuzten Rahmen sinngemäß anwenden, wenn diese abwechselnd gespeist werden. Auch in Verbindung mit azimutal
rotierenden Richtstrahlungen ist das erfindungsgemäße Verfahren geeignet.
Die Erzeugung der angerichteten Hilfsspannung, von der vorher die Rede war, erfolgt
mit Hilfe des zweiten Senders S2 (Abb. 1), der am gleichen Ort oder in unmittelbarer
Xähe von S1 sich befindet und an dessen Amplitudenkonstanz ebensowenig
besondere Anforderungen gestellt zu werden brauchen wie bezüglich des Senders S1. Das
gleiche gilt für den Fall, daß die Hilfsspannung auf der Empfangsseite erzeugt wird.
Empfangsseitig treten nun folgende Wirkungen ein, die an Hand der Abb. 2 a und 2 b
näher erklärt sind. In Abb. 2 a stellen D1 und D2 wieder die abwechselnd vorhandenen,
frequenzmodulisrten Richtdiagramme des Senders S1 dar. Das Diagramm D1 sei im
Strichzeichenrhythmus, D2 im komplementären Punktrhythmus getastet. Die von dem
Sender S.2 erzeugte angerichtete Strahlung liefert ein Diagramm, das durch den Kreisbogen
D3 angedeutet ist. Betrachtet man nun drei verschiedene Empfangsrichtungen £,. E2,
E3, so überwiegt in Richtung E1 die Strahlung
D1 gegenüber D;5.
Wie bereits oben angedeutet, ist bei Vorhandensein einer unmodulierten Spannung und
einer frequenzmodulierten Spannung nur dann ein Empfang der frequenzmodulierten Spannung
möglich, wenn letztere in gleicher oder größerer Stärke als die nicht modulierte Spannung
im Empfänger wirksam wird; ist andererseits die unmodulierte Spannung merklich größer als die frequenzmodulierte Spannung,
so macht sich letztere nicht bemerkbar. Demgemäß wird in Richtung E1 wegen der
Dimensionierung von D3 die Strahlung D1 in
Form von Strichzeichen empfangen. In E2 ist die Amplitude der Strahlung D3 ungefähr
gleich der von D1 und D2. Letztere werden
also noch in Erscheinung treten, so daß ein Dauersignal vorhanden ist, durch das die
Kursrichtung definiert ist. In Richtung £3 schließlich überwiegt die Strahlung D2 gegenüber
D3; D2 ist also empfangsseitig hörbar. iao
Es entstehen Punkte, während D1 und damit die komplementären Strichsignale durch die
ungerichtete Spannung D3 unterdrückt werden.
Es entsteht also scheinbar eine Amplitudenmodulation der Strahlung D3 im Tastrhythmus,
die beiderseits der Kurslinie (E2) rasch auf ioo°/o ansteigt, ohne daß ein besonders
spitzer Überschneidungswinkel der Diagramme D1, D2 erforderlich wäre.
In Abb. 2 b ist der Fall dargestellt, daß die Intensität der ungerichteten HilfsstrahlungD3
kleiner ist als die der Strahlungen von D1 und D2 in Richtung E2. Betrachtet man
hier die Empfangsrichtungen E1 bis E5, so
sieht man, daß in Et die Intensität der Hilfsstrahlung
D3 zwischen denen von D1 und D2
liegt, demnach sind hier Strichzeichen hörbar. Dasselbe trifft für E5 zu, wo nur Punktzeichen
hörbar sind. In den Empfangsrichtungen E1, E2, E3 überwiegen die Richtspannungen
der Diagramme D1, und D2 die SpannungD3.
Zwischen .E1 und E3 bzw. darüber
hinaus ist also Dauerstrich hörbar, d. h. gegenüber der Abb. 2 a ist die Kursrichtung durch
einen Sektor dargestellt. Auf Grund der Dimensionierung der Strahlung D3 ist somit
die Kennungsschärfe der Leitrichtung einstellbar.
Da ein Ausfall der unmodulierten Hilfsspannung
gleichbedeutend ist mit einem Verschwinden der Kennzeichnung des Kurses,
denn es würde überall nur ein Dauersignal wahrnehmbar sein, wird weiterhin eine Sicherungsvorrichtung vorgeschlagen, die dafür
sorgt, daß der frequenzmodulierte Sender erst dann eingeschaltet werden kann, wenn
der ungerichtete Sender bereits arbeitet, und andererseits der frequenzmodulierte Sender
bei Ausfall des ungerichteten Senders sofort automatisch abgeschaltet wird.
Claims (2)
1. Verfahren zur Kursweisung mittels einer einzigen, im Rhythmus von Tastzeichen
sprunghaft verlagerten Richtstrahlung, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender frequenzmoduliert ist und daß bei
Verwendung eines mit Amplitudenbegrenzung ausgerüsteten Empfängers entweder am Sendeort eine ungerichtete, unmodulierte
Strahlung zusätzlich erzeugt wird, deren Frequenz im Band der frequenzmodulierten
Strahlung liegt undi deren Intensität gleich oder kleiner ist als die
der frequenzmodulierten Richtstrahlung längs der Kurslinie, oder daß· die unmodulierte
Strahlung empfangsseitig in Form einer Hilfsschwingung in dem angegebenen
Intensitätverhältnis zugesetzt wird.
2. Sendeeinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch automatische Kontrollmittel, welche bewirken, daß der dieRichtstrahlungen erzeugende Sender nur in Betrieb
ist, wenn auch die Hilfsstrahlung vorhanden ist, und umgekehrt.
Zur Abgrenzung des Errmdungsgegenstandis
vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht
gezogen worden:
Deutsche Patentschrift Nr. 577 350.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
I 5683 1.54
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL104211D DE761950C (de) | 1941-05-10 | 1941-05-11 | Verfahren zur Kursweisung mittels frequenzmodulierter Strahlungen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE229871X | 1941-05-10 | ||
| DEL104211D DE761950C (de) | 1941-05-10 | 1941-05-11 | Verfahren zur Kursweisung mittels frequenzmodulierter Strahlungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE761950C true DE761950C (de) | 1954-01-18 |
Family
ID=25764483
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL104211D Expired DE761950C (de) | 1941-05-10 | 1941-05-11 | Verfahren zur Kursweisung mittels frequenzmodulierter Strahlungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE761950C (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE577350C (de) * | 1932-04-20 | 1933-05-30 | Lorenz Akt Ges C | Sendeanordnung zur Erzielung von Kurslinien |
-
1941
- 1941-05-11 DE DEL104211D patent/DE761950C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE577350C (de) * | 1932-04-20 | 1933-05-30 | Lorenz Akt Ges C | Sendeanordnung zur Erzielung von Kurslinien |
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