DE73560C - Verfahren zur Gewinnung rhodanfreier Ammoniaksalze - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung rhodanfreier Ammoniaksalze

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DE73560C
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rhodan
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iron
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/24Sulfates of ammonium

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
JETZT
Das Verfahren bezweckt die Ueberführung des Gaswassers in eine von Rhodanverbindungen freie concentrirte Lösung von schwefel- , saurem Ammoniak oder Salmiak, die zur Trockne verdampft wird. Die Verarbeitung des Gaswassers geschieht am besten in der Gasfabrik selbst im Anschlufs an den Betrieb derselben.
Das Gaswasser wird mit einer Lösung, wie sie bei der Einwirkung von Schwefelsäure oder Salzsäure auf metallisches Eisen entsteht, versetzt und der hierbei sich bildende Niederschlag abfiltrirt. Das Filtrat wird mit Schwefelsäure oder Salzsäure neutralisirt und gelangt nun wieder in die Waschapparate der Gasfabrik zurück. Das nach dem Durchgang durch die Waschapparate erhaltene Product wird in derselben Weise wie das ursprüngliche Gaswasser bearbeitet und geht dann von neuem in den Betrieb u. s. f., bis ein Wasser mit 8 bis iopCt. Ammoniak (entsprechend 30 bis 40 pCt. schwefelsaurem Ammoniak) resultirt, das mit Chlor, Chlorwasser, Chlorkalk oder einem anderen unterchlorigsauren Salz behandelt, neutralisirt und eingedampft wird.
Die Reinigung des Gaswassers von Schwefel- und Cyanverbindungen durch Eisensalze ist bekannt; es lassen sich aber weder durch Eisenoxyd-, noch durch Eisenoxydulsalze dieRhodanverbindungen beseitigen. ■
Für das neue Verfahren sind folgende Punkte charakteristisch:
ι. die Beseitigung von Rhodanverbindungen und anderen vorhandenen, reducirend wirkenden Körpern durch Verwendung von Chlorkalk u. s. w.; .
2. die Concentration der Amrnoniaksalze im Gaswasser infolge der wiederholten Verwendung des durch Eisensalze entschwefelten Wassers zur Reinigung des Rohgases.
Die Herstellung der Eisenlösung aus Eisendrehspänen, Eisenfeile oder anderen Eisenabfällen und Schwefelsäure oder Salzsäure erfolgt in geschlossenen Apparaten. Der freiwerdende Wasserstoff wird in die Condensationsapparate der Gasfabrik geleitet. Hierdurch wird eine erhöhte Production an Leuchtgas erzielt, insofern sich der Wasserstoff mit den in den Condensationsapparaten sich ausscheidenden flüchtigen Kohlenwasserstoffen sättigt.
Der aus dem Gaswasser durch Zusatz der Eisenlösung erhaltene Niederschlag wird an der Luft ausgebreitet, bis die schwarze Farbe desselben in eine rothbraune Farbe übergegangen ist. Die trockene, braune, leicht zerbröckelnde Masse besteht der Hauptmenge nach aus basisch schwefelsaurem Eisenoxyd, eignet sich sehr gut zur Reinigung des Rohgases und findet im Betriebe der Gasfabrik Verwendung.
Das . Verfahren ermöglicht somit nicht nur eine Verwerthung des in dem Gaswasser vorhandenen Ammoniaks, sondern auch des Schwefels und Cyans, welche in den Eisenniederschlag übergehen; das Verfahren bewirkt aber auch zugleich eine vollständige Beseiti-■ gung des Gaswassers, ohne dafs hierbei Abwasser und andere werthlose oder die Nach-
barschaft der Fabrikanlage belästigende Producte auftreten.
Die Vortheile des Verfahrens in ökonomischer Beziehung gründen sich auf die mehrfache Verwendung der Hülfsstoffe: Eisen und Säure. Die Säure dient zur Herstellung von Wasserstoff, sowie zur Bindung des Ammoniaks und gelangt im Ammoniaksalz wieder zum Verkauf; das Eisen findet zunächst in Form von Eisensalz zur Entschwefelung des Gaswassers, dann in Form von basisch schwefelsaurem Eisenoxyd als Reinigungsmasse Verwendung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Gewinnung rhodanfreier Ammoniaksalze (Ammoniumsulfat, Salmiak) aus Gaswasser, darin bestehend, dafs man in dem zweckmäfsig entschwefelten und "zwecks Anreicherung der Ammoniaksalze nach erfolgter Neutralisation mittelst Säuren (Schwefelsäure, Salzsäure) wiederholt zum Reinigen des Rohgases benutzten Gaswasser die Rhodanverbindungen mit Chlor, Chlorwasser, Chlorkalk oder einem anderen unterchlorigsauren Salz zerstört.
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