AT46030B - Reinigung von Röstwässern aus Flachsspinnereien bezw. von anderen Abwässern. - Google Patents

Reinigung von Röstwässern aus Flachsspinnereien bezw. von anderen Abwässern.

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AT46030B
AT46030B AT46030DA AT46030B AT 46030 B AT46030 B AT 46030B AT 46030D A AT46030D A AT 46030DA AT 46030 B AT46030 B AT 46030B
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  • Separation Of Suspended Particles By Flocculating Agents (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Reinigung von Röstwässern aus Flachsspinnereien bezw. von anderen Abwässern. 



    Dem Erfinder ist durch das Stammpatent Nr. 35839 vom 1. August 1908 bereits ein Reinigungsverfahren geschützt worden, welches sich für Färbereiabwässer mit grossem Vorteil   bewährt hat. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die erforderlichenfalls vorgereinigten Wässer nach Art des biologischen Verfahrens der Einwirkung von Braunkohlenschlacke unterworfen werden. Weiter angestellte Versuche haben nun dem Erfinder gezeigt, dass man in ganz gleicher Weise auch andere schwer zu reinigende Abwässer in einfacher und sicherer Weise derart reinigen kann, dass ebenfalls reine Wässer erzielt werden, die den   önentlichen   Flussläufen ohne jede Bedenken zugeführt werden können. 



   In weiterer   Ausbildung der durch das österreichische   Patent Nr. 35839 geschützten Erfindung wurde das erwähnte Verfahren bei diesen Versuchen benutzt, um Röstwässer von Flachsspinnereien zu reinigen, und es zeigte sich ein überraschender Erfolg. Diese Wässer, die sonst der Reinigung widerstanden, wurden in so hohem Masse gereinigt, wie es nicht vermutter werden konnte. Folgendes
Beispiel mag dieses näher erläutern. 
 EMI1.1 
   Resultat   :
1. R o h w a s s e r. 
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> 



  Aussehen <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> gelbbraun, <SEP> undurchsichtig, <SEP> mit <SEP> grauen
<tb> Schwebestoffen.
<tb> 



  Geruch............ <SEP> stark <SEP> stinkend. <SEP> an <SEP> Fäkalien <SEP> erinnernd.
<tb> 



  Reaktion <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> stark <SEP> sauer.
<tb> 



  Gesamttrockenrückstand <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 3376,0 <SEP> Milligramm.
<tb> 



  Gesamtglührückstand <SEP> . <SEP> 1648,0 <SEP> #
<tb> Ammoniak <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 14,4 <SEP> #
<tb> Stickstoffhaltige <SEP> Substanz <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 221, <SEP> 2
<tb> Organische <SEP> Fallstoffe. <SEP> 45, <SEP> 2
<tb> Mineralische <SEP> Fallstot\-.......... <SEP> 6, <SEP> 8
<tb> Gesamt-Permanganatverbrauch <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 4059,2
<tb> Permanganatverhmurh <SEP> der <SEP> Fallstoffe <SEP> allein <SEP> . <SEP> . <SEP> 94,4
<tb> 
 
Nachdem dieses Wasser der biologischen Reinigung unter Anwendung von Braunkohlenschlacke unterworfen war, ergab sich das folgende Resultat für 1 Liter des gereinigten Wassers : 
2. Klärwasser. 
 EMI1.3 
 
<tb> 
<tb> 



  Aussehen. <SEP> hell <SEP> und <SEP> klar <SEP> bis <SEP> auf <SEP> geringen
<tb> Trübungsschleier.
<tb> 



  Geruch. <SEP> nicht <SEP> bemerkbar.
<tb> 



  Reaktion. <SEP> neutral, <SEP> zu <SEP> alkalisch <SEP> neigend.
<tb> 
   *) Erstes Zusatzpatent Nr. 35839.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Gesamttrockenrückstand <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 4610,0 <SEP> Milligramm.
<tb> 



  Gesamtglührückstand <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 3176, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> Ammoniak................. <SEP> 8, <SEP> 55
<tb> Stickstoffhaltige <SEP> Substanz <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 47,4 <SEP> #
<tb> Organische <SEP> Fallstoffe <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 0,3 <SEP> #
<tb> Mineralische <SEP> Fallstoffe <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 0,2 <SEP> ,
<tb> Gesamt-Permanganatverbrauch <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 58, <SEP> 0 <SEP> "
<tb> Permanganatverbrauch <SEP> der <SEP> Fallstoffe <SEP> allein.. <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> "
<tb> 
 
Das Wasser war farblos, wrsserhell geworden.

   Der üble Geruch war verschwunden ; saure Reaktion war ebenfalls nicht mehr vorhanden. Die Pennanganatprobe ergab einen Reinigungseffekt, Klärwassers von 98,   6ose.   Die Ausführung dieses Verfahrens geschah durch Anwendung zweier aufeinander folgender, intermittierend wirkender Oxydationsfilter und zweier sich daran   anschliessender   kontinuierlich wirkender Filter. Die ersten beiden Filter waren mit gröberer Braunkohlenschlacke (2-20 mm Körnergrösse), die letzten beiden mit Braunkohlenschlacke feineren Kornes (bis zu etwa 2 mm Körnergrösse) beschickt. 



   Das Abwasser wird aus geeigneten Sammelbassins zunächst in die ersten beiden Filter eingelassen, aus welchen es dann nach einiger Zeit der Ruhe durch die beiden folgenden Filter mit der feineren Braunkohlenschlacke hindurchlaufen gelassen   witd,   wobei die beiden letzten Filter stets mit dem Abwasser gefüllt gehalten werden. 



   Die grosse Wirkung, welche da Verfahren des Stammpatents für die Reinigung so sehr der Reinigung widerstehender    tasser   ausübte, führte wie leicht begreiflich auch dazu, dasselbe für andere Abwässer, so   fni   städtische Abwässer, Kanalwässer, Abwässer aus Schlachthäusern, Viehställen, Stärkefabriken zu verwenden, welches in gleicher Weise mit dem besten Erfolg gelang.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Die weitere Ausbildung bezw. Durchführung des durch das Patent Nr. 35839 gebchützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, dass man auch andere Abwässer in Sonderheit Röstwässer aus Flacbsspinnereien dem durch das Stammpatent geschützten Verfahren unterwirft, indem man ihre biologische Reinigung unter Anwendung von Braunkohlenschlacke als Filte"toff ausführt.
AT46030D 1907-05-24 1909-09-30 Reinigung von Röstwässern aus Flachsspinnereien bezw. von anderen Abwässern. AT46030B (de)

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