DE7354C - Bruchrechenmaschine - Google Patents
BruchrechenmaschineInfo
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-
- G—PHYSICS
- G09—EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
- G09B—EDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
- G09B19/00—Teaching not covered by other main groups of this subclass
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Description
1879.
ALBERT ZARTH in KÖPENICK. Bruchrechenmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom io. April 1879 ab.
Die vorliegende Maschine hat den Zweck, das Rechnen durch bessere Veranschaulichung
zu erleichtern.
Der Rahmen ist aus Holz gefertigt und mit einem Fufsgestell versehen. Am oberen Theile
ist er zur' Aufnahme der Schieber S und D eingerichtet. Die beiden Seitentheile haben
von vorn Einschnitte als Lager für die Stäbe St. An der Rückseite wird das Brettchen T befestigt;
ferner sind an derselben Stiftchen angebracht, welche durch eine Schnur so verbunden
werden können, dafs der innere Raum des Rahmens in hundert Quadrate getheilt wird.
Der Schieber S ist aus Holz und der Zeiger Z aus Metall gearbeitet. Letzterer hat eine
solche Länge, dafs er noch die Bruchtheile des untersten Stabes anzeigt. Der Schieber D . enthält
die Anfangsbuchstaben der fünf höheren und fünf niederen Zahlordnungen, doch soll
die Zahl derselben je nach Bedürfhifs erweitert werden.
Die zehn Stäbe sind dreikantig; die Flächen sind 2 cm breit und so getheilt, dafs sie über
zwanzig verschiedene Bruchtheile darstellen.
Die Länge beträgt um soviel mehr als die Maschinenbreite, dafs ein kleiner Theil, welcher
mit einem Kopf versehen ist, über den Rahmen der Maschine reicht. Am oberen Theil des
Kopfes ist die Nummer des Stabes und an den drei Seiten sind Ziffern, welche die jedesmalige
Eintheilung der Stabfiächen bezeichnen. Die Theile der Stäbe, mit denen sie im Rahmen
ruhen, sind um so viel schwächer, dafs die Stabfiächen mit der vorderen Seite des Rahmens
in einer Ebene liegen. Sollte eine Erweiterung des Zahlenkreises nöthig erscheinen, so kann
entweder die Zahl der Stäbe vermehrt oder es können diese mehrkantig gemacht werden.
Das Brettchen T hat die Länge der Maschinenbreite und ist 25 cm breit; es ist mit
soviel Querstreifen versehen, als der Schieber D Stellenwerthe bezeichnet. Die Vorderseite ist
.schwarz gestrichen, so dafs darauf mit Kreide geschrieben werden kann. Die Hinterseite zeigt
ι qdcm, der in qcm getheilt ist. Das Brettchen ist so befestigt, dafs es beliebig entfernt werden
kann.
Die Schnur hat eine solche Länge, dafs die Maschine im Lichten in hundert Quadrate getheilt
werden kann.
Der Kantel A ist achteckig; er hat 25 cm Länge und 5 bis 8 cm Umfang. Seine Flächen
zeigen folgende Bruchtheile: %, % % %.,,
0A, 0Ae, °/e, °/?4. Der Kantel B ist ebenfalls
achteckig; er ist 50 cm lang und enthält die .DrUCIie. /10 0) /50) /25) /5) /20) /4) /2 J /10·
Die Blechstückchen b sind ι bis 2 cm breit
und 3 bis 4 cm lang und so gebogen, dafs sie auf die Stäbe St gehängt oder geschoben werden
können.
Es lassen sich an der Bruchrechenmaschine ζ. B. die Grundfactoren von Producten gleichzeitig
veranschaulichen: loo, 48, 40, 36 und 30.
Man kann die Stäbe vom gröfsten bis zum kleinsten Bruch theil ordnen, zur Erleichterung
der Einsicht, dafs mit der gröfseren Zahl der gleichen Theile eines Ganzen die Theile kleiner
werden.
Man kann zum besseren Vergleichen die gröfseren Nenner zwischen kleinere, von denen
sie ein Vielfaches bilden, stellen, z. B. Drittel, Zwölftel, Viertel u. s. w.
Dem Schieber 61 können solche Stellungen
gegeben werden, dafs der Zeiger Z stets mehrere gleichwerthige Brüche zeigt. Die Blechstückchen
b dienen zur Markirung ungleichwerthiger Brüche.
Von allen Stufen des Bruchrechnens können Aufgaben mittelst Anschauung und einfacher
Verstandesoperation gelöst werden, noch ehe die Kinder diese Rechnungsart als eine besondere
kennen.
Jeder Stab hat auf einer Seite Zehntel; das erste Zehntel ist in Hundertstel getheilt. Damit
läfst sich die Erweiterung des Zahlenkreises bis 100 oder 1000 erläutern, je nachdem man
ι dem oder 1 cm als Ganzes auffafst.
Die Multiplication und Division der Decimalbruchrechnung läfst sich mit dekadischen Zahlen
veranschaulichen. Werden auf das Brettchen T Ziffern geschrieben und der Zeiger ζ am Rahmen
hin- und hergeschoben, dann zeigt der Schieber D die jedesmalige Veränderung des
Stellenwerthes.
•Die Flächenberechnung kann veranschaulicht werden.
Der Kantel B kann, da er mehrere Währungszahlen enthält, bei der Resolution und
Reduction, dem Verwandeln gewöhnlicher Brüche in Decimalbrüche, und dem umgekehrten Verfahren
benutzt werden. Da dieselben Bruchtheile, welche die Kantel enthalten, in derselben
Ordnung an der Maschine gezeigt werden können, so geben beide Gelegenheit, das im gröfseren Mafsstab von weitern Gesehene
im kleineren näher zu betrachten.
Der Kantel A bietet für gewöhnliche Brüche die Vortheile der Maschine im Kleinen.'
Auf Verlangen können zehn Drahtstäbe mit je zehn Kugeln, wie sie die bekannte russische
Rechenmaschine hat, hinzugefügt werden. Dieselben würden auf die Stellen der Stäbe St
gelegt werden.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7354C true DE7354C (de) |
Family
ID=285197
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT7354D Active DE7354C (de) | Bruchrechenmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7354C (de) |
-
0
- DE DENDAT7354D patent/DE7354C/de active Active
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