DE730696C - Verfahren zur Herstellung thermoplastischer Massen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung thermoplastischer Massen

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DE730696C
DE730696C DED85705D DED0085705D DE730696C DE 730696 C DE730696 C DE 730696C DE D85705 D DED85705 D DE D85705D DE D0085705 D DED0085705 D DE D0085705D DE 730696 C DE730696 C DE 730696C
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DE
Germany
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production
water
filter material
filter
thermoplastic masses
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DED85705D
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English (en)
Inventor
Heinrich Dilchert
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Deutsche Rhodiaceta AG
Original Assignee
Deutsche Rhodiaceta AG
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L1/00Compositions of cellulose, modified cellulose or cellulose derivatives
    • C08L1/08Cellulose derivatives
    • C08L1/10Esters of organic acids, i.e. acylates
    • C08L1/12Cellulose acetate

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)
  • Filtering Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung thermoplastischer Massen Beim Filtrieren von Aeetylcellulos;elösungen, das der Verarbeitung vorn Acetylcellulo:se auf Filme, Fäden, Bänder usw. vorhergeht, fallen bekanntlich große Mengen Filtermaterial an, das aus Geweben und Watteei;nlagen bestellt und mit Acetylcelluloselösungen in einem geeigneten Lösungsmittel, zumeist Aceton, getränkt ist.
  • Die Frage der Aufarbeitung dieser Filter hat die Technik sehr beschäftigt. Es ist z. B. bekannt, diese Filter mit organischen LösÜngsmitteln auszuwaschen und das so gewonnene Filtermaterial. und die Aeetylcelhilose wiederzuverwenden.
  • Ein anderes Verfahren arbeitet Filterabfälle, die Gellulo@seester oder -äther lenthalten, durch Extraktion dadurch ,auf, daß die Materialien unter - Druck mit verflüssigtem Schwefeldioxyd behandelt werden und ,aus dem Extrakt, gegebenenfalls nach vorausgehender Filtration und Abdestillier,en des Lö-' sun:gsmittelüberschusses, das Cellulo:sederivat mit Wasser ausgefällt wird. Die bisher vorgeschlagenen Verfahren dieser Art haben sich jedoch in der Technik nur bedingt durchsetzen können, da es nur möglich ist, die auf den Filtermaterialien haftenden Schmutzteilchen durch Umführung der gebrauchten Filter in Reinigungstrommeln zu entfernen. Hierbei verlagern sich Gewebe und Watteeinlagen gegeneinander, die Filter müssen aufgetrennt, die Einlagen neu durchgekämmt und aufgearbeitet werden. Neben der umständlichen Aufarbeitung entstehen naturgemäß noch Verluste an Filtermaterial.
  • Es liegt an sich nahe, das Filtermaterial von dem ihm anhaftenden Lösungsmittel zu befreien und die alsdann hornartigen Filtertücher auf Preßsto:ff zu veraxbeiren: Ein großer Nachteil dieser getrockneten Filtertücher ist aber ihre :außerordentliche Zähigkeit, die das Weiterverarbeiten ,auf @einfachem Wege, in der Hauptsache infolge :eines ungewöhnlich. großen Kraftbedarfs, nahezu unmöglich macht. Da. diese mit der Celluloseacetatlösung getränkten Filtertücher immer noch Reste des organischen Lösungsmittels zurückhalten können, besteht außerdem hei ihrer Verarbeitung in schnell laufenden Mascliinen, die als einzige Aussicht auf Erfolg bieten, die Gefahr von. Explosionen.
  • Es wurde nun gefunden, daß es möglich ist. die in den Verarbeitungsbetrieben von Acetyl-.. cellulose anfallenden Filtermaterialien dadurch zu Ausgangsstoffen für Preßniassen ode=r Füllstoffen. für Preß.massen auf einfachste Art aufzuarbeiten, da13 man das mit Acetylcellulaselösunigen getränkte Filtermaterial noch lösu-ngsmittelfeucht unter Zusatz von Wasser zerkleinert und alsdann mit weiteren Wassermengen durchknetet. 31s besonders vorteilhaft hat es sich erwiescii, wenn die : Filtertücher sofort in Wasser .abgelegt werden. Hierbei geht ein Teil des Lösungsmittels bereits in das `Nasser über. Die Lösungsmittelrückgewinirung erleichtert sich hierdurch sehr. Die feuchten Filtermaterialien können in beliebigen einfachen Zerkleinerungsmaschinen, zweckmäliig iii einem Wolf, zerrissen it-erden. Die Einzelteilchen werden wieder in Wasser aufgefangen und mit Wasser--durchgeknetet. Hierbei wird das restliche Lösungsmittel entzogen und das z. T. noch kolloidal vorhandene Acetat ausgefällt. Gleichzeitig erfolgt eine gti-te Dürclimischung des Materialsund eine Auflockerung zur Flockenforni.
    Diese Flocken sVerderi getrocknet -unid_s.ind
    nunmehr zur Herstellung von Preßstiickeni
    unter Anwendung von Drück und erhöhter
    Temperatur geeignet.
    Sie können auch als Füllmittel hei anderen
    @,@?icl;>stafen aus tlierinoplastisclien Massen
    'tü.rvendet werden. Ebenso eibiien sieb die
    !,tirck-eti als Füllstoffe bei. 1'reßniassen. die:
    a c 'h ihrer endgültigen Behandlung die
    thermoplastischen Eigenschaften Verlier<°ni, wie
    z. B. bei Phcnolfarm@tldehydkunstharzen.
    Je nach dem Grade des Auspressens des
    Filtermaterials vor seiner Entfernung aus den.
    Filtriervorriclitungen erhält man Ausgangs-
    produkte mit gröl'')erem. oder kleinerem Ge-
    halt an Acetylcellulose, wodurch die cr@send-
    barkeit der jeweils anfallenden Flocken variiert
    werden kann.
    Während des linetens der Flocken können
    Zusätze, wie Farb- und Füllstoffe, gemacht
    werden.

Claims (1)

1'A "l 1i N '!' :1 \ S P 1t U C: 11
Verfahren zur Herstellung thermoplastischer Massen unter Verwendung von beim Filtrieren von acetylcelluloselöstiingeni anfallendem Filtermaterial, dadurch gekennzeichnet, daß das mit Acetvl ccllu@osc,-lösungen getränkte Filtermaterial noch lösungsmittelfeucht unter Zusatz Von Wasser zerkleinert und alsdann mit weiteren Wassermengen durchgeknetet wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE923037C (de) * 1943-04-29 1955-01-31 Fritz Thiel Verfahren zur Herstellung von plastischen Massen aus Abfall-Filtertuechern der Acetylcellulosekunstseidenfabriken

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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