AT158425B - Verfahren zur Herstellung von Fasermaterial aus Altgummi mit Gewebeeinlagen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Fasermaterial aus Altgummi mit Gewebeeinlagen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von Fasermaterial aus Altgummi mit Gewebeeinlage. Es ist bereits bekannt, die im Altmaterial von Baumwollartikeln befindliche Baumwolle wieder so aufzuschliessen, dass die Fasern erneut verspinnbar und verwertbar sind. Die Abfallspinnereien haben im allgemeinen bislang nur gerissene Rohwriss-Baumwollwaren, Spinnerei- und Webereiabfälle, schliesslich auch gefärbte Baumwollabfälle gerissen und versponnen. Da alte Autoreifen sowie eine grosse Anzahl unbrauchbar gewordener Gummiartikel, bei denen Gewebe als Einlage bzw. als Festigkeitsträger verwendet wurde, bisher nur zur Gewinnung von Gummiregenerat aufgearbeitet worden sind, ist es nur möglich gewesen, die darin enthaltenen, meist sehr hochwertigen Baumwollsorten bei dem Regenerierprozess entweder zu vernichten oder nur so wiederzugewinnen, dass sie in keinem Falle wieder versponnen werden konnten, weil noch zu grosse Mengen Gummi in den zerrissenen Fasern enthalten waren. Die wiedergewonnene Faser konnte lediglich in der Weise verwertet werden, dass sie gemahlen oder ungemahlen als Füllmittel den Gummimischungen zugesetzt wurde. Seit Jahren sind vergeblich alle Anstrengungen gemacht worden, dieses wertvolle Baumwollmaterial wieder dem Spinnprozess zuzuführen. Diese Baumwollabfälle wieder verspinnbar zu machen, konnte mit den normalerweise verwendeten Maschinen und Hilfsmassnahmen sowie den Verfahren der Abfallspinnereien nicht erreicht werden. Durch einen folgerichtig angewandten Aufbereitungsprozess wird nunmehr erfindungsgemäss das Baumwollmaterial alter Reifen bzw. unbrauchbar gewordener technischer Gummiartikel od. dgl. neben einem sehr hochwertigen Gummiregenerat so wiedergewonnen, dass die Gewebefaser erneut spinnbar ist, so dass Fäden, Zwirne bzw. Gewebe daraus hergestellt werden können. Bei dem normalen Aufbereitungsprozess der Abfallspinnereien wird das Abfallmaterial durch mehrköpfige Reisstrommeln geschickt. Die Reisser sind meistens so gebaut, dass das Material, das durch zwei geriffelte Presswalzen festgehalten wird, aus diesem Klemmpunkt durch die Zacken bzw. Benadelung einer Tambourreisstrommel herausgerissen und dadurch zerfludert und aufgelöst wird. Der sich dabei ergebende Abfall EMI1.1 die grobbesteckten Reisser zuerst und anschliessend, nachdem das Material schon etwas durch den Reissprozess vorgelöst ist, Reisser mit immer feiner benadelter Tambourtrommel bzw. Reisstrommel Verwendung finden. Die Anzahl der Reisser richtet sich nach der Art des aufzubereitenden Materials. Für die Aufbereitung von Cordabfällen aus alten Reifen od. dgl. ist eine grundlegende Umstellung des bisher bekannten Reissvorganges notwendig. Ausserdem müssen zusätzlich an dem Reisser konstruktive Änderungen vorgenommen werden. Ferner ist es erforderlich, das zu reissende Gummigewebematerial in einer Form den Reisstrommeln vorzulegen, die von den bisher bekannten Verfahren völlig abweichend ist. Reifen z. B. wurden bisher nach Abschneiden der Wulste in entsprechend grosse Stücke gehackt, der Gummi in bekannter Weise daraus gewonnen und die verbleibenden, mit Gummi noch stark durchsetzten Cordabfälle aufbereitet. Zu diesem Zweck genügen aber die normalen Klemmwalzen der bekannten Baumwollreissmaschinen nicht. Um den Klemmdruck zu erhöhen, werden bei dem erfindungsgemässen Verfahren statt des in bekannter Weise verwendeten Walzenpaares entweder zwei Walzenpaare unmittelbar hintereinander angewendet oder aber drei senkrecht untereinander liegende Walzen vorgesehen. Die Anwendung von drei untereinander liegenden Walzen ist schon vereinzelt bekannt. Bei dem spinnbar zu machenden Fasermaterial wird die Vorlage zur ersten Reisstrommel nicht offen bzw. lose auf das Zuführungslattengitter aufgelegt. Es hat sich als notwendig erwiesen, aus dem Fasermaterial durch Pressen, Kalander od. dgl. stark zuasmmengepresste Platten (Kuchen) zu fertigen, deren <Desc/Clms Page number 2> Breite der Arbeitsbreite der Reisstrommel entspricht. Die hergestellten Platten ergeben für das stark mit Gummi durchsetzte Cordmaterial od. dgl. einen guten Zusammenhalt. Als weitere Änderungen gegenüber dem normalen Reissvorgang ist es erforderlich, nicht das Material zuerst lose und schonend zu behandeln, wie bisher üblich, d. h. den ersten Reisser mit stark schonender, offener Benadelung zu besetzen, sondern gerade bei dem ersten Reisser ist der Tambour sehr eng zu bestücken, so dass gleich beim Durchgang durch den ersten Reisser das Material einen wolligen Charakter erhält. Die Benadelung der folgenden Reisser ist dann entsprechend weiter, um den Stapel des aufgelösten Materials entsprechend zu schonen. Weiterhin ist es erforderlich, das Material nicht kontinuierlich durch sämtliche Reissdurchgänge zu schicken, sondern den Reissvorgang häufig zu unterbrechen, um den beifortfahrender Auflösung anfallenden Gummistaub durch Baumwollreinigungsmaschinen, beispielsweise Reisswölfe, zu entfernen und jeweils nach Durchgang durch die Baumwollreinigungsmaschine mit dem Fasermaterial bis zur vollständigen Auflösung zur Einzelfaser und völligen Entfernung des Gummis einen erneuten Reissvorgang vorzunehmen. Den aufzulösenden Gummigewebeabfällen können langstapelige Tragfasern (Kunstseide, Flachabfälle) beigemischt werden, um eine schnellere Auflösung zu ermöglichen. Statt der oben erwähnten Platten aus Cordfadenmaterial od. dgl. können bei stabiler Bauart der Reissmaschine ganze Karkassen zerfludert werden. Die Trennung von Fasermaterial und Gummi erfolgt alsdann nach der vorstehend angeführten Weise. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Fasermaterial aus Altgummi mit Gewebeeinlagen, dadurch gekennzeichnet, dass die gewonnenen Fadenabfälle zu einem Kuchen verdichtet, durch Walzen zusammengehalten und durch einen stark bestifteten Tambour der Zerreissmaschine bei dem ersten Durchgang bereits derart angegriffen werden, dass das Produkt einen stark wolligen Charakter annimmt, worauf das vorgelöste Material durch Reisser mit weiter eingestellter Tambourbestückung, die eine stapelschonendere Auflösung gewährleistet, kommt.
Claims (1)
- 2. Verfahren zur Herstellung von Fasermaterial nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Reissprozess nicht kontinuierlich ist, sondern jeweils unterbrochen wird, indem das gerissen Gummiund Textilmaterial normalen Baumwollreinigungsmaschinen zum Zwecke der Trennung von Fasermaterial und Gummi vorgelegt wird, wonach mit dem so gewonnenen Fasermaterial der Reissprozess so lange in gleicher Weise fortgesetzt wird, bis der Gummi restlos entfernt ist und eine gute verspinnbare Faser anfällt.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass den aufzulösenden Gummigewebe. - abfällen langstapelige Tragfasern (Kunstseide, Flachs abfälle) beigemischt werden, um eine schnellere Auflösung zu ermöglichen.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| AT158425T | 1938-05-14 |
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| AT158425D AT158425B (de) | 1938-05-14 | 1938-05-14 | Verfahren zur Herstellung von Fasermaterial aus Altgummi mit Gewebeeinlagen. |
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| AT (1) | AT158425B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1579098B1 (de) * | 1961-06-03 | 1971-03-25 | Chemolimpex | Verfahren zur Wiedergewinnung von Gummi und Textilfasern aus abgefahrenen Fahrzeugreifen |
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1938
- 1938-05-14 AT AT158425D patent/AT158425B/de active
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