DE73049C - Apparat zur selbsttätigen Auslage von Photographien u. dergl - Google Patents
Apparat zur selbsttätigen Auslage von Photographien u. derglInfo
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- G09F11/02—Indicating arrangements for variable information in which the complete information is permanently attached to a movable support which brings it to the display position the display elements being secured to rotating members, e.g. drums, spindles
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Apparat zur selbstthätigen Auslage von Photographien,
Zeichnungen, Annoncen u. dergl., welche in Rahmen oder auf Cartons befestigt werden können, und ersetzt so z. B. die vielfach
gebräuchlichen sogenannten Drehständer. Derselbe bietet dem Auge sowohl die Vorderais
auch unmittelbar darauf die Rückseite der einzelnen nach einander zur Anschauung gebrachten
Karten, Bilder u. s. w., weshalb diejenigen Mechanismen hier zur Anwendung gelangt
sind, welche sich dazu eignen, eine Reihe aufeinanderfolgender abgesetzter Bewegungen
hervorzubringen. Dazu gehören vor allem die Sperrräder, Zahnräder und Triebe, sowie auch
die Triebkraft des Windes und andere Energieformen.
Fig. ι der beigefügten Zeichnung ist eine Seitenansicht des Kartenwenders und Fig. 2 ein
Querschnitt, während Fig. 4 eine Abart der vorhergehenden Anordnung und Fig. 3 eine
Ansicht von oben darstellt. Fig. 5 zeigt einen flachen Kartenwender, Fig. 6 eine Unteransicht
davon, woraus die Anordnung der Achsen ersichtlich ist, und Fig.'7 in Seitenansicht eine
Ausführungsform des Kartenwenders mit horizontaler Drehachse während Fig. 8 die Draufsicht
eines gleichen Apparates veranschaulicht.
Was die Ausführung des vorliegenden Apparates betrifft, so sind folgende drei Hauptformen
zu unterscheiden:
i. Der drehende Kartenwender mit senkrechter Achse (Fig. 1, 2, 3 und 4); 2. der
flache Karten wender (Fig. 5 und 6) und 3. der
drehende Kartenwender mit horizontaler Achse (Fig. 7 und 8).
Beschreibung des Apparates nach Form 1.
Derselbe begreift fünf Haupttheile: 1. die Umrahmung E, 2. die Welle A, 3. die Scheiben
D, 4. die gekröpfte Welle oder den Rahmen C und 5. die reibenden Theile oder Scheiben
FF.
Die Umrahmung E ist aus einem beliebigen Metall gebildet oder in anderem geeigneten
Material ausgeführt (Fig. 1); in der Mitte zwischen zwei parallelen Seiten ist eine Welle A
angeordnet, welche durch eine in P angreifende Kraft gedreht wird und eine oder mehrere
runde Scheiben D trägt. Im vorliegenden Falle sind zwei solcher Scheiben angenommen,
welche beide sich zur Welle senkrecht befinden und beide am Umfang mit Löchern versehen sind. In je einem Paar ist eine gekröpfte
Welle oder ein Rahmen C aus Metalldraht gefertigt oder anderem geeigneten Material gelenkartig
drehbar angeordnet, wobei entweder das eine oder beide Enden B der in den Scheiben
gelagerten Welle ein kleines gezahntes oder am Umfang gerauhtes Rad tragen, während die
Form der Wellen je nach den Bedürfnissen der Anwendung wechselt.
Den Rädchen m entsprechen fest gelagerte Scheiben F aus Kautschuk oder anderem geeigneten
Material, an welche auf einander folgend die Rädchen B angreifen und dadurch
umgedreht werden. Da die eine der Scheiben von der Innenseite, die andere an der Aufsenseite
des von den Scheiben gebildeten Kranzes
letztere berührt, so werden diese bald nach der einen, bald nach der anderen Seite umgedreht.
Es ist ferner zu beachten, dafs die Form der einzelnen Scheiben sich zu der Peripherie
der einzelnen Rädchen derart verhält, dafs das betreffende Rädchen bei jeder Umdrehung der
Scheibe eine halbe Drehung macht. Wenn die Scheiben in einer senkrechten Ebene sich befinden,
so kann man eines der Kissen F weglassen oder aufser Thätigkeit setzen, da die
Schwere genügt, um die Rahmen herunter zu schlagen und umzulegen.
In der vorgehenden Beschreibung ist vorausgesetzt worden, dafs die Umdrehung der
Welle A immer in demselben Sinne stattfindet; letztere kann jedoch auch die Bewegung einer
wechselweisen Drehung, wie sie einem gewöhnlichen Bratenwender eigen ist, erhalten.
Beschreibung des Apparates nach Form 2, Fig. 5.
Der ebene oder flache Kartenwender erhält eine hin- und hergehende Bewegung. In der
vorbeschriebenen Umrahmung E werden Paare von runden Löchern angebracht, in welchen
man die schon beschriebenen Wellen anordnet. Dieselben werden durch die geränderten Köpfe
angetrieben, unter welchen man einen Schlitten oder Wagen oder ähnlichen Mechanismus mit
wechselweiser Bewegung gleiten läfst, wobei der betreffende Mechanismus eine Scheibe trägt,
die in Berührung mit den Rädchen m ist. Diese Scheibe kann flach oder kreisrund sein
und nur eine Bewegungsübertragung von Seiten des Wagens erhalten, oder auch in Gestalt einer
Rolle ausgebildet sein, welche eine Drehbewegung wie eine Uebertragungsbewegung besitzen
kann: die Rolle kann durch ein Rad getrieben werden, das in eine Zahnstange eingreift.
In der Fig. 4 ist eine abgeänderte Ausführungsform des runden drehenden Kartenwenders
dargestellt.
Die Welle A treibt das Rad k an, das seinerseits in zwei oder mehrere Räder L eingreift.
Jedes der letzteren ist auf einer Achse befestigt, welche eine Scheibe R trägt; diese Scheibe
treibt in Gemeinschaft mit den anderen Scheiben R einen aus beliebigem Material bestehenden
Riemen, auf dem die in Form von gekröpften Wellen dargestellten Rahmen C befestigt
sind. Die geränderten Rädchen und die Mitnehmer sind wie schon beschrieben ausgeführt,
aber in der beigefügten Zeichnung weggelassen.
Beschreibung des Kartenwenders nach Form 3.
In Fig. 7 sind E E zwei Kreisscheiben, welche senkrecht zur horizontalen Triebachse A
auf letzterer festgekeilt und mit derselben drehbar sind. FF sind Ständer, in welchen die
Achse A gelagert ist. Auf dem Umfang der Scheiben EE sind eine Anzahl Löcher angeordnet,
und zwar paarweise, wie schon beschrieben, in welchen Löchern sich dünne, aus Metalldraht geformte Wellen B drehen, die je
an einem Ende m, einmal auf der einen, das folgende Mal auf der anderen Seite, aufsen
auf den Scheiben E umgebogen sind. Diese Hebel m sind so angeordnet, dafs, wenn die
Scheiben E um die Achse A sich drehen, dieselben abwechselnd einer nach dem anderen
gegen einen Ansatz des einen und des anderen Ständers F anstofsen und dadurch gezwungen
werden, eine Drehung der Welle B zu bewirken, wobei sich je eine auf der Welle B
befestigte Karte C oder ein Rahmen u. dergl. mitbewegt und hierdurch umgedreht oder umgelegt
wird (Fig. 7 und 8). Die Karten bezw: Rahmen werden auf die Wellen B auf die gezeichnete
Art durch Klemmen V oder eine andere beliebige WTeise befestigt. Das Umdrehen
einer Karte erfolgt also durch die Umdrehung der Scheiben E um die Achse A jedesmal,
wenn der zu der Kartenwelle B gehörige winklig umgebogene Hebel m an dem Anschlag
F vorbeigeht.
Der Antrieb der Welle A erfolgt durch Zahnräder P' P", wobei P' auf Achse Ä durch
das Sperrrad R' (Fig. 9) mit einer Seiltrommel so verbunden ist, dafs ein Gewicht oder eine
Feder als treibende Kraft nach Art eines Uhrwerkes Anwendung finden kann. Um eine
regulirbare langsame Abwickelung des Gewichtseiles auf A' zu erhalten, ist in bekannter Weise
ein Räderwerk P3 bis P9 mit Windfang oder Schwungrad oder beiden zusammen angeordnet.
Die Regulirvorrichtung des Uhrwerkes zur Erzielung eines regelmäfsigen Ganges von gewünschter
Geschwindigkeit kann auch in anderer Weise, z. B. im Innern der Trommel angeordnet werden. Zu diesem Zweck wird
ein Loch in die eine Scheibe E eingeschnitten, durch welches das Triebrad hindurchtritt und
die Bewegungsübertragung von aufsen durch Reibung gegen ein feststehendes gezahntes Rad
erhält. Letzteres Rad wird an dem Ständer F befestigt, während sein Centrum mit dem der
Welle A zusammenfällt. Wegen der Schwere des Laufwerkes ist jedoch diese Einrichtung
wenig zu empfehlen. Bei sämmtlichen Anordnungen findet das Umlegen, Umdrehen
oder Umwenden der Karten, Rahmen oder sonstiger Gegenstände immer in der Weise statt,
dafs zuvor die Vorder- und dann die Rückseite eines Rahmens etc. zur Schau gebracht
wird, oder umgekehrt.
Claims (2)
- Pa tent-Ansprüche:i. An einem zur selbstthätigen Auslage von Photographien u. dergl. bestimmten Apparat die Verwendung von das Wenden der Photographien veranlassenden, geränderten Räd-chen in Verbindung mit Mitnehmern F F, welche, aus nachgiebigem Material bestehend, abwechselnd an entgegengesetzten Seiten der Rädchen vorbeistreifen, oder an welchen die Rädchen vorbeistreifen, so dafs diese bald im einen, bald im anderen Sinne gedreht werden.
- 2. An einem zur selbstthätigen Auslage von Photographien u. dergl. bestimmten Apparat die Verwendung von kleinen Hebeln m an den Enden der die Bilder etc. haltenden Wellen B, welche gegen Anschläge F treffen und dadurch das abwechselnde Wenden der Bilder verursachen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE73049C true DE73049C (de) |
Family
ID=346217
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT73049D Expired - Lifetime DE73049C (de) | Apparat zur selbsttätigen Auslage von Photographien u. dergl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE73049C (de) |
-
0
- DE DENDAT73049D patent/DE73049C/de not_active Expired - Lifetime
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