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Verfahren zur Fernsehübertragung von Bildern eines mit gleichförmiger
Geschwindigkeit ablaufenden Films mittels Bildspeicherröhren Die Erfindung betrifft
Verfahren und Einrichtungen zur fernsehmäßigen Übertragung von Filmbildern mit .Hilfe
von Bildspeicherröhren. Bei derartigen Speicherröhren -wird in der Regel ein Lichtbild
oder ein el@ektronerioptisches Bild auf eine Mosaikfläche geworfen, deren :einzelne
Flächeneliemente die Lichteindrücke über :eine längere Zeit hin speichern. Die Auswertung
des gespeicherten Bildes .erfolgt durch Abtastung mit Hilfe eines Kathodenstrahls.
Die Verwendung von mit gleichförmiger Geschwindigkeit ablaufenden Filmen an Stelle
von ruckweise bewegten Filmen ist sehr günstig hinsichtlich einer Schonung des Filmmaterials;
denn es -würde eine starke mechanische Beanspruchung mit sich bringen, wenn in der
verhältnismäßig kurzen, im allgemeinen nur loo;'o der Übertragungsdauer des Bildes
betragenden Rücklaufzeit eine Fortschaltung des Films uni eine Filmbildhöheerfolgen
müßte. Außerdem würde ein Getriebe; mit. welchem innerhalb dieser kurzen Zeit ein
entsprechender Filmvorschub bewerkstelligt werden könnte, kompliziert gebaut und
starker Abnutzung unterworfen .sein.
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Die Abtastung des. mit gleichförmiger Geschwindigkeit ablaufenden
Films mittels einer Bildspeicherröhre :erfordert die Anwendung besonderer Mittel
zum Ausgleich der Bildbewegung.
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Es ist bekannt, den Film mit gleichförmiger Geschwindigkeit durch
einen Mechauprojektor zu führen:, bei welchem durch ein System von sch-vingenden,entlang
einer Kurvenscheibe geführten Spiegeln von dem bewegten: Filmbild. ein ruhendes
Abbild erzeugt -wird. Bei dieser bekannten Anordnung -wird der optische Ausgleich
durch eine sehr umfangreiche und teure Konstruktion bewirkt, welche einen erheblichen
Aufwand @erfordert. Ein optischer Ausgleich der Bildwanderung kann .auch durch ein
rotierendes Spiegelrad erfolgen. Wird ein Spiegelrad mit einer großen
Anzahl,
beispielsweise mehr als -,fö Spitgeln, verwendet, dann läßt sich ein befriedigender
optischer Ausgleich erzielen, doch ist die Herstellung und Justierung eines derartigen
Spiegelrades schwierig -und sehr teuer. Verwendet man ein Spiegelrad mit wenig Spiegelflächen,
dann zeigen sich in verschiedenen Bildzonen, und zwar insbesondere in den Bildecken
Unschärfen, die durch eine trapezförmige Verzeichnung der Bildfläche bedingt sind.
Diese trapezförmige Verzeichnung der Bildfläche ergibt sich dadurch, daß der ablenkende
Spiegel schräg zur Achse dies abzulenkenden Lichtstrahlenbündels. steht.
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Die Erfindung bezweckt, durch zusätzliche Anordnung von an sich für
andere Zwecke bekannten Schlitzblenden diese Unschärfefehler zu vermeiden. -Erfindungsgemäß
wird bei einem Verfahren zur Fernsehübertragung von Bildern eines mit gleichförmiger
Geschwindigkeit ablaufenden Films mittels Bildspeicherröhren, bei Veru-endung von
in den Strahlengang eingeschalteten Spiegelrädern oder ähnlichen Mitteln zum optischen
Ausgleich der Bildwanderung, die infolge der trapezförmigen Verzeichnung der Abbildung
des Filmbildes auftretende Unschärfe dadurch vermieden, daß eine gegenläufig zum
Film mit der gleichen Geschwindigkeit wie dieser bewegte Schlitzblende i!ti den
o:ptischenStrahlengang eingeschaltet wird, die jeweils nur eine schmale Zone des
Bildfeldes zur Abbildung freigibt.
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Im nachfolgenden wird die Erfindung an Hand der ein Ausführungsbeispiel
darstellenden Figur beschrieben.
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In der Figur ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt: Das Licht einer Lichtquelle i wird durch einen Kondensor 2 auf ein
Filmfenster 3 gerichtet, an dem der Film 4. mit gleichförmiger Ge-. schwinidigkeit
vorbeibewegt wird. Unmittelbar vor oder hinter dem Filmfenster befindet sich eine
Blendenscheibe 5 mit Schlitzen 5', die jeweils eine waagerechte Zone des Bildes
freigeben. Der Film befindet sich in der Brennebene eines Objektivs 6, dessen Hauptebene
bei 7 angedeutet ist. Die aus dem Objektiv austretenden parallelen Strahlen werden
über das Spiegelrad 5 reflektiert und durch das Objektiv 9 mit der Hauptebene i
o ieder zu :einem Bild in :der Ebenem 1 vereinigt. In. dieser Ebene befindet sich
:eine lichtempfindliche Mosaikkathode i g einer Bildspeicherröhre 12, die ein: @ebenes
Fenster 13 und einen Ansatz. 1.1 besitzt, in dem sich das Strahlerzeugungssystem
befindet. Die Dewegungsrichtung des Films ist durch den Pfeil 15 und die der Blende
durch den Pfeil 16 angedeutet. Das Spiegelrad läuft in Richtung des Pfeiles 17 tun.
Infolge dieser gegenläufigen Be w@egung des Spiegelrades kommt da! Filmbild in der
Ebene r i zur Ruhe. Die Ein richtung ist so, getroffen, daß zwei Spiegel 2( rund
21 gleichzeitig sich im Strahlengang be finden und in der Ebene i i zwei unmittelbar
aneinandersto:ßende Abbilder des Films er zeugen. Bei der dargestellten Lage der
Blende isst nur ein Streifen 18 der Photokathode belichtet, und dieser Streifen
bew:egi sich entsprechend der Geschwindigkeit dei Blende über die Mosaikfläche hinweg.
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Soll z. B. entsprechend einer Fernsehnorm mit 5o Teilbildern pro Sekunde
jedes Filmbild zweimal in Sekunde übertragen so. beginnt die erste Ibtastung, wenn
der untere Randdes Bildes in die Bildfenstermitte gekommen ist. In diesem Augenblick
befindet sich das Spiegelrad in der in der Figur gezeichneten Lage, so daß das Abbild
des unteren Bildrandes einmal an der Stelle 22 und außerdem .durch den zweiten gerade
wirksamen Spiegel an der Stelle 23 erscheint. Während das Filmbild sich um Bildhöhe
nach unten bewegt, dreht sich das Spiegelrad um den Winkel a weiter, so daß das
Abbild des Films relativ zur Photokathodenfläche reiht, während gleichzeitig der
Abtaststrahl die ganze Kathodenfläche einmal überstreicht. In derselben Zeit läuft
die Blendenöffnung 16 einmal von unten nach oben durch das Bildfenster, wodurch
sich die belichtete Zone gleichsinnig mit dem Abtaststrahl auf der Photokathode
bewegt. Während sich eine Bildzeile des Filmbildes entsprechend der Filmbewegung
im Bildfenster fortbewegt, wird das auf der Speicherelektrode der Bildfängerröhre
erzeugte Abbild durch die Drehbewegung der Spiegelflächen 2o bzw. 21 in Ruhe sein.
Da sich aber während einer Bildperiode die Lage dieser SpiegelfläChen 20 und 21
ändert, ändert sich auch dauernd .die optische .Weglänge dies abgelenkten Lichtstrahlenbüschels.
Infolgedessen wird jede auf der Speicherelektrode liegende Bildzeile nicht während
der ganzen Übertragungszeit eines Filmbildes eine konstante Länge aufweisen, sondern
die Länge ist abhängig von der jeweiligen Lage dies Spiegels, über den die betreffende
Bildzeile gerade abgebildet wird. Während der Bewegung des Spiegelrades wird sich
also die Länge jeder einzelnen Bildzeile dauernd verändern, und dadurch wird eine
Verwaschung des Bildinhalts auftreten. Durch die zonenweise Ausleuclitung des Filmbildes
wird die durch die Veruraschung bedingte Unschärfe entsprechend dem 'Blendenverhältnis
(Schlitzbreite : Filmbildhöhe) herabgesetzt. Auf diese Weise ist es leicht möglich,
die durch die trapezförmige Verzeichnung auftretende Unschärfe so klein zu halten,
daß sie kleiner ist als die
durch die Zeilenstruktur des. Bildes,
bedingte Bildauflösung (Bildpunktgröße), so- daß die theoretisch vorhandene restliche
Unschärfe praktisch nicht mehr bemerkbar wird. Durch die erfindungsgemäße Anordnung
einer Schlitzblende in Verbindung mit einem Spi°-gelrad wird die Schärfe des auftretenden
Fernsehbildes sannt wesentlich verbessert.