DE628958C - Verfahren zur Herabsetzung des Einflusses der Nachleuchtdauer von FluoreszenzschirmenRoehren auf die Abtastschaerfe fuer Bildabtastung - Google Patents
Verfahren zur Herabsetzung des Einflusses der Nachleuchtdauer von FluoreszenzschirmenRoehren auf die Abtastschaerfe fuer BildabtastungInfo
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Description
Bei Verwendung der Braunschen Röhre für die Bildabtastung auf der Sendeseite wird die
Güte der Abtastung durch das Nachleuchten des Fluoreszenzschirmes begrenzt. Die geeigneten,
zur Zeit bekannten Leuchtstoffe zeigen bei den für die Abtastung benötigten Leuchtdichten noch eine Nachleuchtzeit von
ungefähr Y200 000 Sekunden. Bierrägt beispielsweise
die Schirmbreite ro cm und wird das
ίο Bild in 200 Zeilen zerlegt, wobei in der Sekunde
30 Bilder abgetastet werden sollen, dann hat der Abtastfleck auf dem Schirm eine Geschwindigkeit
von 200 χ 30 χ 0,1 = 6oom/Sek.
Eine Nachleuchtzeit von Vaooooo Sekunden ergibt dann eine Verbreitung des
Abtastfleckes in der Richtung der Abtastbewegung von 600 χ ι 000 : 200 000 = 3 mm,
also gleich V33 der angenommenen Schirmbreite. Wenn die Feinheit der Abtastung in
Richtung der Abtastbewegung gleich der Zeilenbreite sein soll, d. h. also bei Verwendung
quadratischer Bildpunkte, so dürfte die Verbreiterung in diesem Beispiel nur V200
der Schirmbreite, also 100 : 200 = 0,5 mm, sein.
Bei der Liniensteuerung liegen die Verhältnisse etwas günstiger. Soll hier der
Helligkeitsumfang 16 sein, d. h. soll die hellste Bildstelle i6mal heller als die dunkelste
Bildstelle sein, und soll die oben angegebene Abtastgeschwindigkeit für eine mittlere
Helligkeit gelten, dann ist die Abtastgeschwindigkeit in den hellsten Bildteilen
]/l6 = 4mal kleiner als die oben angegebene
Geschwindigkeit, also 600 14 = I5om/Sek.,
während sie in den dunkelsten Bildteilen ]/l6 = 4mal so groß, also 4 X 600
= 2400 m/Sek. ist. Da die Verbreiterung des Abtastfleckes durch das Nachleuchten
proportional der Abtastgeschwindigkeit und der Nachleuchtdauer ist, würde sie. bei der
Liniensteuerung in den hellsten Bildteilen 0,75 mm, in den Schatten dagegen 12 mm
betragen. Bei der Liniensteuerung wird also die Verbreiterung des Abtastfleckes in den
Lichtern auf Kosten der Schatten verringert. Da die gebräuchlichen Fernsehempfänger
bei großen Zeilenzahlen nur eine mäßige Bildhelligkeit zeigen, wird hierdurch die
Bildgüte gesteigert, denn der Verlust an Einzelheiten in den Schatten fällt wegen der
geringen Bildhelligkeit in den Schatten nicht auf, während die Verbesserung der Schärfe in
den Lichtern die Bildgüte entsprechend hebt.
Diese Eigenschaft der Liniensteuerung reicht jedoch bei einer hochwertigen Abtastung
entsprechend dem obigen Zahlenbeispiel noch nicht aus, um den Einfluß des Nachleuchtens in ausreichendem Maße zu
verringern, denn in dem obigen Beispiel ist die Verbreiterung des Abtastfleckes durch
Nachleuchten auch an den hellsten Bildstellen noch immer 0,75 :0,5 = i,5mal der
Zeilenbreite.'
Die vorliegende Erfindung soll diesen Mangel auf ein erträgliches Maß verkleinern.
Sie besteht darin, daß der Geschwindigkeit des Abtastfleckes auf dem Fluoreszenzschirm
durch optische Mittel, beispielsweise bewegte Linsen, eine zusätzliche Geschwin-
digkeit überlagert wird, während gleichzeitig die Geschwindigkeit des Abtastfleckes auf
dem Fluoreszenzschirm gegenüber der durch das Abtastverfahren bedingten Sollgeschwindigkeit
entsprechend verringert wird. ' Die Geschwindigkeit des Kathodenstrahles wird also gegenüber dem jetzt üblichen Verfahren
um einen Betrag verringert, der der Geschwindigkeit entspricht, welche durch die
ίο zusätzlichen optischen Mittel zugesetzt wird.
Da die Verbreiterung des Abtastfleckes durch Nachleuchten nur von der Geschwindigkeit
des Kathodenstrahles abhängt, d. h. von der Geschwindigkeit, mit der sich der Abtast-J.5
fleck auf dem Fluoreszenzschirm bewegt, wird die Verbreiterung des Abtastfleckes ■
entsprechend verringert. Vor der Beschreibung der Mittel, welche eine solche optische
Überlagerung einer Geschwindigkeit ertnögao liehen, soll die hierdurch mögliche Verbesserung
an dem oben benutzten Beispiel gezeigt werden.
Die überlagerte Geschwindigkeit soll 300 m/Sek. betragen. Dann wird für die
Stellen größter Bildhelligkeit beim Liniensteuerverfahren, bei denen die Abtastgeschwindigkeit
150 m/S ek. betragen soll, die Geschwindigkeit des Kathodenstrahlfleckes"
= 150 — 300 = —150 m/Sek. sein, j
Diese Geschwindigkeit ist dann also negativ, d. h. der Abtastfleck muß sich entgegengesetzt
.der eigentlichen Abtastrichtung bewegen. Die Verbreiterung des Abtastfleckes
erfolgt dann nach der anderen Seite als bei positiver Steuergeschwindigkeit; ihre absolute
Größe ist in diesem Fall des Beispiels ebenso gsoß wie oben, nämlich. 0,75 mm. Für
eine endgültige Abtastgeschwindigkeit, die der halben Maximalhelligkeit entspricht, d. h.
für eine Abtastgeschwindigkeit vori-soo m/Sek.,
wird die Geschwindigkeit desKathodenstrahlfleckes 300 — 300 = ο m/Sek. Für alle
größeren Abtastgeschwindigkeiten wird die Geschwindigkeit des Kathodehstrahlfleckes
positiv und um. 300 m/Sek. kleiner als die endgültige Abtastgeschwindigkeit. Für alle
Bildteile, deren Helligkeit kleiner als die halbe Maximalhelligkeit ist, wird damit die
Verbreiterung des Abtastfleckes infolge Nachleuchtens um 1,5 mm kleiner, als wenn
keine' zusätzliche Geschwindigkeit fein optisch
überlagert wird. Durch die Überlagerung der Geschwindigkeit wird demnach für ein bestimmtes HelHgkeitsgebiet die Verbreiterung
des Abtastfleckes vollkommen aufgehoben, für die übrigen Helligkeitsgebiete aber wesentlich herabgesetzt.
Wird die überlagerte Geschwindigkeit und
die mittlere Abtastgeschwindigkeit im Verhältnis
zueinander geändert, so verschiebt sich das Helligkeitsgebiet, für welches die
Verbreiterung des Abtastfleckes durch Nachleuchten völlig bzw. praktisch ausreichend
aufgehoben wird. Da die optische Überlage- . rung einer Geschwindigkeit mechanische Mittel
erfordert, solange nicht durch elektrische Beeinflussung des Brechungskoeffizienten optische
Verschiebungen erzeugt werden können, wird man die zu überlagernde Geschwindigkeit
konstant lassen und die endgültige Abtastgeschwindigkeit durch Verschieben der gesteuerten Geschwindigkeit ändern.
Letzteres, geschieht jn bekannter Weise durch Änderung der Kippfrequenzen,
so daß sich ein näheres Eingehen darauf erübrigt.
Die vorstehend geschilderte Erfindung hat besonders für die Liniensteuerung Bedeutung,
da bei dieser eine hochwertige Abtastung zur Zeit nur mittels Braunscher Röhre erfolgen
kann. Die Erfindung kann jedoch auch bei der Helligkeitssteuerung angewendet werden.
Die Erzeugung hoher Abtastgeschwindigkeiten mit mechanischen Mitteln bietet gewisse
Schwierigkeiten. Da die zu überlagernde Geschwindigkeit kleiner als die Abtastgeschwindigkeit
sein kann, ermöglicht die.Erfindung bei der Helligkeitssteuerung die Erreichung höherer Abtastgeschwindigkeiten,
als nur mit mechanischen Mitteln erreicht
werden kann. Man kann dann allerdings die Verbreiterung des Abtastfleckes nicht völlig aufheben, wie es bei der Liniensteuerung
wenigstens für ein bestimmtes Helligkeitsgebiet erreicht werden kann, sondern
man muß sich mit einer Verkleinerung dieses Fehlers auf ein erträgliches Maß begnügen.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel für die Liniensteuerung. 1 ist
die Braunsche Röhre, 2 ist der Sockel derselben. 4 ist das Ablenkplattenpaar in Richtung
der Zeilenschaltung zur Kompensation der Filmverschiebung. 5 ist das Ablenkplattenpaar
in Richtung der Zeilenschaltung zur Erzeugung der Abtastgeschwindigkeit. 6 ist
das Ablenkplattenpaar (nur ein Platte sichtbar) in Richtung zur Zeilenabtastung zur
Kompensation der überlagerten Geschwindigkeit. 7 ist das Ablenkplattenpaar (nur eine
Platte sichtbar) in Richtung der Zeilenabtastung zur Erzeugung der Abtastgeschwindigkeit.
8 ist der Fluoreszenzschirm. 9 ist die Kippschaltung zur Kompensation der
überlagerten Geschwindigkeit in Richtung der Zeilenschaltung. 10 ist die Kippschaltung
zur Erzeugung der Abtastgeschwindigkeit in Richtung der Zeilenschaltung. 11 ist die
Kippschaltung zur Kompensation der überlagerten Geschwindigkeit in Richtung der Zeilenabtastung. 12 ist die Kippschaltung
zur Erzeugung der Abtastgeschwindigkeit in
Richtung der Zeilenabtastung. 13 und 15
sind Objektive, die zusammen den Fluoreszenzschirm auf dem Film 16 abbilden. Das
Objektiv 13 steht still. 14 ist eine um die Achse 20 umlaufende Scheibe, die eine Reihe
von Objektiven 15 trägt, die bei der Drehung der Scheibe 14 nacheinander zur Wirkung
kommen. 17 ist die Schalttrommel für den Film 16. 18 ist ein Kondensor, der das durch
xo den Film fallende Licht auf der Photozelle 19 sammelt. 21 und 22 sind Zahnräder,
welche die Welle 20 und die Welle der Zahntrommel 17 miteinander kuppeln. 23 ist ein
Kontaktrad, welches mit der Feder 24 jedesmal einen Kontakt gibt, sobald bei der
Drehung der Scheibe 14 ein neues Objektiv 15 zur Wirkung kommt. 25 ist. eine Leitung,
welche die Feder 24 mit der Kippschaltung 11 derart verbindet, daß bei einer Kontaktgabe
zwischen 23 und 24 das Kippen ausgelöst wird. 26 ist eine Kontaktrade, das mit der Feder 27 jedesmal Kontakt gibt,
wenn der Film 16 durch die Zahntrommel 17
um eine Bildhöhe transportiert worden ist, 28 ist eine Verbindungsleitung, welche die
Feder 27 mit der Kippschaltung 9 derart verbindet, daß durch eine Kontaktgabe zwischen
26 und 27 ein Kippen der Schaltung 9 ausgelöst wird. 29 und 30 sind Zuleitungen,
welche ein Kippen der Schaltungen 10 und 12 in der bei der Liniensteuerung üblichen
Weise bewirken.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Zuerst sei angenommen, der Film 16 und die Scheibe 14 mit den Objtektiven 15 ständen
still, außerdem seien die Kippschaltungen 9 und 11 außer Wirkung, so daß die
Plattenpaare 4 und 6 keine Ablenkung bewirken. Dann wirkt die Anordnung wie
eine normale Liniensteuerungsabtastvorrichtung. Durch die Kippschaltungen ro und 12
werden die Plattenpaare 5 und 7 gesteuert. Der Abtastfieck auf dem Fluoreszenzschirm 8
wandert entsprechend dem Verfahren der Liniensteuerung. Vermittels der Objektive
13 und 15 wird der Abtastfieck auf den Film
16 projiziert, der dadurch in der üblichen Weise abgetastet wird. Das Licht des Abtastfieckes
wird durch den Kondensator auf die Fotozelle 19 geworfen, die in bekannter
Weise die Kippschaltung 12 beeinflußt.
Nun sei angenommen, daß die Kippschaltungen 10 und 12 außer Tätigkeit seien. Das
bedeutet also, daß der Abtastfleck auf dem Fluoreszenzschirm in Ruhe ist. Der Fluoreszenzschirm
8 soll sich im Brennpunkt des Objektivs 13 befinden, und der Film 16 im
Brennpunkt des Obj ektivs 15. In diesem
Fall wird nach den bekannten Gesetzen der Optik der, Abtastfleck auf dem Fluoreszenzschirm
8 in der oben angegebenen Weise auf den Film 16 projiziert. Dreht sich nun die
Scheibe 14 und bewegt sich damit auch das Objektiv 15, so führt nach den bekannten
Regeln der Optik der auf den Film 16 projizierte Abtastfieck eine Bewegung aus, die der
des Objektes 15 gleich ist. Die Zahl der Objektive 15 soll so groß sein, daß der Weg,
den jedes dieser Objektive während der Zeit seiner Wirkung1 beschreibt, als geradlinig betrachtet
werden kann. Dieses wird mit genügender Annäherung bereits erreicht, wenn
15 bis 20 Objektive 15 vorgesehen sind. Entspricht
der Abstand zweier Objektive 15 einer Zeilenlänge, so führt der auf den Film
16 projizierte Abtastfleck bei stillstehendem
Film und stillstehendem Abtastfleck auf dem Fluoreszenzschirm 8, aber sich bewegenden
Objektiven 15 eine Abtastbewegung in einer Zeile aus. Nun soll die Kippschaltung 11
eine Kippschwingung ausführen, deren Frequenz durch die Kontaktscheibe 23 und die
Feder 24 so gesteuert wird, daß einer Bewegung eines der Objektive 15 um eine Zeilenlänge
eine Kippschwingung entspricht. Das ist dann erreicht, wenn die Kontaktscheibe
23 auf ihrem Umfang ebensoviel Kontaktstellen 24 trägt, als Objektive 15 in der
Scheibe 14 vorhanden sind. Die Amplitude der Kippschwingung soll so groß sein, daß
die Bewegung des Abtastfleckes auf dem Fluoreszenzschirm einer Zeilenlänge entspricht
unter Berücksichtigung der durch die Objektive 13 und 15 bewirkten optischen
Verkleinerung. Dabei soll die Bewegungsrichtung des Abtastfleckes auf dem Schirm
gerade entgegengesetzt der durch die Bewegung der Objektive 15 bewirkten Abtast-·
bewegung sein. Die durch die Objektive 15 bewirkte Abtastbewegung und die durch die
Kippschaltung 11 bewirkte Abtastbewegung heben sich dann also gegenseitig auf, so daß
bei stehendem Film, bewegten Objektiven 15, in Betrieb befindlicher Kippschaltung 11 und
außer Betrieb befindlichen Kippschaltungen 9, 10 und 12 der auf den Film 16 projizierte
Abtastfleck sich relativ zum Film in Ruhe befindet, während der Abtastfleck auf dem
FluoreszenzschirmS relativ zum Fluoreszenz- no
schirm 8 eine Abtastbewegung ausführt, deren Geschwindigkeit durch die Geschwindigkeit
der Objektive 15 und das gemeinsame Verkleinerungsverhältnis der Objektive
und 15 gegeben ist. Werden nun die Kippschaltungen 10 und 12 in Betrieb genommen,
so führt der auf den Film projizierte Abtastfleck relativ zum Film die der
normalen Liniensteuerung entsprechende Abtästbewegung "aus, während der Abtastfleck
auf dem Fluoreszenzschirm relativ zu diesem eine Bewegung ausführt, dessen Geschwin-
digkeit gegenüber der Geschwindigkeit, die eigentlich der Liniensteuerung entspricht, um
einen Betrag vermindert ist, der durch die Geschwindigkeit der Objiektive 15 und das
Verkleinerungsverhältnis der Objektive 13
und 15 gegeben ist. Bei entsprechender Wahl der Bewegungsrichtungen der durch die
Kippschaltungen 11 und 12 gegebenen Abtastbewegungen
wird also die gemäß der Erfindung angestrebte Wirkung erreicht.
In dem oben gegebenen Beispiel war eine Breite des Fluoreszenzschirmes von 100 mm
angenommen. Bei einer Breite des Filmbildes von 25 mm, gleich ein Viertel der Breite
des Fluoreszenzschirmes, muß die Brennweite des Objektivs 13 viermal so groß sein wie
die Brennweite der Objektive 15, um eine vierfache Verkleinerung zu bewirken. In
dem Beispiel war weiter "eine überlagerte Geschwindigkeit von 3Oom/Sek. angenommen.
Entsprechend dem vorliegenden Verkleinerungsmaßstab muß dann die Geschwindigkeit
der Objektive 15 ein Viertel dieser
Geschwindigkeit sein, also 75 m/Sek. Bei entsprechender Ausführung der Objektive,
worauf später eingegangen werden soll, können Umfangsgeschwindigkeiten von ioom/Sek.
und mehr angewendet werden, so daß grundsätzliche Ausführungsschwierigkeiten nicht
bestehen.
Führt der Film eine weitere stete zusätzliche Bewegung aus, so wird dieselbe durch
die Kontaktscheibe 26, die Kontaktfeder 27, die Kippschaltung 9 und die Ablenkplatten in
der gleichen Weise kompensiert, wie es oben ausführlich für die Kompensation der durch
die Objektiveis erzeugten zusätzlichen Abtastbewegung beschrieben worden ist.
Die gleiche Einrichtung kann auch für das Verfahren der Helligkeitssteuerung benutzt
werden, es müssen dann die Kippschaltungen 10 und 12 nur entsprechend diesem Abtastverfahren
gesteuert werden.
Es war oben bereits erwähnt worden, daß durch diese Anordnung bei der Liniensteuerung
der Einfluß des Nachleuchtens des Abtastfleckes für ein bestimmtes Helligkeitsgebiet vollkommen aufgehoben werden kann
und daß dieses Helligkeitsgebiet durch Einstellung einer Kippfrequenz in gewissen Grenzen
beliebig· zu wählen ist. In der Zeichnung muß diese Einstellung an der Kippschaltung
12 vorgenommen werden. Diese Einstellung kann entweder von Hand in Anpassung an
das jeweils projizierte Bild erfolgen, oder der Bildstreifen erhält Steuerkerben entsprechend
dem. jeweiligen Bildcharakter, so daß bei der Abtastung des Bildstreifens eine Verstellung der Kippfrequenz immer in gleieher
Weise erfolgt. Die technischen Mittel hierfür sind bekannt.
Die Veränderung der Kippfrequenz kann jedoch auch periodisch erfolgen, so daß bei
aufeinanderfolgenden Abtastungen verschiedene Kippfrequenzen herrschen. Der fehlerfrei
wiedergegebene Helligkeitsbereich ist dann bei aufeinanderfolgenden Abtastungen ein verschiedener, wodurch die Bildwirkung
verbessert werden kann. Die Periode der Änderung der Kippfrequenzen kann auch mit
der Abtastperiode eines Bildes zusammenfallen. Im allgemeinen ist der obere Teil
der Bilder hell, bei Landschaften beispielsweise der Himmel, während der Vordergrund
dunkler ist. Es kann dann erreicht werden, daß in den durchschnittlich helleren Bildteilen der günstig wiedergegebene Helligkeitsbereich
in das Gebiet der größeren Helligkeit, die dort vorherrschend ist, verschoben wird. Diese Änderung der Kippfrequenz
kann auch in verschiedenen Kombinationen erfolgen. Technische Mittel zu
derartigen periodischen Änderungen der Kippfrequenzen durch Überlagerung weiterer
Frequenzen sind ebenfalls bekannt, so daß hierauf nicht näher eingegangen zu werden
braucht.
Es war oben bereits darauf hingewiesen, daß die Objektiveis mit ziemlich hoher
Umfangsgeschwindigkeit rotieren müssen. Da Glas eine große Druckfestigkeit hat, ist
diese zulässig, wenn dafür gesorgt wird, daß nicht örtliche Überbeanspruchungen auftreten.
Diese können vermieden werden, wenn die einzelnen Glaslinsen in Ringen aus einem
nachgiebigen Stoff gelagert sind. Hierzu ist beispielsweise Blei oder Aluminium geeignet.
Es war darauf hingewiesen worden, daß der Fluoreszenzschirm 8 im Brennpunkt des
Objektivs I3> der Film im Brennpunkt der
Objektive 15 stehen soll. Eine solche Vorschrift braucht nicht immer eingehalten zu
werden; der Fluoreszenzschirm 8 kann auch außerhalb des Brennpunktes des Objektivs 13
stehen. Die Entfernung des Filmes 16 von den Objektiven 15 muß dann nur derart geändert
werden, daß der JYbtastfleck scharf auf den Film abgebildet wird. Die Geschwindigkeit
der Objektive 15 muß dann entsprechend no von der oben errechneten abweichen. Durch
diese Abweichungen kann bezweckt werden, eine günstigere Geschwindigkeit der Objektive
15.zu erhalten, so daß beispielsweise diese Objektive einen größeren Durchmesser
erhalten können, oder die Objektive 15 sollen eine solche Lage gegen den Film 16 bekommen,
daß ihre optischen Fehler nicht voll zur Wirkung kommen, so daß weniger gut korrigierte
und damit billigere oder größeren mechanischen Beanspruchungen gewachsene Objektivtypen verwendet werden können.
Derartige Maßnahmen sind aus dem Gebiet der Kinematographie bekannt, wo bewegte
Objektive in Verbindung mit einem feststehenden Objektiv als optischer Ausgleich
verwendet werden. Da die optischen Verhältnisse in beiden Fällen genau die gleichen
sind, erübrigt sich ein näheres Eingehen hierauf.
Die Kippschwingung für die eigentliche
ίο Abtastbewegung und diejenige der ersten
Überlagerung können gegebenenfalls auch einander überlagert und einem einzigen Plattenpaar für jede Ablenkrichtung zugeführt
werden. In einfacher Weise wird dies dadurch erreicht, daß die Kippschaltungen 9
und 10 und die Schaltungen 11 und 12 je
einen Pol gemeinsam haben und der andere Pol der Schaltung 9 und 10 je einer Platte
des Plattenpaares 4 und der Schaltungen 11 und 12 je einer Platte des Plattenpaares 6
zugeführt werden. Die Plattenpaare 5 und 7 kommen dann in Fortfall. Es kann aber auch
jedes andere bekannte Schaltmittel zur Mischung der Kippschwingungen benutzt werden.
Bei Anwendung der Helligkeitssteuerung kann die Summe der eigentlichen Abtastbewegung
und der ersten Bewegungsüberlagerung durch an sich bekannte optische Mittel, wie Linsenscheibe, Spiegelrad usw., erzeugt
werden. In diesem Fall wird die eigentliche Abtastbewegung auf (zur Erzielung größerer
Abtastgeschwindigkeiten) zwei hintereinandergeschaltete optische Mittel verteilt.
" _
Claims (12)
1. Verfahren zur Herabsetzung des Einflusses der Nachleuchtdauer von Fluoreszenzschirmen
in Braunschen Röhren auf die Abtastschärfe für Bildabtastung beim Fernsehen, Fernkinematographie o. dgl.,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abtastgeschwindigkeit des Kathodenstrahles auf
dem Fluoreszenzschirme durch eine zusätzliche entgegenwirkende Ablenkung (erste Abtastüberlagerung) verkleinert
wird und daß die hierdurch vorgenommene Geschwindigkeits verkleinerung durch optische Mittel, beispielsweise rotierende
Linsen (zweite Abtastüberlagerung), für die Bildabtastung wiederaufgehoben wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 mit rotierenden Linsen, dadurch gekennzeichnet,
daß mechanische Überbeanspruchungen der rotierenden Linsen infolge auftretender Fliehkräfte durch Zwischenlagen
aus nachgiebigem Material, beispielsweise Blei oder Aluminium, vermieden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den bewegten e0
Linsen bzw. Objektiven ein feststehendes Objektiv vorgeschaltet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Brennweiten
der feststehenden und der bewegten 6g Objektive angenähert wie die Größen der
zugehörigen Bildflächen verhalten.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die zweite Abtastüberlagerung durch Bewegung des abzutastenden
Bildes selbst erzeugt wird.
6. Vorrichtung für das Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die eigentliche Abtastbewegung zuzüglich der ersten Abtastüberlagerung durch an sich bekannte optische Mittel erfolgt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die erste
Abtastüberlagerung sowohl zusätzliche Kippschaltungen als auch Ablenkplatten innerhalb der Braunschen Röhre vorgesehen,
sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kippvorgang
in Abhängigkeit zur zweiten Abtastüberlagerung erfolgt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippschwingungen
für die eigentliche Abtastbewegung und für die erste Abtastüberlagerung den gleichen Ablenkplattenpaaren
zugeführt sind, beispielsweise in der Weise, daß beide Kippschaltungen einen Piol gemeinsam haben und der andere Pol
jeder Kippschaltung an je einer Ablenkplatte liegt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1 für
das Verfahren der Liniensteuerung, dadurch gekennzeichnet, daß die mittlere Abtastgeschwindigkeit
derart in an sich bekannter Weise eingestellt werden kann, daß für bestimmte Bildhelligkeiten die
Abtastgeschwindigkeit des Kathodenstrahles auf dem Fluoreszenzschirm Null wird.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verstellung der mittleren Abtastgeschwindigkeit durch Schaltkerben des abzutastenden Bildbandes
oder eines besonderen Steuer·: bandes erfolgt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verstellung der mittleren Abtastgeschwindigkeit periodisch
erfolgt, so daß die Periode dieser Änderung kleiner, gleich oder größer als die Abtastdauer eines Bildes ist. ~
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET42696D DE628958C (de) | 1933-06-28 | 1933-06-28 | Verfahren zur Herabsetzung des Einflusses der Nachleuchtdauer von FluoreszenzschirmenRoehren auf die Abtastschaerfe fuer Bildabtastung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET42696D DE628958C (de) | 1933-06-28 | 1933-06-28 | Verfahren zur Herabsetzung des Einflusses der Nachleuchtdauer von FluoreszenzschirmenRoehren auf die Abtastschaerfe fuer Bildabtastung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE628958C true DE628958C (de) | 1936-04-20 |
Family
ID=7561335
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET42696D Expired DE628958C (de) | 1933-06-28 | 1933-06-28 | Verfahren zur Herabsetzung des Einflusses der Nachleuchtdauer von FluoreszenzschirmenRoehren auf die Abtastschaerfe fuer Bildabtastung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE628958C (de) |
-
1933
- 1933-06-28 DE DET42696D patent/DE628958C/de not_active Expired
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