DE729952C - Bremse fuer aus Flugzeugen abzuwerfende Lasten - Google Patents

Bremse fuer aus Flugzeugen abzuwerfende Lasten

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DE729952C
DE729952C DER110300D DER0110300D DE729952C DE 729952 C DE729952 C DE 729952C DE R110300 D DER110300 D DE R110300D DE R0110300 D DER0110300 D DE R0110300D DE 729952 C DE729952 C DE 729952C
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DE
Germany
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brake
load
braking
aircraft
parachute
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Expired
Application number
DER110300D
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English (en)
Inventor
Karl Loose
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OBERBEFEHLSHABER DER LUFTWAFFE
DEUTSCHES RIECH VERTRETEN DURC
Original Assignee
OBERBEFEHLSHABER DER LUFTWAFFE
DEUTSCHES RIECH VERTRETEN DURC
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Publication date
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B19/00Marine torpedoes, e.g. launched by surface vessels or submarines; Sea mines having self-propulsion means
    • F42B19/46Marine torpedoes, e.g. launched by surface vessels or submarines; Sea mines having self-propulsion means adapted to be launched from aircraft
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B10/00Means for influencing, e.g. improving, the aerodynamic properties of projectiles or missiles; Arrangements on projectiles or missiles for stabilising, steering, range-reducing, range-increasing or fall-retarding
    • F42B10/32Range-reducing or range-increasing arrangements; Fall-retarding means
    • F42B10/48Range-reducing, destabilising or braking arrangements, e.g. impact-braking arrangements; Fall-retarding means, e.g. balloons, rockets for braking or fall-retarding
    • F42B10/56Range-reducing, destabilising or braking arrangements, e.g. impact-braking arrangements; Fall-retarding means, e.g. balloons, rockets for braking or fall-retarding of parachute or paraglider type

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  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Bremse für aus Flugzeugen abzuwerfende Lasten Die Erfindung betrifft eine Bremse für aus Flugzeugen abzuwerfende Lasten, insbesondere solche, die gegen Beschleunigungen sehr empfindlich sind und nur geringe Fall- und Auftreffgeschwindigkeiten vertragen. Sie besteht im wesentlichen darin, daß die stromlinienförmige Verkleidung der Last zu mehreren Bremsflächen aufgeteilt, aufspreizbar und schließlich lösbar ist. Weitere Merkmale ergeben sich aus der Beschreibung.
  • Für die gegen Aufschlagbeanspruchung empfindlichen Lasten, insbesondere Luftminen und Torpedos, sind brauchbare Luftbremsen insonderheit für die hohen Flugzeuggeschwindigkeiten nicht vorhanden. Die bisher gebräuchlichen Luftminenfailschirme ließen bisher nur eine Abwurfgeschwindigkeit bis etwa 25o km/h zu. Ähnlich ist es bei einem Torpedo, der überhaupt nur aus einer Maximalhöhe von 6o m abgeworfen werden konnte. Damit erfordert der Einsatz dieser beiden Waffen ein Verlassen der beiden Schutzmaßnahmen für Flugzeuge, nämlich große Geschwindigkeit und Höhe, gerade im Augenblick, wenn die stärkste Abwehr einsetzt.
  • Diese Nachteile werden durch die Erfindung beseitigt. Sie ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
  • Abb. z ist eine Ansicht eines Torpedos mit geschlossener Bremse.
  • Abb. 2 zeigt die Bremse in geöffnetem Zustand.
  • Abb. 3 ist eine Draufsicht auf die geöffnete Bremse von A in Abb. 2 aus gesehen.
  • Abb. 4 ist die Endstellung der Bremse bei einem Torpedo.
  • . a ist die Luftbremse, die am hinteren Ende der Last angeordnet ist und in geschlossenem Zustande (Ab. i) die stromlinienförmige Verkleidung der Last bildet, so daß die am Flugzeug aufgehängte Last während des Fluges oder während .des ersten Teiles des Fallweges den geringsten Luftwiderstand bietet. Die Flächen b der stromlinienförmigen Verkleidung bilden aasgespreizt de Bremsflächen, die gegebenenfalls durch Stoffteile verbunden einen Fallschirm bilden können. c sind Blattfedern an den Flächen b, gegen deren Druck die Flächen b gegen die Außenfläche der Last angelegt sind und in geschlossenem Zustand durch den Springring d gehalten werden. Am hinteren Teil der Flächen. b, die hier konisch zusammenlaufen, ist eine Abschlußhaube aufgesetzt, die beim Offnen abfliegt. Mit dein Offnen des öffnen sich die Bremsen b, die am hinteren Ende scharniierartig an einem korbförmigen Teil f befestigt sind. g ist eine hydraulische Bremse in der Bremsvorrichtung, deren Kolbenstange la durch Armei an den Bremsflächen b angreifen. Die Kolbenstange h ist in dem korbförmigen Teil f geführt. Statt der hydraulischen Bremse können andere an sich bekannte Vorrichtungen, z. B. eine Luftschraube mit Schraubenspindel, eine Federpufferung oder eine pneumatische Bremse verwendet werden. Ein um den größten Durchmesser gezogenes Seil erhöht die @Viderstandsfähiglzeit des gespreizten Schirmes.
  • Ist die Bremse völlig gespreizt (oder nach einer an sich beliebig festsetzbaren Zeit;, löst sich die Bremse von der Last. Bei Lufttorpedos ist nun die Bremse oder die nun als Fallschirm wirkende Bremse mit Tragleinen für den Torpedo derart verbunden, daß nun der Torpedo in einer für die Einrichtung auf das Ziel und für das Auftreffen auf das Wasser .günstigen Lage hängt und die Bremse .die Fallgeschwindigkeit auf ein geeignetes Maß herabmindert. Durch eine Wasserschlagklappe kann die ganze Aufhänge- und Bremsvorrichtung vom Torpedo gelöst werden.
  • Bei Luftminen kann die Einrichtung so getroffen werden, daß nach dem Ablösen der Bremse von der Mine nach dem vollkommenen Öffnen der Bremsen b sich ein Fallschirm entfaltet, mit dem die Mine in bekannter Weise fallen kann.
  • Die Wirkungsweise ist folgende: Torpedos oder Minen werden in bekannter Weise im Flugzeug eingehängt, wobei die die Bremse bildende Verkleidung für eine Verringerung des Luftwiderstandes sorgt. Wird die Last abgeworfen, so löst sich zunächst der Sprengring d durch beliebige Mittel, z. B. durch eine Reißleine, die mit dem Flugzeug verbunden ist, oder ein im Flugzeugeinstellbares Zeitrelais oder einen elektrischen Zeitzünder o. dgl. Die Blattfedern c drücken zunächst die Bremsen b von der Oberfläche der Last ab, bis der Wind hinter die Bremsen faßt und diese aufklappen. Das Aufklappen geschieht nun durch den Bremskolben und die Bremskolbenstange 1e und die Armei. langsam unter Vermeidung irgendeines Stoßes. Hierbei fliegt die Abschlußhaube fort. Ist die Bremse völlig entfaltet, derart, daß das die Bremsteile b verbindende Seil gespannt und die Stoffteile entfaltet sind, so beginnt sie sich von dem Körper zu lösen. Die mit den Bremsflächen b bzw. dem nun entfalteten Fallschirm, bestehend aus den Bremsflächen b und den dazwischen angeordneten Stoffteilen, verbundenen Tragleinen halten nun, die vorher beschriebene Bremse als Fallschirm benutzend, den Torpedo in der für den Eintritt ins Wasser günstigsten Stellung bzw. 1 eiguiig. Eine Wasserschlagklappe sorgt für ein sofortiges Ablösen der Tragvorrichtung mit Fallschirm.
  • Bei Luftaninen .ist es vielleicht besser, einen besonderen Fallschirm zur Entfaltung zu bringen, wenn sich die Bremse von dem Minenkörper löst.
  • Die Vorteile der Erfindung bestehen im wesentlichen darin, daß die Lasten bei der vollen Geschwindigkeit moderner Flugzeuge abgeworfen werden können, ohne daß die langsam entstehende Bremsung der Fallgeschwindigkeit auf die empfindliche Last Einfluß haben kann. Es ist ferner möglich, Torpedos und Minen aus sehr großer Höhe abzuwerfen, zunächst durch die hohe Fallgeschwindigkeit eine größere Treffgenauigkeit zu erzielen und schließlich kurz über dem Wasser die Fallgeschwindigkeit abzubremsen und dem Torpedo eine Lage zu geben, die für den Eintritt ins `'Wasser die günstigste ist. Während die Last völlig ungehindert fällt, hat sie eine gute Stromlinienform und ist deshalb ballistisch günstig; man kann also mit einer guten Zielmöglichkeit rechnen.

Claims (1)

  1. PATE-1T ANSPRl'.CHR: i. Bremse für aus Flugzeugen ab7uiverfende Lasten, dadurch gekennzeichnet, daß die stromlinienförmige Verkleidung der Last zu mehreren Bremsflächen aufgeteilt, aufspreizbar und schließlich lösbar ist. z. Bremse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufspreizbewegung der Bremsflächen durch an sich bekannte Zeitrelais beliebig eingeleitet werden kann. 3. Bremse nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufspreizbewegung durch an sieh bekannte Mittel, z. B. hydraulisch oder durch Luftschraube mit Schraubenspindeln oder durch Federpufferung, derart geregelt werden kann, daß eine weiche Bremsung eintritt. q.. Bremse nach den Ansprüchen I his 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach einer weichen Abbremsung die Bremsvorrichtung sich von der Last löstsund in Gestalt eines Fallschirmes mit Tragleinen derart mit der Last in Verbindung bleibt, äaß diese in einem beabsichtigten Winkel ins Wasser gleiten kann. 5. Bremse nach den Ansprüchen r bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Ablösen der Bremsvorrichtung ein Fallschirm an sich bekannter Art die Abbremsung der Fallgeschwindigkeit übernimmt.
DER110300D 1941-06-13 1941-06-13 Bremse fuer aus Flugzeugen abzuwerfende Lasten Expired DE729952C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102015100729A1 (de) * 2015-01-20 2016-07-21 Atlas Elektronik Gmbh Schwergewichtstorpedo zum Absetzen in ein Gewässer außerhalb einer Sichtweite eines Ziels sowie Transportschlitten und Flugzeug
DE102015109408A1 (de) * 2015-01-20 2016-07-21 Atlas Elektronik Gmbh Schwergewichtstorpedo, Transportschlitten und Flugzeug

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102015100729A1 (de) * 2015-01-20 2016-07-21 Atlas Elektronik Gmbh Schwergewichtstorpedo zum Absetzen in ein Gewässer außerhalb einer Sichtweite eines Ziels sowie Transportschlitten und Flugzeug
DE102015109408A1 (de) * 2015-01-20 2016-07-21 Atlas Elektronik Gmbh Schwergewichtstorpedo, Transportschlitten und Flugzeug

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