DE72671C - Maschine zum gleichzeitigen Reinigen und Trocknen von körnigen Stoffen jeder Art - Google Patents

Maschine zum gleichzeitigen Reinigen und Trocknen von körnigen Stoffen jeder Art

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DE72671C
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DE
Germany
Prior art keywords
machine
drying
kinds
granular materials
simultaneous cleaning
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT72671D
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English (en)
Original Assignee
L. MARCHISIO in Genua, Italien
Publication of DE72671C publication Critical patent/DE72671C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02BPREPARING GRAIN FOR MILLING; REFINING GRANULAR FRUIT TO COMMERCIAL PRODUCTS BY WORKING THE SURFACE
    • B02B3/00Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming
    • B02B3/04Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming by means of rollers

Landscapes

  • Adjustment And Processing Of Grains (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Getreidearten, Körner und Samen sind, nachdem sie ihrer Pflanze entnommen und ihrer äufseren Hülle entledigt werden, immer noch mit einer zweiten Hülle oder einem Häutchen versehen, welches, um ihr schönes Ansehen und ihren Handelswerth zu erhöhen, durch Reinigung entfernt werden mufs. Ebenso besitzen verschiedene andere ähnliche Stoffe (nicht nur vegetabilische, sondern mineralische und hauptsächlich metallische), nachdem sie durch ein bestimmtes Verfahren in ihre gewünschte Form gebracht wurden, oft noch einen Ueberzug, welcher entfernt werden mufs, wenn die Stoffe in den Handel gebracht oder benutzt werden sollen.
. Die vorliegende Erfindung trägt dem Bedürfnifs dieser Reinigungsart Rechnung und besteht in einer Maschine zur raschen und ökonomischen Durchführung dieser Arbeit.
In der beiliegenden Zeichnung zeigen Fig. 1 und 2 Verticalschnitte der Maschine, Fig. 3 ist ein Grundrifs, Fig. 4 und 5 sind Einzelteile. V ist ein ringförmiger, oben offener Behälter von der Querschnittsform eines umgekehrten Trapezes. , Er ruht auf einem Fundament von Mauerwerk 'M oder auf Ständern von entsprechender Höhe, oder ist auf irgend eine andere Weise gelagert. Er wird mittels Schrauben oder Bolzen, welche durch an dem Behälter angegossene Flantschen oder dergl. hindurchgehen, mit dem Fundament fest verbunden. In der Mitte ist die verticale Hauptwelle A angeordnet, welche auf einem Zapfenlager ruht und oben durch ein Lager entsprechend geführt ist. Welle A erhält ihre Bewegung durch ein Transmissionswerk von einer zweiten Welle aus, welche zweckmäfsig unter dem Fufsboden gelagert ist. Uebrigens kann der ganze Mechanismus in beliebiger Weise, je nach Erfordernifs der zur Behandlung der Materialien bestimmten Räumlichkeiten, angeordnet werden. Welle A trägt den auf ihr verschieb- und feststellbaren Kopf C, in welchen vier Arme b eingesetzt und durch Keil und Schraube befestigt sind. Zwei von diesen Armen b, welche sich diametral gegenüberliegen, tragen an ihren äufseren Enden die Trommeln T, welche auf Zapfen der Arme aufgesteckt und durch einen Splint gehalten werden. Von den anderen beiden Armen trägt der eine Schaufelpaare op, dessen eine Schaufel ο zum Vertheilen und Reguliren, dessen andere ρ zum Ausräumen des Behälters dient. Der andere diametral gegenüberliegende Arm b ist einerseits mit einer Schaufel, ähnlich Schaufel o, und andererseits mit einem Dreizack oder einer Gabel t versehen.
Diese vier Werkzeuge sind den Enden von aus Flacheisen oder dergl.
gebildeten Stielen oder Hebeln aufgenietet oder aufgeschraubt, welch letztere je in der Mitte, eine Lagerbüchse tragen; mittels letzterer werden die Hebel auf entsprechende Zapfen der Arme b aufgesteckt und durch Splinte gesichert oder befestigt. In der jeweiligen Arbeitsstellung eines Werkzeuges können die Lagerbüchsen der Hebel mit ihrem Lagerzapfen durch einen Stift m fest verbunden werden. Letzterer ist mit der Hand leicht zu entfernen. :
Die Hebel mit den beiden Werkzeugen können sodann um die bezüglichen Zapfen der Arme b gedreht bezw. die Werkzeuge in ihrer Arbeitsstellung je nach Erfordernifs und Fort-
gang der Arbeit gewechselt werden. Am Boden des Behälters ist eine Klappe 5 angebracht, welche zum Entleeren des Behälters dient, und welche während des Arbeitens mittels Riegels / oder auf sonst entsprechende Weise geschlossen gehalten wird (Fig. 5).
In der Trommel T und auf ihrem ganzen Umfang sind Rinnen von entsprechender Breite und Tiefe angebracht, welche auf dem Mantel in achsialer Richtung verlaufen und mit radial angeordneten Rinnen der Stirnwände abwechseln (diese sind in der Zeichnung der Deutlichkeit halber nicht angegeben). Um Winkel und scharfe Kanten zu vermeiden, endigen alle Rinnen, schon ehe sie den äufseren Rand der Trommel erreichen, welch letzterer überdies stumpf und abgerundet ist.
Die Schaufeln 0, welche bestimmt sind, die Ansammlung des zu bearbeitenden Materials an der Innenwand des Behälters zu verhindern, haben ungefähr die Form einer Pflugschar, sie sind in Bezug auf die Mittellinie des symmetrischen Querschnittstrapezes unsymmetrisch angeordnet, so dafs sie nur auf das an der inneren Behälterwand ansammelnde Material wirken, von der äufseren Wand jedoch bedeutend abstehen; es wird infolge dessen hier ein freier Durchgang für letzteres gebildet.
Die Arbeitsweise des Apparates ist folgende:
Nachdem alle Werkzeuge an der Maschine montirt und die Klappe s geschlossen ist, wird zuerst die Stellung der Trommeln T in Bezug auf den Behälter geregelt, da dieselben das Material reinigen und nicht zerkleinern oder: zerdrücken sollen. Zu diesem Zwecke werden die Trommeln derart gestellt, dafs sie ungefähr zwei Centimeter von der Bodenfläche des Behälters abstehen; diese Höhe variirt jedoch ein wenig, je nach der Natur, den Eigenschaften und auch der Menge des Materials.
Um die Höhe der Trommeln regüliren zu können, stellt man vorerst mittels Keiles und Stellschraube den auf der Welle A verschiebbaren Ring e in solche Höhe ein, dafs die Trommeln auf dem Boden des Gefäfses aufstehen und der Kopf C auf Ring e aufruht. Dies ist die Ruhestellung; um den Apparat in Thätigkeit zu setzen, genügt es, den Kopf C durch Anziehen einer oder mehrerer am Ring e parallel zur Achse A angeordneter Justirschrauben zu heben. Auf diese Weise wird das Gewicht der Trommeln ausschliefslich auf die Arme b übertragen. Es werden deshalb, und auch um die durch die Maschine zu entwickelnde Kraftäufserung zu vermindern, die Trommeln hohl und mit geringen Wandstärken gegossen. Je nach der Beschaffenheit des zu bearbeitenden Stoffes bringt man entweder beide Schaufeln 0 oder nur eine derselben und den Dreizack in ihre Arbeitsstellung; letzterer ~ verhindert ein Zusammenballen des Materials zu mehr oder weniger grofsen Klumpen.
Hierauf wird das letztere in den Behälter eingeführt; die Länge variirt ebenfalls, je nach der Beschaffenheit und den Eigenschaften des Stoffes, und läfst sich für jeden solchen am besten durch die Praxis bestimmen. Nun wird die Maschine endlich in Gang gesetzt; die Drehung erfolgt in der Pfeilrichtung (Fig. 3), ihre Richtung bestimmt sich übrigens durch die Stellung der Schaufeln, deren Neigung von vorn nach rückwärts verändert und deren Lage durch Verstellung ihrer Stiele oder Hebel regulirt werden kann. Die Bewegung . der Maschine erzeugt eine gegenseitige Reibung der Körner an einander und an den Wänden des Behälters und der Trommel. Auf diese Weise vollzieht sich die gewünschte Reinigung. Die Maschine arbeitet mit ungefähr 20 bis 30 Touren pro Minute; die Tourenzahl, welche sich übrigens ebenfalls nach dem Material richtet, ist immer derart, dafs der Arbeitsvorgang hierbei beobachtet bezw. überwacht werden kann.
Ist der Reinigungsprocefs zu Ende, so wird die Bewegung eingestellt; man klappt den Hebel der Schaufel 2? um, so dafs die Schaufel ο ausgeschaltet wird und Schaufel ρ in die Arbeitsstellung gelangt; nun wird die Klappe s geöffnet, worauf man die Maschine nochmals eine oder zwei Touren kufen läfst. Hierdurch wird das Material mittels Schaufel ρ durch die Oeffnung der Klappe s aus dem Behälter entfernt, event, von einem Elevator aufgenommen, nach einem Ventilator geführt und hier von den Staubtheilen getrennt, so dafs es nunmehr in den Handel gebracht werden kann.
Verschiedene körnige Stoffe (hauptsächlich vegetabilische) erfordern zum Zwecke ihrer Reinigung eine vorherige Anfeuchtung; es müfste in diesem Falle also unmittelbar auf die Reinigung eine Trocknung folgen, weil die etwa zurückbleibende Feuchtigkeit zerstörend auf die Körner wirken würde. Diese Trocknung kann (abgesehen von gröfseren Kosten und Zeitverlust, wenn sie für sich und rasch durchgeführt werden soll) für viele Getreidesorten und Sämereien weder in der Sonne, welche ihnen schlechten Geschmack verleiht und sehr leicht Ursache einer späteren Fäulnifs wird, noch im Schatten, wo eine ungenügende Trocknung vor sich geht, vorgenommen werden. Es ist infolge dessen mit den bis jetzt gebräuchlichen Mitteln fast unmöglich, eine gute Reinigung jener Getreidesorten zu erreichen, welche vor dem Reinigen einer Befeuchtung bedürfen.
Darin aber liegt eben die wesentlichste Eigenschaft der Maschine (aufser ihrer Einfachheit, ihrem geringen Gewicht, ihrem leichten Betrieb und ihrer vorzüglichen Arbeitsweise), dafs sie nicht nur die vorherige Befeuchtung des zu behandelnden Materials erlaubt, sondern die-
selbe auch sehr nützlich, in manchen Fällen sogar nothwendig macht, weil sie das Material gleichzeitig mit Hülfe der durch die Reibung erzeugten Wärme trocknet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Maschine zum gleichzeitigen Reinigen und Trocknen von körnigen Stoffen jeder Art, hauptsächlich von Getreide, Körnern, Sämereien etc., dadurch gekennzeichnet, dafs das in einer ringförmigen Rinne (V) aufgegebene Reinigungsgut durch in der Höhenrichtung verstellbar angeordnete umlaufende Trommeln (T) unter sich und an den Gefäfs- und Trommelwandungen gerieben und durch die gleichfalls in der. Rinne V umgetriebenen verstell- und auswechselbaren Schaufeln (o), sowie den Dreizack t umgerührt und vertheilt wird, während Schaufeln (p) nach Beendigung der Arbeit das gereinigte Gut durch eine im Boden der Rinne V angeordnete verschliefsbare Oeffnung S aus dieser herausschaffen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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