DE72340C - Verfahren und Vorrichtung zum Einseitigfärben dicker oder Ganzfärben dünner Papiere auf der Papiermaschine - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Einseitigfärben dicker oder Ganzfärben dünner Papiere auf der PapiermaschineInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21H—PULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D21H23/00—Processes or apparatus for adding material to the pulp or to the paper
- D21H23/02—Processes or apparatus for adding material to the pulp or to the paper characterised by the manner in which substances are added
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 5S: Papierfabrikation.
der Papiermaschine.
Das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren ermöglicht sowohl das einseitige
Färben dickerer Papiere als auch das Ganzfärben dünnerer Papiere, wie Seiden- oder
Blumenpapiere, auf der Papiermaschine, und ist dadurch gekennzeichnet, dafs das Färben
der Papiere bei einer Papiermaschine auf der unteren Seite des Langsiebes mittelst einer oder
mehrerer zwischen dem zweiten Saugapparat und der Gautschpresse angeordneten Farbwalzen
erfolgt.
Die zur Ausführung des Verfahrens dienende Vorrichtung ist in beiliegender Zeichnung veranschaulicht,
und zwar stellen Fig. 1 und 2 eine mit dieser Vorrichtung versehene Langsiebmaschine
in Seitenansicht und Draufsicht dar, während Fig. 3 in Seitenansicht eine Ausführungsform
der Färbevorrichtung zeigt, welche vortheilhaft angewendet werden kann, wenn
kein dritter Saugapparat vorhanden ist.
Wie ersichtlich, besteht die Vorrichtung aus einer mit Kautschuk überzogenen Eisenwalze
oder aus einer mit Filz oder anderem weichen Material überzogenen Kupferwalze A, welche
auf der Nafsparthie der Langsiebmaschine zwischen dem zweiten Saugapparat und der
Gautschpresse in gleicher Ebene mit dem zweiten und dritten Saugkasten s2 und ss oder
mit der Oberkante des zweiten Saugkastens und der Siebleitwalze oder auch der Siebregulirwalze
gestellt ist.
Diese sogenannte Farbwalze A läuft in einem Trog a, der von einem Farbbehälter Z durch
das Leitungsrohr χ gespeist wird. In diesem Troge befindet sich noch eine zweite, kleinere
Kupfer- oder Kautschukwalze B, die mittelst einer Feder oder Regulirspindel auf bekannte
Weise an die mit Filz überzogene Farbwalze angeprefst werden kann, um die überschüssige
Farblösung zurückzuhalten.
Bei Anwendung einer Kautschukfarbwalze wird vortheilhaft ein mit Filz- oder,. Stoffstreifen
versehener Farbabstreifer angebracht.
Die Farbwalze ist entweder für sich allein oder sammt dem Trog α mittelst Schrauben
gegen die Unterseite des Langsiebes S verstellbar. An dem Farbtrog ist ein Ueberfallrohr
vorhanden, um das Ueberlaufen der Farbflüssigkeit über die Kanten des Troges hintanzuhalten.
Ist ein dritter Saugapparat (in Verbindung mit Luftpumpe) nicht vorhanden, so ist es
zweckmäfsig, neben dem Farbtrog α gegen die Gautschpresse und in gleicher Höhe mit demselben
noch eine mit Filz überzogene, einstellbare Kupferwalze C, Fig. 3, anzubringen, welche
die etwa im Ueberschufs vorhandene Farbe durch Adhäsion den Siebmaschen und der
unteren Fläche der auf dem Siebe liegenden Papiermasse entzieht und an die unter ihr befindliche
Kupferwalze D dadurch, dafs sie auf dieser aufliegt, abgiebt.
Die Farbe, welche von der unteren Walze abfliefst und sich am Boden des Kastens F
sammelt, kann in ein Gefäfs geleitet und zu einer neuen Farblösung zugesetzt oder in den
Farbbehälter Z zurückgegeben werden.
Die über das Sieb S in der Richtung gegen die Gautschpresse laufende Papiermasse gelangt,
nachdem sie, bereits ziemlich entwässert, den zweiten Saugapparat s2 passirt hat, vom Siebe
weitergetragen über die Farbwalze A, welche vermöge der Capillarität einen Theil ihrer
Farbe durch die Siebmaschen hindurch an die untere Fläche der Papiermasse abgiebt und die
dickeren Papiere einseitig, die dünneren Papiere (Seidenpapiere) dagegen ganz gefärbt erscheinen
läfst.
Auf dem Rückwege des Siebes 5 von der Gautschpresse gegen die Brustwalze mufs
natürlich dafür Sorge getragen werden, dafs dasselbe von der anhaftenden Farbe vollkommen
befreit werde, was entweder durch Spritzwasser oder durch Auswaschen des Siebes in einem mit Wasser gespeisten, unter der
Siebspannwalze m angebrachten Kasten M geschehen kann.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Ein Verfahren zum Einseitigfärben dicker Papiere oder Ganzfärben dünner Papietfe auf Papiermaschinen, dadurch gekennzeichnet, dafs die auf der Nafsparthie der Langsiebmaschine befindliche Papiermasse von unten durch die Siebmaschen hindurch gefärbt wird.
- 2. Zur Ausführung des unter i. angegebenen Verfahrens bei Langsiebmaschinen die Anordnung einer oder mehrerer einstellbarer Farbwalzen A und Anprefswalzen B in einem mit Farblösung gespeisten Troge unterhalb der Nafsparthie des Siebes zwischen den Saugkästen oder dem letzten Saugkasten und der Gautschpresse, in welch letzterem Falle an die Walzen A und B eine in einem besonderen Kasten F untergebrachte Ansaugwalze C angeschlossen ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE72340C true DE72340C (de) |
Family
ID=345568
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT72340D Expired - Lifetime DE72340C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Einseitigfärben dicker oder Ganzfärben dünner Papiere auf der Papiermaschine |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE72340C (de) |
-
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- DE DENDAT72340D patent/DE72340C/de not_active Expired - Lifetime
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