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Magnetsystem Der Gegenstand der Erfindung ist ein Magnetsystem, insbesondere
für elektroakustische Apparate. Die Erfindung bezweckt, die von dem permanenten
Magneten erzeugten Kraftlinien mit möglichst geringem Verlust bis: zu den wirksamen
Luftspalten des Magnetsystems zu führen.
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Es ist bekannt, die Polschulhe bei einem Magnetsystem aus einem anderen
Werkstoff als dem des Magneten und der übrigen Teile des Systems herzustellen und
so zu bemessen, daß eine Konzentration der Kraftlinien an den Polschuhenden erhalten
wird. Mit diesen Ein-, richtungen werden aber nicht die Verluste herabgesetzt, welche
die Kraftlinien auf ihrem Wege von dem permanenten Magneten zu den wirksamen Luftspalten
erleiden.
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Die Erfindung geht davon aus, daß für eine bestimmte Induktion die
Permeabilität eines bestimmten Werkstoffs ein Maximum hat, wobei die Maxima bei
verschiedenen Werkstoffen bei verschiedenen Induktionen liegen.
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Gemäß der Erfindung werden nun die Polplatten des Magneten und seine
Polschuhe aus unterschiedlichen magnetischen Werkstoffen hergestellt, deren Permeabilitäten
unter dem Einfluß der jeweils herrschenden Induktion einem Maximum zustreben, derart,
daß für Teile hoher Induktion, wie die Polplatten, ein Werkstoff Verwendung findet,
für den das Maximum der,u(B)-Kurve bei dieser hohen Induktion liegt, und daß die
Teile relativ kleiner Induktionen, wie die Polschuhe, dagegen aus einem Werkstoff
bestehen, dessen g(B)-Kurve ihr Maximum bei kleiner Induktion hat. Dadurch wird
erreicht, daß die höchst erreichbare Feldstärke an den wirksamen Polschuhflächen
zustande kommt, da den Kraftlinien auf ihrem Wege von dem
permanenten
Magneten zu den wirksamen Polschuhflächen stets ein Maximum an Perm.eabilität zur
Verfügung steht.
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Eine weitere Verbesserung kann dadurch erzielt werden, daß auch noch
die Polplatten aus Zonen unterschiedlichen magnetischen Werkstoffs bestehen. Durch
diese feinere Unterteilung der Polschuhplatten, welche den wesentlichen Teil des
Weges des magnetischen Flusses darstellen, wird mit noch größerer Annäherung das
Maximum der Feldstärke erreicht.
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Statt die Polplatten aus mehreren Zonen unterschiedlichen magnetischen
Werkstoffs aufzubauen, 'kann eine Erhöhung der Wirkung auch dadurch erreicht werden,
daß sich der Querschnitt der Polplatten nach den Polschuhen zu verkleinert, wodurch,
entsprechend der mit der Entfernung vom Magneten abnehmenden Induktion durch Querschnittsverringerung,
die der maximalen Permeabilität entsprechende Induktion erhalten bleibt.
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Hat das Magnetsystem, wie es häufig der Fall ist, mehrere Polschuhe,
welche verschiedene Abstände von dem permanenten Magneten haben, so würde bei den
näher liegenden Polschuhen eine größere Feldstärke auftreten als bei den entfernt
liegenden. Um dies zu vermeiden, könnän bei dem Gegenstand der Erfindung in die
Polplatten zwischen den Magneten und den Polschuhen eine oder mehrere Aussparungen
vorgesehen werden zur Erzielung möglichst gleich starker Kraftfelder an den Polschuhen
jeder Polplatte.
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Weiterhin können die Polplatten und die Polschuhe oder nur einer dieser
Teile aus lamelliertem Material bestehen, um in an sich bekannter Weise Wirb:elstromverluste
zu vermeiden.
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Im folgenden ist der Gegenstand der Erfindung beschrieben und dargestellt.
Es bedeutet Fig. i eine schematische Darstellung eines Magnetsystems gemäß der Erfindung,
Fig. 2 ein anderes Ausführungsbeispiel, Fig. 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel,
Fig. q. die Draufsicht auf .,eine Polschuhplatte des Magnetsystems, Fig. 5 die ,u(B)-Kurven
zweier verschiedener Materialien.
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Das in der Fig. i dargestellte Vierpolsys.tem besteht aus einem permanenten
Magneten i, an welchen zwei Polplatten 2 und 3 anliegen, deren freie Enden die Polschuhpaare
q. und 5 tragen. Die Polschuhplatten 2 und 3 sind aus zwei verschiedenen Werkstoffen
I und Il hergestellt. Diese Werkstoffe I und II sind so gewählt, daß sie, wie aus
Fig. 5 hervorgeht, verschiedene A(B)-Kurven haben. Von diesen hat der Werkstoff
I z. B. ein Maximum der Permeabilität bei einer Induktion von io ooo und der Werkstoff
Hein Maximum bei einer Induktion von 8ooo. Die Teile sind, wie aus Fig. i ersichtlich,
so aneinandergereiht, daß der Werkstoff mit der maximalen Permeabilität bei einer
höheren Induktion näher am permanenten Magneten I liegt als der Werkstoff mit dem
Maximum für ,u bei einer niedrigeren Induktion. Bei dieser Anordnung wird der magnetische
Verlust auf ein Minimum herabgesetzt. Die Unterteilung der Polplatten 2 und 3 kann
beliebig sein; ebenso können die Polschuhplatten 2 und 3 aus einem Stück bestehen,
und zwar aus einem Werkstoff, dessen Maximum für die Permeabilität bei einer Induktion
liegt, wie sie etwa in einem Querschnitt herrscht, der in der Mitte der Entfernung
zwischen permanenten Magneten und Polschuh liegt, während die Pol. Schuhe aus einem
anderen Werkstoff bestehen, das das Permeabilitätsmaximum bei einer niedrigeren
Induktion hat.
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In Fig.2, in welcher nur eine Polplatte dargestellt ist, weisen die
Polplatten einen sich gegen die Polschuhe zu verringernden Querschnitt auf, so daß
über - die gesamte Länge der Polplatte 2 diejenige Induktion vorbanden ist, die
je nach dem verwendeten Werkstoff dem jeweiligen Maximum der Permeabilität entspricht.
Zur Vermeidung der Wirbelströme können die Polplatten 2 und 3, wie in Fig. 3 für
die Polplatte 2 dargestellt, auch lamelliert sein, gleichgültig, ob. sie aus Abschnitten
unterschiedlichen Werkstoffs oder aus einem einzigen Werkstoff bestehen. Ebenso
können die Polschuhe ¢ und 5 lamelliert werden. Bei dem vorbeschriebenen Magnetsystem
liegen die Polpaare q. näher an dem permanenten Magneten i als die Polpaare 5. Um
zu verhindern, daß an den Polpaaren q. ein stärkeres Kraftfeld auftritt als an den
Polpaaren 5, wird in den Polplatten 2 und 3, wie in Fig. 4. dargestellt, durch eine
oder mehrere Öffnungen 6 der Querschnitt so verändert, daß der permanente Fluß möglichst
gleichmäßig die zu ihm parallel liegenden Polpaare q. und 5 durchdringt. Durch die
in der Fig. q. dargestellte Öffnung 6 wird der permanente Fluß bis an den Rand der
Polplatte 2 bzw. 3 gedrängt, so d.aß der über das Polpaar ¢ gehende Hauptfluß zugunsten.
des über das Polpaar 5 gehenden Flußteiles geschwächt wird.