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Absperr- und Wechselschieber Wenn zwei Leitungen von einer Hauptrohrleitung
abzweigen, ist,es üblich, zwei Absperrschieber unter Verwendung eines T-Stückes
einzubauen. Durch Betätigung beider Schlebier kann man abwechselnd die eine oder
.andere Abzwegleirimg mit der Hauptleitung verbinden oder von dieser abtrennen.
Bei Benutzung dieser Anordnung waren hohe Druckverluste im T-Stück und den Absperrschiebern
unvermeidlich. Bei kleineren Rohrquerschnitten wurden zwar schon Wechselventile
verwendet, die aber infolge der starken Änderung in der Strömungsrichtung ebenfalls
hohe Druckverluste aufweisen. Rohrabzweigungen von kleineren Querschnitten werden
auch unter Verwendung von Dreiwegehähnen ermöglicht, deren Nachteil in .einer schlechten
Abdichtung nach innen und :außen und .erheblichem Druckverlust besteht.
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Die vorliegende Erfindung hat den Zweck, den zweiten Absperrschieber
in. der Zweigleitung überflüssig zu machen,. Druckverluste in der Armatur zu vermeiden,
das Gehäuse drucklos zu erhalten und nach außen sicher abzudichten. Sie vereinigt
durch die in den Patentansprüchen gekennzeichnete Bauart in einem einzigen mit drei
Anschlußstutzen versehenen Gehäuse einen Umschalt- mit einem Absperrschieber.
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Die Erfindung ist an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
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Das Gehäuse 26 ist mit drei Anschlußstutzen El, B und C versehen,
die gegeneinander um i2o° versetzt sind. Bei rechtwinkliger Abzweigung werden die
Stutzen ,4 und B mit dem Isrümmungsradius des Bogenleitrohrs 3 i auf einen Winkel
von 9o'- gegenüber dem Stutzen C reduziert, wodurch die rechtwinklige Abnveiguaig
in eine Bogenabzweigung gebracht wird (gestrichelt gezeichnet). In dem Gehäuse 26,
auf das die Schrauben und Muttern 23 die Haube 24. und Dichtung 25 pressen, befindet
sich das Bogenleitrohr 3 i, das keilartig ,auf die inneren Ansätze der Anschlußstutzen
A, B und C gepreßt werden kann und auf dessen Gewindezapfen
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die Absperrplatte 33 radial verschiebbar angeordnet ist. Der Federring 32 sorgt
für gute Anpressung der Gewindegänge des Rundgewindes und verhindert übermäßig leichten
Gang. Das Boagenleitrohr 31 ist ferner mit Führungsnasen versehen, von denen die
unteren an den Führungsleisten 3o des Gehäuses entlang ,gleiten, während die oberen
mit den Führungsleisten des Korbes 28 in Berührung stehen. Der Korb 28 besteht aus
drei Führungsleisten zuxschen zwei Grundringen und ist zwischen der Haubenaussparung
und den inneren Ansätzen der Anschlußgtutzen A, B
und C drehbar montiert.
Eine Drehung ist jedoch nur in der oberen Endstellung des Bagenleitrohrs möglich.
Die Absperrplatte 33 hat keine Führungsnase, besitzt aber einen angegossenen Plattenhebel
29, der zwischen der oberen Kante der Führungsleiste 3o und der unteren, überhängenden
Kante des Korbes 28 gelagert ist. Das Bogenleitrohr 31 ist, um .den Bolzen 27 pendelnd,
mit der Spindel 15 verbunden und führt alle Vertikalbewegungen mit der Absperrplatte
33 gemeinsam durch.
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Die Haube 2.1 trägt sow=ohl ein Stopfbuchscl ehäuse, an dem die Klappschrauben
21 befestigt sind, deren Muttern das Anziehen der Stopfbuchse 20 und das Zusammenpressen
der Stopfbuchsdichtung 22 ermöglichen, als auch einen Bügelaufsatz i9, in. dessen
Bügelkopf io der gesamte Schalt- und Bewegungsmechanismus untergebracht ist.
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Dieser Mechanismus wird von der Spindel 15 in der Gewindebuchse 4.
gebildet, an deren oberem Ende das Handrad i durch Keil 3 befestigt und durch Mutter
2 gesichert ist. Die Gewindebuchse 4. läuft in der Schaltbuchse 13, deren aufgeschraubter
Druckteller 5 ,einerseits mit einem Federbügel 6 und Handgriff 7 mit Sperrnase 8
versehen ist, die in entsprechende Aussparungen des Kronenringes 9 am Bügelkopf
io federnd gedrückt wird und eine Drehbewegung der Schaltbuchse 13 verhindert, andererseits
die drei um 120° versetzten Druckfedern i i derart zusammendrückt, daß die Federteller
12 auf ihren Sitzen ruhen und ihre Tellerstifte sich in den drei Stiftkanälen 1.4
am Umfang der Schaltbuchse befinden, wodurch die Schaltbuchse 13 gegen Drehen die
zweite Sicherung erhält. Zum auslösen dieser Sicherung dienen die drei Schaltstifte
16 der Schaltbrücke 17, die auf die Spindel 15 aufgeschraubt und durch Wurmschraube
18 gesichert ist. . Arbeitsweise In der Zeichnung dargestellt, verbindet das Bogenleitrohr
31 den Eintrittsstutzen C mit dem rechten Austrittsstutzen B. Der im Bogen-Z, 31
auftretende resultiernde Druck ruht in seiner gesamten Größe auf der Absperrplatte
33 und bewirkt somit einen absoluten dichten Abschluß gegen den freien Anschlußstutzen.
Das Bogenleitrohr 31 wird durch die Spindel 15 auf den Sitz der beiden verbundenen
Anschlußstutzen gepreßt. Das Gehäuse 26 ist während des Betriebes drucklos und steht
nur während der kurzen Schaltbewegungen unter Druck. Die Umschaltung wird wie folgt
durchgeführt.
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Durch Betätigen des 'Handrades r dreht sich die Gewindebuchse q. in
der feststehenden Schaltbuchse 13, hebt die Spindel 15 und mit ihr die Schaltbrücke
17 als auch das Bogenleitrohr 31 sowie die Absperrplatte 33. Wä11-rend die Führungsnasen
des Bogenleitrolirs31 an den Führungsleisten 3o des Gehäuses entlang in den Korb
28 gleiten, dreht sich infolge der Aufwärtsbewegung die Absperrplatte 33 auf dem
Gewindezapfen 34.. Die Kreisbewegung der Absperrplatte 33 wird dadurch hervorgerufen,
daß der Plattenliebel29 durch die untere, überhängende Kante der Führungsleiste
des Korbes 28 an der Aufwärtsbewegung gehindert wird. Kurz vor der oberen Endstellung,
noch bevor die unteren Führungsnasen des Bogenleitrohrs 31 von den Führungsleisten3o
freigegeben werden, haben die Führungsstifte 16 die Stiftkanäle 1.:1. erreicht und
sichern Spindel und Leitrohr vor Verdrehung. In der oberen Endstellung heben die
Führungsstifte 16 die Tellerstifte und Federteller 12 an und lösen die mechanische
Verdrehungssicherung aus. Das Umschalten von Stellung I in Schaltstellung II kann
nunmehr von Hand erfolgen, indem der Handgriff 7, dessen Sperrnase 8 durch den Federbügel
6 in eine Aussparung des Kronenringes 9 gedrückt wird, angekip;pt und um i 2o` in
die Stellung II bewegt wird. Bei dieser i Schaltbewegung wird der Druckteller 5,
die Schaltbuchse 13 mit ihren Stiftkanälen 14., den Führungsstiften 16 auf der Stiftkanalbrücke
17 und hierdurch die Spindel 15 mit dem auf ihr befestigten Schieberaggregat 31
und 33 mitgenommen, wobei der Korb 28 für eine genaue Führung des gesamten Schieberaggregats
bei der Drehung sorgt.
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Ist die Sperrnase in der Aussparung der Schaltstellung II eingeklinkt,
wird das Handrad in entgegengesetzter Richtung betätigt. Die Tellerstifte der Federteller
12 übernehmen in den Stiftkanälen 1.1 bei beginnender Abwärtsbewegung wieder die
Sicherung gegen Verdrehung und geben den unteren Führungsnasen :eine exakte Einführung
in die Führungsleisten 3o des Gehäuses. Der Plattenhebel 29 wird durch die obere
Kante der Führungsleiste 3o an der Abwärtsbewegung gehindert und bringt die Schieberplatte33
in eine Drehbewegung. Da der resultierende Druck im Bogenleitrohr 3 r dieses in
Richtung
Schieberplatbe 33 bewegt, legt sich die Schieberplatte
33 zuerst auf ihren Sitz, bevor noch die Abwärtsbewegung der Spindel 15 beendet
ist.
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Durch die Abwärtsbewegung der Spindel in die untere Endstellung wird
die 33 auf ihrem Sitz gedreht und eingeschliffen, alsdann das Bogenleitrohr 3 i
elastisch auf seine Sitzflächen gedrückt. Die Schaltbewegung ist beendet, de Verbindung
des Stutzens C mit .Al ist hergestellt. Das Gehäuse ist drucklos.
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In Stellung III ist der Eintrittsstutzen C durch die Schieberplatte
33 vollkommen- abgesperrt. Der Schieber hat nunmehr die Funktion eines einfachen
Absperrschiebers übernommen.