DE7217C - Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen durch Einwirkung der Disulfosäuren des Betanaphtols auf Diazoverbindungen des Phenols, der Naphtole und deren Aether - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen durch Einwirkung der Disulfosäuren des Betanaphtols auf Diazoverbindungen des Phenols, der Naphtole und deren Aether

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DE7217C
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MEISTER, LUCIUS und BRÜNING in Höchst a. M
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
    • C09B29/10Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from coupling components containing hydroxy as the only directing group
    • C09B29/16Naphthol-sulfonic acids

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

1878.
Klasse 22.
MEISTER, LUCIUS & BRÜNING in HÖCHST a. M.
Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen durch Einwirkung der Disulfosäuren des Betanaphtols auf Diazoverbindungen des Phenols, der Naphtole und deren Aether.
Zusatz-Patent zu No. 3229 vom 24. April 1878.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. December 1878 ab. Längste Dauer: 23. April 1893.
Statt der im Patent No. 3229 angegebenen Diazoverbindungen des Benzols und seiner Homologen können auch die Diazoverbindungen der Phenole, der Benzolreihe und deren durch Einführung von Methyl und Aethyl entstehende' Aether, sowie auch die Diazoverbindungen der Naphtole und deren durch Einführung von Methyl und Aethyl entstehende Aether in der im Patent beschriebenen Weise zur Herstellung von wasch- und lichtechten Farben verwendet werden.
Die Diazoverbindungen der Phenole und ihrer Aether entstehen durch Einwirkung von salpetriger Säure auf die Amidoverbindungen der Phenole und deren Aether.
Die Amidophenole werden aus den Nitrophenolen durch Reduction mittelst Zinn und Salzsäure oder Eisen und Salzsäure in bekannter Weise dargestellt. Ebenso entstehen aus den Nitrophenoläthern (dargestellt aus Nitrophenolkalium und Bromäthyl oder Brommethyl) in gleicher Weise die Amidophenoläther; als bekannte Beispiele führen wir an Amidophenoläthyläther oder Amidophenetol, Amidophenolmethyläther oder Amidoanisol.
Diese Diazoverbindungen werden genau in derselben Weise dargestellt, wie die Diazoverbindungen der Benzolreihe.
Folgende Formel erläutert die Bildung:
C0H4J^2HCl + HCl + NaNO2 =
CHJJJIn C1 +Na Cl+2 H2 O.
Salzsaures Amidophenol, Salzsäure und Natriumnitrit geben Diazophenolchlorid, Kochsalz und Wasser. Z. B. 6,5 kg Amidophenol werden in 12 kg Salzsäure von 200 B. und 200 kg Wasser gelöst und unter Abkühlen 4,5 kg Natriumnitrit der Lösung zugesetzt. Ersetzen wir in dieser Vorschrift das Amidophenol durch 7 kg Amidokressol, so resultirt das Diazokressol; aus Amidonaphtol entsteht das Diazonaphtol.
Ebenso benutzen wir an Stelle des Amidonaphtols bezw. Amidophenols die oben erläuterten Aether.
Die Farbstoffe entstehen genau in derselben Weise, wie im Patent No. 3229 beschrieben und werden nach derselben Vorschrift dargestellt.
Es treten hier nur an Stelle von Anilin, Xylidin etc. die Amidophenole und deren Aether bezw. die Amidonaphtole und deren Aether.
Es werden z. B. 7,2 kg Amidophenetol in 12 kg Salzsäure von 200B. und 100 kg Wasser gelöst und zu dieser Lösung unter Abkühlen 4,5 kg salpetrigsaures Natron hinzugesetzt. Die Lösung des auf diese Weise entstandenen Diazophenetolchlorids wird nun in eine Lösung von 20 kg disulfosaurem Salz R (Patent No. 3229,1) in 200 kg Wasser und 10 kg Ammoniakflüssigkeit von 10 pCt. gegossen, wobei sich der Farbstoff ausscheidet.
Der Farbstoff wird durch Umlösen und Fällen mit Salz rein erhalten und getrocknet als Kalium oder Natriumsalz in den Handel gebracht.
Während die Diazophenole rothgelbe Farbstoffe liefern, geben die Diazophenoläther rothe bis blaurothe Nuancen. Die Diazonaphtoläther dagegen geben rothviolette bis violette Farbstoffe.
Wir sind nach unserm Verfahren in den Stand gesetzt, durch Combination der genannten Diazoverbindungen mit den beiden Betanaphtoldisulfosauren Salzen (Salz R oder Cr) eine grofse Anzahl neuer rother bis violetter Farbstoffe darzustellen.

Claims (1)

  1. Pat ent-An sp ruch:
    Die Herstellung von Farbstoffen, welche entstehen durch Einwirkung der beiden Disulfosäuren des Betanaphtols auf die Diazoverbindungen der Phenole und Naphtole und deren Aether.
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