DE720484C - Kallitypieverfahren - Google Patents
KallitypieverfahrenInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C1/00—Photosensitive materials
- G03C1/64—Compositions containing iron compounds as photosensitive substances
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Description
- Kallitypieverfahren Die praktische Anwendung der Kallitypie scheiterte bsherdaran, daß komplizierte und langwierige -Arbeitsgänge notwendig waren, um Bilder mit einwandfreien Weißen zu erhalten. Die Voraussetzungen für (IieVerwendbarkeit eines photographischen Verfahrens in der Reproduktionstechnik sind tiefschwarze Bildaufzeichnungen analog dem Bild, das auf einer Halogensil'berschicht entsteht, und einwanK1freie Weißen.
- Es ist bekannt, .daß O#necksilbersalze die Eigenschaft haben, Kallitypieschichten bei der Entwicklung schwarz zu tonen. Bei allen bisherigen Entwicklungsverfahren für Kallitypien entstehen infolge des Ammon,iakgehaltes des Entwicklers größere oder kleinere Mengen von Eisenhydroxyd in der Schicht, die infolge ihrer kolloidalen Natur sehr hartnäckig in den hochmolekularen Bindemitteln haften. Nach den bisherigen Verfahren erhält man eine genügende. Deckung ,des Bildes nur durch einen großen Überschuß an Silbernitrat in,der Schicht. Durch doppelte Umsetzung entsteht aus -dem Silbernitrat teilweise Silberoxalat, dass für sich lichtempfindlich ist. So entsteht ein Bild, das neben dem reduzierten Eisen metallisches Silber enthält, .das aus dem belichteten Silberoxalat und Silbernitrat stammt. Diese beiden Bilder überlagern sich und ergeben vor allen Dingen in den Halbtönen Verfärbungen und umrichtige Lichtwerte. Man ist daher gezwungen, nur geringe 1Jengen Silbernitrat der Schicht zuzusetzen, wodurch wieder die - Dichte des Bildes, vor allen Dingen bei Durchsichtsbi.ldern, leidet. >ü m trotzdem genügende Mengen von Silber zur Verfügung zu haben, hat man das Eisenbild in einem silberhaltigen Entwickler entwickelt. In diesen Entwicklern liegt das Silber in Form von Silberoxydammoniak vor, wodurch sich niemals ein gewisser Überschuß an freiem Ammoniak vermeiden läßt. Dieses freie Ammoniak bewirkt die Ausfällung des Fisenhydroxyds in der Schicht und damit die Gelbfärbung der Weißen.
- Die Entfernung des Eisenhydroxyds, das dem Bild eine Gelbfärbung verleiht, erfolgt mit den üblichen Lösern für Eisenhydroxyd, die itn allgemeinen organische mehrbasische Säuren sind. Man mußte die belichteten Filme stundenlang z. B. in Zitronensäurelösungen baden, um die Essensalze zu entfernen, jedoch blieben stets Spuren von Eisenzitrat zurück. Die Fixierung derartiger Bilder wurde bisher mit Ammoniak ausgeführt, da die Verwendung von Thiosulfat nur zufällig zu einwandfreien Resultaten führt. Durch das Alkali (lies Fixierbades werden -die Reste des Eisens in der Schicht .in Ferrilivdroxyd überführt, Dias eine Verschleierung bewirkte. Solche Filme sind für die Reproduktion nicht geeignet.
- Gegenstand ;der vorliegenden Erfindung ist ein Kall,itypieverfahren, das sich durch Verwendung einer lichtempfindlichen Schicht ohne Mercurisalz und eines Entwicklers mit Zusatz eines Merouris.alzes auszeichnet.
- Beispiel Das Verfahren gemäß .der Erfindung arbeitet in folgender Weise: Die Sensibilisierung erfolgt in einer Ferrioxalatlösiu@ng. Nach dem Belichten wird in einer Lösung von i o g Borax, 7 g Seignettesalz, 6 g Silbernitrat, 0,5 g llercurichlorid und der zur Bildung des Silberoxydammoniaks notwendigen Menge von Ammoniiak auf .ioo ccm Wasser entwickelt, Man erhält schwarzweiße Bilder, die in normaler Weise in Thiosulfat fixiert werden. Die Bilder zeigen Weißen, die frei von Eisenhy drox_v d sind.
- Durch den Zusatz geringer Mengen von Mereurichlorild zur ammoniakakschen Sifberlösunig wird, die schädliche Wirkung des Ammoniaks. vollständig aufgehoben, so daß ein nachträgliches Auswachsen des Ei,senhvdroxyde.s, das sich ja gar nicht gebildet hatte, wegfällt. Die Wirkung des Mercurichlorids beruht wahrscheinlich auf der Bildung eines Komplexsalzes unter Einschluß ;des Ammoniaks, da beirr Versetzen einer M ercurichloridlösung mit Ammoniak das unlösliche Mercurichloramid ausfällt.
- Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist die Möglichkeit, mit normalen Tlrios:ulfatlösungen zu fixieren, ohne daß das Bild zerstört wird.. Man erhält also in einem einfachen Arbeitsgang tiefschwarze Bilder, deren Weißen vollständig frei von gelblichen Tönen sind. Die entwickelten Schichten zeigen größte Feinkörnigkeit, so daß sie sich außer für die Produktionstechnik auch für viele Zwecke hervorragend eignen, z. B. zur Herstellung einwandfreier Röntgenfilme und von Kopien von Röntgenbildern von Schwarzweißfilmen richtiger Tonwerte, die bei der Wiedergabe von Laufbildern nicht flimmern. zur Herstellung von nebengeräuschfreien Tonfilmen, von künstlerischen Drucken mit einwandfreien Halbtönen und klaren Weißen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Kallitypieverfahren, gekennzeichnet durch Verwendung einer lichtempfindlichen Schicht ohne und eines Entwicklers mit Zusatz eines Mercurisalzes.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH162868D DE720484C (de) | 1940-07-23 | 1940-07-24 | Kallitypieverfahren |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE874016X | 1940-07-23 | ||
| DEH162868D DE720484C (de) | 1940-07-23 | 1940-07-24 | Kallitypieverfahren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE720484C true DE720484C (de) | 1942-05-07 |
Family
ID=25952380
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH162868D Expired DE720484C (de) | 1940-07-23 | 1940-07-24 | Kallitypieverfahren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE720484C (de) |
-
1940
- 1940-07-24 DE DEH162868D patent/DE720484C/de not_active Expired
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