DE720413C - Verfahren zum Kennzeichnen von Textilfasern - Google Patents

Verfahren zum Kennzeichnen von Textilfasern

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DE720413C
DE720413C DEK139818D DEK0139818D DE720413C DE 720413 C DE720413 C DE 720413C DE K139818 D DEK139818 D DE K139818D DE K0139818 D DEK0139818 D DE K0139818D DE 720413 C DE720413 C DE 720413C
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Kammgarnspinnerei Stoehr & Co
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Description

  • Verfahren zum Kennzeichnen von Textilfasern Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kennzeichnen von Textilfasern, und zwar handelt es sich dabei um das Kennzeichnen von Wolle, Zellwolle oder Mischfasern durch leicht entiernbare Farbstoffe.
  • Eine solche Kennzeichnung hat sich in vielen Fällen als unerläßlich herausgestellt, sei es, daß man bestimmte Faserarten, bestimmte Herkunft oder Vorbehandlung oder auch Bearbeitung von Fasern kennzeichnen möchte, oder daß die Aufgabe vorliegt, etwa rechts gedrehte Garne von links gedrehten zu unterscheiden, oder Vorsorge zu treffen, daß gewisse Garne beim Verweben nur zusammen, nicht aber mit anderen sonst völlig gleich aussehenden, aber in ihrem chemischen . -oder physikalischen Verhalten anders reagierenden Garnen verarbeitet werden.
  • Eis ist nun schon vorgeschlagen worden, hierzu organische oder auch anorganische Farbstoffe bzw. Farbpigmente zu verwenden. Aber selbst wenn man noch so unechte Farbstoffe verwendet, so zeigte es sich doch, daß die völlige WIederentfernung des Farbstoffes mit ganz erheblichen Schwierigkeiten verbunden ist. Oft wird daher bei der Entfernung der Farbstoffe die Faser geschädigt, was sich insbesondere durch .eine Fleckenbildung beim nachträglichen Färben des Stückes zeigt, dem gleichmäßigen Aufziehen des Farbstoffes also fast immer nicht dienlich ist. Um dies zu vermeiden, ist man später dazu übergegangen, als zeitweilig anfärbendes Farbpigment Mangandioxydhydrate zu verwenden, deren Beseitigung weniger Schwierigkeiten bereitet. Jedoch zeigte es sich hierbei, daß insbesondere bei der Bildung des Manganoxydes auf der Faser und in ähnlicher Weise auch bei dessen Beseitigung auf der Faser durch reduzierende Mittel die Faser immerhin noch etwas ;geschädigt wird, so daß es auch diese Schadensquelle zu beseitigen wünschenswert schien.
  • Das erreicht man nun durch den Gegenstand der vorliegenden Erfindung auf ganz einfache und praktisch ohne weiteres anwendbare Weise.
  • Die vorliegende Erfindung besteht darin, daß man das Mangandioxydhydrat mit Hilfe einer Schmälze bzw. eines ölungsmittels aufbringt. Da die oben angegebenen Faserarten normalerweise im geschmälzten Zustände zur Vorbereitung mechanisch bearbeitet werden, also einen Putz- oder Kämmprnzeß durchlaufen müssen und gegebenenfalls dann der Kammzug zu Vorgarn verzogen wird, weiterhin dieses Vorgarn im geölten oder geschmälzten Zustande zu Garn verarbeitet wird, und da beim Streichgarnprozeß ebenfalls eine Schmälzung oder Ölung erforderlich wird, so bietet sich ausreichend Gelegenheit, den Farbstoff auf die Faser zu bringen. Dieser ist dabei in erster Linie in den Fettstoff, das Paraffin, Fett usw. eingelagert, er kommt mit der Faser also weniger in Berührung, außerdem aber schützt der Fettstoff die Faser auch bei der späteren Reduktion des Farbstoffes auf dieser. Jedenfalls zeigte es sich, daß die Faser in erheblich geringerem Maße durch das Mangandioxydhydrat oxydiert wird.
  • Man verwendet dieses Verfahren ebenso zur Unterscheidung der Drehungen der Garne, zur Kennzeichnung von Faserart, -stärke, -länge und Vorgeschichte oder Qualität. Gleichermaßen unterscheidet man dabei aber auch bereits für einen .bestimmten Zweck aussortierte Ware von anderer. Will man eine Fasermischung herstellen, also etwa eine tierische Faser, wie Wolle, mit einer anderen Faser mischen, so gibt die nach der vorliegenden Erfindung angefärbte Wolle daneben auch die Möglichkeit, das Fortschreiten des Mischverfahrens bzw. die Vergleichmäßigung der Mischung visuell zu kontrollieren.
  • Die Schmälzen oder ölungsmittel kann man auf verschiedene Art mit dem Mangandioxyd.-hydrat beladen. So durch Einarbeiten von Mangandioxydhydrat in das Schmälzmittel ,oder in den Fettstoff vor seiner Dispergierung, leichter noch durch Erzeugung des Farbpigmentes im S.chmälzmittel bzw. dem dazu zu verwendenden Fettstoff, was z. B. durch Behandlung desselben mit Permanganaten -öder 1Manganaten erfolgen kann.
  • Zum Beseitigen des auf der Faser sitzenden -1lIangandioxydhydrats verwendet man schweflige Säure oder deren Salze, Wasserstoffsuperoxyd in saurer Lösung oder vor allem auch Oxalsäure oder Oxalate, die farbloses Man. ganosalz bilden, welches sich leicht von der Faser abwaschen läßt.
  • Die vorliegende Erfindung soll an Hand des folgenden Beispiels erläutert werden. Beispiel roo Gewichtsteile Wolle werden vor der Learbeitung auf Kammzug mit q.ob einer Schmälze betropft oder besprüht, die besteht aus
    3-- Gewichtsteilen Ölsäure,
    6 - Ammoniak
    80 - Erdnußöl_.
    582 Teilen Wasser,
    welcher Schmälze nach der Herstellung unter sehr gutem Rühren eine Lösung von 2 Gewichtsteilen Kaliumpermanganat in ;oo Teilen Wasser zugemischt wurde. Nach der Verarbeitung des :Materials zu Kaminzug hat man ein braungefärbtes Gut in Händen, welches man nun in bekannter Weise mit Zellwolle oder sonstigen Fasern vermischen kann. Diese Vermischung kann natürlich auch bei der Herstellung des Kammzuges aus dem losen Gut erfolgen.
  • Zur Entfernung des Mangandioxydhydrates von der Faser verwendet man ein Bad, welches in 25oo Teilen eisenfreien Wassers 1o Gewichtsteile Natriumbisulfit (gemahlen oder käufliche Pulverware) oder 25 Volumenteile Natriumbisulfitlauge von 38° Be und bis. 6 Gewichtsteile Schwefelsäure von 66- Be -enthält. In einem solchen Bade behandelt man die Faser unter leichter Bewegt1110- einige Zeit. Dann spült man sehr gut, b 11is 11 eine Materialprobe nach Befeuchtung mit Ammoniak durch Bromdämpfe kein Mangan .mehr anzeigt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfähren zum Kennzeichnen von Wolle, Zellwolle oder Mischfasern durch leicht entfernbare Farbstoffe, darin bestehend, daß die Kennzeichnung mit Hilfe einer Mangandioxydhydrat -enthaltenden Schmälze erfolgt.
DEK139818D 1935-10-31 1935-10-31 Verfahren zum Kennzeichnen von Textilfasern Expired DE720413C (de)

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