DE720405C - Verfahren zur Herstellung von Ureiden und Amiden substituierter Essigsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ureiden und Amiden substituierter Essigsaeuren

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DE720405C
DE720405C DEB183200D DEB0183200D DE720405C DE 720405 C DE720405 C DE 720405C DE B183200 D DEB183200 D DE B183200D DE B0183200 D DEB0183200 D DE B0183200D DE 720405 C DE720405 C DE 720405C
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ureides
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DEB183200D
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English (en)
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Dr Phil Hans Ruhkopf
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Beiersdorf AG
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Beiersdorf AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C273/00Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C273/18Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups of substituted ureas
    • C07C273/1854Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups of substituted ureas by reactions not involving the formation of the N-C(O)-N- moiety

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Ureiden und Amiden substituierter Essigsäuren Es ist bekannt, daß sich 5, 5'-disubstituierte Barbitursäurerr hydrolytisch unter Kohlensäureabspaltung zu substituierten Essigsäureureiden abbauen lassen. Der Prozeß verläuft allerdings erst nach bis zu roostündigem Kochen in alkalischer Lösung.
  • Es ist ferner bekannt, daß die Alkalisalze der Barbitursäuren beim Erhitzen in wäßriger Lösung in Essigsäureureide übergehen. Da diese Salze in wäßriger Lösung jedoch stark alkalisch reagieren, ist dieser Vorgang grundsätzlich der gleiche wie der obengenannte. Nach diesen und späteren ähnlichen Angaben, die sich sämtlich auf die Unbeständigkeit der Barbitursäuren gegen Alkalien beziehen, war zu erwarten, daß Barbitursäuren gegen andere hydrolytisch wirksame Stoffe, die nicht alkalisch reagieren, unempfindlich sind. In der Tat zeigte sich, daß sie gegen stundenlanges Kochen in wäßriger Lösung mit oder ohne Zusatz von Säuren, neutralen oder sauren Salzen sehr beständig sind.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich Substituierte Barbitursäuren bereits in rein wäßrigem Medium hydrolytisch spalten lassen, wenn man sie nicht bei Normaldruck, sondern bei Überdruck erhitzt. Bei mäßigen Drucken entstehen nach kurzer Zeit in glatter Reaktion und in meist- vorzüglicher Ausbeute die disubstituierten Essigsäureureide;. Daneben geht, stets durch erneute Hydrolyse, die Bildung von disubstituierten Essigsäureamiden einher, deren Ausbeute um so höher ist, je höher der angewandte Druck ist (vgl. Beispiel r).
  • Es wurde ferner gefunden, daß man durch Zusatz kleiner Mengen von Salzen die Hydrolyse weitgehend beeinflussen kann. Durch Zusatz von neutralen Salzen der starken anorganischen Säuren (vgl. Beispiel 2) werden bei Drucken von 3 bis 5 atü in wenigen Stunden in tadelloser Ausbeute die substituierten Essigsäureureide gebildet, durch solche der schwachen anorganischen Säuren (vgl. Beispiel 3) in gleich guter Ausbeute die substituierten Essigsäureamide. Die neutralen Salze der organischen Säuren (vgl. Beispiel q.) liefern unter gleichen Bedingungen Ureid und Amid zu gleichen Teilen. Bei Drucken von etwa io atü ab entstehen in allen Fällen in etwa 8o- bis 95 %iger Ausbeute die Säureamide (vgl. Beispiele 5 und 6). Sind die in 5-Stellung substituierten Barbitursäuren noch am Stickstoff weiter substituiert, dann verfällt diese Stelle der Aufsprengung, und es entsteht das Amid, entsprechend den anderen schon genannten Beispielen (vgl. Beispiel Diese Befunde sind um so unerwarteter, als nach »British Pharmakopoe« 1932, S.8i, die Sterilisierung von Barbitursäuren im Autoklaven ausdrücklich gestattet ist.
  • Das vorliegende Verfahren ist also ein grundsätzlich anderes als die eingangs genannten alkalischen Spaltverfahren sowie die sonstigen zur Darstellung von Säureureiden und -amiden üblichen Prozesse und besitzt außerdem folgende Vorzüge: i. Eine außerordentlich kurze Reaktionszeit. Diese beträgt gegenüber den eingangs erwähnten Verfahren nur i/10 bis 1/",0 der dort genannten Zeiten; 2. den Fortfall jeglicher Alkalien; 3. den Fortfall der zeitraubenden und verlustreichen Isolierung vonZwischenprodukten; q.. die Möglichkeit, durch Variierung der der Barbitursäure zuzusetzenden Salze oder des Druckes wahlweise zu substituierten Essigsäureureiden oder -amiden zu gelangen.
  • Diese Stoffe sollen als Arzneimittel oder als Zwischenprodukte zu deren Herstellung Verwendung finden.
  • Beispiel i 7o Teile C-Diäthylbarbitursäure werden mit 3oo Teilen Wasser 5 Stunden unter einem Druck von 5 atü erhitzt. Nach dem Ablassen der Kohlensäure wird das auskristallisierte Diäthylessigsäureureid noch warm abgenutscht und mit wenig Wasser gewaschen. Der Schmelzpunkt des Ureids ist 2o9°. Ausbeute 47%. Aus der Mutterlauge scheidet sich beim Erkalten ein Rest uniersetzter Barbitursäure ab, von dem abgenutscht wird. Die Restlösung liefert dann beim Eindampfen Diäthylessigsäureamid, das nach einmaligem Umkristallisieren aus Wasser den Schmelzpunkt i i i° zeigt. Ausbeute etwa 4o%. Beispiel 2 3o Teile C-Diäthylbarbitursäure werden mit 3oo Teilen Wasser und 5 Teilen Natriumchlorid unter einem Druck von 3 atü erhitzt. Nach dem Erkalten wird das auskristallisierte Diäthylessigsäureureid abgenutscht und mit wenig Wasser gewaschen. Der Schmelzpunkt des Ureids ist 2o9°. Ausbeute 8o%.
  • Beispiel 3 3o Teile C-Äthylphenylbarbitursäure werden mit 3oo Teilen Wasser und 5 Teilen Natriumsulfit 6 Stunden unter einem Druck von 5 atü erhitzt. Nach dem Erkalten wird die Lösung mitsamt dem bereits auskristallisierten Amid ausgeäthert. Der Rückstand der Ätherlösung ist Äthylphenylessigsäureamid. Der Schmelzpunkt des Amids ist, nach einmaligem Umkristallisieren aus Wasser, 86'. Ausbeute 8o%. Beispiel q. 3o Teile C-Diäthylbarbitursäure werden mit 3oo Teilen Wasser und 5 Teilen Natriumacetat (,1 1 Tropfen Essigsäure) 5 Stunden unter einem Druck von 5 atü erhitzt. Nach dem Erkalten wird das auskristallisierte Diäthylessigsäureureid abgenutscht und mit wenig Wasser gewaschen. Schmelzpunkt 2o9°. Ausbeute ¢o%. Die Mutterlauge wird ausgeäthert. Der Eindampfrückstand ist Diäthylessigsäureamid, das nach einmaligem Umkristallisieren aus Wasser den Schmelzpunkt i i i' zeigt. Ausbeute 45 bis 5o%. Beispiel 3o Teile C-Diallylbarbitursäure werden mit 3oo Teilen Wasser mit oder ohne Zusatz der vorgenannten Salze 6 Stunden unter einem Druck von i o atü erhitzt. Nach dem Erkalten wird die Lösung zur Trockne verdampft und der Rückstand aus Wasser umkristallisiert. Es ist Diallylessigsäureamid vom Schmelzpunkt 83' entstanden. Ausbeute 950/0. Beispiel 6 3oTeile C-Benzalbarbitursäure werden mit 3oo Teilen Wasser mit oder ohne Zusatz der vorgenannten Salze q. Stunden unter einem Druck von ioatü erhitzt. Nach dem Erkalten wird die Lösung zur Trockne verdampft und der Rückstand aus Wasser umkristallisiert. Es ist Benzalsessigsäureamid vom Schmelzpunkt 1450 entstanden. Ausbeute 8o bis go%. Beispiel 7 3o Teile C-Diäthyl-N-methylbarbitursäure werden mit 3oo Teilen Wasser mit oder ohne Zusatz der vorgenannten Salze q. Stunden unter einem Druck von io atü erhitzt. Nach dem Erkalten wird die Lösung zur Trockne verdampft und der Rückstand aus Wasser umkristallisiert. Es ist Diäthylessigsäureamid vom Schmelzpunkt i i i° entstanden. Ausbeute 70%.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCI3: Verfahren zur Darstellung von Ureiden bzw. Amiden von durch Alkyl-, Aryl-, Aralkylgruppen mono- oder disubstituierten Essigsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß man die entsprechend substituierten Barbitursäuren in wäßriger Lösung unter Überdruck erhitzt, wobei zur Gewinnung von Ureiden bei Gegenwart von kleinen Mengen neutraler Salze starker anorganischer Säuren und Drucken bis zu 5 atü und zur Darstellung von Amiden entweder unter Zusatz von kleinen Mengen Salzen schwacher anorganischer Säuren und Drucken bis zu 5 atü oder ohne Zusatz von Salzen und Drucken von rund r o atü gearbeitet wird.
DEB183200D 1938-05-20 1938-05-20 Verfahren zur Herstellung von Ureiden und Amiden substituierter Essigsaeuren Expired DE720405C (de)

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