DE720367C - Verfahren zur Gewinnung eines hochprozentigen Feldspates - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung eines hochprozentigen FeldspatesInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
- B02C19/00—Other disintegrating devices or methods
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B03—SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
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Description
- Verfahren zur Gewinnung eines hochprozentigen Feldspates Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung hochprozentigen Feldspats aus feldspathaltigen Mineralien. Feldspat ist bekanntlich als sog. Flußmittel ein unentbehrlicher Rohstoff für fast sämtliche keramische Erzeugnisse.
- Die deutschen Feldspäte, meist Begmathe, Verwitterungsgranite oder Feldsp,atsan@de,enthalten neben Ton erhebliche Mengen Quarz. Der Feldspatgehalt- der nennenswerten deutschen Vorkommen erreicht nur sehr vereinzelt etwa go%. Die Hauptförderstätten führen Mineralien, die mit ihren besten Werten etwa 6o%, günstigenfalls 70%, reinen Feldspat aufweisen.
- Die Erfindung soll es nun ermöglichen,-geringwertige Feldspäte, besonders aus deutschen Vorkommen, in gut brauchbare höherwertige Feldspäte zu überführen.
- Wie Versuche ergeben haben, ist die Anreicherung der Feldspatsubstanz durch das Flotationsverfahren in gewissem Umfange möglich. Doch ist die Anreicherung nicht ausreichend, was -darauf zurückzuführen ist, daß ,die Dichten des Quarzes und des Feldspats verhältnismäßig nahe beieinander liegen. Außerdem ist das Flotationsverfahren durch die notwendigen Reagenzien und infolge der erforderlichen Trocknung des Materials zu umständlich und zu kostspielig.
- Die magnetische Aufbereitung von Feldspatgesteinen hat, wie sich ergab, nur dort Aussicht auf Erfolg, wo der den Peldspatbegleitende Quarz oder die Tonsubstanz eisenhaltig ist. Selbst wenn aber eine genügende Trennung nach diesem Verfahren erzielbar ist, so bleibt doch immer noch viel eisenfreier Quarz, welcher unerwünscht ist, im Feldspat.
- Überraschenderweise und ganz gegen die Vermutungen der Fachwelt hat sich ergeben, daß es bei Feldspäten, insbesondere verwitterten Feldspäten wie dem am Zobten in Schlesien gefundenen Feldspat, gelingt, eine geniigende Trennung durchzuführen, wenn man Mahlvorrichtungen, insbesondere Trommelmühlen, verwendet. Die Vollmahlung von Feldspat in Trommelmühlen ist an sich bekannt. Durch :auswählende Mahlung und-anschließende Siebung jedoch gewinnt man so einen hochprozentigen, in vielen Fällen mit dehn skandinavischen gleichwertigen Feldspat, der vorzugsweise für keramische, ,aber auch für andere Zwecke brauchbar ist. Der Rohstoff, die quarzreichen, feldsp:athaltigen Mineralien, kann gegebenenfalls vorbehandelt sein. Die Anreicherung von Feldspat auf diesem Wege war insofern nicht zu vermuten, als nach der Mohsschen Skala Feldspat die Härte 6 und Quarz die Härte 7 hat. Man hat zwar schon mit Mühlen Güter getrennt, die aus mahlbaren und nichtmahlbaren Bestandteilen zusammengesetzt waren, z. B. metallhaltige Schlacken. Auch hat man mit Schlagkreuzmühlen Email, Glas, Porzellan und ähnliche Güter von dem mit ihnen überzogenen, belegten oder gemischten Gut geschieden. Es ist aber bisher noch nicht der Vorschlag gemächtworden, Mineralien, iinsbesondere fe ldspathaltige Mineralien, deren miteinander verwachsene oder verkittete Bestandteile sich in der Härte wenig voneinander unterscheiden, mittels Mühlen, wie Trommelmühlen, zu trennen. Gerade für Feldspat hat die Erfindung eine besondere Bedeutung, weil die Trennung wirtschaftlich nicht tragbar wäre, wenn sie nicht auf sehr einfachem Wege erfolgte, wie das hier der Fall ist. Die Anreicherung -erreicht man mit einem kurzen Durchgang des Ausgangsminerals durch die Mühle. Zweckmäßig sorgt man dafür, daß durch den Anreicherungsvorgang keine Verunreinigungen, wie Eisen, in den Feldspat hineingebracht werden. Man verwendet z. B. Mühlen mit Stein- oder Holz-, Gummi- Bäder Kunststeinfuttern und mineralischen oder künstlichen eisenfreien Mahlkörpern.
- Durch die Erfindung gelingt es, den Feldspatgehalt des Zobten-Feldspats von 6o auf 8o% und mehr zu erhöhen.
- Die Gewinnung vorn quarzarmem Feldspat erfolgt im einzelnen in folgender Weise: Das pegmatitische Feldspatgestein, bei welchem Quarzkörner und Feldspatkörner teils festgefügt, teils lose nebeneinander liegen, wird, um es trennungsfähig zu machen, zunächst auf 4 bis 6 mm Korngröße durch Walzwerke vargebrochen und auf diese Korngröße abgesiebt. .
- Das vorgebrochene trockene Material wird dann einem Vorratsbehälter zugeleitet, aus diesem mittels eines Schöpfrades einer konischen Mühle in gleich großen Mengen zugeführt. wie es die Mühle zu verarbeiten gestattet. Die Mühle ist, um eisenfreie Vermahlung zu ermöglichen, mit Silexfutter ausgekleidet. Auf die Steinmahlbahn wirken Kugelflintsteine als Mahlkörper. Die schnelle und in kleinen Mengen aufeinanderfolgemde Zuführung des gekörnten Materials in die Mühle hat zur Folge, daß der Durchgang ebenfalls schnell erfolgt, so daß der weichere Feldspat zerrieben und, soweit er mit Quarzkörnern noch verwachsen vorhanden ist, vam Quarz abgerieben wird. Die Mühle verlassen dann grobe Quarzkörner und fein gemahlener Feldspat. Eine Fördervorrichtung schüttet dieses Quarz-Feldspat-Gemenge auf ein Sieb von 1,5 mm Maschenweite, und. hierdurch wird der Quarz vom Feldspat getrennt.
- Man kann die Auflockerung der feldspathaltigen Gesteine vor dem Mahlvorgang einleitend durch eine Vorbehandlung unterstützen. Die Mineralien sind dann, wie dies vom Aufschluß der Bauxite u. a. bekannt ist, z. B. zu calcinieren oder zu rösten und danach in einer chemisch wirksamen oder unwirksamen Flüssigkeit abzuschrecken.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verwendung von Mahlvorrichtungen, insbesondere Trommelmühlen, zur Gewinnung eines hochprozentigen, vorzugsweise für keramische Zwecke brauchbaren Feldspats .aus quarzreichen, feldspathaltigen Mineralien durch auswählende Mahlung und anschließende Siebung.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß von vorbehandelten, z. B. calcinierten und abgeschreckten Rohstoffen ausgegangen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG92345D DE720367C (de) | 1936-03-03 | 1936-03-03 | Verfahren zur Gewinnung eines hochprozentigen Feldspates |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEG92345D DE720367C (de) | 1936-03-03 | 1936-03-03 | Verfahren zur Gewinnung eines hochprozentigen Feldspates |
Publications (1)
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| DE720367C true DE720367C (de) | 1942-05-05 |
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ID=7139672
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| DEG92345D Expired DE720367C (de) | 1936-03-03 | 1936-03-03 | Verfahren zur Gewinnung eines hochprozentigen Feldspates |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE720367C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE870787C (de) * | 1951-07-24 | 1954-01-25 | Rolf Dipl-Ing Huebner | Verfahren und Vorrichtung zur Zerkleinerung von Erzhaufwerk, Gestein od. dgl. |
-
1936
- 1936-03-03 DE DEG92345D patent/DE720367C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE870787C (de) * | 1951-07-24 | 1954-01-25 | Rolf Dipl-Ing Huebner | Verfahren und Vorrichtung zur Zerkleinerung von Erzhaufwerk, Gestein od. dgl. |
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