DE248980C - - Google Patents

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DE248980C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/52Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities
    • C02F1/5236Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities using inorganic agents

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Separation Of Suspended Particles By Flocculating Agents (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- M 248980 ~ KLASSE 85c. GRUPPE
CARL GUNKEL in HALLE a. S.
von Ton mit Chemikalien.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Juni 1911 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen von Abwässern aller Art durch Tone. An sich ist die Anwendung von Ton zum Klären derartiger Wässer bekannt. Ebenso ist es bekannt, Mischungen von Ton und Aluminium-, Eisen-, Mangan- und Kupfersälzen, Kohle und kohleartigen Stoffen zur Wasserreinigung zu verwenden.
Endlich ist vorgeschlagen, hochplastische
ίο Tone entweder in feingemahlenem Zustande oder in grobstückigem Zustande zu verwenden, wie sie aus der Grube kommen. Die Nachteile dieser Verfahren bestehen darin, daß die feinzerteilten trockenen' Tonteilchen lange auf dem Wasser schwimmen, und daß stark plastische Tone in größeren Stücken sich im Wasser nicht genügend lösen. Die zahlreichen Trennungsflächen können nur erhalten werden, wenn man eine künstliche Trennung der Tonteilchen durch eingelagerte feinste Mineraltrümmer hervorruft, die selbst kolloidbildend wirken. Erst auf diese Weise können die hochplastischen Tone mit ihrer Adsorptionsfähigkeit in geringster Menge zur stärksten Wirkung kommen, und zwar in Stückenform ungemahlen, während sie sich sonst im Wasser schwer oder nicht lösen. Dadurch wird der Nachteil beseitigt, daß zur Reinigung verhältnismäßig große Mengen hochplastischer Tone benutzt werden müssen, die das Verfahren selbst nur verteuern.
Gemäß der vorliegenden Erfindung werden geringe Mengen hochplastischer Tone mit Mineraltrümmern silikathaltiger Steine, die sich zweckmäßig bereits in verwittertem Zustande befinden, also beispielsweise Schlurf, im Übermaß gemischt und den Abwässern sodann in trockenem oder feuchtem Zustande zugesetzt. Die tonigen Bestandteile zerfallen ohne Trennung von den Mineraltrümmern schnell und sinken mit den in den Abwässern enthaltener Verunreinigungen schnell zu Boden.
Die hochplastischen Tone werden in geringer Menge mit den leinen Mineraltrümmern so innig verarbeitet, daß das Gemenge äußerlich noch den Charakter gut plastischer Tone behält, sich von diesen aber durch seine große Armut an eigentlichen Tonteilen unterscheidet.
Dabei ist die Auswahl dieser feinen Mineraltrümmerchen so zu treffen, daß sie insber sondere durch säurehaltige und alkalische Abwässer leicht angegriffen werden.
Die Vorteile, die durch das vorliegende Verfahren herbeigeführt werden und die dasselbe überhaupt erst wirtschaftlich verwertbar gestalten, sind die folgenden:
1. Große Festigkeit der tonhaltigen Stücke in grubenfeuchtem und trockenem Zustande, wobei dieselben äußerlich den Eindruck gut plastischer Tone machen, aber in Wirklichkeit nur einen bescheidenen Anteil an hochplastischem Ton enthalten.
2. Leichter Zerfall derartiger tonhaltiger Stücke beim Einbringen ins Wasser, gleichgültig, ob dieselben grubenfeucht oder lufttrocken sind.
3. Schneller Niederschlag der Verunreinigungen, wobei die auf den Boden des Klär
(2. Auflage, ausgegeben am 25. Juli rgiz.J
gefäßes niedergegangenen Stoffe nicht durch geringe Bewegung wieder aufgewirbelt werden können, wie dies vor allem die Kaoline tun;"
4. Eine Feinmahlung der trockenen Ursprungstone ist nicht mehr erforderlich.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Reinigung von Abwässern unter Verwendung eines Gemisches von Ton mit Chemikalien, dadurch gekennzeichnet, daß geringe Mengen hochplastischer roher Tone mit feinen, sich bereits im verwitterten Zustande befindlichen Mineraltrürhmern silikathaltiger Gesteine, z. B. Schluff, im Überschuß gemischt und dem Abwasser im trockenen oder feuchten Zustande zugesetzt werden, wobei die tonigen Bestandteile ohne Trennung von den Mineraltrümmern schnell zerfallen und mit den Verunreinigungen der Abwasser zu Boden sinken.
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