DE718685C - Verfahren zur Darstellung von Aminosaeureamidinen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Aminosaeureamidinen

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DE718685C
DE718685C DEG99923D DEG0099923D DE718685C DE 718685 C DE718685 C DE 718685C DE G99923 D DEG99923 D DE G99923D DE G0099923 D DEG0099923 D DE G0099923D DE 718685 C DE718685 C DE 718685C
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DE
Germany
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hydrochloride
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amino acid
preparation
ether
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Expired
Application number
DEG99923D
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English (en)
Inventor
Dr Willi Klarer
Dr Karl Miescher
Dr Ernst Urech
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BASF Schweiz AG
Original Assignee
Gesellschaft fuer Chemische Industrie in Basel CIBA
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D295/00Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms
    • C07D295/04Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms
    • C07D295/12Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms substituted by singly or doubly bound nitrogen atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D233/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings
    • C07D233/04Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member
    • C07D233/20Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member with substituted hydrocarbon radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D233/24Radicals substituted by nitrogen atoms not forming part of a nitro radical

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Aminvsäureamidinen Es wurde gefunden, daß man zu neuen Amidinen ,gelangen kann, wenn man reaktionsfähige Ester* von Oxyalkylamidinep mit Ammoniak oder primären bzw. sekundären Aminen umsetzt.
  • Die so erhaltenen Verbindungen können durch das folgende Formelbild veranschaulicht werden: A bedeutet darin einen am Stickstoffatom lrelicbi.g substituierten- Aminoa.lkylre@t. Die neuen Amidine können offen oder ringförmig sein. Im letzteren Falle sind die beiden Amidinstickstoffatome durch eine Alkylenkette miteinander verbunden, wie- z. B. im Imidazolin> oder auch im Tetrahydropyrimidinring.
  • Unter den .als Ausgangsstoffen- verwendeten- reaktionsfähigen Estern -von Oxyalkylamidineri werden z. B. solche mit Halogenwasserstoffsäuren; Arylsulfonsäuren u. -dgl. verstanden. Diese Amidine können durch Umsetzung von Aminen mit entsprechenden Carbonsäurederivaten wie z. B. den Imidoäthern gewonnen werden, vgl. Patent 717 777.
  • Zur Umsetzung eignen sich Ammoniak und beliebig substituierte primäre oder sekundäre Amine, - z. B.- -gesättigte und ungesättigte Al: kvlamine, - Alkylendiamine. Alkanolamine, Aralkylamine, aromatische oder hieterocycl.is:che Amine. wie Aniline, Naphthylamine_, Aminopyriidine, Aminochinoline, Aminobenzthiazole u. dgl. Es können aber auch Amine Verwendung finden, in welchen der Stickstoff ringförmig gebunden ist, wie z. B. im Piperidn.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren gelingt die Herstellung von Aminosäureamidinen. in einfacher Weise. Die neuen Verfahrensprodukte sollen therapeutische Verwendung finden.
  • Beispiel i I9,7 Teile Chloracetpiperidinamidinhydrochlorid (hergestellt aus Chloracetimidoätherhydrochlorid und Piperidin) und 8,5 Teile Piperidin werden in Zoo Teilen Aceton in Gegenwart von 26 Teilen Kaliumcarbonat mehrere Stunden unter Rückfluß erwärmt. Durch Eindampfen der Acetonlösung erhält man als Rückstand das Piperidino-N-acetpiperidinamidin. Die Base bildet ein Hydrochlorid vom F. 218 bis 2I9°, das aus Alkohol umkristallisiert werden kann.
  • Beispiel e io,2 Teile 2-Chlormethylimidazolin (hergestellt aus Chloracetimidoätherhydrochlorid und Äthylendiamin) und I i,2 Teile n-Dibutylamin werden in 25 Teilen absolutem Alkohol kurze Zeit zum Sieden erhitzt. Nach Abdestillieren des Alkohols wird der Rückstand in wenig Wasser gelöst und -durch Zugabe von Alkali das entstandene 2-[n-D:i.butylaminomethyl]-i,midazolin als Öl abgeschieden. Es läßt sich im Vakuum bei Kpo,o 123 bis, i25° destillieren.
  • In ähnlicher Weise kann z. Bauch das 2-Laurylaminometliylimidazolin dargestellt werden.
  • Beispiel 3 I5,4 Teile 2-Chlormethylimidazolinhydrochlorid und 28 Teile Anilin werden 2 Stunden auf ioo bis io5° erhitzt. Nach dem Erkalten wird das Reaktionsgemisch mit Äther verrieben, wobei sich das Dihy drochlorid des 2-[Phenylaininomethyl]-imi.dazolins kristallin ausscheidet. Das Dihydrochlorid ist in Wasser mit saurer Reaktion löslich. Durch Zugabe von Natronlauge zu der wässerigen Lösung des Dihydrochlorids bis zur neutralen Reaktion, Eindampfen -der neutralen Lösung und Umkristallisieren des Rückstandes aus Alkohol erhält man das 2-[PhenylaminomethylJ-imidazolinll_vdrochlorid vom F. i8o bis I82°.
  • Beispiel 4 24,4 Teile Brommethyl.imi@dazolinhydrobromid (hergestel.lt durch Umsetzung von Bromacetimi,däther mit Äthylendiamin) und 28 Teile Anilin werden 2 Stunden auf 7o bis do° erwärmt. Nach dem Erkalten wird die Reaktionsmasse finit wenig Wasser verrührt. mit Al.kalilauge stark alkalisch gemacht und das entstandenePlienylam@inoniethylimidazolin nebst dem überschüssigen Anilin mit viel Äther ausgezogen. Nach dem Verdampfen des Äthers wird der ölige Rückstand destilliert. Unter 0,25 mm geht das Phenylantinomethvlimidazolin bei I62° über. Aus C_yclohexan kristallisiert, zeigt es den F. 86°. Das Hvdrochlorid schmilzt bei I8o bis 1,32@.
  • Beispiel 5 18,2 Teile 2-Chforpropylimidazolinliydrochlorid (hergestellt durch Umsetzen von y-Chlorbutyroi.midoätherhydroclilorid mit Äthylendiamin; das Imidoätherh_vdrochlorid erhält man durch Einwirkenlassen von Chlorwasserstoff auf ein Gemisch äquivalenter Mengen von y-Chlorbutyronitril und Alkohol) und 28 Teile Anilin werden 2 Stunden auf Ios bis i io° erhitzt. Nach dieser Zeit wird das Reaktionsgemisch mit Äther verrieben. Der in Äther unlösliche Teil wird in Wasser gelöst und die wässerige Lösung mit Alkali versetzt. Dabei scheidet sich 2-[Phenylaminopropyl]-imidazolin vom F.63° aus, das ein Hydrochlorid vom F. 163 bis .i<>4° bildet. Beispiel 6 15.4 Teile -2-Chlormethylimidazolinhydrochlorid und 28,6 Teile a-Naphtlivlamin werden fein pulverisiert und gut vermischt i Stunde auf 7o bis 75° erwärmt. Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches erfolgt, wie in Beispiel 3 beschrieben. Dabei erhält man das 2-[i'-Naphthylaminomethvl]-imidazolinhydrochlori.d in durchsichtigen, bräunlichen Kristallen vom F. 218 bis 222`.
  • Beispiel 7 9 Teile 2-Chlormethylimidazolinund13Teile i;, ß-Diätliyl-ß-phenyläthylamin werden in 2o Teilen Alkohol eine Stunde auf 6o bis 70-erwärmt, worauf der Alkohol im Vakuum entfernt wird. Den Rückstand löst man in Wasser, gibt Kaliumcarbonat zu und schüttelt mit Äther aus. Die ätherische Lösung wird abgetrennt, getrocknet und eingedampft. Der Ätherrückstand wird in Essigester gelöst und die berechnete Menge Salzsäure zugegeben. Dabei fällt das 2- [ß, ß-Diäthyl=ß-phenylätliylaniinomethyl]-imidazolinhydrochlorid als Öl aus, das bald zu einer festen Masse erstarrt. Es kann aus Chloroformessigester umkristallisiert werden, und schmilzt bei 151 bis 152°.
  • Zu denselben Endstoffen kann man auch gelangen, wenn man an Stelle der Chlorwasserstoffsäure- die Brennwasserstoffsäure-oder Sulfosäiiree,ster der Oxyalkylamidine verwendet. In ähnlicher Weise können auch die folgenden Verbindungen hergestellt werden:
    Phenylaminoacetamidinhydrochlorid . : . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . F. 135 bis 137'
    Phenylaminoacetpiperidinamidinhydrochlorid ... . .. . .. . . .. . . . ... . . . . . F. 148 - 1500
    Phenylaminoacet-ß-phenyläthylamidinhydrochlorid . . . . . . . . . . . . . . . . . . . F. 145 - 146"
    2-Methoxyphenylamihoacetamidinhydrochlorid ............ . ... .. ... .. F. 192 - 194'
    4-Methoxyphenylaminoacetamidinhydrochlorid . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . F. igg - 2oo0 (Zens.)
    2-(2'-Methoxyphenylaminomethyll-imidazolinhydrochlorid . . . . . . . . . . . . . F. 198 - 2oo0
    6-Methoxychinolyl-(8)-aminoacet-ß-phenyläthylamidinhydrochlorid ..... F. 146 - 1470
    2=[6'-Methoxychinolyl-(8')-aminomethyl]-imidazolinhydrochlorid........ F.193 - 1g50
    2-[6'-Methoxychinolyl-(8')-aminopropyl]-imidazolinhydrochlorid . . . .. . . . F. 230 - 2320 (Zers.)

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Aminosäureamidinen, dadurch gekennzeichnet, daß man reaktionsfähige Ester von Oxyalkylamidinen mit Ammoniak oder primären bzw. sekundären Aminen umsetzt.
DEG99923D 1938-05-11 1939-04-19 Verfahren zur Darstellung von Aminosaeureamidinen Expired DE718685C (de)

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CH718685X 1938-05-11

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DE718685C true DE718685C (de) 1942-03-18

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DEG99923D Expired DE718685C (de) 1938-05-11 1939-04-19 Verfahren zur Darstellung von Aminosaeureamidinen

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DE (1) DE718685C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2654754A (en) * 1950-12-16 1953-10-06 American Home Prod Substituted glycinamides

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2654754A (en) * 1950-12-16 1953-10-06 American Home Prod Substituted glycinamides

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