DE7181C - Neuerungen in der Verschlackung von Gelatine-Eindrücken - Google Patents

Neuerungen in der Verschlackung von Gelatine-Eindrücken

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DE7181C
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E. SALVY in Paris
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    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
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Description

1879.
Klasse 15.
EMILE SALVY in PARIS. Neuerungen in der Verschlackung von Gelatine-Eindrücken.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Januar 1879 ab.
Der Zweck dieser Erfindung ist, die Gelatine, ehe sie dem eigentlichen Verschlackungsprocefs unterworfen wird, auf solche Weise zuzubereiten, dafs die Verschlackung vor sich gehen kann, ohne ein Anschwellen, sowie Reifsen und Abbröckeln der Masse und Blasenbildung in derselben zu veranlassen.
Um dies zu erreichen, benutze ich zum Färben der Gelatine Oxyde, welche sich durch die Einwirkung der Hitze verglasen, und tauche dann die Masse, nachdem sie in die gewünschte Form gebracht ist, in ein specielles Bäd, wodurch ihre Structnr solche Veränderungen erleidet, dafs die oben erwähnten nachtheiligen Folgen beim Verschlackungsprocefs vollständig vermieden werden.
Bei diesem Vorbereitungsverfahren können die Gelatinebilder, wenn sie durch' einen photographischen Procefs erzeugt werden sollen, entweder auf Papier, von welchem sie Überträgen werden können, oder direct auf Glas hergestellt werden. Dieselbe Methode läfst sich anwenden, wenn die Bilder von Kupfer oder Stahlplatten abgedruckt werden.
Mein Verfahren läfst sich nicht nur für Glas, sondern auch zur Verzierung von Krystallglas, Porcellan, Steingut und Email anwenden.
B'eschreibung des Verfahrens:
Ich will meinen verbesserten Procefs hier in seiner Anwendung auf die Erzeugung und Vorbereitung von Gelatinebildern beschreiben. Es ist jedoch klar, dafs er sich ebensowohl anwenden läfst, um Gelatine in jeder anderen Form und für jeden beliebigen anderen Zweck zu behandeln und zum Verschlackungsprocefs vorzu-. bereiten.
Ich löse in einem gewöhnlichen Wasserbad log Gelatine in 100 g Wasser auf und färbe diese Flüssigkeit vermittelst eines metallischen Oxyds, wie z. B. Eisenglanz, Kpbaltoxyd, Kupferoxyd, Manganoxyd, überhaupt solcher Oxyde, welche gewöhnlich von Glasmalern und Porcellandecorateuren benutzt werden. Ehe ich jedoch diese Oxyde zusetze, vermische ich sie mit ihrer zwei- bis vierfachen Menge eines Flufsmittels, wie z. B. Kieselsäure, rothes Bleioxyd und Borax. Die Proportionen, in welchen die Mischung des metallischen Oxyds mit dem Flufsmittel zu der Gelatineauflösung hinzugefügt werden soll, hängt von der Farbe ab, welche man der Gelatine geben will. Um z. B. ein helles Roth zu erzeugen, werden etwa 25 pCt. einer Mischung von Eisenglanz und Flufsmittel zugesetzt, so dafs die ganze Masse wie folgt zusammengesetzt ist: Gelatineauflösung (10 g Gelatine in 100 g Wasser) 76 pCt., Eisenglanz 6 pCt., Flufsmittel 18 pCt. Die durch eine derartige Mischung erhaltene Flüssigkeit giefse ich in einer dicken Lage auf ungeleimtes Papier und mache sie, nachdem sie getrocknet ist, vermittelst eines Bades in einer Auflösung von zweifach chromsaurem Salz für das Licht empfindlich. Das so zubereitete Papier kann dann in der Weise der sogenannten Kohlenbilder behandelt werden. Oder die Mischung kann in eine Form oder auf eine gravirte Stahl- oder Kupferplatte gegossen und dann vermittelst einer speciellen Presse auf Glas oder auch einfach auf Papier aufgezogen werden, von welchem es übertragen werden kann.
Welche dieser verschiedenen Proceduren auch angewendet werden möge, das Gelatinebild, ob es ein directes oder ein übertragenes ist, wird, nachdem es vollständig getrocknet ist, eine Viertelstunde lang in einer der folgenden Auflösungen gebadet:
1. Wasser 100 g, übermangansaures Kali 4 g.
2. - - schwefelsaure Thonerde 4 -
salpetersaures Kali 4 -
3. - - Tannin 2 -
salpetersaures Kali 4 -
4. - - Gallussäure 2 -
salpetersaures Kali 4 -
5. - - . Chrom Alaun 4 -
salpetersaures Kali 4 -
Ich beschränke mich jedoch nicht auf die hier angegebenen Auflösungen, da sämmtliche Substanzen, welche die Eigenschaft haben, Gelatine unlöslich zu machen, genau denselben Effect haben, wenn sie mit salpetersaurem Kali gemischt sind.
Nachdem das Bild eine Viertelstunde lang in einer der oben genannten oder einer ähnlichen Lösung untergetaucht geblieben ist, wird es sorgfältig mit reinem Wasser abgespült und dann zum Trocknen aufgestellt. Schliefslich wird es mit einer dünnen Lage eines Flufs-
mittels überzogen, was die Vorbereitung beendigt und das Bild zum Einlegen in einen passenden Ofen fertig macht.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Das Färben von Gelatine vermittelst Oxyden, welche sich durch die Einwirkung von Hitze verglasen.
  2. 2. Die Anwendung dieses Verfahrens zur Decoration von Glas, Krystallglas, Porcellan, Steingut und Email.
  3. 3. Die Anwendung dieses Verfahrens an Gelatinebildern, welche entweder vermittelst eines photographischen Processes oder durch Abdrucken von Stahl- oder Kupferplatten erzeugt sein können.
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