DE366468C - Verfahren zur Erleichterung des Losloesens von Gelatineschichten von ihrer Unterlage - Google Patents

Verfahren zur Erleichterung des Losloesens von Gelatineschichten von ihrer Unterlage

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DE366468C
DE366468C DEB94722D DEB0094722D DE366468C DE 366468 C DE366468 C DE 366468C DE B94722 D DEB94722 D DE B94722D DE B0094722 D DEB0094722 D DE B0094722D DE 366468 C DE366468 C DE 366468C
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DE
Germany
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lecithin
gelatin
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Expired
Application number
DEB94722D
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English (en)
Inventor
Dr Otto Dengler
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CH Boehringer Sohn AG and Co KG
Original Assignee
CH Boehringer Sohn AG and Co KG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09HPREPARATION OF GLUE OR GELATINE
    • C09H9/00Drying of glue or gelatine
    • C09H9/02Drying of glue or gelatine in the form of foils

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Jellies, Jams, And Syrups (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erleichterung des Loslösens von Gelatineschichten von ihrer Unterlage. Bei der Herstellung von Gelatinefolien wird in der Weise vorgegangen, daß die Gelatine auf eine glatte Unterlage, meist Glas, in dünner Schicht ausgegossen wird. Nach dem Erstarren haftet nun die Gelatine außerordentlich fest an ihrer Unterlage. Um die Loslösung zu erleichtern, hat man bisher der Gelatine Ochsengalle zugesetzt oder die Unterlage vor Aufbringen der Gelatineschicht mit Galle abgespült. Nun ist aber Galle eine stark gefärbte, leicht zur Fäulnis neigende, übelriedhende Substanz, und besonders die Gegenwart eines so guten Nährbodens für Bakterien, wie Gelatine, macht die Verwendung von Galle in den Gelatiniefabriken zu einer sehr lästigen Maßnahme.
  • Eingehende Untersuchungen der Erfinderin haben ergeben, daß man mit Hilfe von Lecithin und anderen Phosphatiden gleiche und bessere Wirkungen als mit Galle erzielen kann. Für die Erzielung. der erforderlichen Wirkung genügen, wie gefunden wurde, bereits außerordentliche geringe Mengen von Lecithin. In- günstigen Fällen kommt man noch mit l/lo Promille Lecithin, berechnet auf die angewandte trockne Gelatine, aus. Im Durchschnitt ist etwa % Promille reichlich genügend. . Zwecks Durchführung des Verfahrens kann man das Lecithin z. B. der in warmem Wasser .gelösten Gelatine durch inniges Verrühren einverleiben. Als vorteilhafter hatte sich erwiesen, das - Lecithin vorher in geeigneten Lösungsmitteln zu lösen. Besonders gute Wirkungen werden erreicht, wenn man das Lecithin in Gemeinschaft mit gallensauren Salzen zur Anwendung bringt. Die letzteren stellen nicht nur ein sehr geeignetes Lösungsmittel für Lecithin dar, sondern sie sind außerdem befähigt, die Wirkung des Lecithins erheblich zu begünstigen. Für die Zwecke der Erfindung können gepaarte wie auch urigepaarte Salze der Gallensäure Anwendung finden.
  • Das Abziehen der Gelatine von ihrer Unterlage geht unter Benutzung der geschilderten Maßnahme sehr glatt vonstatten, sowohl von ebenen wie auch von gewölbten Flächen, wodurch für die Fabrikation von Gelatinefolien, Gelatinekapseln und ähnlichen Gegenständen erhebliche Erleichterung geschaffen wird. Beispiel r. Man vermischt 12,1 25prozentige Gelatinelösung unmittelbar vor dem Ausgießen mit 6oo ccm einer wäßrigen Lösung, die im Liter 5o g cholsaures Natron und 2 g Lecithin enthält. Wenn alles vermischt ist, gießt man die Gelatine auf die bereitgestellte Unterlage und läßt erkalten. Beispiel e.
  • Man spült die- zum=Ausgießen der Gelatine dienende Unterlage mit einer Lösung, die 5 Prozent- tauröcholsaures Kali und Y Prü-:nille Lecithin enthält, und benutzt clie so befeuchtete Unterlage unmittelbar zum Aufgießen der Gelatine. Beispiel 3. Man extrahiert Kleie mit einer 2oprozentigen Lösung von cholsaurem Natron, filtriert un#1 verdünnt die Lösung so weit. rlaß sie 5 Prozent Cholat enthält, und verwen(let die so gewonnene Lösung wie im Beispiel i. Beispiel q..
  • -Man löst 11",g Lecithin in ioo ccm einer ioprozentigen Lösung von Türkisch-Rotöl und vermischt die so gewonnene Lösung mit 11 25prozentig; r Gelatinelösung.
  • Beispiel s.
  • Man löst 1j, g Lecitliiii in 5o cc:n Aikoliol, und gibt rlie Lösung zti 4 1 25prozentiger Gelatine, rührt gut durch und vergießt die Lösung auf die Platte.
  • Beispiel 6.
  • Man löst 1 :, g Lecithin in 5o ccm einer i oprozentigen Lösung von Casein -Natron, rührt die so gewonnene Lösung in q. Liter . 25prozentige Gelatinelösung ein. Beispiel 7.
  • Man löst 1/2g Lecithin in ioo ccm einer ioprozentigen Saponinlösung und gibt diese l.@isun" zu -1l 25prozentiger Gelatinelösung. Beispie18. Man löst 30,-, cholsaures Natron und 8 g Eieröl in wenig Wasser, verdünnt auf 6o ccm, trennt vQ_n_ dem aufschwimmenden Fett und vermischt die wäßrige Lösung mit 12 1 einer 25prozentigen Gelatinelösung. Sodann gießt man die Lösung auf die bereitgestellte Unterlage und fäßt erkalten.

Claims (2)

  1. PATENT-ANspRÜcHE: i. Verfahren zur Erleichterung des Loslösens von Gelatineschichten von ihrer Unterlage, dadurch gekennzeichnet, daß Phosphatide, insbesondere Lecithin, zweckmäßig in gelöster Form, z. B. in derselben `"eise wie hisher zu gleichem Zweck Galle, angewendet wird, verwertet werden.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Phosphatide, z. B. Lecithin, in Gemeinschaft mit gallensauren Salzen, vorteilhaft eine Lösung von Lecithin in gallensauren Salzen mit oder ohne Mitwirkung anderer Lösungsmittel, verwendet werden.
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