DE718145C - Nockenschaltwalze zur Schaltung von Kondensatoren - Google Patents

Nockenschaltwalze zur Schaltung von Kondensatoren

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DE718145C
DE718145C DEJ64498D DEJ0064498D DE718145C DE 718145 C DE718145 C DE 718145C DE J64498 D DEJ64498 D DE J64498D DE J0064498 D DEJ0064498 D DE J0064498D DE 718145 C DE718145 C DE 718145C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H19/00Switches operated by an operating part which is rotatable about a longitudinal axis thereof and which is acted upon directly by a solid body external to the switch, e.g. by a hand
    • H01H19/54Switches operated by an operating part which is rotatable about a longitudinal axis thereof and which is acted upon directly by a solid body external to the switch, e.g. by a hand the operating part having at least five or an unspecified number of operative positions
    • H01H19/60Angularly-movable actuating part carrying no contacts
    • H01H19/62Contacts actuated by radial cams

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  • Measurement Of Length, Angles, Or The Like Using Electric Or Magnetic Means (AREA)

Description

  • Nockenschaltwalze zur Schaltung von Kondensatoren Die Erfindung bezieht sich auf eine Nockenschaltwalze zur Schaltung von Kondensatoren und bezweckt, Verbesserungen zu schaffen, die es ermöglichen, Kondensatoren im genauen Kapazitätswert stoßfrei ein- und iauszuschalten.
  • Es ist an sich bekannt, Kondensatoren über einen Vorschaltwiderstamd ein- und auszuschalten oder in der Ausschaltstellung durch Kurzsclilleßer zu entladen. Die hierfür erforderlichen bisher bekannten Schaltgeräte benötigen durch ihre großen Schaltwege, insbesondere durch .die Anordnung der Schaltkontakte auf mindestens 9o° Schaltdrehung, erhebliche räumliche Abmessungen. Gegenüber dieser mit Schaltmessern arbeitenden Schaltvorrichtung ist es zur Verringerung der räumlichen Abmessungen bereits vorgeschlagen worden, Schaltwalzen zu verwenden, jedoch ergibt sich bei der üblichen Bauart von Schaltwalzen der Nachteil, daß alle Zwischenschaltstellun,gen durch besondere Kouztaktfinger von .der Schaltwalze abgenommen werden müssen.
  • Bei diesen bekannten Nochenschaltwalzen sind beispielsweise allein zur Erreichung von drei verschiedenen Schaltmöglichkeiten drei verschiedene neben-, hinter- bzw. untereinander angeordnete IGInkensätze vorzusehen, wobei jedem Nockensatz, dem Schaltablauf entsprechend, eine verschieden ,ausgearbeitete Nocken# scheibe zuzuordnen ist. Wollte man siolche bekannten Nockenschaltwalzen für die Mehrfachkondensatarschaltung verwenden, so würden sich hieraus umständliche, kostspielige und umfangreich zu bemessende Schaltapparate ergeben.
  • Gerade die an die Ein- und Ausschaltung von Meßkondensatomen zu stellende Forderung, die Meßgröße der Kondensatoren ständig aufrechtzuerhalten und das Einschalten eines solchen Kondensators so vorzunehmen, daß .eine Schädigung des gen.auest gearbeiteten Kondensators nicht eintritt, bedingt die Fofrderung nach einer Zwischenstufe im Einschaltvorgang. In dieser Zwischenstufe ist, ausgehend von einer Ruhestellung, der Kondensator kurzzuschließen. Nach den bisher bekannten Klinkenanordnungen könnte man dieser Forderung nur dann gerecht werden, tve:mi umständliche Nebeneinanderlagerungeln miehrerer Klinkensätze in ,axialer Richtung und mehrere Betätigungsnoclzlen auf einer Schaltwalze vorgesehen werden. Eine solche Anordnung verbietet sich aber in dem Augenblick, in dem auf gedrängt zur Verfügung stehenden Raum mehrere Kondensatoren von der gleichen Schaltwalze zu Meßzwecken im nacheinander in- bzw. ausgeschaltet werden sollen.
  • Die Erfindung beseitigt die bei Verwendung bekannter Nockenschaltw,alzen auftretenden Nachteile dadurch, daß Mehrfachklinkensätze je Kondensatur verwendet werden, wobei eine einzige von einer einziggen Nocke gesteuerte Klinke, von der Ruhestellung au sgeh end,aus der Berührung mit einer den Kondensatur kurzschließenden Klinke über die Berührung mit einer einen Vorschaltwiderstand mit dem Kondensator in Reihe schaltenden Klinke nunmehr in, der Einschaltstellung mit einer den Vorschaltwiderstand kurzschließenden Klinke in Anlage gebracht wird.
  • Dadurch, daß nunmehr eine einzige Nocke einen Schaltklinkensatz steuert, wird die Baulänge einer ,aus mehreren Nocken bestehenden Nockenschaltwalze nur durch das Maß der Klinkenbreiten und den erforderlichen Abstand zur nächsten Klinke bedingt. Es lassen sich mit dieser Anordnung daher von einer einzigen Nockenwalze geringer Baulänge nacheinander oder gleichzeitig mehrere Klinkensätze und damit mehrere Kondensatoren ein-und ausschalten, denn jedem Kondensator ist nur ein einziger Klinkensatz zugeordnet. Der von dieser N ocke gesteuerte Klinkensatz wird dabei zw eckmäßigerwei,se von vier Klinken gebildet, von denen dieeine Klinke in der Ruhelage mit einer Gegenklinlw in federnder Berührung steht und zum Einlauf in die Einschaltstellung von der Nockenwelle angehoben wird. Die in der Ruhelage miteinander verbundenen Federn stehen je mit einem Pol des Kondensators in leitender Verbindung. Beim Einlauf in die Schaltstellung kommt die von der Nocke bewegte Klinke im ersten Anheben und nach Verlassen des Ruhekontaktes mit einer Zwischenklinke in Verbindung, über die ein Vorschaltwiderstand mit der abgehenden Leitung in Reihe liegt. Erst nach vollständigem Abheben der beweglichen Klinke aus der Ruhelage kommt diese Klinke mit der Hauptklinke in Verbindung, die den vorgenannten Vorschaltwiderstand überbrückt und somit den Kondensator unmittelbar an die abgehende Leitung anschließt.
  • Eine solche Ausgestaltung einer Schalteinheit ist von besonderer Bedeutung, wenn es gilt, Meßkondens:atoren in verschiedene;i MeßstelIungen einzuschalten. Es ist daher möglich, sog. Dekadenkondensatoren zu bauen, die durch einfache Betätigung Eines Handrades an einer Nockenschaltwalze meßgen,au und stoßfrei eingeschaltet werden können. Es kann mit einer solchen Nockenschaltwalze eine beliebige Anzahl von Kondensatoreinheiten nacheinander ineiner entsprechenden Vielzahl von Schaltstellungen eingeschaltet werden, wobei sämtliche Schaltstellungen auf einen Vollkreis verteilt sind. Trotzdem wird erfindungsgemäß die Baulänge nicht ein Maß überschreiten, das die Zusammenfassung düs Dekadenkondensators zu einem handlichen L.a.borato,riu:msgerät noch ermöglicht. Eine wesentliche Vereinfachung und Verkürzung der Baulänge kann bei einem solchen D.ekadenschalter für Kondensatoren vorgenommen werden, wenn entsprechend den durch Stöpsel zu bedienenden üblichen Dekadensätze:n für eine Dekade vier Kapazitätseinheiten in den Größen des Einfachen bis Vierfachen des Einheitswertes gewählt werden und nun jedem Einheitswert ein Klinkensatz zugeordnet wird. Für den Bau einer derartigen Meßdekade wird zum beliebigen Schalten dür Werte i bis io bzw. o bis 9 nunmehr nur noch eine Nockenwalze benötigt, bei der vier Nocken in zehn Schaltstellungen nacheinander vier Klinkensätze betätigen. Bei der Ausführungsform der Schaltung der Werte von i bis io würden innerhalb der vier N ockenreihün die Nocken so anzulordnen sein, daß in den Schaltstellungen i bis ,4 je ein Wert i bis .1 der Kondensatoren, in den Schaltstellungen 5 bis je die Werte i bis 3 parallel zum Wert q., in den Schaltstellungen ä und 9 je die Werte i und a parallel zu den parallel geschalteten Werten 3 und 4. und in der Schaltstellung i o alle Werte parallel zueinander über Zwischenschaltstellung .ein- bzw. ausgeschaltet werden.
  • In den Zeichnungen ist als Ausführungsbeispiel eine Nochenschaltwalze dargestellt, die unter Zuhilfenahme von vier K ondeusatorenwerten in zehn Schaltstellungün eine Schaltung der Werte i bis i o ermöglicht.
  • Fig. i zeigt in schematischer Darstellung die Nockenwalze mit denen Eingriff in die Klinkensätze ; Fig. a zeigt ebenfalls schematisch den Eingriff der Nocke in den Klinkensatz in einer Ansicht auf die Achse der Nockenwalze; Fig.3 zeigt das Nockenschema der Nockenwalze, Fig. 4. das elektrische Schema eines in Ruhelage befindlichen Klinkensatzes; Fig.5 zeigt das gleiche Schema im Anfang des Anhebens der Hauptklinke in der Zwischenstellung; Fig. 6 zeigt ein gleiches Schema des Klinkensatzes in der vollen Einschaltstellung. Auf der Walze ,a sind bei diesean Au.sführungsbelspiel einer Kond;ens:atomen dekadenschalteinrichtung vier Nockenreihen I, II, III, IV, wie aus Fig. i ersichtlich, angeordnet, die nach dem Schema der Fig.3 in den Schaltstellungen i bis i o Nockenerhebungen b1 bis, b4 besitzen.. Die Nockenwalzea kann dabei von einem hier nicht dargestellten Handrad unmittelbar oder unter beliebiger Übersetzung angetrieben. werden und besitzt an seinem einen Ende !eine Rastscheibe r, in die federnde Sperrvorrichtungen zum Fühlbarmachen der Schaltstellungen eingreifen: jede der Nacken,,b1 bis b4 kommt mit ihren Erhebungen in der jeweiligen Schaltstellung in sAche Anlage mit einem Klinkensatz c, d, 2, f, wie in der Fig. z dargestellt. Dieser Klinkensatz besteht aus :einer H@auptzuführungsklinke c, die mit eintem Pol des Kondensators I< ummittelbar in Verbindung steht und in ihrer Ruhelage an :einer Klinke e des gleichen Klinkensatzes anliegt. Diese Klinkee steht mit dem Gegenpol des Kondensatoars in- Verbindung, se daß damit durch die Anlage der Klinke c und ein der Ruhelageder Kondensator kurzgeschlossen ist und damit der Betriebslage von vornherein ,ein umaufgefüllter Kondensator zugeführt wird. Wird durch Drehung der Nockenwelle die jeweilige Nocke zur Anlage und zum. Anheben der Klinke c gebracht, so wird vor Erreichen der Schaltstellung innerhalb des gleichen Satzes die Hauptklinke e mit der Vorkontakt; klinke f entsprechend Fig.5 zur Berührung kommen und gleichzeitig dabei der über die Anlage c und ,e herbeigeführte Kurzschluß des Kondensatars durch Abheben dieser Verbindung unterbrochen. Diese Klinke f steht mit einem Strombegrenzungswiderstand W in Verbindung, dessen anderer Pol an der Meßklemrne B ,angeschlossen ist. Die Meßklemme steht also in dieser Zwischenstellung über den Strombegrenzüngswiderstand W, die Vorkontaktklinke f und die Hauptklinke c mit dem einen Pol .des Kondensators in Verbindung, während der andere Pol des Kondensators A mit der gemeinsamen Anschlußsammelleitung in Verbindung steht. Bei der AusfuhTung der Nockensch,altwalze ,als Dekadenschalter können dabei auch sämtliche Anschlußklemmen B der vier Klinkensätze über :eine gemeinsame Sammelleitung parallel an einer Flauptm:eßklemme B angeschlossen sein.
  • Kommt die Nocke in der endgültigen Schaltstellung in solche Lage, daß sie die Hauptklinke c vollständig anhebt, so liegt diese Klinke sowohl an der Vorkontaktklinke f ,als auch an der mittleren Klinke d an. In dieser in der Fig.6 dargestellten Schaltstellung wird der Strombegr:enzungswiderstand W überbrückt; der zu dem betreffenden Klinkensatz gehörende Kondensator liegt damit unmittelbar zwischen den Meßklemmen A und B.
  • Das in Fig.3 dargestellte Schaltschema, sieht die mit den Zahlen I bis IV bezeichneten Klinkenreihen vor; die Ziffern i bis io bezeichnen die jeweiligen Schaltstellungen. Das Schema besagt, daß in der Schaltstellung i in. der Nockenreihe I der -.erste Klinkensatz betätigt wird; fortlaufend bis zur Schaltstellungq: wird jeweils ein Klnklens;atz der Nockenreihe II bis IV eingeschaltet. In den Schaltstellungen 5 bis io verbleibt der Klinkensatz der N:ockenreihe q. eingeschaltet und damit der diesem Klinkensatz :entsprechende Vierfachwert der Einheit. Zu diesem Vierfachwert wird in dien Schaltstellungen 5 bis 7 jeweils der der Nockenreihe I bis III entsprechende Kapazitätswert durch Klinkenbetätigung eingeschaltet, wobei von der Schaltstellung 8 ,an die Kapazitätswerte der Nocken-, reihe II I und IV weiterhin eingeschaltet bleiben. Hier tritt Inder Schaltstellung 8 :der Kapazitätswert der Nockenr:eihe I und in der Schalt-. stellung g der Kapazitätswert der Nockenreihe II hinzu, während in der Schlußstellung der Schaltstellung i o durch No:ckenbetätigung sämtliche Kapazitätswerte der Reihe I bis IV in Barallelschaltung eingeschaltet sind. Es ergibt -sich :dabei infolge der Addition parallel geschalteter Kondensatoren folgendes: In der Schaltstellung i ist der einfache Wert, in. der Schaltstellung a der doppelte Wert, in der Schaltstellung 3 der dreifache Wert, in der Schaltstellung ¢ der vierfache Wert, in der Schaltstellung 5 der einfache und der vielfache Wert, in :der Schaltstellung 6 der zweifache und der vierfache Wert, in der Schaltstellung 7 der dreifache und der vierfache Wert, in der Schaltstellung 8 der einfache, der dreifache und der vierfache Wert, in der Schaltstellung 9 de doppelte, der dreifache und der -vierfache Wert, worauf schließlich in der Schaltstellung i o der einfache, der doppelte, der dreifache und der vierfache Wex tadditiv zusammengeschaltet sind. Damit :ergibt sich ,aus dieser Addition, daß durch Einzel- oder Zusammenschaltung die Werte von i bis io bei :einer LT,mdrehung geschaltet werden.
  • Werden mehrere Dekaden zu einer Einheit zusammengefaßt und je Dekade :eine Nockenschaltwalze vorgesehen, so@ kann ,auch an Stelle des in Fig. 3 vorgesehenen Schaltschemas eine Schaltung vorgesehen werden, bei der die Schaltung i o in Fortfall kommt und hierfür eine Nullstellung tritt. Auch kann dabei die zehnte Schaltstellung blockierbar sein.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Nockenschaltwalze zur Schaltung von Kondensatoren, gekennzeichnet durch die Verwendung von Mehrfachklinkensätzen je Kon:densatür, wobei die von der Noc e (U) gesteuerte Klinke (c) im nacheinander, von der Ruhestellung .ausgehend, aus der Berührung mit einer den zugeordneten Kondensator kurzschließenden Klinke (t) über die Berührung mit einer einen Vorschaltwiderstand (iv) mit dem Kondensator in Reihe schaltenden Klinke (f) in der Einschaltstellung mit einer den Vorschaltwiderstand (iv) kurzschließenden Klinke (d) in Anlage gebracht wird.
  2. 2. Nockenschaltwalze nach Anspruch i zur Dekadenschaltung eines Vierersatzes von Meßko@ndensato-ren, dadurch gekennzeichnet, daß vier Nocken in zehn Schaltstellungen nacheinander vier je einem Einheus- oder Vielfachwert zugeordneten-Klinkensatz so betätig gen, daß in den Schaltstellungen i bis q. je ein Wert i bis q. der Kondensatoren, in den Schaltstellungen 5 bis 7 je die Werte i bis 3 parallel zum Wert q., in den Schaltstellungen 8 und 9 j e die Werte i und 2 parallel zu .den parallel geschalteten Werten 3 und q. und in der Schaltstellung i o alle Werte parallel zueinander über Zwischenschaltstellungen ein- bzw. ausgeschaltet werden.
  3. 3. Nockenschaltwalze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Nullstellung vorgesehen ist und gegebenenfalls die zehnte Schaltstellung blockierbar ist. q.. Dekadenschaltanordnung für Meßkondensatoren übermehrere hintereinanderliegende Dekaden, bei der eine Nockenschaltwalze nach den Ansprüchen i bis 3 Verwendung findet, dadurch gekennzeichnet, daß je Dekade eine die Meßwerte o bis 9 bzw. i bis io steuernde Nockenwalze vorgesehen ist. .
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