DE71786C - Bücherbeschneidmaschine - Google Patents
BücherbeschneidmaschineInfo
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- B26—HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
- B26D—CUTTING; DETAILS COMMON TO MACHINES FOR PERFORATING, PUNCHING, CUTTING-OUT, STAMPING-OUT OR SEVERING
- B26D7/00—Details of apparatus for cutting, cutting-out, stamping-out, punching, perforating, or severing by means other than cutting
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- B26D7/015—Means for holding or positioning work for sheet material or piles of sheets
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Maschine zum Beschneiden der Kanten von Büchern, Zeitschriften, Broschüren
und dergleichen kann Anwendung rinden bei Büchern oder Broschüren nach dem Binden
derselben oder zum Beschneiden von in steife Deckel gebundenen Blättern, vor dem Einbinden
derselben. Bis jetzt war es üblich, Bücher oder Broschüren auf der gewöhnlichen Papierschneidmaschine
zu beschneiden. Gewöhnlich wurde ein Bücherstapel gleichzeitig beschnitten
und die Maschine mufste für die drei Schnitte, nämlich zum Beschneiden der oberen, unteren
und seitlichen Kante des Buches besonders eingestellt werden. Dies ist wegen der zahlreichen
Verrichtungen, die erforderlich sind, kostspielig, auch werden die Bücher nicht gleichmäfsig
beschnitten. Diese Uebelstände werden bei vorliegender Maschine vermieden. Ein Buch wird
nach dem anderen in die Maschine eingebracht, und dann selbstthätig auf genaue Gröfse beschnitten,
um dann die Maschine zu verlassen.
Die Maschine ist gekennzeichnet durch eine selbsttätige Beschneidvorrichtung und eine
Vorschubvorrichtung, welche die Bücher der Reihe nach der Beschneidvorrichtung zuführt.
Zweckmäfsig nimmt die Vorschubvorrichtung die beschnittenen Bücher auch aus der Beschneidvorrichtung
heraus.
Die Beschneidvorrichtung kann aus passenden oder bekannten Mitteln bestehen, um das überschüssige
Papier von den Rändern der Bücher oder Broschüren abzutrennen und um letztere wahrend des Beschneidens in richtiger Stellung
zu halten. Die zweckmäfsigste Ausführungsform besteht aus Klemmvorrichtungen, zwischen
welchen das Buch festgeklemmt wird, und aus Messern zum Beschneiden des Papiers. Die
drei zum vollständigen Beschneiden eines Buches erforderlichen Schnitte können gleichzeitig
oder nach einander gemacht werden. Wenn sie nach einander gemacht werden, kann es mit demselben oder mit verschiedenen
Messern geschehen. Die auf einander folgenden Schnitte können gemacht werden entweder
während das Buch durch dieselben Klemmvorrichtungen gehalten wird, oder es können
verschiedene Klemmvorrichtungen verwendet werden, um das Buch während der auf einander
folgenden Schnitte zu halten. Die Schneidvorrichtung besteht zweckmäfsig aus einer Haupt- und Nebenschneid vorrichtung.
Die erstere umfafst Klemmvorrichtungen und ein Messer zur Ausführung des ersten Schnittes
und die letztere umfafst verschiedene Klemmvorrichtungen, welchen das Buch nach Ausführung
des ersteh Schnittes zugeführt wird, und ein oder mehrere Messer zur Ausführung
des zweiten oder des zweiten und dritten Schnittes.
Die Vorschubvorrichtung, die zum Vorschieben von der Reihe nach zu bearbeitenden
Arbeitsstücken benutzt wird, kann bekannter Art sein. Hierbei ist nur nöthig, dafs die Vorschubvorrichtung
die in die Maschine gebrachten Bücher erfafst .und dieselben nach einander der Beschneidvorrichtung zuführt.
Die zweckmäfsigste Ausführungsform einer
solchen Vorschubvorrichtung besteht aus einer endlosen Kette bezw. Ketten, welche hinter
einander angeordnete Querschienen oder Mitnehmer trägt, welche die Bücher erfassen und
sie nach der Beschneidvorrichtung befördern.
Fig.' ι zeigt die Seitenansicht eines zu beschneidenden
Buches, wobei die punktirten Linien die entsprechenden Schnittlinien andeuten, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt der
wirksamen Haupttheile der Maschine, Fig. 3 den Grundrifs hiervon in schematischer Darstellung,
Fig. 4 einen senkrechten Längsschnitt durch die Mitte der Maschine, Fig. 5 einen
Grundrifs der Maschine, theilweise im Schnitt nach Linie 5-5 der Fig. 4, nach Abnahme des
Schneidtisches, Vorschubtisches und der Mitnehmer der Vorschubkette, und Fig. 6 einen
senkrechten Querschnitt nach Linie 6-6 der Fig. 4 und 5. Fig. 7 veranschaulicht eine
Seitenansicht des von der Maschine entfernten Hauptschneidrahmens mit zugehörigen Theilen,
der Triebwelle und den Antriebscurvenscheiben, Fig. 8 einen Grundrifs des Rahmens mit den
zugehörigen Theilen, Fig. 9 einen Querschnitt der Maschine nach Linie 9-9 der Fig. 4 und 5,
Fig. 10 eine Hinteransicht und Fig. 11 eine Seitenansicht der zur Nebenschneidvorrichtung
gehörenden Führung des Buches. Fig. 1 2 und 13 zeigen entsprechende Ansichten der zur Hauptschneidvorrichtung
gehörenden Führung des Buches, Fig. 14 zeigt einen Querschnittt nach
Linie 14-14 der Fig. 4 und 5, während Fig. 15
theils im Grundrifs, theils im waagrechten Schnitt die Anordnung des Schneidblockes
darstellt. Fig. 16 zeigt in Seitenansicht die Anordnung des Schneidblockes mit der Vorrichtung,
um ihn in Drehung zu versetzen, Fig. 17 einen waagrechten Schnitt der letztgenannten
Vorrichtung, und die Fig. 18, 19 und 20 zeigen
in senkrechten Längsschnitten die auf einander folgenden Vorgänge bei Wirkung der Hauptbeschneidvorrichtung.
Fig. 21 veranschaulicht in einem ähnlichen Schnitt den Vorgang des
Vorschiebens der Bücher von der Haupt- nach der Nebenschneidvorrichtung und von der
letzteren nach dem Ausgangsende der Maschine, während Fig. 22 im Querschnitt die Wirkungsweise
der zu der Nebenschneidvorrichtung gehörenden Endführungen und Fig. 23 die Seitenansicht
einer dieser Führungen darstellen.
Zunächst soll das Beschneiden mit Bezug auf Fig. ι, 2 und 3 erläutert werden. Die
dargestellte Maschine ist so eingerichtet, dafs sie das Buch mit zwei Verrichtungen beschneidet.
Zuerst führt sie einen Schnitt nach Linie x-x und dann gleichzeitig zwei Schnitte nach den
Linien y-y und \-^ Fig. 1, aus. Bei Bücheroder
Broschürenarbeit fällt der obere Schnitt y oder der untere Schnitt ^ wohl aus, in nachfolgender
Beschreibung sollen jedoch alle drei Schnitte betrachtet werden.
Gegen die Unterseite des Schneidtisches A, Fig. 2, bewegen sich die unter Federwirkung
stehenden Klemmplatten B und C, die an einem Rahmen D angeordnet sind, in geeigneten
Zeitabständen aufwärts. Am Rahmen D sind ein Messer F zur Herstellung des ersten
Schnittes x-x und zwei Messer G G1 zur Herstellung der beiden anderen Schnitte y-y und
\-\ im vorliegenden Falle fest angebracht, jedoch
könnten die Messer auch nach der Schneidrichtung verschiebbar sein. Wenn der
Rahmen D hochgeht, werden die Klemmplatten B und C, indem sie unter den Schneidtisch
A stofsen, angehalten und bei fortgesetzter Hebung des Rahmens D rücken die
Messer FGG1 gegen den Schneidtisch weiter vor. ,/
Die zu beschneidenden Bücher werden hinter einander auf den Vorschubtisch H zwischen
die Mitnehmer / der Vorschubvorrichtung gebracht. Die dargestellte Vorschubvorrichtung
besteht aus zwei Querschienen / erfassenden parallelen endlosen Ketten J. Die Querschienen
/ gleiten über den Vorschubtisch H, die Klemmplatten B und C und die festen
Tische oder Führungen α und b. Alle diese Theile befinden sich, wenn die Platten B C
gesenkt werden, in gleicher Höhe.
Ein auf den Vorschubtisch H gegen die Führungen a\ Fig. 3, gelegtes Buch wird von
einer Querschiene / über die Klemmplatte B vorgeschoben, bis der Rücken des Buches auf
den ersten Anschlag c trifft und das Buch angehalten wird. Hierauf hebt sich der Rahmen D
und das Buch auf der Klemmplatte B wird gehoben, bis seine obere Seite gegen den
Schneidtisch A stöfst. Zwischen den parallelen Flächen des Schneidtisches und der Klemmplatte
wird es mit einer Kraft, entsprechend der Spannung der starken Feder B1, gehalten,
die gegen einen Bund der Führungsstange der Klemmplatte drückt. Bei fortgesetzter Bewegung
des Schiebers D nach Anhalten der Klemmplatte B wird das Hauptmesser F gehoben, bis
dessen Kante über den oberen Theil der Klemmplatte vorragt. Dasselbe schneidet die
über die Platte vortretende Kante des Buches, bis die Messerkante die untere Fläche des
Tisches A erreicht. Der Schieber D geht sodann in seine Anfangsstellung zurück, die
Platte B geht ebenfalls mit dem theilweise beschnittenen Buch auf ursprüngliche Höhe herab.
Gleichzeitig senkt sich der Anschlag c unter die Ebene des Tisches H und der Platten B C,
damit die Querschiene / das Buch über die Platte α auf die zweite Klemmplatte C vorschieben
kann. Sobald das Buch und die Querschiene den Anschlag c passirt haben, nimmt
dieser die dargestellte Lage wieder ein, um ein weiteres Buch aufzuhalten. Das auf Platte C
geschobene Buch wird gegen einen Anschlag d
geschoben, welcher die gleichen Bewegungen wie Anschlag c ausführt und sich gleichzeitig
mit demselben fortbewegt.
Die Aufwärtsbewegung des Rahmens D wiederholt sich nun, das Buch wird auf der
Klemmplatte C gegen den Schneidtisch A geklemmt, wobei die Platte C einen der Stärke ihrer
Feder C1 entsprechenden Druck ausübt, während durch fortgesetzte Aufwärtsbewegung
des Schiebers D die Messer G G1 weiter hochgehen und die beiden entgegengesetzten Enden
des Buches beschneiden. Wenn ihre Kanten auf die Unterseite des Schneidtisches A treffen,
geht der Schieber D und die Klemmplatte C auf die frühere Höhe abwärts. Mit der Platte C
geht auch der Anschlag d bis unter diese Ebene herab, worauf die Transportkette sich wieder
vorwärts bewegt, wobei die Querschiene / das beschnittene Buch über die Platte C auf die
Abführplatte b schiebt, auf deren geneigtem Theile das Buch aus der Maschine in einen
geeigneten Behälter herabgleitet. Auf diese Weise werden die Bücher der Reihe nach und in
schneller Aufeinanderfolge beschnitten.
Ueber die Constructionseinzelheiten der Maschine ist Folgendes zu bemerken.
Die parallelen seitlichenLängsrahmen K, Fig.4,
5, 6 etc., sind mit Querrahmen K1 K 2 ΚΆ verbunden
und mit Flantschen versehen, die Bahnen e bilden, auf welchen die an den auf
einander folgenden Gliedern der Ketten J drehbaren Rollen f laufen, um die Reibung zu
vermindern. Die dargestelle Transportkette besteht aus Längsgliedern, die mit den gegenüberliegenden
Enden der Querschienen / verbunden sind.
Der senkrechte Schieber D, welcher in den Fig. 7 und 8 besonders dargestellt ist, ist mit
einer mittleren Längsrippe g", einer senkrechten Querrippe h am hinteren Ende und einem
waagrechten Quertisch i am vorderen Ende versehen. Derselbe wird durch die Kanten g1
und h1 in senkrechten Führungen an den Innenseiten der Rahmen geführt, wie Fig. 8
in Punktirung andeutet. Am unteren Theile des Schiebers D sind Rollen j angeordnet, die
an den Curvenscheiben Ar, Fig. 6, anliegen, welche auf der Triebwelle L, Fig. 7, sitzen.
Das Hauptmesser F wird durch Schrauben /, Fig.. 7, gegen die Querrippe h festgeklemmt,
wobei Stellschrauben m zum Einstellen vorgesehen sind. Die Messer G G1 sind in ähnlicher
Weise an Schieberarmen η angebracht, die oben am Quertisch i angeordnet und durch
Bolzen n1, welche durch Schlitze ri1 dieses
Tisches hindurchgehen, an demselben befestigt sind, so dafs die Messer G G1 in verschiedenen
Entfernungen von einander eingestellt werden können. Die Klemmplatten B und C sind je
auf zwei senkrechten Stangen B2 bezw. C2,
Fig. 7, angeordnet, die durch Augen des Schiebers D hindurchgehen und durch kräftige
Federn B1 bezw. C aufwärts gedruckt werden,
bis sie durch Stellringe ο, die an die oberen Führungsaugen anstofsen, angehalten werden.
Die Hauptschneidführung c und deren Rahmen sind in Fig. 12 und 13 dargestellt. Die Führung c
besteht aus einer aufrechten Platte, die an einer Platte c1 angebracht ist, welche an einem senkrecht
verschiebbaren Rahmen c2 c3 c4 sitzt, der
durch eine auf Triebwelle L, Fig. 4 und χ 2, sitzende Curvenscheibe ce gehoben und gesenkt
wird. Die Führung c mufs verstellbar sein, entsprechend der Gröfse, auf welche das Buch
zugeschnitten werden soll. Zu diesem Zwecke kann durch Stellschraube c1 die Schieberplatte
c1 in jeder Richtung bewegt werden.
Die Hülfsführung d und deren Rahmen sind in den Fig. 10 und 11 dargestellt. Die Führung
besteht aus einer senkrechten, an einer Schieberplatte d1 befestigten Platte.' Die Platte dl ist
auf einem eine Rolle rf5 tragenden Rahmen d2 d3
angeordnet, der durch eine auf der Hauptwelle L sitzende Curvenscheibe d6 gehoben
und gesenkt wird, Fig. 9 und 10. Um die Maschine Büchern von verschiedener Gröfse
anzupassen, mufs die Führung d in Längsrichtung stellbar sein, zu welchem Zweck eine
Schraube -zur Einstellung der Schieberplatte dl
vorgesehen ist.
Die beiden Führungen c und d gehen nach jedem Schnitt gleichzeitig und während der
Schieber D herabgeht herab, um unter die Bahn der Vorschubschienen / zu gelangen, so
dafs die Bücher über die Führungen geschoben werden. In Fig. 21 sind sie in denjenigen
Stellungen veranschaulicht, welche sie während der Vorschubbewegung einnehmen. Die
Führungsrahmen werden durch die Curvenscheiben c6 gehoben und fallen durch ihr
Eigengewicht zurück.
Beim Beschneiden der Enden des Buches mufs dieses in der Längsrichtung richtig eingestellt werden. Zu diesem Zwecke sind die
Endführungen p, Fig. 5, vorgesehen, welche die Enden des Buches zwischen sich aufnehmen.
Diese Führungen (Fig. 22 und 23) bestehen aus Metallplatten, deren Eintrittskanten nach
auswärts gebogen sind, um das Buch zwischen sich zu fassen, und sind an Armen pl angebracht,
die an den Blöcken q drehbar sind, welche an einem Flantsch ql des Querrahmens
K1 stellbar sind. Die Arme p1 werden
durch Federn p2 gegen einander gedrückt und durch eine auf Block q treffende Nase p3 angehalten.
Die Führungen ρ müssen derart verstellbar sein, dafs' sie in der Ruhelage etwas
näher bei einander stehen, als der Länge des Buches vor dem Beschneiden entspricht. Eine
der Führungen ist etwas nachgiebiger als die andere hergestellt dadurch, dafs ihre Feder p2
etwas elastischer ist, derart, dafs, wenn das
Buch zwischen die Führungen geschoben, wird, die nachgiebigere Führung ausweicht und somit
die Längsstellung des Buches durch die Lage der weniger nachgiebigen Führung regelt.
Wenn die Endführungen ρ über den Schneidkanten der Messer GG1 stehen, so müssen
dieselben aufser Bereich der Messer gebracht werden, bevor die Messer die Kanten des
Buches zu beschneiden beginnen. Zu diesem Zweck sind die Arme pl mit einwärts gerichteten
Vorsprüngen p* versehen und der Schieber D ist mit Schubknaggen z1 versehen. Die.
betreffenden Vorsprünge sind so angeordnet, dafs, wenn der Schieber D sich zu heben beginnt
und bevor die Messer das Buch erreichen, die Knaggen auf Vorsprünge treffen und durch ihre geneigten Flächen die Arme p1
aus einander rücken, Fig. 22. Die Querschienen / der Transportkette sind bei I1 ausgeschnitten, um ein Anstofsen der Führungen ρ
zu vermeiden, Fig. 9.
Die Transportkette wird durch folgende Vorrichtung in Bewegung versetzt. Auf der
Triebwelle L ist eine Curvenscheibe r, Fig. 4 und 14, befestigt, die gegen eine untere Rolle r1
drückt, welche auf einem Arm Af1 der Achse Af2
angeordnet ist. Auf der Achse M2 ragen zwei
parallele Arme M nahe den Enden aufwärts, und an ihren oberen Enden sind Klinken Ai3
drehbar, Fig. 4, deren Enden an die Querschienen / der Transportkette angreifen. Die
Arme M werden durch Federn s zurückgezogen, so dafs die Rolle r1 beständig gegen
die Curvenscheibe r gedrückt wird. Die Klinken M3 werden durch Federn s1 hochgehalten.
Wenn die Curvenscheibe r die Rolle r1 niederdrückt, bringt sie die Arme M
und die Klinken in die in Fig. 4 punktirt gezeichnete Stellung, so dafs die Klinken M3 die
Querschiene / in diejenige Stellung vorschieben, welche die voraufgehende Querschiene einnahm.
Darauf ermöglicht die Curvenscheibe das Zurückziehen der Klinken durch die Federn s,
bis die Enden der Klinken hinter die nächstfolgende Querschiene gelangen, um dieselbe
dann vorzuschieben.
Nach jeder Vorschubbewegung der Transportkette, um die Bücher in diejenige Lage zu
bringen, in welcher sie von der entsprechenden Beschneidvorrichtung bearbeitet werden können,
ist es nöthig, die Kette etwas rückwärts zu bewegen, damit die Querschienen / den betreffenden
Messern nicht im Wege stehen. Die Vorschubbewegung bringt beispielsweise die Schiene / ungefähr in die in Fig. 18 dargestellte
Lage, wo sie im Bereich des Messers F stehen und mit demselben zusammentreffen
würde. Die nächste Schiene würde beim Vorrücken ebenfalls zu nahe an den hinteren
Enden der Messer G G1 liegen. Deshalb mufs die Kette etwas rückwärts bewegt werden, bevor
der Schnitt ausgeführt wird. Dies erfolgt mittelst Anschläge t, die von dem Schieber D
in die Stellungen Fig. 7 und 8 verschoben, werden. Die oberen Hinterflächen dieser Anschläge
sind schief, damit sie vor die Querschiene I fassen und dieselbe in die Stellung
Fig. 19 zurückschieben können, wodurch die Schiene aus den Bereich des Messers F gebracht
wird.
Der Abführtisch b erstreckt sich über die Klemmplatte C in solcher ,Höhe, dafs der den
Anschlag d tragende Rahmen frei bleibt, worauf er, wie bei b1, Fig. 4. dargestellt, sich
neigt, um das beschnittene Buch am Ende der Maschine abzuführen. Der Tisch endigt innerhalb
des Bereiches der Kette und setzt sich in der geneigten Platte b*1 fort, von welcher die
Bücher in einen Behälter fallen. Der Schneidtisch A kann auf verschiedene Weise ausgeführt
sein. Zweckmäfsig wird er mit einer nachgiebigen Unterfläche hergestellt, auf welcher
die Messerkanten beim Schneiden sich aufsetzen, bei der dargestellten Ausführung ist
der Schneidtisch an der Unterseite mit einem Schneidblock u aus Holz versehen, dessen Faserrichtung
senkrecht ist. Dieser Block u ist unter einer Scheibe ν eingesetzt, die auf der Platte w
des Schneidtisches A angeordnet ist, Fig. 4, 6 und 15. Mit Platte»», die unbeweglich ist,
ist die Scheibe ν mittelst eines Zapfens v1
drehbar verbunden. Der Schneidblock u ist an der Scheibe ν mittelst Flantschen M1 befestigt,
die an der Scheibe durch Bolzen κ2 befestigt und deren Enden durch Bolzen u3
zusammengezogen werden, um den Block einzuklemmen. Der Tisch A dreht sich mit dem
Schneidblock u nach jedem Schnitt ein wenig, um den nächstfolgenden Schnitt auf einer anderen
Stelle des Blockes zu führen. Das von der Schneidkante getroffene Holz hat somit
Zeit, den Einschnitt zu schliefsen, bevor das Messer wieder an derselben Stelle einschneidet.
Um den Block zu drehen, ist die Scheibe ν am Umfang mit Zähnen versehen, in welche
das auf der senkrechten Welle Q sitzende Zahnrad Q1 eingreift, Fig. 15 und 16. Unten
an dieser Welle sitzt ein Schaltrad Q2, während auf der Welle ein Arm Q3 lose drehbar ist,
der eine Klinke ^3 trägt, Fig. 17, welche in
das Schaltrad eingreift. Der Arm Q.3 wird . durch Stange q* in Schwingung versetzt, die
mit einem der Arme M für die Transportkette in Verbindung steht, so dafs bei Vorwärtsbewegung
der Kette die Klinke qs das Schaltrad q'2 und den Schneidblock etwas weiter
dreht.
Es ist wünschenswerth, den Schneidtisch A schnell aus seiner ursprünglichen Lage entfernen
zu können, damit man den Schneidblock untersuchen oder auswechseln kann und um Zugang zu den Klemmplatten B und C,
den Anschlägen cd und ρ p. und den Messern
FGG1 zu erhalten. Um dies schnell und bequem
zu erreichen, wird die Platte n> drehbar angebracht, so dafs sie aus der in Fig. 15 in
vollen Linien dargestellten Lage in die punktirt gezeichnete Lage herumgedreht werden kann.
Die Platte w ist an einer Ecke mit einem Auge 7p1 versehen, das an einer senkrechten
Welle R befestigt ist, die in einem der Seitenrahmen drehbar gelagert ist. Die diagonale
Ecke der Platte w ist mit einem offenen Auge η>2 versehen, durch welches ein an der
entgegengesetzten Seite der Maschine liegender aufrechter Bolzen R1 tritt, auf welchen eine
Mutter r2, Fig. 4, geschraubt wird, um den Aufwärtsdruck des Schneidtisches aufzunehmen.
Auf diese Weise werden die beiden diagonal entgegengesetzten Ecken der Platte n>
gehalten. Die übrigen Ecken der Platte sind mit offenen oder geschlitzten Augen wz versehen. An je
einem der Seitenrahmen der Maschine sind, wie Fig. 6 zeigt, Bolzen R3 angelenkt, welche,
hochgeklappt, in die Augen eintreten und an den oberen Enden Muttern r8 tragen, welche
auf die Augen der Platte niedergeschraubt werden. Die Platte w ist somit an allen vier
Ecken festgehalten und kann dem auf sie entfallenden Druck Widerstand leisten.
Die Hauptwelle L der Maschine ist, wie dargestellt,
mit einem Kettenrade L1 versehen, um von einer endlosen Kette getrieben zu werden.
Sie kann auch von einem Riemen getrieben werden, der auf Riementischen einer Gegenwelle
L2 läuft, Fig. 5 in Punktirung. Die Gegenwelle überträgt die Bewegung auf Welle L
durch Kegelräder m1, Fig. 5 in Punktirung.
Die vorbeschriebenen Einzelheiten bilden die zweckmäßigste Construction der Maschine.
Verschiedene Theile können mannigfache Abänderungen erleiden, ohne am Wesen der Sache
etwas zu ändern.
Bei der dargestellten und beschriebenen Maschine besteht die Beschneidvorrichtung aus
Messern F G G1, dem Schneidtisch (oder einem anderen Theil), gegen welchen die Messer
wirken, und den Klemmvorrichtungen zum Festhalten der Bücher während des Beschneidens
durch die Messer. Wesentlich bei diesen Klemmvorrichtungen ist nur, dafs sie die Bücher
zwischen parallele Flächen einspannen. Eine von diesen Flächen kann einfach verschiebbar
sein, um das Buch gegen die entgegengesetzte Fläche zu führen. Das Heben der Bücher
gegen den Schneidtisch oder Block ist also unwesentlich. Ebenso unwesentlich ist, dafs das
Beschneiden durch den Hochgang der Messer gegen den Schneidtisch oder -Block erfolgt,
da mit der entgegengesetzten Bewegung die gleiche Wirkung erreicht würde. Die Schneidvorrichtung
mit einem gegen einen Schneidblock treffenden Messer ist ebenfalls nicht wesentlich,
weil irgend eine andere Anordnung von Messern, beispielsweise von solchen, wie sie
gewöhnlich beim Schneiden von Büchern oder Papierstapeln üblich sind, hierzu verwendet
werden kann.
Die beschriebene Vorschubvorrichtung, bestehend aus einer endlosen Transportkette mit
Querschienen und einer Vorrichtung zum absatzweisen Bewegen dieser Kette, kommt als unwesentlich
auch nicht in Betracht. Die Organe, welche die Bücher erfassen, sind die einzig wesentlichen Theile und die Schienen könnten
durch gleichwerthige Theile ersetzt werden, welche die Bücher erfassen und vorschieben.
Statt eines Vorschiebers, der das Buch zunächst nach der Hauptschneidvorrichtung, dann nach
der zweiten Beschneidvorrichtung befördert und schliefslich aus der Maschine abführt,
könnte auch ein Vorschieber benutzt werden, um die Bücher nach der Hauptbeschneidvorrichtung
zu befördern, worauf sie ein zweiter Vorschieber nach der zweiten Beschneidvorrichtung
führen würde, während ein dritter Vorschieber sie aus der Maschine abführen könnte.
Claims (2)
1. Eine Bücherbeschneidmaschine, bei welcher die zu beschneidenden Bücher nach einander
von einem Vorschubtisch (H) in eine Schnittstellung gegen einen Anschlag (c)
und zwischen die Flächen einander entgegengesetzter Klemmorgane (A B) geschoben,
diese Theile dann geschlossen werden, um das Buch festzuklemmen, und ein Messer (F) bewegt wird, um die Kante
des Buches zu beschneiden, worauf das Messer zurückgeht und die Klemmorgane (A B) aus einander rücken, so
dafs das Buch durch eine Vorschubvorrichtung weiter vorgeschoben wird, entweder um dasselbe aus der Maschine heraus
zu befördern, wenn nur ein einmaliges Beschneiden erforderlich ist, oder um dasselbe
nach einer zweiten Beschneidvorrichtung zwischen Klemmorgane (A B) zu befördern,
wo es von einem oder zwei Messern (G G1) beschnitten wird, wenn
beide Seiten und Enden' des Buches beschnitten werden sollen, worauf das Buch
aus der Maschine abgeführt wird.
2. Bei einer Bücherbeschneidmaschine nach Anspruch 1. eine Vorschubvorrichtung mit
parallelen Ketten (J J) und das Vorschieben der Bücher vermittelnden Querschienen (I),
die zwischen den einander entgegengesetzten Klemmorganen (A B und A C)
thätig sind, und zwar in den zwischen den auf einander folgenden Klemm- und Beschneidvorgängen
liegenden Zeiträumen.
Bei einer Bücherbeschneidmaschine nach Anspruch ι. die unter Federwirkung stehenden
Klemmplatten (B und CJ, welche von dem Schieber (DJ geführt werden, der die
Messer (F und GJ trägt, so dafs bei der ersten Aufwärtsbewegung des Schiebers die
Platten (B CJ gehoben und zwei Bücher gegen den Schneidtisch (AJ geklemmt
werden, während bei fortgesetztem Hochgang des Schiebers (DJ das Hauptmesser (F)
den Schnitt x-x, Fig. i, und die Messer (GG1J die Schnitte y-y und %-%, Fig. ι
(oder auch nur einen von letzteren Schnitten), machen, worauf der Schieber (DJ herabgeht.
_
Bei einer Bücherbeschneidmaschine nach Anspruch ι. die Anschläge (c und dj, die zu
den Klemmplatten (B und C) derart angeordnet sind, dafs sie in der Bahn der
Bücher sich befinden, wenn letztere in Stellung geschoben werden, nach dem Schneidvorgang aber abwärts gehen, so
dafs die Bücher über sie hinwegbewegt werden können.
Bei einer Bücherbeschneidmaschine nach Anspruch ι. die Führungen (pj zur Führung
der Enden des Buches, die an beweglichen, durch Federn (p%p'2J angedrückten Armen
(pp1) angeordnet sind und unter Einwirkung von Vorsprüngen bezw. Schubknaggen (wie
p* z1) stehen, derart, dafs die Führungen
bei Seite gerückt werden, nachdem sie das Buch in richtige Lage geführt haben, und
für die Messer (G G1J Platz geschaffen wird, welche die Enden des Buches dann
beschneiden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE71786C true DE71786C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=345062
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT71786D Expired DE71786C (de) | Bücherbeschneidmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE71786C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1025381B (de) * | 1955-02-22 | 1958-03-06 | Papierverarbeitungsmaschinenwe | Papierschneidemaschine mit drei Schneidmessern und einer Foerderbandeinrichtung |
| CH668216A5 (en) * | 1985-11-14 | 1988-12-15 | Ferag Ag | Printed item-trimming machine - has compartments and knives on parallel endless chains travelling at same speed |
-
0
- DE DENDAT71786D patent/DE71786C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1025381B (de) * | 1955-02-22 | 1958-03-06 | Papierverarbeitungsmaschinenwe | Papierschneidemaschine mit drei Schneidmessern und einer Foerderbandeinrichtung |
| CH668216A5 (en) * | 1985-11-14 | 1988-12-15 | Ferag Ag | Printed item-trimming machine - has compartments and knives on parallel endless chains travelling at same speed |
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