DE717757C - Vorrichtung zum Verwinden von Warm aus dem letzten Walzenpaar kommenden Staeben - Google Patents

Vorrichtung zum Verwinden von Warm aus dem letzten Walzenpaar kommenden Staeben

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DE717757C
DE717757C DEB187705D DEB0187705D DE717757C DE 717757 C DE717757 C DE 717757C DE B187705 D DEB187705 D DE B187705D DE B0187705 D DEB0187705 D DE B0187705D DE 717757 C DE717757 C DE 717757C
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DE
Germany
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twisting
rolling stock
holding
arm
switching
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Expired
Application number
DEB187705D
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Betzler
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Individual
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Individual
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D11/00Bending not restricted to forms of material mentioned in only one of groups B21D5/00, B21D7/00, B21D9/00; Bending not provided for in groups B21D5/00 - B21D9/00; Twisting
    • B21D11/14Twisting

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Winding, Rewinding, Material Storage Devices (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Verwinden von warm aus dem letzten Walzenpaar kommenden Stäben Das Verwinden von Profilstahl in seiner ganzen Länge auf der Walzenstraße konnte bis heute in warmem Zustande noch nicht erreicht werden. Längen von zo bis 15m lassen sich wohl direkt nach dem letzten Walzenpaar bei axialer Durchführung durch geeignete Vorrichtungen verwinden, dagegen in Längen von :1 .5 bis 6o m, wie die Stablängen auf Walzenstraßen üblich sind. war noch nicht möglich. Es ist dies auch verständlich, wenn man berücksichtigt, daß z. B. ein Stab, der mit einer Walzgeschwindigkeit von 5 m pro Sekunde durchläuft und eine Ganghöhe von 6o mm :erhalten soll, in diesem Fall 5000 Umdrehungen in der Minute zu überwinden hat, was ohne genaueste Lagerung unmöglich ist. Der Stab - kann deshalb diese Umdrehungszahl nicht bewältigen, und das Material ist vollstäncig unbrauchbar.
  • Mit den bisher bekannten Einrichtungen, wie Drallbüchsen, Lenkrollen usw., selbst mit rotierenden Führungsrohren scheiterten bei der praktischen Durchführung an der Länge des Stabes auf der Walzenstraße. Die Erfindung hat nun eine Vorrichtung zum Gegenstand, durch welches das gesamte in der Laufrinne der Walzenstraße anfallende Walzgut beliebiger Länge unter voller Aufrechterhaltung der Leistung der Straße verdrillt wird. Dies geschieht dadurch, daß das Walzgut radial in die Verwinde- und Haltevorrichtungen :eingeführt wird und nach dem Verdrillen wieder radial aus diesen Vorrichtungen in das Kühlbett gelangt, während das nächste Walzgut während des Verdrillvörganges in die zum Zuführen erforderliche Stellung gelangt. Unter dieser Stellung wird diejenige verstanden, die ohne irgendwelche Maßnahme ein Ergreifen des Walzgutes und radiale Beförderung desselben in die Verrichtung ermöglicht. Eine beispielsweise Ausführungsformeiner Vorrichtung gemäß der Erfindung ist nachstehend beschrieben und dargestellt.
  • Abh. A zeigt einen Drallbock in Vorderansicht, Abb. A r Beinen Drallbock in der Seitenansicht, Abb. B einen Haltebock, Abb. C eine schematische Darstellung. Der Zwillingsstab i liegt nach Verlassien des letzten @Valzenpaares in der Laufrinne 2, von welcher derselbe durch die Greifer die auf der durchlaufenden Welle 4. sitzen, in die Mitte der Verwindungsbüchsen 5 gehoben wird. Durch das Aufheben werden die Gabelhebel 6 durch den Zwillingsstab i in die Höhe gedrückt, worauf die -zweiten Hebelarme ; durch die Federn 8 den Stab festhalten, worauf die Greifer 3 sofort wieder zurückgehen, um die Laufrinne für den nächstfolgenden Stab frei zu machen. Darauf werden die Drallböcke a und a1 mittels der durchlaufenden Welle g in Betrieb gesetzt. worauf die gewünschte Verbindung erfolgt. lach erfolgter V eru7indung wird ausgeschaltet, und zwar so, daß die Ausnehmungen der Drallböcke wieder in der Anfangsstellung stehen. Darauf wird durch eine geringe Drehung der durchlaufenden Welle io der verwundene Stab mittels der Hebel i i, die auf die hinteren Hebelarme 12 der Gabelhebel 6 und drücken, durch die Hebe16 auf das Kühlbett 13 geworfen. Inzwischen ist der nächste Stab in der Laufrinne wieder eingetroffen, worauf sich der beschriebene Vorgang laufend wiederholt.
  • Zur Überbrückung der Ausschnitte in den rotierenden Vertvindungsbüchsen 5 mit Zahnrad, die zur Ein- und Ausführung des Stabes notwendig sind, werden jeweils zwei gleich große Zwischenräder 14. und i4a reingesetzt.
  • In der Mitte der Längsvorrichtung der Laufrinne (Abb. C) wird ein Drallboeka aufgestellt. Bei diesem Drallbock ist die Verwindungsbüchse durch Stellring 15 (Abb. A.) gegen Längsverschiebung gesichert. Rechts und links vom Drallbock a ist je ein Haltebock b in an sich bekannter Weise aufgestellt. Die Haltebüchsen bei diesen Halteböcken sind nicht rotierend, sondern durch keilartige Führungen 2o und 2o- geführt, jedoch mit den Hebeln 16 und Gewicht i 7 versehen. Rechts und links von diesen Halteböcken werden Drallböcke c .aufgestellt. Die Verivindungsbüchsen 5 sind bei diesen Drallböcken durch keinen Stellring gesichert, können sich deshalb wie bei den Halteböcken in der Längsrichtung verschieben und sind ebenfalls-mit den Hebeln 16 und Gewichten i; versehen. Drallböcke c sowie Halteböcke b sind je zur Hälfte rechts und links hergestellt, -Lund zwar so, daß sich die Büchsen in Richtung nach" dem Drallbock a verschieben können, weil durch das Verwinden der Stab bekanntlich kürzer wird, worauf man auch bei bekannten Vorrichtungen Rücksicht nehmen mußte. ohne aber eine besondere Büchse vorzusehen, welche axial verschiebbar ist. Die Hebel ii, mit den verstellbaren Get#,ichten i;-dienen einerseits dem Zweck, die Verkürzung bzw. die Streckung des Stabes in bezug auf die Streckgrenze regulieren zti 1zönnen. .urid :anderseits, um nach erfolgtem Abwurf tles Stabes in das Kühlbett die Büchsen wie-,.der in die Anfangsstellung zu drücken. An den Enden der zwei äußeren Böcke können sich. Klemmkeile 21 bis 24. befinden, die den Stab festhalten, damit derselbe in der ganzen Länge gl;-ichmäßig gestreckt werden kann.
  • Da die einzelnen Längen der Stäbe ungleich lang sind, wird einer der äußeren Böcke verstellbar ausgeführt, damit kein Abfall durch nicht verdralltes Material entsteht, wie bei i9 gezeigt ist.
  • Selbstverständlich läßt sich die beschrieheile Einrichtung auch zum Verdrillen kalter Stäbe benutzen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Ver«°inden von warm aus dem letzten Walzenpaar kommenden Stäben, dadurch gekennzeichnet, daß das auf der Laufrinne anfallende Walzgut selbsttätig in radialer Richtung in die Verwinde- und Haltevorrichtung eingeführt und nach dem Verdrillen radial aus derselben in das Kühlbett gelangt, während das nächste Walzgut während des Vertvindungsvorganges in die Laufrinne in die zum Zuführen erforderliche Stellung gelangt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die in abwechselnder Folge stehenden Verdrill- und llaltevorrichtungen eine radiale Ausnehmung zum Einführen des Walzgutes aufweisen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Verwinde- und Haltevorrichtungen einen gemeinsamen Antrieb zum Einführen (4.) und Auswerfen (i o t des Walzgutes aufweisen. .l.
  4. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Verdrill- und Haltevorrichtung einen unter Federdruck arbeitenden Kipphebel (; 1 als Festhaltevorrichtung aufweist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch ;und .1, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Hebelarm der Haltevorrichtung (6, 7, 12) als Gabel (6, 7) ausgebildet ist, deren einer Arm (7') das Walzgut in den Verdrill- und Haltevorrichtungen festhält, während der andere Arm (2) als Schaltarm zum Schalten in die und aus der Festhaltestellung dient.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Schalten der Festhaltevorrichtung in die Festhaltestellung durch das zugeführte Walzgut und das Auswerfen durch einen am anderen Hebelarm (12) anschlagenden Anschlag (i i) erfolgt.
  7. 7. Verdrillbock nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die radiale Ausnehmung aufweisende Teil ,als Radkörper ausgebildet ist. B. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Rad als Zahnraid ausgebildet ist, dessen Ausnehmung durch zwei Zahnräder (1q., 14 a) überbrückt wird. g. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtu:ng mit Ausnahme des Verdrillantriebes dem Verdrillbock vollständig gleicht. io; Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Radkörper eine als Halter aufweisende Büchse besitzt. i i. Vorrichtung mach Anspruch z o, dadurch gekennzeichnet, daß die Büchse des mittleren Bockes gegen axiale Bewegung gesichert ist, während die sich rechts und links anschließenden Büchsen axial verschi bbar sind. i2. Vorrichtung nach Anspruch i i, dadurch gekennzeichnet, daß die axial verschiebbaren Büchsen unter dem Druck eines einstellbaren Gewichtshebels stehen.
DEB187705D 1939-06-15 1939-06-15 Vorrichtung zum Verwinden von Warm aus dem letzten Walzenpaar kommenden Staeben Expired DE717757C (de)

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DE (1) DE717757C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1031613B (de) * 1953-03-09 1958-06-04 Phoenix Rheinrohr Ag Drillkopf fuer runde oder profilierte Staebe mit selbsttaetiger Spannwirkung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1031613B (de) * 1953-03-09 1958-06-04 Phoenix Rheinrohr Ag Drillkopf fuer runde oder profilierte Staebe mit selbsttaetiger Spannwirkung

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